Gaspreisentwicklung: Wieso wird Gas teurer?

Gaspreisentwicklung auf Papieren mit Gasflamme abgebildet

Wie ist die Gaspreisentwicklung? Werden Gaspreise steigen oder sinken? Eine Antwort auf diese Fragen kann Ihnen bei einem Anbieterwechsel und Tarifauswahl behilflich sein. Bei genauer Beobachtung des Gasmarktes und dessen Preisschwankungen können Sie jährlich mehrere hundert Euro sparen. Hier finden Sie einen Rückblick auf die Gaspreise der letzten 10 Jahre und eine Prognose der kommenden.


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Die Gaspreisentwicklung in Deutschland: Ein Überblick

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In Deutschland heizt fast jeder dritte Haushalt (20 Millionen Haushalte) mit dem am häufigsten genutzten Energieträger - Erdgas. Deutsche verbrauchen im Jahr 140 Kilowattstunden (kWh) Gas pro Quadratmeter Wohnfläche. Eigentlich sollten sich die mehr als 900 deutschen Gasanbieter also um jeden Kunden bemühen.

Leider scheint dies nicht der Fall zu sein: Vor allem was die Gaspreise angeht, sind diese seit Ende 2020 der Zeit immer weiter angesteigen:

Der Gaspreis in der Grundversorgung erreichte im Januar 2022 mit durchschnitlichen 14,9 Cent pro Kilowattstunde ein Rekordhoch. Ein Musterhaushalt mit einem jährlichen Verbrauch von 20.000 kWh zahlte damit im Schnitt 2.988 Euro im Jahr für Gas - nicht gerade verbraucherfreundlich. Was können Sie als Kunde dagegen unternehmen? Laut Experten lassen sich mit einem Gasanbieterwechsel mindestens ein Drittel der Kosten sparen. Vergleichende Verbraucher wechseln regelmäßig den Anbieter, suchen sich einen günstigeren aus und nehmen den Neukundenbonus mit.

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Gaspreisentwicklung 2022: Energiepreiskrise & Ukraine-Konflikt

Die Gaspreisentwicklung 2022 zeigt: Die Gaspreise werden weiterhin ansteigen. Dies hat einerseits mit der anhaltenden Energiepreiskrise zu tun. Dabei handelt es sich um eine Gasknappheit auf dem Weltmarkt bei gleichzeitig wachsender Nachfrage, was bereits 2021 zu einem rasanten Anstieg der Energiepreise geführt hat. Auswirkungen davon sind auch noch für das Jahr 2022 zu erwarten. Bis zum Frühjar zumindest kann mit keinem Preisnachlass gerechnet werden.

Andererseits wird auch der Ukraine-Konflikt zwischen der Ukraine und Russland dazu führen, dass die Gaspreise ansteigen. Das ist zumindest kurzfristig zu erwarten. Allerdings sollten die Preise gemäß Umwelt- und Ressourcenökonomik Professor Andreas Löschel nicht ganz so rasant wie im 2021 ansteigen, denn: Russland liefert jetzt schon weniger Gas, und Deutschland hat die Bezüge aus anderen Quellen aufstocken können.

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Die Gaspreisentwicklung 2010 - 2020

Seit der Liberalisierung des Energiemarktes können Kunden ihren Anbieter frei wählen und seit 2010 sind die Gaspreise auch nicht mehr an den Ölpreis gekoppelt, was mehr Wettbewerb bedeutet.

Quelle: BDEW-Gaspreisanalyse Januar 2020, BDEW, 2020

Seit Ende 2014 bis Ende 2018 sind die Gaspreise stetig gefallen, jedoch sind diese, wie bereits erwähnt, seit Ende 2020 wieder angestiegen. Im Vergleich mit anderen Heizträgern wie Heizöl oder Holzpellets ist die Gaspreisentwicklung relativ stabil geblieben.

Was war die Gaspreisentwicklung 2020?

Wie war die Gaspreisentwicklung 2020? Gaskunden mussten, genauso wie schon 2019, mit durchschnittlich über 8 % Preiserhöhungen rechnen. Experten erwarteten vor allem wegen steigenden Nutzungsentgelte mit Preiserhöhungen für Kunden.

Je nach Bundesland variieren Preissteigungen stark. Das liegt an den unterschiedlichen Netznutzungsgebühren, da diese in jeder Region vom Alter und Zustand der Netze, der Besiedlungsdichte und Geländeform abhängt.

Ein neuer und unerwarteter Faktor in der Gaspreisentwicklung 2020 bzw. im Energiemarkt generell war der Coronavirus. Die Einschränkung der Reisetätigkeit sowie Sorgen über den zunehmenden Ausbruch wirkte sich negativ in den Energiemärkten aus: Der Ölpreis fiel und es kam zu einer Gasüberversorgung aufgrund des Virus und dem überaus mildem Winter. Dies ließ die Gaspreise 2020 sehr schwanken.

So war die Gaspreisentwicklung 2021

Wie bereits erwähnt, kletterten Beginn des Jahres 2021 die Großhandelspreise immer weiter hoch, was von Haushaltskunden verbußt wurde. Gründe für die Preiserhöhungen gab es mehrere. Detaillierte Auskunft erhalten Sie in unserem Artikel Was ist die Energiepreiskrise? Hier ein erster Überblick:

  • Der lange und strenge Winter 2020/2021
  • Die Gasverknappung aufgrund Produktionsausfälle von Hauptgaslieferanten
  • Die 2021 eingeführte CO2-Steuer
  • Die steigende Nachfrage nach Erdgas aufgrund des Atom- und Kohleausstiegs

Europa und damit natürlich auch Deutschland sind besonders stark von der Energiepreiskrise betroffen. Die Energiepreiskrise betrifft jedoch die ganze Welt.

Gründe für eine Gaspreisentwicklung nach oben

Gaspreis
  1. Obwohl nicht mehr offiziell an den Ölpreis gebunden, reagiert der Gaspreis stark auf Marktpreise anderer Energieträger. Senken die Ölförderstaaten zum Beispiel ihre Fördermengen, wird der schwarze Brennstoff knapp. Energieanbieter, die ölgetriebenen Heizkraftwerke und Gaskraftwerke betreiben, kaufen somit an der Börse vermehrt Gas und treiben damit den Gaspreis in die Höhe.
  2. Der internationale Währungsfonds (IWF) hat errechnet, dass Gaspreise bis 2030 um 52 % teurer werden müssen, damit das Klimaschutzziel, den Anstieg der globalen Temperaturen unter 2°C zu halten, zu erreichen.
  3. Ein weiterer Faktor sind der Atom- und Kohleausstieg, welche die Nachfrage und die Gaspreise erhöhen werden.

Gründe für eine Gaspreisentwicklung nach unten

  1. Milde Temperaturen und Senkung der Netzentgelte. Milde Temperaturen senken Gaspreise durch sinkende Nachfrage, die Preissenkungen aufgrund der Netzentgelte sind regional unterschiedlich.
  2. Es gibt jährlich bestimmte Heizperioden, in der die Gaspreise erhöht und danach gesenkt werden. Normalerweise, beginnt die Heizperiode am 1. Oktober und endet am 30. April.
  3. Technische Verbesserungen wie zum Beispiel das sogenannte Fracking- ein Verfahren zur Gasentnahme - führen oftmals zu einem Überangebot und niedrigeren Preisen.

Erst wenn die allgemeinen Energiepreise über einen langen Zeitraum niedrig und die Gasspeicher voll sind, geben die Energieversorger die niedrigen Einkaufspreise an die Endkunden weiter. Sollten Sie beobachten, dass Ihr Gasanbieter Ihnen eine Gaspreissenkung vorbehält, sollten Sie definitiv einen Gasanbieter Vergleich vornehmen.

Was tun bei einer Preiserhöhung?

Sie haben bemerkt, dass die Gaspreise Ihres aktuellen Energieanbieters steigen werden? Dann sollten Sie auf jeden Fall Gasanbieter vergleichen! Ein Wechsel trägt prinzipiell zu niedrigeren Preisen bei und zu einer Ersparnis von mehreren Hundert Euro. Je höher der Verbrauch, desto höher in der Regel die Ersparnis.

Mit einem Gaspreisvergleich über Preisvergleichsrechner erfährt man welcher Anbieter günstiger und welches Angebot das interessanteste im Bundesland und Netzgebiet ist. In diesen Preisrechnern einfach die PLZ und den Verbrauch in kWh angeben und das ansprechendste Angebot auswählen. Das ist Ihnen zu kompliziert? Unsere Energieexperten beraten Sie gerne über die verschiedenen Energieversorger Deutschlands - und zwar kostenlos im persönlichen Gespräch. Rufen Sie uns einfach an!

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