Gaspreisentwicklung 2021: Wieso wird Gas wird teuer?

Gaspreisentwicklung auf Papieren mit Gasflamme abgebildet

Wie ist die Gaspreisentwicklung? Werden Gaspreise steigen oder sinken? Eine Antwort auf diese Fragen kann Ihnen bei einem Anbieterwechsel und Tarifauswahl behilflich sein. Bei genauer Beobachtung des Gasmarktes und dessen Preisschwankungen, können Sie jährlich mehrere hundert Euro sparen. Hier finden Sie einen Rückblick auf die Gaspreise der letzten 10 Jahre und eine Prognose der kommenden.


Strom- und Gasangebot anfordern Sind Sie auf der Suche nach einem Strom- oder Gastarif?
Angebot anfordern

Die Gaspreisentwicklung in Deutschland

gaspreisentwicklung

In Deutschland heizt fast jeder dritte Haushalt (20 Millionen Haushalte) mit dem am häufigsten genutzten Energieträger - Erdgas. Deutsche verbrauchen im Jahr 140 Kilowattstunden (kWh) Gas pro Quadratmeter Wohnfläche. Eigentlich sollten sich die rund 900 deutschen Gasanbieter also um jeden Kunden bemühen.

Seit 2017 haben 5 Grundversorger Preiserhöhungen angekündigt – im Schnitt um rund 7,4 %. Das Absinken der Gaspreise im Großhandel ist also nie wirklich flächendeckend bei den Kunden angekommen. Dafür lassen sich bei einem Gasanbieterwechsel laut Experten mindestens ein Drittel der Kosten sparen, ist die Grundversorgung trotz der Preissenkungen doch immer noch 56 % teurer als die Tarife alternativer Anbieter.

Jedoch liegen Preisschwankungen nicht nur am Energieanbieter, auch Ölpreis und das Zwei-Grad-Ziel beeinflussen den Preis. Vergleichende Verbraucher wechseln regelmäßig den Anbieter, suchen sich einen günstigeren aus und nehmen den Neukundenbonus mit.

Warum steigt der Gaspreis?

Gaspreis

Obwohl nicht mehr offiziell an den Ölpreis gebunden, reagiert der Gaspreis stark auf Marktpreise anderer Energieträger. Senken die Ölförderstaaten zum Beispiel ihre Fördermengen, wird der schwarze Brennstoff knapp und damit teurer.

Stromanbieter, die ölgetriebenen Heizkraftwerke und Gaskraftwerke betreiben, kaufen somit an der Börse vermehrt Gas und treiben damit den Gaspreis in die Höhe. Der internationale Währungsfonds (IWF) haben außerdem errechnet das Gaspreise bis 2030 um 52% teurer werden müssen, damit das Zwei-Grad-Ziel erreicht wird.

Die Bundesregierung ging von geringen Preiserhöhungen ab 2021 aus. Wie genau diese Erhöhung vorgehen soll ist jedoch noch unklar, die Preisbildung wird dem Markt überlassen - einen Deckel gibt es allerdings zunächst bei 60 Euro. Ein weiterer Faktor sind Atom- und Kohleausstieg, dieses steigt Nachfrage und Gaspreis.

Warum sinkt der Gaspreis?

Milde Temperaturen und Senkung der Netzentgelte können den Gaspreis senken. Die Preissenkungen sind regional unterschiedlich. Milde Temperaruten oder ganz ausfallende Wintertemperaturen, senken Gaspreise durch sinkender Nachfrage. Auch die technische Verbesserung wie zum Beispiel das sogenannte Fracking - ein Verfahren zur Gasentnahme - führen oftmals zum Überangebot und senken somit die Gaspreise.

Heizperioden Es gibt jährlich bestimmte Heizperioden, in der die Gaspreise erhöht und danach gesenkt werden. Normalerweise, beginnt die Heizperiode am 1. Oktober und endet am 30. April.

Obwohl die Beschaffungspreise seit Herbst 2018 ständig gefallen sind, sanken die Energieanbieter deren Preise nicht sofort. Erst wenn die allgemeinen Energiepreise über einen langen Zeitraum niedrig und die Gasspeicher voll sind, geben die Energieversorger die niedrigen Einkaufspreise an die Endkunden weiter. Sollten Sie beobachten das Ihr Gasanbieter Ihnen eine Gaspreis Senkung vorbehält sollten Sie definitiv einen Gasanbieter Vergleich vornehmen.

Gaspreisentwicklung und Prognose 2021

Seit Beginn des Jahres 2021 klettern die Großhandelspreise immer weiter hoch, diese werden von Haushaltskunden verbußt. Gründe für die Preiserhöhungen gibt es mehrere, hier ein schneller Überblick über die wichtigsten Faktoren:

  • Der kalte Winter 2020/2021
  • Die CO2-Steuer
  • Die Gasverknappung
  • Ausfälle in der Gasinfrastruktur in Hauptlieferanten wie Norwegen
  • Die wachsende Gasnachfrage aufgrund des Atom- und Kohleausstiegs

Aktuell muss der durchschnittliche Verbraucher bis zu 188 € (insgesamt 42 %) mehr in der Jahresabrechnung zahlen. Europa und damit natürlich auch Deutschland sind besonders stark von der Energiepreiskrise betroffen. In den Medien wird bereits von der Großen Inflation 2021 geredet und bis zum Frühjar kann mit keinem Preisnachlass gerechnet werden. Mehr Information zu der Energiepreiskrise 2021, erhalten Sie hier: Preiskrise 2021, was passiert auf der Welt?

Sind Sie von den hohen Energiepreisen betroffen? Rufen Sie unsere Energieexperten an! 089 380 388 88 (Montag bis Freitag von 8:00 bis 19:00 Uhr) Werbung - Energiemarie Service

Was war die Gaspreisprognose 2020?

Gaskunden können in Deutschland je nach Bundesland und Netzgebiet aus durchschnittlich fast 900 Gasanbietern wählen. Für Kunden lohnt sich der Wettbewerb also, denn in fast allen Netzgebieten spart ein Gasanbieterwechsel Kosten. Wie groß das Ersparnis ist, hängt vom jeweiligen Grundversorgerpreis ab, sie kann aber gut und gerne 50% betragen.

Wie war die Gaspreisentwicklung in 2020? Gaskunden mussten, genauso wie schon 2019, mit durchschnittlich über 8% Preiserhöhungen rechnen. Experten erwarteten vor allem wegen steigenden Nutzungsentgelte mit Preiserhöhungen für Kunden. Jedoch hatten auch einige Energieanbieter Preissenkungen angekündigt durch niedrige Großhandelspreise.

Die wichtigsten Gaspreis Ereignisse 2020 im Überblick:

  • Die Netzentgelte sind um 3,2% gestiegen
  • Steuern, Abgaben und Umlagen sind aufgrund der Mehrwertsteuer gesunken und betragen momentan 1,54 ct/kWh
  • Beschaffung und Vertrieb sind um 9,1% gesunken

Je nach Bundesland können die Preissteigungen stark variieren, das liegt an den unterschiedlichen Netznutzungsgebühren. Die Netznutzungsgebühr hängt in jeder Region vom Alter und Zustand der Netze, der Besiedlungsdichte und Geländeform ab.

Ein neuer und unerwarteter Preiseinflussfaktor im Energiemarkt ist der Coronavirus. Die Einschränkung der Reisetätigkeit sowie Sorgen über weiter zunehmenden Ausbruch wirkt sich negativ in den Energiemärkten aus. Der Ölpreis ist seit Ausbruch gefallen und erreichte bisher sogar Werte unter 59$/bl. Es lag 2020 eine immer größer werdende Gasüberversorgung aufgrund des Virus und dem überaus mildem Winter. Dies ließ die Gaspreise 2020 sehr schwanken, ein Gaspreisvergleich ist deshalb umso ratsam.

Die Gaspreisentwicklung der letzten 10 Jahre

Seit der Liberalisierung des Energiemarktes können Kunden ihren Anbieter frei wählen und seit 2010 sind die Gaspreise auch nicht mehr an den Ölpreis gekoppelt, was mehr Wettbewerb bedeutet.

Quelle: BDEW-Gaspreisanalyse Januar 2020, BDEW, 2020

Seit Ende 2014 bis Ende 2018 sind die Gaspreise stetig gefallen, jedoch steigen diese Preise seit Ende 2020 wieder. Im Durchschnitt sind diese jedoch immer noch niedrig und liegen immer noch unter dem Höchstwert von 2012. Im Vergleich mit anderen Heizträgern wie Heizöl oder Holzpellets ist die Gaspreisentwicklung relativ stabil geblieben.

Was tun bei einer Preiserhöhung?

Sie haben bemerkt das die Gaspreise Ihres aktuellen Energieanbieters steigen werden? Dann sollten Sie auf jeden Fall Gasanbieter vergleichen! Ein Wechsel trägt prinzipiell zu niedrigeren Preisen bei. Wie? - Ganz einfach: Trotz der Preisentwicklung von Steuern und Abgaben muss die Gasrechnung nicht unbedingt teurer werden, da der Anteil, der für Beschaffung und Vertrieb anfällt, durch Wettbewerb niedrig gehalten werden kann. Und mit einem Wechsel wird der Wettbewerb unterstützt.

Darüber hinaus kann bei einem Durchschnittsverbrauch von 20.000 kWh und einer entsprechenden Gasrechnung ein Wechsel des Gasanbieters je nach Preisvergleich viele Hundert Euro einsparen - Je höher der Verbrauch, desto höher die Ersparnis. Bei den besten Angeboten lässt sich oft bis zu 50% sparen. Im Internet gibt es unzählige Vergleichsportale, die einem die Suche inklusive Anbieterwechsel erleichtern.

Mit einem Gaspreisvergleich über Preisvergleichsrechner erfährt man welcher Anbieter günstiger und welches Angebot das interessanteste im Bundesland und Netzgebiet ist. In diesen Preisrechnern einfach die PLZ und den Verbrauch in kWh angeben und das ansprechendste Angebot auswählen. Auch wir beraten Sie gerne über die verschiedenen Energieversorger Deutschlands - und zwar kostenlos im persönlichen Gespräch. Rufen Sie uns einfach an unter 089 380 388 88

Wurden Sie von einer Preiserhöhung betroffen? Unsere Energieexperten helfen Ihnen weiter und beraten Sie kostenlos unter 089 380 388 88 (Service von Energiemarie by Selectra, Montag bis Freitag von 8:00 bis 19:00).Werbung - Energiemarie Service

Aktualisiert am