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Gaspreisdeckel – So günstig wird Gas ab 2023

Ein Taschenrechner, eine Gasflasche und eine Rechnung, die durch den Gaspreisdeckel reduziert wird

Im März 2023 soll endlich der Gaspreisdeckel eingeführt werden, der bis 2024 den Gaspreis regulieren soll. Um trotzdem noch Sparanreize zu setzen, sollen durch den Gaspreisdeckel nur 80 % des Verbrauchs aus dem Vorjahr zum vergünstigten Preis erhältlich werden. Finanziert werden soll das Ganze durch Mittel aus der Coronakrise und neue Kredite. Wir zeigen Ihnen, wie die Gaspreisbremse aussehen soll und welche Gefahren sie womöglich birgt.


Wie soll der Gaspreisdeckel aussehen?

Stand Dezember 2022 steht fest, dass der Gaspreisdeckel erst im März 2023 eingeführt wird, da ein solch großes Unterfangen eine Menge Planung erfordert. Der Gaspreis soll jedoch auch für Januar und Februar rückwirkend gedeckelt werden und soll bis April 2024 gelten. Verbraucherinnen und Verbraucher erhalten insofern schon vorher Unterstützung, da sie im Dezember eine Einmalzahlung in Höhe ihrer Abschlagszahlung für Gas bekommen.

Bei der Kalkulation des Gaspreisdeckels spielt vor allem der Abschlag aus dem Vorjahr eine Rolle. Als Orientierung wird der Abschlag vom September 2022 verwendet.

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Die Gaspreisbremse orientiert sich am Abschlag des Vorjahres

Die Festsetzung des oben genannten Grundverbrauchs beim Gaspreisdeckel kann ziemlich kompliziert werden, da Verbräuche unterschiedlich ausfallen und die Energieversorger nicht wissen, wie viele Personen pro Haushalt leben. Es wurde sich deswegen dafür entschieden, den Umfang des Gaspreisdeckels am Abschlag vom September 2022 abhängig zu machen.

Wie günstig wird Heizen nun durch den Gaspreisdeckel? Man spricht bei Gas von einem Maximalpreis von 12 Cent/kWh. Für Fernwärme wird der Preis auf 9,5 Cent/kWh gesetzt.

Damit weiterhin Gas gespart wird, können Haushalte nur bis zu 80 % des im Vorjahr verbrauchten Gases oder der verbrauchten Fernwärme zum gedeckelten Preis erhalten werden. Werden mehr als die 80 % des Vorjahres verbraucht, muss der Rest dann zu den tatsächlichen Marktpreisen gekauft werden.

Geldmünzen und Geldscheine, welche durch den Gaspreisdeckel gespart werden sollen

Wie funktioniert der Gaspreisdeckel?

Ein Gaspreisdeckel soll die eigentlich geplante Gasumlage absetzen. Doch was ist so eine Gaspreisbremse überhaupt? Ganz simpel ausgedrückt ist ein Gaspreisdeckel nichts anderes als eine preisliche Obergrenze für Gas. Es wird also ein Maximalpreis festgelegt, welcher für Gas verlangt werden darf.

Die Differenz zwischen dem tatsächlichen Preis und der eingeführten Preisobergrenze zahlt dann der Staat an die Energieversorger und Energieimporteure. Dafür will Deutschland 200 000 000 € aufwenden.

Es ist beim Gaspreisdeckel also ein direktes Eingreifen des Staates in den Markt nötig, in welchem er zuerst die Preise festsetzt und dann bei Verkäufern für die Differenz aufkommt, welche das von der Gaspreisbremse festgelegte Maximum überschreitet.

Der Gaspreisdeckel wurde statt der Gasumlage beschlossen

Eine Gasflamme

Der Gaspreisdeckel soll ab Winter 2022/2023 für echte Entlastung sorgen, denn die Belastung der deutschen Bevölkerung durch die teuren Energiepreise ist hoch und der Beginn der Heizperiode macht die Situation noch ernster. Bis 2024 soll die Gaspreisbremse Heizen erschwinglicher machen.

Ursprünglich sollte die Preisbelastung ab Oktober noch stärker werden, da erhöhte Kosten von Importeuren in Form der Gasumlage auf Verbraucherinnen und Verbraucher umgewälzt werden sollten. Stattdessen gibt es nun aber den Gaspreisdeckel.

Nach anfänglicher Kritik aus der Opposition und sogar aus eigenen Reihen wurde dann zunächst verkündet, man müsse an der Gasumlage ein paar Änderungen vornehmen. Beispielsweise habe sich gezeigt, dass sich bereits Unternehmen für die Hilfe anmeldeten, die während der Gaskrise weiter Gewinne einfuhren. Selbstverständlich sollten genau diese Unternehmen nicht noch zusätzlich staatliche Unterstützung erhalten.

Inzwischen heißt es, die Gasumlage werde nicht mehr gebraucht. Anstatt von Preiserhöhungen geplagte Verbraucherinnen und Verbraucher weiter zu belasten, gehe es darum, Gas mit dem Gaspreisdeckel für alle bezahlbarer zu machen. Dafür soll viel Geld in eine Gaspreisbremse investiert werden.

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Der Gaspreisdeckel wird aus Coronahilfen teilfinanziert

Die Gaspreisbremse soll insgesamt etwa 200 Milliarden Euro umfassen. Das ist eine ganze Menge Geld. Geld, welches man unter anderem über den sogenannten Wirtschaftsstabilisierungsfond (WSF) mobilisieren will. Dieser Fond wurde zu Beginn der Coronakrise ins Leben gerufen, um durch Corona-Maßnahmen in Gefahr geratene Unternehmen zu retten. Ein prominentes Beispiel hierbei ist die Lufthansa, welche umfangreiche finanzielle Hilfen zu Beginn der Coronakrise erhielt.

Überdies soll der WSF im Rahmen des Gaspreisdeckels mit weiteren Krediten ausgestattet werden. So soll die Gaspreisbremse Gasimporteure und Energieanbieter dafür entschädigen können, wenn sie gestiegene Preise nicht an die Verbraucherinnen und Verbraucher weitergeben. Insofern soll der Gaspreisdeckel direkt in den Markt eingreifen. Preiserhöhungen werden nicht durch die Bevölkerung, sondern vom Staat getragen.

Die Höhe von 200 Milliarden € für den Gaspreisdeckel sieht Bundesfinanzminister Lindner als durchaus gerechtfertigt. Eine Gaspreisbremse von diesem Ausmaß sei die richtige Reaktion auf Russlands völkerrechtswidrigen Angriff auf die Ukraine und auf den Energiekrieg, welchen es gegen Europa führt. Es ginge neben bezahlbaren Gaspreisen für Verbraucherinnen, Verbraucher und Unternehmen auch darum, dass Deutschland seine wirtschaftliche Schlagkraft zeigt.

Trotz neuer Kredite soll die Schuldenbremse eingehalten werden Während so mancher davon ausgeht, dass aufgrund der notwendigen Kredite für die Gaspreisbremse die Schuldenbremse im kommenden Jahr nicht eingehalten werden kann, sieht der Bundesfinanzminister darin keine Gefahr.

Der Gaspreisdeckel steht auch in der Kritik

Auch, wenn vor allem Verbraucherinnen und Verbraucher sowie Industrie froh über den neuen Gaspreisdeckel sein werden, kommt Kritik am Gaspreisdeckel vor allem aus den Reihen der deutschen Wirtschaftsexpertinnen und -Experten. Grund dafür ist, dass die Gaspreisbremse die ohnehin schon starke Inflation weiter anfachen könnte.

Da Gas zum größten Teil importiert wird, benötige man für die Senkung des Gaspreises durch den Gaspreisdeckel weitgehende Subventionen. Diese staatlichen Förderungen würden wiederum die gesamtgesellschaftliche Kaufkraft erhöhen. Dies würde so zu weiteren Preissteigerungen führen. Gerade die unteren Einkommensgruppen würden insofern durch die Gaspreisbremse weiter benachteiligt. So könnte der Gaspreisdeckel gerade bei den schützenswertesten Gruppen am Ende seinen eigentlichen Zweck verfehlen.

In anderen EU-Ländern gibt es bereits Gaspreisbremsen

Noch ist nicht ganz klar, wie die Gaspreisbremse aussehen soll, doch eines ist klar: Deutschland ist in Sachen Gaspreisdeckel wohl eher ein Nachzügler. Schon neun andere EU-Länder, darunter Spanien, Estland, Belgien und Ungarn, haben bereits Deckel für ihre Gas- und Strompreise eingeführt.

  1. Frankreich: In Frankreich besteht bereits seit ca. einem Jahr ein Gaspreisdeckel. Dieser kostete die Regierung im Jahr 2022 bereits rund 16 Milliarden Euro. Der Gaspreisdeckel wirkt allerdings: Laut einer Modellrechnung erhöhen sich die Preise vor Ort um rund 20 bis 25 € pro Monat. Ohne den die Gaspreisbremse wäre es wohl 10-mal so viel.
  2. Spanien: Wie auch Portugal nutzt Spanien einen Gaspreisdeckel, um Gas für die Stromerzeugung erschwinglich zu machen. Dabei greift der Gaspreisdeckel bereits bei Geschäften zwischen den Energieerzeugern. Auch in Spanien zeigt der Gaspreisdeckel seine Wirkung: Der Gaspreis sank im Sommer 2022 deutlich. Einziger Nachteil ist, dass die niedrigen Preise dazu geführt haben, dass immer mehr Gas zur Herstellung von Strom verwendet wird. Hinsichtlich der Verwendung erneuerbarer Energien ist dies ein Schritt zurück.
  3. Griechenland: Griechenland verwendet keine normale Gaspreisbremse, sondern eine Übergewinnsteuer, die am Ende wie ein Gaspreisdeckel wirkt. Übergewinne von Energieunternehmen werden zu 90 % versteuert und Einnahmen aus diesen Steuern gehen am Ende zurück an die Verbraucherinnen und Verbraucher. Somit muss der tatsächliche Gaspreis zwar zunächst gezahlt werden, Kundinnen und Kunden werden am Ende aber dafür entschädigt.
  4. Großbritannien: In Großbritannien greift der Gaspreisdeckel bei den Versorgern. Überschreiten die Energieversorger eine gewisse Preismarke, müssen sie Strafe zahlen.
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