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Strompreisentwicklung 2021 in Deutschland: Prognose & mehr

Gelbes Haus und graue Dokument stellen die Strompreisentwicklung 2021 und Prognose für Deutschland dar

In diesem Artikel wird die Strompreisentwicklung seit der Liberalisierung des Energiemarktes 1998 bis jetzt erläutert. Außerdem werden Prognosen der Strompreisentwicklung in Deutschland aufgezeigt und erklärt, warum der Strompreis so hoch ist und welche Preisbestandteile diesen beeinflussen. Deutschland steht im EU-Vergleich an zweiter Stelle in Bezug auf die Haushaltsstrompreise. Wer liegt vor und hinter Deutschland? Welche Strompreisentwicklung 2021 wird erwartet?


Strompreisentwicklung Deutschland: 1998 ‒ 2021

Wie ist die Strompreisentwicklung der letzten Jahre?

Seit der Liberalisierung des Energiemarktes 1998 befindet sich die Strompreisentwicklung auf einer stetigen Steigerung. Nur die Jahrtausendwende brachte eine geringe Strompreissenkung mit sich (1999: 16,53 Cent/kWh; 2000: 13,94 Cent/kWh), wobei sich die Strompreise seit 2011 wieder auf der Wachstumskurve befinden.

1998 lag der durchschnittliche Strompreis für Haushaltskunden mit einem jährlichen Stromverbrauch von 3.500 kWh bei 17,11 Cent/kWh. Im Jahr 2019 wurde erstmals die Grenze von 30 Cent überschritten. Die Strompreisenwticklung 2020 ergab einen Strompreis von 31,89 Cent/kWh (brutto). Alle diese Werte beziehen sich auf Haushaltskunden mit einer jährlichen Abnahmemenge von 3.500 kWh (Quelle: Strompreisanalyse Januar 2021, bdew, 2021).

Die gegebene Strompreisentwicklung führt dazu, dass die durchschnittliche monatliche Stromrechnung für einen Haushalt 2020 bei 91,50 € lag. Die Strompreisentwicklung 2020 führte dazu, dass die Stromrechnung um knapp 42 % im Vergleich zu 1998 mit 49,90 € pro Monat stieg. Wesentlichen Anteil an der Erhöhung des Strompreises seit 1998 haben Steuern, Abgaben und Umlagen beigetragen. Der durchschnittliche Strompreis 2021 liegt bei 31,94 Cent/kWh (Quelle: Strompreisanalyse Januar 2021, bdew, 2021).


Quelle: Monitoringbericht 2020, Bundesnetzagentur, 2020


Durchschnittlicher Strompreis In der oben angeführten Graphik werden die Strompreise, die von Bundesnetzagentur bestimmt wurden, angeführt. Diese Strompreise gelten für einen durchschnittlichen Stromverbrauch zwischen 2.500 kWh und 5.00 kWh. Hingegeben ermittelt der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) den Strompreis aktuell und der vergangenen Jahre am Stromverbrauch von 3.500 kWh. Je nach Quellenangabe können die Strompreise daher abweichen. Lassen Sie den aktuellen Strompreis für Ihre Region bestimmen: 089 380 388 88 .

Strompreiszusammensetzung

Wie setzt sich der Strompreis zusammen?

Um besser die Strompreisentwicklung der letzten Jahre zu verstehen, wollen wir Ihnen die Strompreiszusammensetzung erläutern. Der Strompreis, unter dem der Arbeitspreis pro verbrauchter Kilowattstunde verstanden wird, setzt sich aus drei wesentlichen Preisbestandteilen zusammen: 1️⃣ Strombeschaffung, Vertrieb und Gewinn 2️⃣ Netzentgelte 3️⃣ Steuern, Abgaben und Umlagen. Beachten Sie, dass die jeweiligen Preisbestandteile sich wiederum aus einzelnen Elementen zusammensetzen.

  1. 52 % des Strompreises bilden Steuern, Abgaben und Umlagen
  2. 25 % des Strompreises bilden Strombeschaffung, Vertrieb und Gewinn
  3. 23 % des Strompreises entfallen auf Netzentgelte des Netzbetreibers

Schon gewusst? Die offizielle Bezeichnung des Strompreises, welcher gerne im täglichen Gebrauch verwendet wird, ist der Verbrauchspreis, auch Arbeitspreis genannt. Der Verbrauchspreis ist der verbrauchsabhängige Preis, der in Cent pro Kilowattstunde angegeben wird. Dieser setzt sich aus den Strombeschaffungs- und Vertriebskosten des Energieanbieters zusammen, aber auch aus staatlichen Steuern, Abgaben und Umlagen sowie aus Netzentgelten der Netzbetreiber.

Der Energiepreis beinhaltet nur den Preis, den Sie für die Energie bezahlen, also die Kosten der Strombeschaffung & Vertrieb und den verbrauchsunabhängigen Grundpreis, der vom Energieanbieter im Sinne einer Grundgebühr festgelegt wird. Der monatliche Abschlag besteht schließlich aus dem Energiepreis und aus den staatlichen Kosten und den Netzgebühren. Er präsentiert also die Kosten, die Sie am Ende für Ihren Stromvertrag zu bezahlen haben.

Preisbestandteile beeinflussen Strompreis

Was und wer beeinflusst den Strompreis?

Die Betrachtung der Strompreisentwicklung der letzten 10 Jahre, aber auch seit der Liberalisierung des Energiemarktes zeigt, dass Steuern, Abgaben und Umlagen merklich gestiegen sind. 2010 zahlte der Kunde noch 9,5 Cent pro verbrauchter Kilowattstunde an den Staat. 2019 steigen diese Abgaben auf 16,02 Cent/kWh. 2020 zahlt der Verbraucher bereits 16,58 Cent/kWh.

Für den Endkunden, in dem Fall für Sie, bedeuten diese Preissteigerungen höhere Stromkosten. Leider können Sie diese Situation nicht ändern. Worauf Sie jedoch immer achten sollten, ist der Preisbestandteil Strombeschaffung, Vertrieb und Gewinn. Diesen Preisbestandteil legt der Energieanbieter fest, sodass dieser je nach Anbieter variieren kann.

Da aber kaum ein Energieanbieter genau diese Werte nennen wird, achten Sie stattdessen auf den gesamten Strompreis, also den Arbeitspreis den der Energieanbieter pro verbrauchter Kilowattstunden verlangt. Vergleichen Sie den Arbeitspreis Ihres Energieanbieters mit dem durchschnittlichen Arbeitspreis. Ihr Energieversorger verlangt zu viel? Erkunden Sie sich bei unseren Energieexperten nach günstigen Strom- und Gastarifen: 089 380 388 88 (Mo.-Fr. 8.00-19.00 Uhr).

Steigerungen des Strompreises

Warum steigen die Strompreise?

Die Strompreise steigen, weil vor allem die staatlichen Strompreisbestandteile über die letzten Jahren stetig gewachsen sind. Die Abgaben, die der Energieanbieter von dem eingenommenen Strompreis an den Staat abführt, sind von 2010 auf 2019 um 70 % gestiegen. Im Vergleich dazu sind Kosten für Strombeschaffung, Vertrieb und Netzentgelte nur um 6 % gestiegen.

Von den 100 Euro Stromrechnung sind 52 Euro staatlich verursacht.

Den größten Kostenanteil der Steuern, Abgaben und Umlagen bestimmt die EEG-Umlage. 2019 lag der prozentuale Anteil der EEG-Umlage am gesamten Strompreis bei rund 21 %. Von 2018 auf 2019 ist die Umlage von 23 % auf
21 % leicht gefallen.

EEG Umlage und Strompreisentwicklung Deutschland

EXKURS EEG-UMLAGE: Die EEG-Umlage finanziert den Ausbau der Erneuerbaren Energien. Für die Einspeisung des Stroms in das Netz der öffentlichen Versorgung erhalten Betreiber von Erneuerbare Energien-Anlagen eine festgelegte Vergütung, also eine festgelegte Geldsumme. Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB), die für die Infrastruktur der überregionalen Stromnetze verantwortlich und für den überregionalen Stromtransport verantwortlich sind, verkaufen den eingespeisten Strom an der Strombörse.

➡️ Die erzielten Strompreise liegen meistens unter den gesetzlich festgelegten Vergütungssätzen, sodass der Staat an den Übertragungsnetzbetreiber den Differenzbetrag erstattet. Dieser Differenzbetrag wird aus der EEG-Umlage finanziert.

Strompreisentwicklung in der Grundversorgung

Steigen Strompreise in der Grundversorgung auch?

Die Strompreisentwicklung in der Grundversorgung erfährt ebenfalls eine Preissteigerung über die letzten Jahre. Für die Grundversorgung von Strom und Gas ist der Grundversorger zuständig. Als Grundversorger wird jener Energielieferant bezeichnet, die die meisten Haushaltskunden in einem Netzgebiet mit Strom oder Gas versorgt.

Die Strompreise in der Grundversorgung sind in der Regel teurer als die der alternativer Stromversorger. Das hat damit zu tun, dass der Grundversorger nicht mit anderen Grundversorgern im Wettbewerb steht wie der alternative Stromanbieter mit anderen Stromanbietern. Außerdem verfügt der Grundversorger über einen größeren Kundenstamm und hat eine bessere Marktposition, sodass höhere Strompreise leichter umsetzbar sind.

Grundversorger adé! Die Grundversorgung zeichnet sich duch teure Tarife aus. Finden Sie mithilfe unserer Energieexperten 089 380 388 88 einen günstigeren Tarif - Service von Energiemarie by Selectra, Mo-Fr. 8-19 UhrWerbung - Energiemarie Service

Wichtigsten Ergebnisse der Strompreisentwicklung

Wie hat sich der Strompreis entwickelt?

Die Strompreise sind ständigen Einflüssen ausgesetzt, sodass diese jährliche Schwankungen aufweisen. Die BDEW - Bundesverband Energie- und Wasserwirtschaft e.V. - hält diese in der Strompreisanalyse Januar 2020 für Haushaltskunden fest. Dabei wurden folgende Änderungen im Vergleich zum letzten Jahr festgehalten:

  • STROMPREIS: Der durchschnittliche Strompreis 2020 ist um 3,0 % höher als 2019.
  • STROMPREIS 2020: Der Strompreis für 2020 lag bei 31,37 Cent/kWh (2019: 30,85 Cent/kWh).
  • STAATLICHE ABGABEN: Steuern, Abgaben und Umlagen sind um 0,50 Cent/kWh gestiegen.
  • NETZENTGELTE: Entgelte, die an den Netzbetreiber abgeführt werden, sind um 0,32 Cent/kWh gestiegen.
  • KOSTEN DES STROMANBIETERS: Strombeschaffung, Vertrieb und Gewinn sind um 0,09 Cent/kWh gesunken.

Strompreisentwicklung Prognose

Es wird davon ausgegangen, dass die Strompreisentwicklung weiterhin den momentan Trend beibehält ‒ Steigerungen des Strompreises wie in den letzten Jahren. Daher wird für Strompreisentwicklung 2021 eine weitere Erhöhung des Strompreises für private Haushalte erwartet. Der durchschnittliche Strompreis 2021 liegt momentan bei 31,94 Cent/kWh (Stand Juni 2021), welcher seit Anfang des Jahres um 0,5 Cent gestiegen ist (Januar 2021: 31,89 Cent/kWh).

Denn man erwartet einen Anstieg der EEG-Umlage auf über 6,5 Cent/kWh. Um diesem Trend gegenzuwirken, wurden bereits Maßnahmen in der Politik vorgenommen. Mit der Verabschiedung des Konjunkturpaketes im Juni wird die Senkung der EEG-Umlage festgehalten. Nicht zuletzt forderte seit langem die Energiebranche:

...den staatlichen Anteil am Energiepreis zu senken.

Deutsche Strompreise im Europa-Vergleich

Im europäischen Vergleich sichert sich Dänemark die Spitzenposition mit einem durchschnittlichen Strompreis von 31,23 Cent/kWh im Jahr 2018. Deutschland lag auf Platz 2 mit 30 Cent/kWh. Die Strompreis-Unterschiede innerhalb Europa sind groß, z.B. lag Bulgarien mit 10 Cent/kWh für private Verbraucher im Vergleich zu Deutschland sehr günstig.

Die unterschiedlichen Strompreise in Europa hängen von mehreren Faktoren ab. Einen Einfluss auf den Strompreis haben neben der geopolitischen Lage, der länderspezifische Strommix, Steuern, Abgaben und Umlagen und Kosten zur Umwelt. In Malta betrugen 2018 die Kosten für Steuern, Abgaben und Umlagen nur 5,9 % gemessen am gesamten Strompreis. In Deutschland dagegen werden bis zu 52 % des Strompreises an den Staat abgeführt.

Allgemein sind die Strompreise in Europa für den Verbraucher in den letzten 10 Jahren um 30 % gestiegen. Allerdings gibt es auch Ländern mit einem Gegentrend wie Ungarn, Malta oder die Niederlande. In diesen Ländern sind die Strompreise jeweils gesunken. Ungarn bildet dabei den höchsten Abfall des Strompreises ‒ um knapp
33 %.

Strompreisentwicklung Prognose 2030

Wird die Strompreisentwicklung Prognose 2030 positiv ausfallen?

Laut einer Studie des Beratungsunternehmens Prognos fällt die Strompreisentwicklung Prognose für die nächsten Jahre negativ aus. Demnach werden die Strompreise bis 2030 um bis zu 50 % ansteigen. Diese Entwicklung bezieht sich allerdings auf die Großhandelspreise. Für den Preisanstieg werden die steigenden CO2- und Erdgaspreise verantwortlich sein.

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