Strompreise Europa 2022 – Was kostet Strom in der EU?

Europakarte in blau veranschaulicht Strompreise Europa 2020/2021

Wie steht es um die Strompreise Europa? Die Mitgliedstaaten der EU haben in den letzten Jahren einen Prozess der Liberalisierung und der Angleichung ihrer Strommärkte eingeleitet. Dieser Prozess und die Ziele eines Energiebinnenmarktes in dieser Größenordnung sind weltweit einzigartig. Welches Land zahlt einen höheren Strompreis und welches einen Niedrigeren? Wer wurde besonders hart von der Energiekrise 2022 getroffen? Hier finden sie eine Aufstellung der Strompreise Europa.


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Strompreise Europa – Wo wird mehr gezahlt?

In Europa übersteigen die Strompreise Europa für Privatkunden schon lange die Preise für Industrie- und Gewerbekunden. Der Abstand ist in den letzten Jahren sogar noch größer geworden.

EU-Länder mit den höchsten Stromrechnungen:

  1. Irland– 360 €/MWh
  2. Luxemburg– 325,35 €/MWh
  3. Griechenland– 259,16 €/MWh

Strompreise in Europa 2022

Die Haushalte in Irland, Luxemburg und Griechenkand haben mit Abstand die höchsten Strompreise Europa, während die Menschen in Norwegen und Schweden am wenigsten zahlen. Deutschland liegt auf dem 23. Platz.

Erfahren Sie mehr:
Stromkosten im Vergleich

Mehr Informationen zu den Strompreisen weltweit und Erklärungen für die Höhe und der Anstieg seit 2021 erhalten Sie hier: Strompreise weltweit

Schon gewusst? Die offizielle Bezeichnung des Strompreises, welcher gerne im täglichen Gebrauch verwendet wird, ist der Verbrauchspreis, auch Arbeitspreis genannt. Der Verbrauchspreis ist der verbrauchsabhängige Preis, der in Cent pro Kilowattstunde angegeben wird. Dieser setzt sich aus den Strombeschaffungs- und Vertriebskosten des Energieanbieters zusammen, aber auch aus staatlichen Steuern, Abgaben und Umlagen sowie aus Netzentgelten der Netzbetreiber.

Der Energiepreis beinhaltet nur den Preis, den Sie für die Energie bezahlen, also die Kosten der Strombeschaffung & Vertrieb und den verbrauchsunabhängigen Grundpreis, der vom Energieanbieter im Sinne einer Grundgebühr festgelegt wird. Der monatliche Abschlag besteht schließlich aus dem Energiepreis und aus den staatlichen Kosten und den Netzgebühren. Er präsentiert also die Kosten, die Sie am Ende für Ihren Stromvertrag zu bezahlen haben.

Strompreise Europa vergleichen

Ein Gastank mit Münzen als Symbol für die Strompreise Europa

Die Strompreise in Europa hängen von einer Reihe von Faktoren ab, wie zum Beispiel der geopolitischen Lage, der Besteuerung, den Netzkosten oder den Umweltschutzkosten. Die Preise für Strombeschaffung und -versorgung (Arbeitspreis) sind in Europa in den letzten 10 Jahren stabil geblieben. Der Durchschnitt ist von 12,3 Cent pro kWh im Jahr 2010 auf aktuell 30 Cent pro kWh gestiegen.

Steuern und Abgaben machen den größten Anteil an den Strompreisen in Europa aus. Ihr Anteil kletterte kontinuierlich von 25,6 % im Jahr 2010 auf 36,6 % im Jahr 2019. Diese Werte variieren stark von Land zu Land, mit Steuersätzen von bis zu 63,7 % in Dänemark und 52,3 % in Deutschland. Die niedrigsten Steuern werden in Malta mit 7 % gezahlt. Irland liegt ebenfalls am anderen Ende der Steuerskala und zahlt nur einen Steueraufschlag von 16,3 %.

Stromvergleich Europa – Neues Abrechnungsmodell für Spanien

Seit dem 1. Juni 2021 gilt in Spanien ein neues Abrechnungsmodell, wovon knapp 11 Millionen Stromkunden betroffen sind. Der Strompreis ist nun von Tageszeiten abhängig, die sich in eine Spitze-Phase, Flache-Phase und Tal-Phase aufteilen. Die Spitze-Phase hat die teuersten Strompreise, die für die Tageszeiten zwischen 10.00 Uhr und 14.00 Uhr sowie zwischen 18.00 und 22.00 Uhr gelten. Verbraucher in Spanien können ihre Stromrechnung beeinflussen, indem sie vermehrt Strom in der Tal-Phase und an den Wochenenden nutzen, da dieser am günstigsten ist.

Eine weitere Erneuerung betrifft außerdem die Netzentgelte und die EEG-Umlage. Beide werden inzwischen von der Transport- und Verteilungsgebühr ersetzt, die ab sofort auf der Stromrechnung steht. Das spanische Ministerium erhofft sich vom neuen Abrechnungsmodell die direkte Einflussnahme der Verbraucher auf ihre Stromrechnung, Energieeinsparungen und die Förderung des Stromverbrauchs mittels Solaranlagen.

Ob das neue Modell tatsächlich Haushalten zur Reduzierung der Stromkosten hilft, ist fraglich. Die CO₂-Steuer steigt und hat bereits zu höheren Strom- und Gaspreisen beigetragen.

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Der europäische Strom

Eine Glühbirne als Symbol für die Strompreise Europa

Die Öffnung der Energiemärkte Ende der 90er-Jahre hatte ein klares Ziel – den Aufbau eines einheitlichen Strommarktes zu schaffen. Dieses ehrgeizige Projekt zielt darauf ab, den Wettbewerb innerhalb der einzelnen Märkte in der Energieerzeugung und -versorgung zu fördern und so Monopole mit einer hohen Kostenstruktur zu beenden und sicherzustellen, dass europäische Akteure auf verschiedenen Märkten konkurrieren und so die Preise senken können.

Das andere Ziel, das zunehmend ins Spiel gebracht wird, ist die Veränderung des Strommix hin zu einer stärkeren Ausrichtung auf erneuerbare Energien, insbesondere Wind- und Solarenergie.

Bis zur Liberalisierung bestanden die lokalen Märkte aus lokalen Monopolen: EDF in Frankreich, EnBW in Baden-Württemberg, ENEL in Italien oder Endesa in Spanien. Diese Unternehmen kontrollierten die Erzeugung, die Übertragung, die Verteilung und die Versorgung mit Strom. Die Liberalisierung begann mit der Trennung der Aktivitäten der etablierten Unternehmen:

  1. Die Produktion wurde für den Wettbewerb geöffnet
  2. Transport und Vertrieb sind rechtlich getrennt und behalten ein "natürliches" Monopol, das dafür verantwortlich ist, dass die öffentlichen Netze ohne Diskriminierung den verschiedenen Anbietern zur Verfügung stehen
  3. Das Angebot wurde schrittweise für den Wettbewerb geöffnet.

Am 1. Januar 2014 wurde die vollständige Liberalisierung in ganz Westeuropa erreicht, aber das Fortbestehen regulierter Tarife (Frankreich, Spanien, Italien) schränkt den Wettbewerb weiterhin ein.

Strompreis Frankreich

Auch der Strompreis in Frankreich ist im Jahr 2022 gestiegen. Damit die Bevölkerung nicht so hart vom hohen Strompreis in Frankreich getroffen wird, entschied sich die Regierung, den Strompreis zu deckeln. Somit sollte sichergestellt werden, dass sich die Strompreise in Franreich im Jahr 2022 nur um 4 % erhöhen.

Hintergrund für den rekordverdächtig hohen Strompreis in Frankreich ist neben dem rusisschen Angriff auf die Ukraine auch Frankreichs Abhängigkeit von der Atomkraft. Gleich mehrere Atomkraftwerke sind 2022 wegen Reparatur- und Wartungsarbeiten außer Betrieb. Hinzu kommt, dass einige AKWs während des Sommers aufgrund der Hitze nicht betrieben werden konnte, da das Flusswasser, welches zur Kühlung benutzt wurde, zu warm war. Somit ist Frankreich abhängiger von deutschen Energieexporten geworden, was sich natürlich im Strompreis Frankreichs niederschlug.

Während der tatsächliche Strompreis Frankreichs also eigentlich viel höher liegt, bekommen das VerbraucherInnen aktuell noch nicht zu spüren. Für den französischen Staat bedeutet dieser Gaspreisdeckel jedoch einen enormen finanziellen Aufwand.

Ökostrom in Europa

Eine Frau mit einem Globus als Symbol für die Strompreise Europa

Die europäischen Staaten haben sich ein gemeinsames Ziel von 20 % erneuerbarer Energie im Energiemix bis 2020 gesetzt. Einige Staaten wie beispielsweise Schweden (mehr als 50 %) liegen an der Spitze, während andere, die historisch von fossiler oder nuklearer Energie abhängig sind, wie Malta und die Niederlande, hinterher liegen.

Darüber hinaus folgen die Länder der Europäischen Union den Maßnahmen zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen, die auf der COP 21, dem internationalen Gipfel zur Bekämpfung der globalen Erwärmung, der 2015 in Paris stattfand, geplant wurden.

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Ranking der Stromanbieter in Europa

Dank seiner Flotte von Atomkraftwerken ist das französische Unternehmen EDF der führende Stromerzeuger in Europa. Es folgt Engie, welches zahlreiche Gaskraftwerke besitzt und seine Flotte für alternative Energieerzeugung ausbaut.

💡 Stromanbieter in Europa
Energieanbieter Umsatz 2019 Kundenzahl Produktion
ENEL 77,3 Milliarden Euro 60 Millionen 100 GW
EDF 68,98 Milliarden Euro 37 Millionen 139,5 GW
Engie 60,1 Milliarden Euro - 116 GW
E.ON 41,48 Milliarden Euro 47 Millionen 67,7 GW
Iberdrola 36,44 Milliarden Euro 30 Millionen 44,866 GW
Endesa (zu 92 % im Besitz von ENEL) 20,16 Milliarden Euro 18 Millionen 22,03 GW

Strompreis Europa – Evolution und PrognoseDer Anstieg des Strompreises in Deutschland ist Teil eines europäischen Kontextes steigender Strompreise aufgrund der Einführung von grüner Energie, des Anstiegs der Kosten für Kernenergie und des Anstiegs der Kosten für Öl- und Gasprodukte.

Strompreise Europa – Russland stoppt Gaslieferungen nach Europa

Die Strompreise in Europa steigen. Zwischen 2021 und 2022 sind die Stromkosten um 25 % gestiegen (Warum Du bislang wenig durch die Energiewende sparst, Finanztip, 20222). Verantwortlich für diesen Preissprung sind vor allem die erst reduzierten und dann gestoppten russischen Gaslieferungen.

Russland hat den Energiekonzern Gazprom angewiesen, die Gaslieferungen nach Europa zu verknappen. Im Vordergrund steht die Gaspipeline Nord Stream 1, die im Zuge dieser politischen Entscheidung vorerst kein Gas mehr liefert.

Warum ist der Strom in Deutschland so teuer?

Die Strompreise in Deutschland sind derzeit so hoch wie seit 12 Jahren nicht mehr. Grundsätzlich können die hohen Strompreise in Deutschland durch drei Ereignisse begründet werden.

  1. Zum einen steigen die CO₂-Preise. Wie funktioniert der CO₂-Preis? Unternehmen, die CO₂ beim Verbrennen von Heiz- oder Kraftstoffen freisetzen, müssen eine bestimmte Summe für diese Emissionen entrichten. Der CO₂-Preis hat sich im letzten Jahr verdreifacht, sodass man von weiteren Preisanstiegen an der Strombörse rechnet.
  2. Zum anderen hängen die Preisanstiege mit der Energiewende zusammen. Die Energiewende ist ein großer Kostenfaktor, denn es müssen unter anderem neue Leitungen gebaut werden. Die stetig steigenden Strompreise können mithilfe schnellerer Genehmigungsverfahren und indem zum Beispiel die Stromsteuer abgeschafft wird, angehalten werden.
  3. Der völkerrechtliche Angriff Russlands auf die Ukraine und das künstliche Gasverknappen Russlands hat zu extrem hohen Gaspreisen geführt, was auch zu einer Erhöhung der Strompreise führt, da Gas häufig für die Stromproduktion verwendet wird.

Info Artikel - Strom kündigen

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