Energiekrise 2023 – Wie wird es weitergehen?

Mann hat Angst vor Energiepreiskrise Hand mit Geldscheinen

Energiekrise 2022, die große Inflation… Wie ist es zu dieser Katastrophe auf dem Energiemarkt gekommen? Was sind die möglichen Auskommen aus der Energiekrise? Was tun Deutschland und die EU gegen die dramatische Preisentwicklung? Wir erklären Ihnen, was die Hintergründe der Energiekrise sind und was Sie als Kunde machen können, um den steigenden Preisen zu entgehen. Wenn Sie bereits von den Preiserhöhungen betroffen wurden, können Sie sich von unseren Energieexperten kostenlos und vertrauenswürdig beraten lassen: 089 380 388 88


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Wie geht es mit der Energiekrise 2023 weiter?

2022 war ein sehr turbulentes Jahr für Energiepreise. Drohende Mangellagen und der völkerrechtswidrige Angriff Russlands auf die Ukraine haben dafür gesorgt, dass Preise für Strom und Gas einen enormen Anstieg verzeichnet haben. Vielerorts fragt man sich deshalb, wie sich die Energiekrise 2023 weiterentwickeln wird. Dazu hat das schweizer Beratungsunternehmen Prognos drei mögliche Szenarien aufgezeichnet:

  1. Im schlimmsten Fall wird Russland auch im Jahr 2023 kein Gas liefern. Das führt dazu, dass eine Megawattstunde Strom auf einen Preis von über 500 Euro steigt und die Energiekrise weiter eskaliert.
  2. Im mittleren Szenario prognostiziert das Schweizer Beratungsunternehmen, dass sich der Gaspreis 2023 auf der Höhevon 2022 stabilisiert und der Strompreis bis 2040 auf 70 € pro Megawattstunde sinkt. Somit würde sich die Energiekrise langsam entspannen.
  3. Im positivsten Szenario für die Energiekrise gehen die Analysten davon aus, dass Russland im Jahr 2023 genauso viel Gas liefert wie vor dem Angriff auf die Ukraine. In diesem Fall wird für 2023 ein Strompreis von 104 € pro Megawattstunde prognostiziert, der bis 2040 auf 57 € sinken wird. Es gilt jedoch allgemein als sehr unwahrscheinlich, dass Russland im Jahr 2023 bereits wieder Gas auf Vorkriegsniveau liefern wird.
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Was genau ist die Energiekrise 2022?

Die Energiekrise 2022 – Es klingt nach einer Katastrophe mit undenkbaren Auswirkungen. Aber: Was genau ist diese Energiekrise 2022? Tatsächlich handelt es sich um eine Gasknappheit auf dem Weltmarkt bei gleichzeitig wachsender Nachfrage. Dieses Phänomen lässt die Energiepreise in die Höhe schnellen und erstellt somit eine Inflation. In den Medien wird bereits von der Großen Inflation 2022 geredet.

Europa ist davon besonders stark betroffen, daher natürlich auch Deutschland. Die Energiekrise ist aber nicht nur auf Europa begrenzt, sondern weitet sich momentan auf der ganzen Welt aus. Eine gewisse Dramatik bringt diese Energiekrise 2022 also doch mit sich.

Strompreise Deutschland vs. Strompreise weltweit? Wussten Sie, dass Anfang 2022 die Strompreise Deutschland dreimal höher waren als die des internationalen Durchschnittes? Mehr Infos zu den Strompreisen weltweit und Erklärungen für die Höhe und der Anstieg während der Energiekrise erhalten Sie hier: Strompreise weltweit

Eine Lupe mit Dokument als Symbol für die Energiekrise

Hintergrund und Vorgeschichte der Energiekrise 2022

Wie genau wurde die Energiekrise in Europa ausgelöst?

Einerseits ist der lange und strenge Winter 2020/2021 mit der zusammenhängenden Nachfrage nach Erdgas schuld am Beginn der Energiekrise. Aufgrund dessen wurden nämlich die Gasvorräte zum Großteil verbraucht. Dem strengen Winter folgte daraufhin ein wind- und sonnenarmer Sommer, der wenig Solar- und Windenergie produzieren ließ.

Zudem hatten Hauptgaslieferanten in Europa wie Norwegen mit häufigen Produktionsausfällen zu kämpfen, was in der Energiekrise nicht weiterhilf, sondern sie im Gegensatz weiter verschlimmerte. Nebst all diesen Faktoren steigerte auch die CO2-Steuer die Energiepreise.

  • Winter 2020/2021
  • Wind- und sonnenarmer Sommer
  • Produktionsausfälle in Norwegen
  • CO2-Steuer

Andererseits ist die Nachfrage nach Erdgas seit Jahresbeginn 2021 aus unterschiedlichen Gründen immer weiter gestiegen. Da es sich um eine globale Nachfrage handelte, kamen immer weniger Schiffe in Europa an.

Russland, Europas größter Gaslieferant, hat zudem aus strategischen und/oder infrastrukturellen Gründen die Gaslieferung gedrosselt. Der genaue Grund war zu diesem Zeitpunkt der Energiekrise noch unklar und warf viele Fragen auf. Gewiss ist jedoch, dass aufgrund dessen die Gasvorräte nicht wie gewohnt im Sommer vollständig aufgefüllt worden sind. Am 24. Februar griff Russland dann die Ukraine an und als Reaktion europäischer Sanktionen verknappte Russland im Laufe des Jahres 2022 seine Gaslieferungen, was zu einer deutlichen Verschärfung der Energiekrise führte.

  • Steigende Nachfrage nach Erdgas
  • Weniger Schiffe kommen in Europa an
  • Gasvorräte wurden nicht vollständig aufgefüllt
  • reduzierte russische Gaslieferungen

Es gibt, wie Sie sehen, ein breites Spektrum an Gründen, wie Europa zur Angebot- und Gasknappheit gelangt und es somit zur sogenannten Energiekrise gekommen ist. Russland ist Europas größter Gaslieferant aber nicht der einzige. Anbei ein Überblick auf die europäischen Gaslieferanten:

(Quelle: Infographic - Where does the EU’s gas come from?, 2022, Rat der Europäischen Union)

Wieso wird auch in der Energiekrise Strom teurer?

Wieso Gaspreise bei Gasknappheit steigen ist verständlich, wieso aber steigen auch die Strompreise in der Energiekrise? – Weil Erdgas auch zur Stromerzeugung benötigt wird. Wie bereits erwähnt, gab es einen wind- und sonnenarmen Sommer im Jahr 2021, weshalb eine zusätzliche Stromproduktion mit Gas benötigt wird. Es wird außerdem in der Energiekrise zunehmend Gas in der Stromproduktion benötigt, da die Produktion durch Atomkraft und Kohle im Atomausstieg runtergefahren wurde – der Grund: die Klimaziele 2030/2050.

Aufgrund der Gasknappheit nimmt durch die Energiekrise der Kohleanteil in der Stromproduktion wieder zu. Angesichts der Weltklimakonferenz in Kyoto ist dies ein weiter Schritt in die falsche Richtung. Sie wollen mehr über die Weltklimakonferenz wissen? In unserem ausführlichen Artikel erhalten Sie mehr Auskunft: Kyoto-Protokoll.

Ein ähnliches Szenario kann man auch außerhalb Europas finden, wie zum Beispiel in China und Brasilien, wo Strom ebenfalls zunehmend mit Erdgas produziert wird.

Wie wirkt sich die Energiekrise in Deutschland aus?

In Deutschland macht sich die Energiekrise vor allem mit höheren Strom- und Gaspreisen bemerkbar. Laut dem BDEW (Bundesverband der Energiewirtschaft) ist der Gaspreis zwischen Januar und Oktober 2021 bereits um etwa 4,2 % gestiegen. Die Preiserhöhung ist jedoch relativ zu betrachten, denn aufgrund der Corona-Pandemie waren diese zuvor auf Rekordtiefe gefallen. Der völkerrechtswidrige Angriff Russlands hat die Energiekrise im Jahr 2022 nochmal deutlich verschärft, der Gaspreis ist mit 20,2 Cent pro Kilowattstunde (Stand Februar 2023) so hoch wie seit Langem nicht mehr.

(Quelle: Heizspiegel für Deutschland 2021, heizspiegel.de, 2021)

Die Strompreise können in der Energiekrise je nach Region und Verbrauch stark variieren. Laut der BDEW lag der durchschnittliche Strompreis bei einem jährlichen Verbrauch von 3.500 kWh im Februar 2023 bei 40,07 Cent pro Kilowattstunde.

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Fazit ist: Verbraucher müssen aufgrund der Energiekrise mit einer teuren Heizsaison 2022/2023 rechnen.

Auswirkungen der Energiekrise 2022 in Europa

Bei den immer weiter steigenden Energiepreisen und dem begonnenen Winter sind circa 80 Millionen Menschen in Europa besorgt. Es wird bereits von "Energiearmut" geredet, diese schwankt je nach Einkommens-Niveau eines Landes und welcher Energiemix verwendet wird. Die Energiearmut schwankt zwischen 3 % in Luxemburg und 30 % in Bulgarien.

(Quelle: Aggregated Gas Storage Inventory, Gas Infrastructure Europe, 2022)

Das plant die EU gegen die Energiekrise

Momentan ist die EU mit einer besonderen Energiekrise konfrontiert, was auf die künstliche Verknappung von Gas durch Russland zurückzuführen ist. Damit europäische Länder dieser Gefahr nicht allein gegenüberstehen, hat die EU eine Reihe von Beschlüssen gefasst, um gemeinsam Energie zu sparen. Mitunter wurden folgende Maßnahmen besprochen:

  1. Während Spitzenpreiszeiten soll der Stromverbrauch um 5 % gesenkt werden: Wenn in der Energiekrise weniger teurer Strom verbraucht wird, muss auch weniger gezahlt werden. Deswegen soll zukünftig zu den Stunden, in denen der Strom am teuersten ist, der Verbrauch um mindestens 5 % reduziert werden. EU-Mitgliedstaaten verpflichten sich dazu, die teuersten Stunden zu ermitteln und in diesem Zeitraum die Nachfrage nach Strom zu reduzieren.
  2. Befristete Obererlösgrenze für “inframarginale Stromerzeuger”: Stromerzeuger, die bisher während der Energiekrise aufgrund der Unabhängigkeit von Gas günstig Strom produzieren konnten, haben enorme Gewinne erwirtschaftet. Deswegen werden bis auf Weiteres Erlöse mit 180 €/MWh gedeckelt und Erlöse oberhalb dieser Grenze abgeschöpft. Mitgliedstaaten werden ebenfalls dazu angehalten, bei reichen Abschöpfungen diese an benachteiligte Nachbarländer weiterzugeben.
  3. Ein Solidaritätsbeitrag im Raffineriebereich: Überschussgewinne aus dem Raffineriebereich, die während der Energiekrise eingefahren wurden, sollen ebenfalls in Form eines “Solidaritätsbeitrags” abgegeben werden. Raffinerien, welche Gewinne erzielen, die deutlich über ihren Gewinnen der Vorjahre liegen, Anteile davon an gefährdete Energieverbraucher wie Haushalte und stark betroffene Unternehmen abgeben.
  4. Eingriffe in den Energiepreis sollen aufgrund der Energiekrise ausgeweitet werden: Es sollen erstmals unter den Erzeugungskosten liegende Strompreise ermöglicht werden, indem die “Werkzeuge” für den Energiepreis ausgeweitet werden. Außerdem soll eine mögliche Obergrenze für den Gaspreis geprüft werden. Staatliche Hilfen für Energieversorgungsunternehmen sollen auch ggf. ausgeweitet werden, um ihre Liquidität und damit die Energieversorgung zu sichern.

Was sind die Folgen für die Energieversorger?

  1. Ein Preisanstieg wie während der Energiekrise ist für niemanden auf dem Energiemarkt ein geringes Problem. Anbieter und Verbraucher leiden sehr offensichtlich unter dieser Situation. Auf der Lieferantenseite gab es bereits im September 2021 mit der DEP Deutsche Energiepool GmbH den ersten Versorger auf dem deutschen Energiemarkt, der gezwungen war, seinen Betrieb einzustellen, weil er sich seine Verpflichtungen nicht mehr leisten konnte. Im Sommer 2022 musste dann der Gasimporteur Juniper vor der Insolvenz gerettet werden.
  2. Vor allem kleine Anbieter gehen während der Energiekrise schnell in Konkurs, weil sie solche finanziellen Verluste nicht verkraften können. Um dieses Problem zu entschärfen, erhöhen die Lieferanten die Abschlagszahlungen der Verbraucher, um ihren Geldfluss zu erhöhen und den Schaden zu begrenzen, auch wenn diese Lösung nach hinten losgehen und ihre Situation verschlimmern kann.
  3. Die Auswirkungen auf den Markt sind verheerend. In ganz Europa müssen viele Anbieter ihr Geschäft aufgeben.

Wieso ist die Preisgarantie wichtig während der Energiekrise?

Wie Sie wissen, bieten die Anbieter im allgemeinen Preise mit oder ohne Preisgarantie an. Das Prinzip der Preisgarantie besteht darin, dass der Verbraucher einen Vertrag über einen bestimmten Preis abschließt und der Lieferant sich verpflichtet, für einen bestimmten Zeitraum, in der Regel zwischen 1 und 2 Jahren, Energie zu diesem Preis zu liefern. Für Den/die Verbraucher/in ist das natürlich praktisch, doch für den Versorger führt das in der Energiepreiskrise zu einem weiteren Problem:

Versorger, die ihren Kunden feste Preise genannt haben, müssen Energie weiterhin zu dem ursprünglich vereinbarten Preis liefern, während sie selbst aber aufgrund der Energiekrise die Energie zu einem höheren Preis einkaufen müssen. Das heißt: Sie verkaufen Energie mit Verlust.

Was kann ich machen, sollte mein Anbieter mich nicht mehr versorgen?

Sollte Ihr Energieversorger in Insolvenz (z.B. durch die Energiekrise) gehen, warten Sie am besten ab. Ihr regionaler Grundversorger wird automatisch zu Ihrem neuen Versorger und wird Ihnen Strom und Gas liefern. Dies dauert in der Regel weniger als eine Woche.

Sie haben dann die Wahl, sich einen neuen Anbieter zu suchen oder bei der Grundversorgung zu bleiben. Für den Wechsel zum neuen Anbieter werden weder Gebühren erhoben, noch haben Sie eine Kündigungsfrist einzuhalten. Sie werden während dieses Vorgangs nicht von der Energieversorgung abgeschnitten und Ihre Zahlungen laufen wie gewohnt weiter.

Mann im blauen Anzug telefoniert

Sobald Sie in Erfahrung bringen, dass Ihr Lieferant aufgrund der Energiekrise in Konkurs geht, sollten Sie sich in Ihr Online-Konto einloggen und Ihre Energiebilanz speichern. Dies wird Ihnen in Zukunft helfen, wenn der neue Versorger bei der Schließung Ihres Versorgers Fehler in Bezug auf die Höhe des Verbrauchs oder Ihrer Schulden macht.

Ist ein Anbieterwechsel in der Energiekrise sinnvoll?

Wenn Sie glauben, dass Ihr Anbieter in Insolvenz gehen könnte, wäre es eine gute Idee, zu einem größeren Anbieter zu wechseln, der sicherer und stabiler ist. Allerdings haben viele Anbieter während der Energiekrise Neuabschlüsse pausiert, da die Preise so stark schwanken. Sie können Unsere Energieexpert/innen jederzeit anrufen, um zu erfahren, welche Angebote verfügbar sind und um Hilfe bei der Beantwortung Ihrer Fragen zu erhalten. Die Beratung ist 100-prozentig kostenlos.

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Grüne Energieanbieter als Ausweg aus der Energiekrise 20222

Der Kohleausstieg des Energiesektors ist bereits seit mehreren Jahren eine Priorität und wird erst jetzt aufgrund der zunehmenden Auswirkungen der globalen Erwärmung zu einer Top-Priorität. Die derzeitige Verknappung der Gasversorgung führt uns vor Augen, wie abhängig wir von fossilen Brennstoffen sind und wie weit wir noch von einer CO2-Neutralität entfernt sind, um eine Nettonullstellung zu erreichen und zu einer stabilen Situation zu gelangen, in der grüne Energie das Land aus eigener Kraft versorgen kann.

Windräder in grüner Glühbirne mit Steckdose

Wir gehen davon aus, dass als Folge der Eenrgiekrise das Interesse an Investitionen in erneuerbare Energie und dem Kohleausstieg wieder zunehmen werden, da es für Energieversorger einfacher ist, in grüne Energie zu investieren und Energie zu erzeugen.

Der Energiepreiskrise proaktiv entgehen

Sie können sich informieren, welche Stromtarife während der Energiekrise angeboten werden und einen Anbieter- oder Tarifwechsel in Erwägung ziehen. Wenn Sie Ihren Stromtarif seit über einem Jahr nicht gewechselt haben, haben Sie wahrscheinlich einen vergleichsweise teuren Tarif, da die Energiepreise je nach Marktlage steigen und fallen.

Kunden mit Tarifen ohne Preisgarantie sind am stärksten von der aktuellen Energiepreiserhöhung betroffen. Ziehen Sie also in Erwägung, zu einem Tarif mit Preisgarantie zu wechseln, der Ihre Energiepreise vor einem Anstieg schützt. Eine Vollpreisgarantie garantiert Ihnen den gleichen Preis für das gesamte Jahr, was Ihnen helfen kann, Ihre Rechnungen zu senken.

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