Strompreisbremse 2023: Seit Januar nicht mehr im Einsatz

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Stromrechnung nach Strompreisbremse

Die Strompreisbremse 2023 wird mit Januar 2024 nicht weiter verlängert, d.h. Haushalte müssen wieder den vollen Arbeitspreis zahlen. Der Strompreisdeckel entlastete Verbraucher/innen seit Anfang 2023 von den steigenden Strompreisen, indem sie garantierte, dass Privatkund/innen höchstens 40 Cent die Kilowattstunde zahlen. Der aktuelle durchschnittliche Strompreis liegt, v.a. für Neukund/innen, deutlich darunter. Sollten Sie also mehr zahlen, ist ein Strompreisvergleich und ein eventueller Stromanbieter Wechsel ratsam.

Strompreisbremse 2023 fällt weg, was heißt das nun?

Die Preisbremse wird nicht verlängert!

Deshalb sollten Sie dringend prüfen, ob Ihre Tarife von der Preisbegrenzung betroffen sind. Unsere Empfehlung: Unabhängigkeit von der Preisbremse gewinnen und vor einer drastischen Preiserhöhung schützen!

Dass die Strompreisebremse 2023 entfällt bedeutet, dass der Strompreis nicht mehr auf die höchstens 40 Cent/kWh gedeckelt wird. Sollten Sie also mehr als 40 Cent/kWh zahlen, raten wir Ihnen auf jeden Fall einen Strompreisvergleich durchzuführen und Ihren Anbieter zu wechseln. Oft sind Neukunden Tarife um einiges günstiger als bestehende. 

Strompreisbremse Graphik

Mieter/innen sind i.d.R. für einen Vergleich bzw. Wechsel selbst zuständig. Ist die Mietwohnung allerdings an eine Zentralheizung angeschlossen ist dies etwas anders. In einem solchn Fall ist der/die Vermieter/in verantwortlich und die Mieter/innen müssen erst einmal abwarten. 

Tarifrechner zum Strompreisvergleich

Mit unserem Tarifrechner zum Strompreisvergleich können Sie ganz einfach und problemlos die neusten und günstigsten Angebote verschiedener Anbieter finden und vergleichen.

Wie hat die Strompreisbremse funktioniert?

Bevor Sie mit einem kleinen, aufklärenden Rechenbeispiel konfrontiert werden, wird es Ihnen helfen erstmal zu verstehen, um was es sich bei der Strompreisbremse überhaupt gehandelt hat und wie diese funktionierte.

Die Strompreisbremse war ein von der Bundesregierung verabschiedeter Preisdeckel zur Entlastung von Bürger/innen und Unternehmen aufgrund der Strompreiserhöhungen. Die Basisversorgung wurde somit günstiger.

Das Grundprinzip der Strompreisbremse 2023 war es, den Strompreis für private Verbraucher/innen und kleine Unternehmen ab 40 Cent pro kWh zu deckeln.

Wie hoch war die Strompreisbremse?

Die Strompreisbremse 2023 funktioniert also als Preisdeckel und soll Verbraucher/innen entlasten. Doch wie hoch war sie nun genau ?

  • Für alle privaten Kund/innen garantierte die Strompreisbremse, dass Sie für 80 % Ihres Vorjahresverbrauchs nur maximal 40 Cent pro kWh zahlen.
  • Für mittlere und große Unternehmen mit mehr als 30.000 kWh Verbrauch pro Jahr, lag der Deckel bei 13 Cent für 70 % des Vorjahresverbrauchs.

In beiden Fällen musste der Verbrauch, der über den Strompreisdeckel hinausging, zu regulären Marktpreisen bezahlt werden!

Wissenswertes Je nach Haushaltsgröße, Wohnsituation und Wasseraufbereitung variiert der durchschnittliche Stromverbrauch von 2500 kwH bis zu 4500 kWh

Kurzes Rechenbeispiel zur Strompreisbremse:

Glühbirne und Taschenrechner als Symbol für Rechenbeispiel

Lag der Vorjahresverbrauch beispielsweise bei 3000 kWh, was in etwa einem 1 Personen Haushalt mit elektrischer Wasseraufbereitung entspricht, wurde dieser Betrag zuerst auf den monatlichen Verbrauch (:12) runtergerechnet (=250).

Nun kam die Strompreisbremse in ihrer Funktion als Preisdeckel zum Einsatz. Sie deckelte nun 80 % des Verbrauchs, folglich also 200 kW/h (=250 kWh x 0,8).

Verbraucher/innen sparten sich in diesem Fall also effektiv den Preis für 50 kWh (=250 kWh - 200 kWh).

Mathematik kann so einfach sein, vor allem wenn man dabei auch noch Stromkosten spart. Wollen Sie dennoch von mehr Mathematik verschont bleiben und trotzdem weiter Kosten sparen, hilft Ihnen unser Tarifrechner weiter.

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Ab wann und wie lange hat die Strompreisbremse gegolten?

Sie verstehen also bereits, wie die Strompreisbremse funktioniert hat, und wie viel sie mit ihr in etwa sparen konnten. Nun wollen Sie bestimmt wissen, ab wann, und wie lange Sie von der Erleichterung auf Ihrer Stromrechnung Gebrauch machen konnten.

Die Strompreisbremse 2023 golt bereits für alle Verbraucher/innen seit Januar 2023. Dabei haben die Stromversorger die ersten Entlastungsbeträge für Januar und Februar im März 2023 ausgezahlt. Das heißt, die im Januar und Februar, zu viel bezahlten Beiträge, wurden Ihnen bereits im März gutgeschrieben.

Das praktische für Verbraucher/innen ist, dass Sie sich um nichts kümmern müssen, da die Auszahlung automatisch über die Abrechnung des Energieversorgers bzw. Die Betriebskostenabrechnung des Vermieters abgewickelt wird.

Wann kommt die Strompreisbremse für Heizstrom?

Fernglas auf Aussicht auf Preisbremse für Heizstrom

Wie Sie nun bereits wissen, trat die Strompreisbremse2023 bereits am 01.01.2023 in Kraft und machte sich im Geldbeutel der Verbraucher/innen ab spätestens 01.03.2023 bemerkbar.

Nun fragen Sie sich bestimmt, inwiefern der Strompreisdeckel nun auch den Heizstrom betrifft, und ob auch hier die Endkund/innen entlastet werden sollen.

Grundsätzlich ist es wichtig, den Unterschied in Ihrem Heizsystem zu kennen, denn nicht jedes Heizsystem profitiert gleichermaßen von der bisherigen Strompreisbremse.

Strompreisbremse für Wärmepumpen und Nachtspeicherheizungen:

Sind Sie also ein Privathaushalt, der ein elektrisch betriebenes Heizsystem, wie eine Erdwärmepumpe oder eine Nachtspeicherheizung installiert hat, wurden Sie durch die Strompreisbremse nur wenig bis gar nicht entlastet, weil Heizstrom für gewöhnlich deutlich billiger ist als Haushaltsstrom.

Genau deswegen wurde für solche Haushalte eine Strompreisbremse für Heizstrom eingeführt. Konkret sieht das so aus, dass für Netzannahmestellen von weniger als 30.000 kWh Jahresverbrauch, der Referenzpreis von 40 auf 28 Cent pro kWh gesenkt wird, damit auch bisher weniger entlastete Kund/innen von der Strompreisbremse profitieren.

Die gesetzliche Anpassung ist am 03.08.2023 in Kraft getreten und wird bis spätestens 31.12.2023 ausgezahlt.

Strompreisbremse für leistungsungebundene Energieträger:

Gasflamme als symbol fuer Heizung

Neben Wärmepumpen und Nachtspeicherheizungen gibt es aber auch noch andere Energieträger, die nicht direkt vom Strompreis beeinflusst werden.

Dazu gehören Holzpellets, Heizöl oder Flüssiggas. Sie werden leistungsungebundene Energieträger genannt. Für Privathaushalte, die dies betrifft, wurden sogenannte Härtefallhilfen vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) zur Verfügung gestellt. Denn auch diese Verbraucher/innen haben ebenfalls mit erheblichen Kostensteigerungen zu kämpfen. Erstattet wurden 80 % des über eine Verdopplung hinausgehenden Mehrbetrags.

Mehr Infos zur Antragstellung finden Sie unter FAQs zu Härtefallhilfen. Reichen Sie dazu einfach ihre Stromrechnung vom Zeitraum 01.01.2022 bis 01.12.2022 ein. Sie können sich somit einen Zuschuss von bis zu 2000 Euro sichern.

Aber nun erstmal zu den Hintergründen und der Entstehung der Strompreisbremse 2023.

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Wie kam es zur Strompreisbremse 2023?

Handshake als Symbol für Einigung auf Preisbremse

Um die Strompreisbremse und Ihre Entwicklung etwas besser zu verstehen, hilft es, sich zuerst ein Bild von der Strompreiszusammensetzung 2023 und die Strompreisentwicklung der letzten Jahre in Deutschland zu machen und zu verstehen, wie es zur Entlastung der Verbraucher/innen durch die Strompreisbremse 2023 überhaupt kam.

Strompreisentwicklung bis hin zum Strompreis 2023:

1. Als auslösendes Ereignis einer Transformation des deutschen Energiemarkts, gilt die Liberalisierung des Energiemarkts 1988. Seit diesem Einschnitt, welcher die Entmonopolisierung und somit Entstehung vieler Energieanbieter nach sich zog, hat sich der durchschnittliche Strompreis für Privatkund/innen knapp verdoppelt !

Preis pro kWh, ct €, MWSt. inkl.

(Quelle: Strompreise Vergleichen Und Sparen, Verivox, 2023)

2. Zu einem weiteren Einschnitt in die Preisentwicklung des deutschen Energiemarkts auf dem Weg hin zur Strompreisbremse kam es 2021 durch die Energiekrise, welche einen weiteren Preisanstieg nach sich zog. Dieser wurde durch die Gasknappheit auf dem Weltmarkt begünstigt, denn auch Erdgas wird zur Stromerzeugung verwendet und beeinflusst somit den Strompreis 2023.

Die folgenden Daten sollen nochmal die enormen Preiserhöhungen der letzten zwei Jahre verdeutlichen:

  1. 2021: 31,89 Cent/kWh
  2. 2022: 40,07 Cent/kWh
  3. 2023: 46,27 Cent/kWh

Wenn Sie wissen wollen, wie Sie den günstigsten Stromtarif für Ihren Wohnort wählen, sodass die Strompreisbremse am Besten gar nicht greifen muss, dann zögern Sie nicht und lassen sich von einer/einem unserer Energieexpert/innen kostenlos beraten.

Rufen Sie unverbindlich und kostenlos an (Mo.-Fr. 08.00-19.00 Uhr): 089 380 388 88 .

Der Strompreis Deutschland September 2023:

Um die aktuelle Strompreisentwicklung und den vergangenen Anstieg der Strompreise noch besser zu verstehen ist auch noch interessant zu wissen, wie sich der Strompreis Deutschland überhaupt zusammensetzt:

Laut dem Bundesverband der Energie-und Wasserwirtschaft (BDEW) setzt sich der Strompreis aus drei Komponenten zusammen:

  1. 27 % Steuern und Abgaben
  2. 20 % Nutzung der Stromnetze (Geld bekommt der Netzbetreiber)
  3. 53 % Stromerzeugung und Vertrieb (Geld geht an den Stromanbieter)

Das Vergleichsportal Verifox gibt an, dass im September 2023, der aktuelle Durchschnittspreis für Neukund/innen mit einem jährlichen Durchschnittsverbrauch von 4000 kWh Strom bei 30 Cent/kWh liegt, was deutlich unter den durch die Strompreisbremse gedeckelten 40 Cent/kWh liegt.

Für Verbraucher/innen die noch beim Grundversorger angemeldet sind oder noch immer an ältere Tarife gebunden sind, lohnt es sich, sich über die Nutzung von Tarifrechnern zu informieren und mit deren Hilfe über einen Stromanbieterwechsel nachzudenken. Finden Sie so einen günstigeren Tarif, sind Sie vielleicht gar nicht von einer Entlastung durch die Strompreisbremse betroffen.

Gründe für die Strompreiserhöhungen der letzten Jahre:

Licht geht auf als Symbol für Gründe für Preiserhöhung der letzten Jahre

Wie Sie bereits oben sehen, ist der Strompreis über die letzten zwei Jahre stark angestiegen, vor allem folgende Komponenten des Strompreises verursachten diesen Anstieg:

  • Steuern und Abgaben sind 2023 im Schnitt um 13,8 % gesunken und haben 27 % Anteil am Strompreis. Verursacht durch Abschaffung der EGG-Umlage, um Verbraucherinnen zu entlasten.
  • Die Netzentgelte für die Nutzung des Stromnetzes für private Haushalte ist 2023 im Schnitt um 18 % gestiegen.
  • Die Kosten für die Erzeugung,Beschaffung und Vertrieb sind 2023 im Schnitt um 72 % gestiegen.
  • Erhöhte Stromnachfrage
  • Weniger Wettbewerb aufgrund insolventer Anbieter

Wussten Sie schon? Die EGG-Umlage, auch Ökostrom-Umlage genannt, wurde 2000 eingeführt, und bei den Endkunden in der Stromrechnung erhoben, um die Förderung des Ausbaus von Solar-, Wind-,Biomasse- und Wasserkraftwerken zu finanzieren

Sollten Sie mehr Hintergründe über die Veränderung der Strompreise in den letzten Jahren wissen wollen, dann schauen Sie doch mal beim folgenden Artikel vorbei:

Strompreisentwicklung Prognose

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