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Strompreis 2022: Einflussfaktoren & Entwicklung

Münzen und Geldschein, die den Strompreis Deutschland 2021 symbolisieren

Der Strompreis setzt sich aus drei wesentlichen Komponenten zusammen: Preis für Beschaffung und Vertrieb, Netznutzungsentgelte und Steuern und Abgaben. Im Jahr 2022 beträgt der durchschnittliche deutsche Strompreis pro kWh 36,19 Cent. In Anbetracht der Energiepreiskrise wird der Strompreis weiter steigen! Was beeinflusst den Strompreis noch? Hier erhalten Sie Antworten und erfahren, wie Sie den Strompreis vergleichen und zum gnüstigsten Anbieter wechseln. Sie wollen mehr erfahren? Weiter unten finden Sie verwandte Artikel, die Sie interessieren werden!


Der Strompreis Deutschland 2022

Jeder, der sich auf die Suche nach einem Stromtarif begibt, stößt früher oder später auf den Strompreis, der in Cent/kWh angegeben wird. Der Strompreis macht zusammen mit dem Grundpreis Ihren monatlich Abschlag aus und die Höhe des Strompreises kann einen wesentlichen Einfluss auf Ihre Stromrechnung haben.

Damit Sie nicht zu viel für Ihren Strompreis kWh bezahlen, können Sie sich immer an dem durchschnittlichen Strompreis orientieren. Im Juli lag in Deutschland der durchschnittliche Strompreis 2022 für Haushaltskunden mit einem jährlichen Stromverbrauch von 3.500 kWh bei 37,30 Cent/kWh. Zu Anfang des Jahres 2021 lag der durchschnittliche Strompreis kWh noch bei 32,16 Cent/kWh. Anbei der durchschnittliche Stormpreis Deutschland der letzten Jahre.

Der Strompreis Deutschland 2022 bis 2015
Bezugsjahr Jahresverbrauch in kWh Verbrauchspreis pro kWh
(Strompreis in Cent pro 1 kWh)
Strom Preis 2022 3.500 kWh 37,14 Cent
Strom Preis 2021 3.500 kWh 32,16 Cent
Strom Preis 2020 3.500 kWh 31,81 Cent
Strom Preis 2019 3.500 kWh 30,46 Cent
Strom Preis 2018 3.500 kWh 29,47 Cent
Strom Preis 2017 3.500 kWh 29,28 Cent
Strom Preis 2016 3.500 kWh 28,80 Cent
Strom Preis 2015 3.500 kWh 28,70 Cent
Strom Preis 2014 3.500 kWh 29,14 Cent
Strom Preis 2013 3.500 kWh 28,84 Cent
Strom Preis 2012 3.500 kWh 25,89 Cent

(Quelle: Strompreisanalyse Juli 2022, bdew, 2022)

Brutto oder Netto: Was wird gezahlt? Preisangaben werden ab und zu in brutto aber auch in netto Angaben angegeben aber was genau ist was nun? Erfahren Sie die Unterschiede in unserem ausführlichen Artike: Strompreis brutto oder netto?

Wie hat sich der Strompreis entwickelt?

Seit der Liberalisierung des Energiemarktes 1998 hat sich der durchschnittliche Strompreis für Privatkunden fast mehr als verdoppelt und überschritt 2019 zum ersten Mal die 30 Cent/kWh Marke.

Die Gründe für den steigenden Strompreis im Laufe der Zeit haben mit den einzelnen Komponenten der Strompreiszusammensetzung zu tun: So sind Umlagen, hauptsächlich für die Energiewende, Netzgebühren und Beschaffungskosten kontinuierlich erhöht worden.

Umlagen, Steuern und Abgaben machen 2021 fast 52 % des gesamten Strompreises aus. Netzentgelte liegen mit einem Anteil von rund 23 % und der Prozentsatz für Energiebeschaffung und Vertrieb liegt bei 24,7 %. Weiteres zur Entwicklung des Strompreises bis 2021 erfahren Sie hier: Strompreisentwicklung

Im Jahr 2021 erlebte der Energiemarkt aufgrund der Eneriepreiskrise ebenfalls einen rasanten Anstieg der Strompreise. Dabei handelte es sich um eine Gasknappheit auf dem Weltmarkt bei gleichzeitig wachsender Nachfrage, was sich auch negativ auf den Strompreis auswirkte, denn: Erdgas wird auch zur Stromerzeugung benötigt. Mehr dazu in unserem ausführlichen Artikel: Was ist die Preiskrise?.

Strompreise 2021 auf 2022: Was sind die Prognosen?

Prognosen zufolge wird der Strompreis weiterhin steigen. Gründe dafür haben zum Beispiel mit den soeben erwähnten, kontinuierlich steigenden Strompreiskomponenten zu tun, jedoch soll auch die Energiepreiskrise 2022 noch ihre Auswirkungen haben.

Die gute Nachricht in Bezug auf die Preiskomponenten: Die EEG-Umlage wird ab Juli 2022 abgeschafft, um die steigenden Energiepreise einzudämmen.

Ein weiterer Grund hat mit dem Ukraine-Konflikt zu tun. Experten gehen davon aus, dass dadurch die Handelsbeziehungen mit Russland belasten werden. Für Deutschland scheint vor allem die Versorgung mit Erdgas aus Russland betroffen: Würde der Import gestoppt, geht das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) von steigenden Gaspreisen aus, was sich ebenfalls negativ auf die Strompreise auswirken würde. An den Energiebörsen ist seit Ende Februar bereits ein Anstieg des Preises um mehr als 15 Prozent vermerkt worden (Stand: März 2022).

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Schließlich haben die steigenden Strompreise 2022 auch mit den steigenden Kosten für CO2-Zertifikate zu tun. Diese haben sich seit 2020 verdreifacht und im Oktober 2021 einen neuen Höchstand von über 60 Euro pro Tonne CO2 angenommen haben. Der CO2-Zertifikatepreis wirkt sich insofern auf die Stromkosten aus, da die höheren Ausgaben der Unternehmen (z.B. Braunkohle- und Gaskraftwerke) um CO2 Emissionen produzieren zu dürfen, vermehrt auf Endverbraucher abgewälzt werden.

Was ist der Strompreis pro kWh?

In der obigen Tabelle wird der deutschlandweite Strompreis pro kWh 2021 vom Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) aufgezeigt. Das ist zwar ein nützlicher Richtwert, jedoch nicht aussagekräftig für spezifische Wohnorte. Das liegt daran, dass der Strompreis pro kWh je nach Wohnort variiert. So fällt der Strompreis in Berlin, München und Hamburg beispielsweise anders aus. Begründet wird dies mit der Strompreiszusammensetzung, die wir im Kapitel Wie setzt sich der Strompreis zusammen genauer erläutern.

Des weiteren hängt der Strompreis pro kWh auch damit zusammen, ob Sie Strom vom Grundversorger oder einem alternativen Stromanbieter beziehen. Grundversorgungstarife sind grundsätzlich dafür bekannt, teurere Strompreise zu haben, doch Unterschiede sind auch unter alternativen Stromanbietern selbst auszumachen.

Den Strompreis pro kWh können Sie mit dem Tarifrechner auf der Webseite Ihres Anbieters berechnen, oder aber mithilfe eines Vergleichsportals. Sie sind sich unsicher? Es soll schnell gehen? Unsere Energieexperten helfen ebenfalls weiter, um Ihren Strompreis pro kWh zu berechnen: 089 380 388 88.

Strompreis Deutschland vs. Strompreis in Europa

Deutsche Verbraucher zahlen die höchsten Strompreise in Europa. Grund sind die hohen Umlagen, Abgaben und Steuern in Deutschland, diese waren im Jahr 2020 mit Abstand die höchsten in der Europäischen Union. Durchschnittlich zahlen Haushalte in den 27 Mitgliedstaaten etwa 8 bis 10 Cent pro Kilowattstunde weniger als Haushalte in Deutschland.

Dänemark ist das Land mit den zweithöchsten Strompreisen in Europa. Trotzdem liegen die Stromkosten dort etwa 2 bis 6 Cent pro Kilowattstunde unter dem deutschen Strompreis; bei niedrigem Verbrauch sogar um 12 Cent pro Kilowattstunde darunter. Anbei der durchschnittliche Strompreis in Europa. Für ausführlichere Informationen informieren Sie sich am besten direkt in unserem Artikel:

Strompreise in Europa

Durchschnittlicher Strompreis Europa
Jahresverbrauch Deutschland Euroraum Europa
Unter 1.000 kWh 47,52 ct/kWh 43,17 ct/kWh 39,79 ct/kWh
1.000 bis 2.500 kWh 34,30 ct/kWh 25,69 ct/kWh 24,23 ct/kWh
2.500 bis 5.000 kWh 30,43 ct/kWh 22,47 ct/kWh 21, 26 ct/kWh
5.000 bis 15.000 kWh 28,83 ct/kWh 20,77 ct/kWh 19,57 ct/kWh

Strompreise Deutschland vs. Strompreise weltweit? Wussten Sie, dass anfangs 2022 die Strompreise Deutschland dreimal höher sind als die des internationalen Durchschnittes? Mehr Infos zu den Strompreisen weltweit und Erklärungen für die Höhe und der Anstieg seit 2021 erhalten Sie hier: Strompreise weltweit

Strompreis vergleichen und Anbieter wechseln

Das Strompreis Vergleichen lohnt sich immer. Indem Sie jährlich die Strompreise der einzelnen Stromanbieter vergleichen und auch einen Anbieterwechsel vornehmen, können Sie sicher sein, dass Sie eine Ersparnis Ihrer Energiekosten erzielen können.

Um die Stromkosten vergleichen zu können, benötigen Sie als Erstes Ihren jährlichen Stromverbrauch. Diesen können Sie mit unserem Energiemarie Verbrauchsrechner ausrechnen. Sobald Sie diesen ermittelt haben, können Sie mit Ihrer Postleitzahl und über Online-Vergleichsrechner, Online Tarifrechner einzelner Stromanbieter oder durch eine telefonische Beratung den Strompreis vergleichen. Letztere Option bieten wir Ihnen gerne und kostenlos an. Rufen Sie einfach an und lassen Sie sich von unseren Energieexperten beraten: 089 380 388 88 .

Wie setzt sich der Strompreis zusammen?

Alle Strompreise in Deutschland haben gemeinsam, dass diese sich aus drei Bestandteilen zusammensetzen. In dem Strompreis kWh ist der Preis für die Beschaffung und den Vertrieb des Stroms enthalten. Außerdem fließen in den Stromkosten die Entgelte der Netznutzung ein und staatlich veranlasste Preisbestandteile wie Steuern, Abgaben und Umlagen für erneuerbare Energien. Die Strompreise Deutschland 2022 setzen sich gemäß BDEW Strompreisanalyse April 2022 folgendermaßen zusammen:

  1. 39 % entfallen auf Strombeschaffung, Vertrieb und Gewinn
  2. 22 % entfallen auf Netznutzung
  3. 39 % entfallen auf Steuern, Abgaben und Umlagen

Die Beschaffungs- und Vertriebskosten bilden sich aus dem Wettbewerb der Stromanbieter und können nach Stromanbieter variieren. Netznutzungsentgelte und Steuern und Abgaben sind nicht vom Stromanbieter beeinflussbar und unterliegen den staatlichen Regelungen. Mehr in unserem Artikel zum Thema Strompreiszusammensetzung .

Beschaffung und Vertrieb im Strompreis

Beschaffung und Vertrieb bilden den ersten wesentlichen Preisbestandteil und bildet sich aus dem Wettbewerb der Stromanbieter. Dieser Bestandteil wird daher auch Wettbewerbsanteil genannt. Der Wettbewerbsanteil hängt direkt vom Stromanbieter ab und kann deshalb unterschiedlich hoch sein. Dies ist auch der Grund, weshalb sich Strompreise desselben Anbieters je nach Region ändern.

Wegen dieser Preisvariationen lohnt es sich ein regelmäßigen Stromanbieter Vergleich zu durchführen. Jährlich werden neue Stromanbieter auf dem deutschen Energiemarkt aktiv, mit neuen Angeboten und Tarifen. Regelmäßig Vergleichen und Wechseln hat ein enormes Sparpotenzial für den Endverbraucher.

Netzentgelte im Strompreis

Die Entgelte der Netznutzung sind eine Gebühr, die jeder Netznutzer der Strom durch das Versorgungsnetz leitet, an den Netzbetreiber bezahlen muss. Die Netzentgelte sind Regional unterschiedlich, denn Sie hängen vom jeweiligen Netzgebiet und dem Stromverbrauch ab und sind nicht vom Stromanbieter beeinflussbar. Laut dem Monitoringbericht der Bundesnetzagentur (BNetzA) und dem Bundeskartellamt (BKartA) liegen die Netzentgelte bundesweit im Durchschnitt bei 7,50 Cent pro Kilowattstunde (einschließlich Mess- und Abrechnungskosten).

Diese Regionalen Unterschiede bei den Übertragungsnetzentgelte sollen bis 2023 durch das Gesetz zur Modernisierung der Netzentgeltstruktur abgebaut werden. Bis Ende 2018 waren in den Netzentgelten außerdem die Offshore-Anbindungskosten mit beinhaltet. Seit 2019 werden diese jedoch über die Offshore-Umlage finanziert und fallen daher nicht mehr auf den Endverbraucher. Mehr über dieses Thema in unserem Artikel:

Netzentgelte

Steuern, Abgaben und Umlagen im Strompreis

Ein weiterer Preisbestandteil, der nicht vom Stromanbieter abhängt, sind die staatlich veranlassten Preisbestandteile. Mehr als die Hälfte des Strompreises werden von Steuern, Umlagen und Abgaben bestimmt. Im Jahr 1998 lag der durchschnittliche Preis der Steuern, Abgaben und Umlagen noch bei 4,07 Cent pro Kilowattstunde, im Jahr 2020 ist der Preis auf 16,48 Cent pro Kilowattstunde gestiegen. Genauere Informationen diesbezüglich finden Sie in unserem Artikel zu Steuern und Abgaben:

Steuern, Abgaben und Umlagen

Strompreis: Ihre Fragen beantwortet

Was kostet 1 kWh Strom?

Der Strompreis (Synonym: Verbrauchspreis, Arbeitspreis) wird stets in Cent pro Kilowattstunde angegeben. Der derzeitig durchschnittliche Strompreis liegt bei 31,94 Cent/kWh. Dieser Strompreis bezieht sich für Privathaushalte mit einem jährlichen Stromverbrauch von 3.500 kWh (Quelle: BDEW 2021, Stand August 2021).

  • Strompreis 2021: 31,94 Cent/kWh
  • Strompreis 2020: 31,81 Cent/kWh
  • Strompreis 2019: 30,46 Cent/kWh
  • Strompreis 2018: 29,47 Cent/kWh

Wie setzt sich der Strompreis zusammen?

Der Strompreis setzt sich aus drei Bestandteilen zusammen, die wiederum in weitere Komponenten aufgeteilt werden. Fangen wir zuerst mit den Hauptbestandteilen an:

  1. Strombeschaffung, Vertrieb und Gewinn: 39 %
  2. Netzentgelte: 22 %
  3. Steuern, Abgaben und Umlagen: 39 %

Wie wird sich der Strompreis weiterentwickeln?

Seit der Liberalisierung des Energiemarktes 1998 hat sich der durchschnittliche Strompreis für Privatkunden fast mehr als verdoppelt und knackte 2019 zum ersten Mal die 30 Cent/kWh Marke. Ausschlaggebend ist vor allem die Erhöhung des Preisbestandteils Energiebeschaffung, Vertrieb und Marge, obwohl auch Steuern und Netzentgelte gestiegen sind. Auch in Zukunft wird der Strompreis weiter steigen. Seit dem Jahr 2021 hat der Anstieg des Strompreises vor allem mit der Energiepreiskrise zu tun.

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