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Der ökologische Fußabdruck: berechnen und reduzieren

Oekologischer Fußabdruck Banner

Der ökologische Fußabdruck ist ein Maß für die Beanspruchung der globalen natürlichen Ressourcen durch eine Person oder eine Gruppe von Menschen. Er ist zu einem der am häufigsten verwendeten Maße für die Auswirkungen der Menschheit auf die Umwelt geworden und wurde verwendet, um sowohl die offensichtliche mangelnde Nachhaltigkeit der gegenwärtigen Lebensweisen als auch die Ungleichheiten im Ressourcenverbrauch zwischen und innerhalb von Ländern aufzuzeigen. Lesen Sie weiter, um zu erfahren wie Sie Ihren ökologischen Fußabdruck berechnen und reduzieren können.


Ökologische Fußabdruck - Was ist das?

Der ökologische Fußabdruck ist ein Synonym für unseren Ressourcenverbrauch. Gemeint damit sind die Ressourcen der Erde, von denen wir tagtäglich leben. Der ökologische Fußabdruck ist ein Indikator für Nachhaltigkeit. Er misst, wie viel Biokapazität in Hektar bereitgestellt werden müssen, um die benötigten Ressourcen und auch die produzierten Abfälle aufzunehmen. Dieser Indikator wird generell zum Beispiel für ein Land oder eine Stadt bereitgestellt.

Wie viel Fläche benötigen wir, um unseren Lebensstandard dauerhaft zu halten?

Wie viel Fläche benötigt wird, ist von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Dabei werden zum Beispiel die Verbräuche von Ressourcen für Kleidung, Lebensmittel oder Energie betrachtet. Anschließend wird dieser Flächenverbrauch auf alle Menschen hochgerechnet und mit den auf der Erde real verfügbaren Flächen verglichen.

Somit stellt der Fußabdruck nicht nur quantitativ die CO2-Bilanz dar, sondern auch qualitativ den Flächenbedarf. Zudem ist der ökologische Fußabdruck ein Angebot- und Nachfrage-Modell, welches anschaulich widerspiegelt, wie groß die Biokapazität der Erde ist (also was von ihr genutzt werden kann) und wie viel die Menschheit von ihr nutzt.

Ökologischer Fußabdruck - Definition Der ökologische Fußabdruck ist ein Maß für den Einfluss der Menschheit auf den Planeten. Es handelt sich um die umweltproduktive Fläche, die benötigt wird, um die von einem Menschen verbrauchten Ressourcen zu produzieren. Auch handelt es sich um die Fläche, die benötigt wird, um den von ihm erzeugten Abfall zu absorbieren.

Wie kann man den ökologischen Fußabdruck berechnen?

Der ökologische Fußabdruck ist die Differenz zwischen den Ressourcen, die jeder Einzelne verbraucht, und den Ressourcen, die der Planet im Laufe eines Jahres erzeugt. Der ökologische Fußabdruck wird in globalen Hektar (gha) ausgedrückt. So würde ein Europäer beispielsweise im Durchschnitt 4,5 Hektar benötigen, ein Nordamerikaner 6,6 Hektar und ein Afrikaner 2,7 Hektar (Quelle: Global Footprint Network, Februar 2021)

Die Ergebnisse dieser Berechnung im globalen Maßstab zeigen, dass die Kapazität des Planeten nicht ausreicht, um die Bedürfnisse seiner Bewohner zu befriedigen. Wir verbrauchen mehr Ressourcen und produzieren mehr Abfall, als die Biokapazität des Planeten aufnehmen kann. Wir haben die Grenzen der Belastbarkeit der Natur im globalen Maßstab überschritten.

Ökologischer Fußabdruck Rechner

Seit einiger Zeit gibt es verschiedene ökologischer Fußabdruck Rechner, mit denen Sie Ihren eigenen Fußabdruck berechnen können. Das bekannteste und ausführlichste Modell ist vom Global Footprint Network welches seit Anfang 2013 existiert.

  • Der Global Footprint Network Rechner berechnet anhand eines Fragebogens unseren ökologischen Fußabdruck und gibt uns Ratschläge, wie wir unseren Einfluss auf den Planeten verringern können.
  • Der Fussabdruck Rechner vom Hilfswerk Brot für die Welt berechnet anhand einiger Fragen die Anzahl der Planeten, die Sie zum Leben brauchen.
  • Das Gemeinschaftsprojekt Endlich Wachstum bietet einen offline Fragebogen an, um diesen selbstständig ausrechnen zu können.

Doch was genau wird berechnet und vor allem wie?

Man bekommt bei den bestimmten ökologischen Fußabdruck Tests verschiedene Fragen gestellt: zu Lebensmittel, zum Wohnen, zum Transport und zu Konsumgütern. Also beispielsweise zum Getreide-, Fleisch- oder Fischkonsum, zum Verzehr von Milchprodukten, zur Mobilität und Infrastruktur, zum Stromverbrauch so wie Dienstleistungen. Derzeit benötigt jeder Mensch im Durchschnitt etwa 2,7 Hektar, um seinen Lebensstandard zu sichern. Zur Verfügung steht aber eigentlich nur 1,8 Hektar pro Person (Stand Februar 2021).

Was ist der Erdüberlastungstag?

Der Erdüberlastungstag (auf Englisch Earth Overshoot Day) ist ein Datum, das vom Netzwerk Global Footprint kalkuliert wird. Das Datum entspricht dem Tag, ab dem der Mensch die Ressourcen, die der Planet in einem Jahr produzieren kann, bereits verbraucht hätte.

Um die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie in die Berechnung des Erdüberlastungstag 2020 einzubeziehen, kombinierte das Global Footprint Network die zuverlässigsten Daten und bildete die sinnvollsten Annahmen, um die Ressourcensituation der Menschheit zu bewerten. Dabei werden unter anderen folgende Faktoren bewertet, um diesen Tag zu errechnen:

  • Verringerung der CO2-Emissionen
  • Die Waldernte
  • Die Nahrungsmittelnachfrage

Die Faktoren, die die globale Biokapazität (oder ökologischer Fußabdruck) vom 1. Januar bis zum Erdüberlastungstag 2020 beeinflussen könnten, wurden hierbei bewertet. Der Hauptantrieb waren der CO2-Fußabdruck (reduziert um 14,5 % gegenüber 2019) und der Wald-Fußabdruck (reduziert um 8,4 % gegenüber 2019).

Im Jahr 2020, wurde der Termin auf den 22. August 2021 festgelegt, statt auf den 29. Juli (drei Wochen später). Laut Global Footprint Network ist dies auf den Rückgang der CO2-Emissionen in der Atmosphäre zurückzuführen. Durch die Maßnahmen zur Bekämpfung der COVID19-Epidemie und der globalen Verlangsamung der menschlichen Aktivitäten.

Ökologischer Fußabdruck Deutschland

Der 3. Mai 2020 ist der deutsche Erdüberlastungstag. Ab diesem Tag an leben die Deutschen umweltmäßig auf Kredit. Dieses Datum markiert den Zeitpunkt im Jahr, an dem das Jahresbudget der erneuerbaren Energien aufgebraucht wäre, wenn die gesamte Weltbevölkerung so leben würde wie die deutschen Einwohner. Der Tag wird jährlich vom Global Footprint Network berechnet.

Es wird gemessen, wie viel produktive Land- und Meeresfläche für Nahrungsmittel, Fasern, Holz, Straßen und Gebäude sowie für die Aufnahme von CO2 aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe benötigt wird.

Deutschland liegt mit seinem Pro-Kopf-Verbrauch und seinen Emissionen im oberen Viertel aller Länder und trägt damit signifikant zur globalen Übernutzung bei. Bei der Berechnung des deutschen Erdüberlastungstages werden zwei Messwerte gegenübergestellt:

  1. Zum einen die biologische Kapazität der Erde, Ressourcen zu erneuern und Abfälle zu absorbieren
  2. Zum anderen der Gesamtbedarf an nutzbaren natürlichen Ressourcen und Flächen wie Wäldern und Ackerland, den die Menschen für ihre heutige Lebensweise und für wirtschaftliche Aktivitäten benötigen.

Quelle: Country Trends, Global Footprint Network, 2021

In Deutschland tragen vor allem die Energieversorgung und der Verkehr durch ihre hohen CO2-Emissionen zum Erdüberlastungstag bei. Im Jahr 2018 produzierte sich ein Rückgang der CO2-Emissionen in Deutschland. Dieses wurde durch einen milden Winter, höhere CO2-Preise im Emissionshandel und die Stilllegung von Kohlekraftwerken verursacht.

Eine stabile Reduktion der Emissionen mit doppelter Geschwindigkeit wäre notwendig. In allen Sektoren ist eine Neuausrichtung mit verbindlichen Zielen und ein steigenden CO2-Preis nötig. Hierfür sollen beispielsweise die CO2-Steuer oder das Klimaschutzgesetz sorgen.

Des Weiteren trägt die industrielle Landwirtschaft mit ihrem enormen Flächenbedarf für die Fleischproduktion und hohen Treibhausgasemissionen zum großen ökologischen Fußabdruck Deutschlands bei.

Ökologischer Fußabdruck pro Land

Nicht alle Länder üben den gleichen Impakt auf den Planeten aus. Tatsächlich wird der ökologische Fußabdruck eines Landes auf der Grundlage des ökologischen Fußabdrucks seiner Einwohner berechnet. Im Jahr 2016 betrug der globale ökologische Fußabdruck 2,7 ha bei einer Biokapazität von 1,6 ha. Das bedeutet, dass 1,7 Planeten benötigt wurden, um den Bedarf der Menschen in diesem Jahr zu decken.

Ökologischer Fußabdruck oder CO2-Fußabdruck?

Der CO2-Fußabdruck, der in CO2-Äquivalenten berechnet wird, berücksichtigt alle Treibhausgase und wird verwendet, um die Auswirkungen menschlicher Aktivitäten auf die Umwelt zu bewerten.

Diese beiden internationalen Nachhaltigkeitsindikatoren ermöglichen es auf zwei verschiedene Arten, den Menschen ihre Umweltauswirkungen bewusst zu machen und sie zu ermutigen, gegen die globale Erwärmung zu handeln, indem sie ihre Treibhausgasemissionen reduzieren.

Wie kann der ökologische Fußabdruck verringert werden?

Ein großer Teil des ökologischen Fußabdrucks stammt aus Kohlenstoffemissionen durch menschliche Aktivitäten. Der ökologische Fußabdruck eines Menschen hängt von seinem Lebensstil ab. Um den CO2-Ausstoß zu begrenzen und damit den ökologischen Fußabdruck zu verkleinern, ist es erforderlich, den eigenen Lebensstil mit ein paar einfachen Aktionen zu ändern:

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