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Alles zur erneuerbaren Energie Deutschland 2023 & in Zukunft

Aktualisiert am
Min. Lesezeit
Erneuerbare Energie: WindrĂ€der, Energiesymbole und grĂŒne BlĂ€tter

GrĂŒne, regenerative oder erneuerbare Energie – egal wie man diese Energieform bezeichnet, sie wird ein immer wichtigeres Thema! Erneuerbare Energie in Deutschland hat im Jahr 2022 bereits rund 46 % Anteil an der Energieproduktion ausgemacht und wird im Zuge der Energiewende stetig gefördert. Aber was genau ist erneuerbare Energie, was zĂ€hlt dazu und welche erneuerbare Energie Vor- und Nachteile gibt es? Alles dazu und weitere spannende Informationen zum Thema Umwelt finden Sie in diesem Artikel.

HĂ€ufige Frage zur Enerneuerbaren Energie

đŸŒ±Was ist erneuerbare Energie?

Zu den erneuerbaren Energien gehören alle regenerativen Energieformen, also solche, die nicht endlich sind und und zum Umweltschutz beitragen. Sie schaden weder der Umwelt noch dem Klima. Zu den erneuerbaren Energien gehören:

  • Windkraft
  • Wasserkraft
  • ErdwĂ€rme
  • Sonnenenergie
  • Biomasse

đŸŒ±Wie viel erneuerbare Energie in Deutschland?

In Deutschland nimmt der prozentuale Anteil erneuerbarer Energien im Stromverbrauch kontinuierlich zu. Im Jahr 2021 wurden 41,1 % erreicht. Das bedeutet, rund 233,6 TWh Strom wurden aus erneuerbaren EnergietrÀgern wie Wind- oder Sonnenkraft gewonnen.

đŸŒ±Welche Vor und Nachteile haben die erneuerbaren Energien?

Wie jede Energieform haben auch die erneuerbaren Energien sowohl Vor- als auch Nachteile. Einer der ĂŒbergreifenden Vorteile aller erneuerbaren Energien ist die Unerschöpflichkeit der Energiequellen und der Beitrag zum Umweltschutz. Jedoch hat jede Form der erneuerbaren Energien spezifische Vor- und Nachteile. FĂŒr weitere Informationen lesen Sie in unserem Kapitel "Erneuerbare Energien Vor- und Nachteile".

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Was ist erneuerbare Energie?

Erneuerbare Energie, oft auch regenerative Energien genannt, zeichnen sich in erster Linie darĂŒber aus, dass sie sich laufend erneuern lassen und damit unendlich zur VerfĂŒgung stehen. Außerdem belastet erneuerbare Energie Klima und Umwelt nicht. Erneuerbare Energie kann nicht nur zur Stromerzeugung sondern auch im Bereich der WĂ€rmeerzeugung zum Einsatz kommen. Insgesamt werden bei den erneuerbaren Energien fĂŒnf EnergietrĂ€ger unterschieden:

  1. Wasserkraft 🌊
  2. Windkraft 🌀
  3. Sonnenkraft 🌞
  4. ErdwĂ€rme 🌍
  5. Biomasse đŸŒ»

Es gibt also fĂŒnf erneuerbare Energien. Diese werden alle aus der Energie bzw. Kraft der Umwelt gezogen und stammen aus Wasser, Wind, Sonne, ErdwĂ€rme oder Biomasse. Erneuerbar sind sie, da sie unbegrenzt verfĂŒgbar sind und sich von selbst regenerieren.

Abgrenzung zu fossilen Brennstoffen

Im Gegensatz zur erneuerbaren Energie stehen fossile Brennstoffe, welche nur begrenzt verfĂŒgbar sind und in einigen Jahrzehnten aufgebraucht sein werden. Das ist auch der Grund fĂŒr die steigenden Preise solcher fossilen Energien. Zudem produzieren sie bei der Umwandlung in Energie eine große Menge an schĂ€dlichen CO2-Emissionen. Was die Folgen davon sind erfahren Sie in unserem Artikel ĂŒber die CO2-Emissionen Problematik. Zu fossilen Brennstoffen gehören zum Beispiel Erdöl, Kohle und Erdgas.

Staatliche Förderung fĂŒr den Umstieg auf erneuerbare Energien

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Erneuerbare Energie Deutschland – Wie viel Prozent?

Erneuerbare Energie: Zwei Personen mit Puzzleteilen

Ein Umstieg auf erneuerbare Energie ist in Betracht auf die negative Klimabilanz fossiler Brennstoffe nicht nur sinnvoll sondern auch notwendig. Der Umstieg auf eine nachhaltige Energieversorgung und eine effizientere Energienutzung durch erneuerbare Energie wird unter dem Begriff Energiewende zusammengefasst.

Die Energiewende gibt Deutschland laut Umweltbundesamt nicht nur die Chance auf eine wirtschaftliche Modernisierung, sondern schafft auch neue ArbeitsplĂ€tze und soll dazu fĂŒhren, dass Deutschland zur fĂŒhrenden Exportnation umweltschonender Technologien durch erneuerbare Energie wird.

Seit der EinfĂŒhrung des Stromeinspesungsgesetzes 1990 und dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) 2000, welche beide Strom durch erneuerbare Energie fördern, hat der prozentuale Anteil erneuerbarer Energien im Stromverbrauch kontinuierlich zugenommen und hat 2022 bereits 46 % erreicht. Laut Umweltbundesamt wurden 2021 rund 233,6 TWh Strom aus erneuerbaren EnergietrĂ€gern gewonnen. Bis 2030 soll der Anteil erneuerbare Energie am am Bruttostromverbrauch ganze 80 % betragen. Das wurde im Osterpaket beschlossen.

Windkraft leistete mit 48,7 % (on- und offshore) dazu den grĂ¶ĂŸten Beitrag an der Stromproduktion. An zweiter Stelle folgte Biomasse mit rund 21,6 % und an dritter Stelle Sonnenkraft mit 21,4 Prozent. An letzter Stelle lag ErdwĂ€rme mit nur 0.1 Prozent. Anbei erhalten Sie einen Überblick zu allen Anteilen erneuerbarer Energien in der Stromerzeugung.

Ausbau von ErdwĂ€rme in Deutschland Laut SchĂ€tzungen des Fraunhofer Instituts könnte mit der Energiegewinnung aus ErdwĂ€rme rund ein Viertel des deutschen Energiebedarfs gedeckt werden. HierfĂŒr wollen u.a. die Stadtwerke MĂŒnchen bis 2030 rund 1 Milliarde Euro in den Ausbau der Technologie investieren. Zudem gibt es Überlegungen, das Opel-Werk in RĂŒsselsheim mit ErdwĂ€rme zu betreiben.

(Quelle: Erneuerbare Energien in Zahlen, Umweltbundesamt, 2022)

Anteil erneuerbare Energie Deutschland bis 2030 / 2050

Erneuerbare Energie Zertifikat aus dem eine Pflanze wÀchst

Im Rahmen der EU-Klimapolitik wurden seit der Verabschiedung des Kyoto-Protokolls im Jahre 2002 immer mehr Energieziele festhalten, die u.A. den Ausbau der erneuerbare Energie fördern sollen. Diese basieren auf verschiedenen Aktionsfeldern wie zum Beispiel dem eingefĂŒhrten Emissionshandel oder den Maßnahmen im Klimaschutzpaket 2020 und beinhalten spezifische Verpflichtungen und Verpflichtungsperioden, die von den Mitgliedstaaten eingehalten werden mĂŒssen.

Im folgenden können Sie die Entwicklung der Bruttoenergieerzeugung durch erneuerbare Energien zwischen den Jahren 2000 und 2021 sehen. Der Trend geht deutlich sichtbar nach oben, jedoch soll die Entwicklung in Zukunft deutlich beschleunigt werden, um die Klimaziele in Deutschland erreichen zu können.

2022 wurden die Ziele hinsichtlich der Energiewende nochmals angepasst. DafĂŒr wurden Gesetze geĂ€ndert, um den Ausbau von den erneuerbaren EnergietrĂ€gern Wasserkraft, Windkraft und Solaranlagen zu erleichtern. LĂ€ngerfristige Ziele bis 2030 sehen vor, die Treibhausgas-Emissionen um mindestens 55 % im Vergleich zu 1990 zu mindern und die Nutzung erneuerbarer Energien auf 65 % des Deutschen Stromverbrauchs zu steigern.

Erneuerbare Energie bis 2045 Bis 2045 soll der Stromverbrauch sogar komplette KlimaneutralitĂ€t erreichen (Quelle: Generationenvertrag fĂŒr das Klima, Bundesregierung 2021).

Erneuerbare Energie Vor- und Nachteile

Wie alle EnergietrĂ€ger weisen auch erneuerbare Energien Vor- und Nachteile auf. Zu den gemeinsamen erneuerbare Energie Vorteilen gehört sicherlich ihre Unerschöpflichkeit wie auch die CO2-freie Energieerzeugung. Doch was macht jede einzelne erneuerbare Energie aus? Lesen Sie weiter, um sich ĂŒber die spezifischen erneuerbare Energie Vor- und Nachteile von Wasserkraft, Windkraft, Sonnenkraft, ErdwĂ€rme und Biomasse zu informieren.

Erneuerbare Energie Vor- und Nachteile
Erneuerbare Energie Erneuerbare Energie Vorteile Erneuerbare Energie Nachteile
Wasserkraft
  • Erneuerbare Energie ist unabhĂ€ngigkeit von Wetter und Zeit
  • Strom aus erneuerbare Energie Wasserpumpspeichern kann gespeichert werden
  • Aufgestaute FlĂŒsse sind besser schiffbar
  • Hoher Wirkungsgrad von ca. 85-90 %
  • In Deutschland kein großes Wachstumspotenzial
  • Eingriff in LebensrĂ€ume von Fischen und Wasserpflanzen und Störung des Grundwasserhaushaltes
  • FlĂ€chenverbrauch und mögliche Umsiedlung von Bewohnern notwendig
Windkraft
  • Tag und Nacht und ĂŒber das ganze Jahr verfĂŒgbar
  • Eigene erneuerbare Energie Stromproduktion verringert teure Importe
  • Schnelle Amortisierung der Investitionskosten
  • Gebrauchte FlĂ€che zur Gewinnung der erneuerbare Energie ist minimal
  • UnzuverlĂ€ssigkeit aufgrund WetterbahĂ€ngigkeit
  • Laute GerĂ€usche der Windkraftwerke
  • Gefahr fĂŒr Tierwelt, insbesondere VogelschwĂ€rme
  • Erneuerbare Energie Windenergie lĂ€sst sich nicht speichern, sondern nur direkt in Strom umwandeln
Sonnenkraft
  • UnabhĂ€ngigkeit von Energieanbietern
  • Erneuerbare Energie kann nicht nur Strom, sondern auch Warmwasser und Heizwasser erzeugen
  • Sparen von Strom- und Heizkosten
  • EinspeisevergĂŒtung und staatliche Förderung sorgen fĂŒr Abhilfe bei den Kosten
  • FĂŒr Solarkraftwerke: Geringe Installations-, Recycling- und Wartungskosten
  • AbhĂ€ngigkeit von Lage, Wetter und Jahreszeit
  • Hohe Anschaffungskosten
  • Wirkungsgrad von Anschaffungskosten abhĂ€ngig
  • Lange Amortisierungszeit und begrenzte Lebensdauer
ErdwÀrme
  • UnabhĂ€ngigkeit von Rohstoffpreisen
  • Dauerhafte VerfĂŒgbarkeit der erneuerbaren Energie EnergiewĂ€rme
  • Einsetzbar fĂŒr WĂ€rme, Warmwasser, KĂ€lte und sogar Strom
  • Großer FlĂ€chenbedarf und hohe Investitionskosten fĂŒr den Bau von erneuerbare Energie ErdwĂ€rmekraftwerken
  • Bohrungen mĂŒssen genehmigt werden, da es zu örtlichen Erdbeben kommmen kann
  • Bei tieferen Lagen fĂŒr die Energiegewinnung sinken Wirkungsgrade
Biomasse
  • Vielseitige Einsatzmöglichkeiten
  • Keine Ă€ußere EinflĂŒsse auf erneubare Energie Strom- oder WĂ€rmeproduktion
  • Keine Umweltrisiken durch Transport und Lagerung
  • Riesige AckerflĂ€chen fĂŒr erneuerbare Energie Energiepflanzen notwendig
  • AckerflĂ€chen konkurrieren mit denjenigen der Nahrungsmittelproduktion und mit dem Schutz von Ökosystemen
  • Herstellung und Anbau mit schĂ€dlichen Emissionen verbundenn, teils auch höher als bei fossilen Brennstoffen

Wasserkraft

Erneuerbare Energie aus Wasser: Halbe Erdkugel mit Pflanze wird gegossen

Schon seit vielen Jahrtausenden wissen Menschen, dass im Wasser viel erneuerbare Energie steckt, dazu braucht man nur die riesigen Wellen im Meer zu beobachten. Bereits die Ägypter vor 3.500 Jahren wussten diese erneurbare Energie zu nutzen und bewĂ€sserten mit der Wasserkraft ihre Felder am Nil.

Einen ganzen Schritt weiter gingen Römer und Griechen, welche die erneuerbare Energie Wasserkraft als Antriebsmittel fĂŒr Arbeitsmaschinen verwendeten. Heute wird Wasserkraft hauptsĂ€chlich zur Erzeugung von elektrischem Strom angewendet. Wasserkraft wird in Wasserkraftwerken zu elektrischen Strom umgewandelt, wie genau diese funktionieren, können Sie im Abschnitt Wie funktioniert ein Wasserkraftwerk? Vor und Nachteile herausfinden.

Obwohl die Wasserkraft weltweit an zweiter Stelle zur erneuerbare Energie Erzeugung verwendet wird, spielt sie in Deutschland eher eine untergeordnete Rolle. Im Jahr 1950 betrug der Anteil des Stroms aus Wasserkraft noch rund 20 %, wobei es 2021 nur noch 3,4 % waren. Der Grund fĂŒr den RĂŒckgang ist der stark gestiegene Stromverbrauch in deutschen Haushalten.

Wie sieht die Zukunft der Wasserkraft in Deutschland aus? Laut einer Studie, ist das nutzbare Potenzial der erneuerbaren Energie Wasserkraft in Deutschland bereits ausgeschöpft. Allein durch einer Modernisierung, den Ersatz, die Erweiterung und der Reaktivierung bereits existierenden Anlagen, könnte mehr Stromerzeugung durch Wasserkraft erzielt werden (Quelle: Energie aus Wasserkraft, Bundesministerium fĂŒr Wirtschaft und Energie, 2014).

Wie funktioniert ein Wasserkraftwerk? Vor und Nachteile

Um heutzutage aus Wasserkraft erneuerbare Energie als Strom zu erzeugen, wird Wasser in ein Wasserkraftwerk geleitet. Dort treibt es eine Turbine an, die wiederum an einen Generator angeschlossen ist, der aus der mechanischen Energie Strom und somit erneuerbare Energie erzeugt.

Bevor das Wasser jedoch in das Wasserkraftwerk geleitet wird, wird es angestaut, um einen Höhenunterschied zwischen dem Wasser vor und dem Wasser nach dem Kraftwerk zu erreichen. Der Höhenutnerschied erlaubt eine grĂ¶ĂŸere Menge an erzeugter Energie. Unterschieden wird zwischen drei verschiedenen Wasserkraftwerken:

  • Kleinkraftwerke nutzen kleinere Wassermengen und Fallhöhen und haben eine geringere Leistung.
  • Speicherkraftwerke nutzen das hohe GefĂ€lle und die SpeicherkapazitĂ€t von Talsperren und Bergseen.
  • Laufwasserkraftwerke nutzen niedrigere Fallhöhen und die Strömung eines Flusses oder Kanals.

Wasserkraftwerk Vor- und Nachteile

Wasserkraftwerk Vorteile

  • Nutzung erneuerbarer Energiequelle
  • Schonung fossiler EnergietrĂ€ger tut Umwelt Gutes
  • UnabhĂ€ngigkeit von Wetter und Zeit
  • Vielseitigkeit: Stromproduktion, Hochwasserschutz, Trinkwasserspeicherung
  • Strom aus Wasserpumpspeichern kann gespeichert werden
  • Ausgereifte, zuverlĂ€ssige Technologie mit langer Nutzungsdauer

Wasserkraftwerk Nachteile

  • Negativer Einfluss auf das ökologische Gleichgewicht von FlĂŒssen
  • Reduzierte Fließgeschwindigkeit vermindert Sauerstoffkonzentration
  • GroßflĂ€chige Zerstörung bei DammbrĂŒchen möglich
  • Eingriff in LebensrĂ€ume von Fischen und Wasserpflanzen und Störung des Grundwasserhaushaltes
  • FlĂ€chenverbrauch und mögliche Umsiedlung von Bewohnern notwendig

Erneuerbare Energie Windkraft in Deutschland – Vor- und Nachteile

Bei den 28.230 installierten Onshore-Windkraftanlagen in Deutschland erstaunt es nicht, dass 2021 die Winkdraft die wichtigste Stromquelle fĂŒr erneuerbare Energie ausgemacht hat. Die Stromerzeugung durch die erneuerbare Energie Windkraft ist im Vergleich zu anderen erneuerbaren Energien eine der vielversprechendsten, da mit ihr bereits nach ungefĂ€hr sechs Monaten so viel Energie produziert werden kann, wie fĂŒr die Herstellung, Betrieb und Entsorgung der Anlage aufgewendet werden muss.

Vor- und Nachteile Windkraft

Argumente fĂŒr Windkraft

  • Windenergie schont die Umwelt
  • Windenergie ist theoretisch immer verfĂŒgbar
  • Schaffung neuer ArbeitsplĂ€tze
  • Viele potenzielle FlĂ€chen, vor allem Offshore
  • Schnelle Amortisierung der Investitionskosten
  • Eigene Stromproduktion verringert Importkosten

Argumente gegen Windkraft

  • UnzuverlĂ€ssigkeit aufgrund WetterabhĂ€ngigkeit
  • Laute GerĂ€usche der Windkraftwerke
  • Windenergie lĂ€sst sich nicht speichern
  • Probleme beim Naturschutz fĂŒr Zugvögel

Wie funktioniert eine Windkraftanlage?

Ein Windrad

FĂŒr die Erzeugung von erneuerbarer Energie durch Windkraft werden Windkraftanlagen an Land (onshore) oder auf See (offshore) eingesetzt. Ähnlich wie bei der Wasserkraft, bei der eine Turbine durch Wasser angetrieben wird, wird bei der Erzeugung von Windkraft ein Rotor mit Wind angetrieben.

Diese mechanische Energie wird dann, genauso wie bei der Wasserkraft, mithilfe eines Generators in elektrische und somit erneuerbare Energie umgewandelt. Je grĂ¶ĂŸer die Windkraftanlage, desto grĂ¶ĂŸer die Menge an erneuerbarer Energie, die produziert werden kann. Mehrere Windkraftanlagen beieinander werden als Windparks bezeichnet.

Windkraft fĂŒr Zuhause Dank Mikro- oder Mini-Windkraftanlagen, ist Windkraft fĂŒr Zuhause ein möglicher Schritt in Richtung UnabhĂ€ngigkeit von Energieanbietern. Aufgrund der WitterungsverhĂ€ltnissen, kombinieren diese Windkraftanlagen fĂŒr Zuhause bestens mit einer Photovoltaikanlage. Hierdurch können Sie sich vor Strompreiserhöhungen der Versorger schĂŒtzen und tun obendrein etwas Gutes fĂŒr die Umwelt, indem sie dazu beitragen, erneuerbare Energie zu fördern.

Sonnenkraft

Sonnenkraft, auch als Sonnenenergie oder Solarenergie bekannt, bezieht seine Energie aus der Kraft der Sonne und zÀhlt somit zu erneuerbare Energie. Diese Kraft kann mithilfe von Solaranlagen gewonnen werden und entweder zur Stromerzeugung oder WÀrmeerzeugung eingesetzt werden.

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Solaranlagen fĂŒr die Stromerzeugung werden Photovolatik-Anlagen genannt, solche zur WĂ€rmeerzeugung Solarthermie-Anlagen. Sie beide bestehen aus Solarplatten, welche wiederum aus Solarzellen bestehen. Obwohl sich beide Anlagen optisch Ă€hneln, unterscheiden sie sich in ihren Funktionsweisen.

Eine Photovoltaikanlage

Photovoltaik-Anlagen erzeugen durch die Sonnenbestrahlung Gleichstrom, welcher mithilfe eines Wechselrichters in Wechselstrom umgewandelt wird. Der erzeugte Strom bzw. die erzeugte erneuerbare Energie kann direkt fĂŒr den Eigenverbrauch im Haushalt verwendet im Gegenzug zu einer EinspeisvergĂŒtung ins öffentliche Netz eingespeist werden. FĂŒr mehr Details ĂŒber die Umwandlung von Sonnenlicht in elektrische erneuerbare Energie lesen Sie am besten unseren Artikel ĂŒber Photovoltaik.

Photovoltaik Förderung und erneuerbare EnergieDie Photovoltaik Förderung findet in Deutschland durch das EEG statt und bezieht sich auf Photovoltaik-Anlagen. Die EinspeisevergĂŒtung ist je nach GrĂ¶ĂŸe der Anlage unterschiedlich, gilt ab dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme und fĂŒr eine Zeitspanne von 20 Jahren. Ebenfalls vergeben werden Photovoltaik-Kredite, um die Anschaffungskosten zu verringern.

Eine Flamme

Solarthermie-Anlagen besitzen Solarplatten mit einer WĂ€rmetrĂ€gerflĂŒssigkeit. Diese wird durch die Sonnenbestrahlung aufgewĂ€rmt und an einen WĂ€rmeĂŒbertrager abgegeben, bevor sie in einem nĂ€chsten Schritt an einen WĂ€rmespeicher weitergeleitet wird. Die erzeugte WĂ€rme kann etweder fĂŒr die Warmwasseraufbereitung oder zur kombinierten HeizungsunterstĂŒtzung im Haushalt verwendet werden und gehört auch zur erneuerbaren Energie. Vor allem beim energieeffizienten Bauen werden diese eingesetzt.

Schließlich gibt es auch Solarkraftwerke, welche aus einem Teil zur WĂ€rmeerzeugung und einem anderen Teil zur Stromerzeugung bestehen. Geeignete Standorte fĂŒr solche Kraftwerke sind sonnenintensive Zonen der Erde, da direkte Sonnenbestrahlung genutzt werden muss. Deutschland ist aufgrund des hohen diffusen Anteils der Sonnenbestrahlung und der generell niedrigeren Einstrahlung nicht gut fĂŒr solche Kraftwerke geeignet.

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Ist ErdwÀrme erneuerbare Energie?

ErdwÀrme wird auch Geothermie genannt und gilt als erneuerbare Energie. Die ErdwÀrme wird aus dem Erdinneren gewonnen, indem man unter die ErdoberflÀche vordringt; je tiefer man gelangt, desto höher die Temperaturen und dementsprechend die Energiegewinnung. Verschiedene technische Verfahren werden dazu verwendet:

  1. Die oberflĂ€chennahe Geothermie bohrt bis 400 Meter in die Tiefe. Sie wird meistens mithilfe von WĂ€rmepumpen genutzt und ist damit auch fĂŒr Privatpersonen zugĂ€nglich, um mit Warmwasser, HeizwĂ€rme und KĂ€lte versorgt zu werden.
  2. Bei geothermischen Systemen wird warmes Wasser bis 4.500 Meter aus der Tiefe genutzt.
  3. Tiefe oder petrothermale Geothermie nutzt WÀrme aus tiefem Gestein 5.000 Meter im Erdinnern. Da das Temperaturniveau hoch genug ist, kann die WÀrme zur Stromerzeugung genutzt werden. Solche Anlagen werden durch das EEG gefördert.

Der wohl grĂ¶ĂŸte Vorteil der Geothermie ist, dass sie nicht von WettereinflĂŒssen abhĂ€ngig ist und deshalb ĂŒber das ganze Jahr hinweg umweltfreundlichen Strom und somit erneuerbare Energie liefern kann. Unter anderem hat auch deshalb das Umweltbundesamt der ErdwĂ€rme als erneuerbare Energie ein beachtliches Potenzial zugeschrieben, das bis 2050 noch ausgeschöpft werden soll.

ErdwÀrme Vor- und Nachteile

ErdwÀrme Vorteile

  • ErdwĂ€rme kann rund um die Uhr genutzt werden
  • ErdwĂ€rme ist vom Wetter unabhĂ€ngig
  • ErdwĂ€rme ist unabhĂ€ngig bei Preisschwankungen von Erdöl
  • Bei der Nutzung der ErdwĂ€rme entsteht kein Abfall
  • ErdwĂ€rme ist auf der ganzen Welt vorhanden
  • ErdwĂ€rme verfĂŒgt ĂŒber einen unerschöpflichen Vorrat

ErdwÀrme Nachteile

  • Hohe Erschließungskosten fĂŒr Privathaushalte
  • Tiefe Erdbohrungen fĂŒr Heizwerke können Erdrutsche verursachen
  • Der Bau von Heizwerken ist sehr teuer
  • Die Anschaffungskosten einer ErdwĂ€rmepumpe können bis zu 12.000 € betragen

Biomasse

Erneuerbare Energie aus Biomasse: Weltkugel

Biomasse kann aus unterschiedlichen Rohstoffen in erneuerbare Energie umgewandelt werden. Im Bereich der Landwirtschaft zum Beispiel aus angebauten Pflanzen, in der Forstwirtschaft aus Reststoffen wie gebrauchtem Kaminholz oder generell aus biogenem Abfall aus der Land- und Forstwirtschaft, Haushalten und Industrie. Die Bioenergie stellt derzeit den mengenmĂ€ĂŸig grĂ¶ĂŸten Anteil unter den erneuerbaren Energien in Deutschland zur VerfĂŒgung.

VielfĂ€ltige Biomasse Biomasse kann als Gas, FlĂŒssigkeit oder in fester Form zur VerfĂŒgung gestellt werden. Je nachdem erfĂŒllt es verschiedene Zwecke und kann in verschiedenen Sektoren eingesetzt werden: Im Verkehr als Treibstoff, in Haushalten als HeizwĂ€rme, in der Industrie als ProzesswĂ€rme und zur Stromerzeugung durch erneuerbare Energie.

Biomasse Vor- und Nachteile

Biomasse Vorteile

  • StĂ€rkung der örtlichen Wirtschaft durch regionale Strom- und WĂ€rmequelle.
  • Reduzierung der AbhĂ€ngigkeit von Erdöl, Kohle, Uran oder Erdgas.
  • Keine Umweltrisiken durch Transport und Lagerung.
  • Die VerfĂŒgbarkeit der Rohstoffe ist dauerhaft.
  • Keine Ă€ußere EinflĂŒsse auf Strom- oder WĂ€rmeproduktion.

Biomasse Nachteile

  • In Deutschland steht eine begrenzte AckerflĂ€che zur VerfĂŒgung.
  • AckerflĂ€chen konkurrieren mit denjenigen der Nahrungsmittelproduktion und mit dem Schutz von Ökosystemen.
  • Die CO₂ Bilanz der Biomasse ist im Vergleich zu anderen regenerativen Energiequellen schlecht: Bei der Verbrennung von Biomasse entsteht deutlich mehr CO₂ als bei Sonnen- oder Windenergie.
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Biogas

So wie Biomasse, gehört Biogas zu den Bioenergien und zu erneuerbare Energie. Biogas ist ein brennbares und energiereiches Gasgemisch. Es entsteht durch die VergÀrung von biologischen Materialien in Biogasanlagen und ist eine 100 % klimaneutrale Alternative zu konventionellem Erdgas.

Dank seiner Eigenschaften kann Biogas sowohl zur Strom-, als auch zur WĂ€rmeerzeugung innerhalb der erneuerbaren Energien eingesetzt werden. Aber auch als klimaneutraler Kraftstoff in Fahrzeugen kann Biogas verwendet werden.

Es gibt viele klimafreundliche Gasanbieter die bereits diese umweltweltfreundliche Alternative zu Erdgas anbieten. Meistens wird bei diesen Anbietern entweder eine Mischung aus Erd- und Biogas oder reines Erdgas angeboten. Handelt es sich um reines Erdgas, werden dessen CO2-Emissionen durch diverse Klimaschutzprojekte ausgeglichen. Dieses zÀhlt jedoch nicht zu erneuerbaren Energien.

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Artikel ĂŒber Erneuerbare Energien

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