Keine Kündigungsbestätigung erhalten, was jetzt?

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Preiserhöhung, Umzug oder sonstige Motive können Sie dazu bewegen, Ihren Vertrag mit Ihrem Energieanbieter zu kündigen. Damit die Kündigung schnell und unkompliziert vollbracht wird, ist es deshalb wichtig, eine Kündigungsbestätigung anzufordern. Bei Komplikationen ist die Vertragspartei, die kündigt, verpflichtet, nachweisen zu können, dass ordnungsgerecht und fristgemäß gekündigt wurde. Wir erklären Ihnen, wie Sie vorgehen müssen, wenn keine Bestätigung vorliegt und wie Sie richtig kündigen.


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Sie haben eine Frage zu Strom oder Gas? Unsere Energieexperten helfen Ihnen gerne weiter - Montag bis Freitag von 8:00 bis 19:00 Uhr.

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Was ist eine Kündigungsbestätigung?

Eine Kündigungsbestätigung ist ein Nachweis, dass Ihr Kündigungsschreiben beim Adressanten eingegangen ist. In anderen Worten: Es ist eine Bestätigung auf Ihr Schreiben, um beispielsweise den Strom- oder Gasvertrag zu kündigen. Die Kündigungsbestätigung belegt nicht nur, dass das Kündigungsschreiben erhalten wurde, sondern auch der Zeitpunkt des Zugangs.

Egal um welche Art von Vertrag es sich handelt, ist es immer sinnvoll, eine Kündigungsbestätigung anzufordern. Im Zweifelsfall müssen Sie, als Vertragspartei, die kündigt, nämlich beweisen können, dass Sie fristgemäß gekündigt haben.

Wissenswert:Wenn Sie kündigen, haben Sie kein pauschales Recht auf eine Kündigungsbestätigung. Sie können Ihren ehemaligen Vertragspartner daher nicht zu einer schriftlichen Bestätigung der Kündigung zwingen. Eine Kündigung per Einschreibung/Einwurf ist daher als Nachweis besonders praktisch, sollte es zu Komplikationen kommen.

Kündigungsbestätigung Muster

Direkt während der Einreichung des Kündigungsschreibens sollten Sie umgehend um eine schriftliche Bestätigung des Zugangs bitten. Bestätigen Sie dabei vor dem Einreichen der Kündigung etwaige Fristen, damit es im Nachhinein nicht zu Komplikationen kommt. Die können Sie formlos erledigen, zum Beispiel mit einer E-Mail oder einem Anruf an den jeweiligen Kundenservice.

Als Alternative können Sie die Kündigungsbestätigung auch direkt im Kündigungsschreiben anfordern. Ein einfacher Zweizeiler genügt, zum Beispiel wie folgt: Hiermit bitte ich Sie, mir den Erhalt dieser Kündigung schriftlich zu bestätigen. Eine weitere Option ist, das Kündigungsschreiben in zweifacher Form auszudrucken. Eines als Kopie für den Energieanbieter und auf der zweiten Form lassen Sie sich den Erhalt des Kündigungsschreibens schriftlich quittieren. Formulieren Sie die Kündigungsbestätigung bereits im Voraus, muss Ihr Gegenüber nur noch unterschreiben und kann diese direkt zurückschicken. Diese Formulierung könnte zum Beispiel wie folgt aussehen: Hiermit bestätige ich, die Kündigung am (Datum des Kündigungseingangs) erhalten zu haben.

Warum ist eine Kündigungsbestätigung wichtig?

Es ist besonders wichtig, eine Kündigungsbestätigung anzufordern, da Sie als Person, die kündigt, die volle Beweislast tragen. Bei einer Kündigung handelt es sich laut Definition um eine einseitige, empfangsbedürftige Willenserklärung. Eine Kündigungsbestätigung oder Einverständniserklärung ist aber gar nicht nötig, damit ein Kündigungsschreiben wirksam wird. Damit eine Kündigung wirksam ist, muss diese gemäß § 623 des Bürgerliches Gesetzbuches in Schriftform und handschriftlich unterschrieben zugehen.

Egal um welche Art von Vertrag es sich handelt - Stromvertrag, Gasvertrag, Mietvertrag etc - wird dieser fristgerecht und ordnungsgemäß gekündigt, muss Ihr Vertragspartner die Kündigung akzeptieren. Jedoch ist er nicht dazu verpflichtet, die Kündigung zu bestätigen.

Trotzdem sollten Sie auf jeden Fall um eine Kündigungsbestätigung bitten und zwar aus folgendem Grund: Als Vertragspartei, die kündigt, tragen Sie Beweispflicht. Behauptet Ihr Vertragspartner nämlich nie Ihr Kündigungsschreiben erhalten zu haben, sind Sie dazu verpflichtet, beweisen zu können, dass sie eingereicht wurde. Um nachweisen zu können, dass Sie Ihren Strom- oder Gasvertrag rechtzeitig und formal korrekt gekündigt haben, ist eine Kündigungsbestätigung der beste Nachweis.

Haben Sie keine Bestätigung der Kündigung, können Sie Ihre Kündigung lediglich einwandfrei nachweisen, wenn Sie das Kündigungsschreiben per Einwurf versendet haben. Kündigen Sie Ihren Strom- oder Gasvertrag per E-Mail oder Fax, haben Sie zwangsläufig keinen Nachweis. Bei Kündigungen via Telefongespräch oder per regulärer Post kann die Kündigung nicht nachgewiesen werden.

Keine Kündigungsbestätigung erhalten - Was ist zu tun?

Keine Kündigungsbestätigung erhalten - Was machen?

Bei einigen Strom- und Gasanbietern beschweren sich Verbraucher darüber, dass keine Kündigungsbestätigung erhalten wird. Es liegen sogar Fälle vor, in denen der Anbieter behauptet, es sei keine Kündigung eingegangen. In diesen Fällen laufen Kunden Gefahr, dass der Gas oder Strom Anbieterwechsel fehlschlägt.

Schlimmstenfalls hängen Sie ein weiteres Jahr bei einem zu teuren Anbieter fest oder die angekündigte Preiserhöhung wird wirksam. Sollten Sie keine Kündigungsbestätigung erhalten und fürchten, dass Ihre Kündigung nicht wirksam wird oder Sie keinen Nachweis haben, haben wir für Sie folgende Empfehlungen zusammengestellt:

  1. Kündigung erneut per Einwurf einreichen. Wenn Ihre Kündigungsfrist noch nicht abgelaufen ist, sollten Sie schnellstmöglich Ihr Kündigungsschreiben per Einschreiben oder Einwurf vornehmen.
  2. Überlassen Sie den Anbieterwechsel einem Energieexperten. Papierlos, schnell und unverbindlich übernehmen für Sie die Energieexperten von Energiemarie den Anbieterwechsel und Kündigung beim vorherigen Energieversorger. Sie können sich unter 0893 80388 95 kostenlos beraten lassen.
  3. Reichen Sie eine Online-Beschwerde ein. Ist Ihre Kündigungsfrist bereits abgelaufen, sollten Sie den schriftlichen Kontakt zu Ihrem Energieanbieter aufnehmen und sich beschweren. Behauptet dieser, dass Ihre Kündigung nicht eingegangen sei, können Sie auch eine Online-Beschwerde auf reclabox einstellen. reclabox ist eine deutschsprachige Verbraucherschutzseite für Beschwerden und Reklamationen.
  4. Schlichtungsstelle Energie einschalten. Sollten alle vorherigen Optionen nichts gebracht haben, haben Sie als weitere Möglichkeit, sich an die Schlichtungsstelle Energie zu wenden. Die Schlichtungsstelle ist für Sie als Kunde kostenlos, für den Anbieter ist diese jedoch kostenpflichtig. Dieser Schritt sollte nur dann gewählt werden, wenn Sie die Kündigung gut nachweisen können. Gut nachweisbar sind beispielsweise Kündigungsschreiben, die per Einwurf oder per Fax (mit Sendebericht) eingereicht wurden.

Strom kündigen - Was ist zu beachten?

Ganz gleich wieso Sie bei Ihrem Anbieter kündigen, ob Sonderkündigung wegen Preiserhöhung oder fristgemäße Kündigung - Damit Ihr Kündigungsschreiben wirksam wird, müssen Sie sich an die Bedingungen des Energieanbieters halten. Die Konditionen können je nach Anbieter variieren, wie zum Beispiel die Länge der Kündigungsfrist. Auch beim Kündigungsschreiben müssen verschiedene Elemente berücksichtigt werden.

Es ist daher immer empfehlenswert, die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Vertrags genauestens zu prüfen. Ebenfalls ist es wichtig, dass Sie bei Ihrer Kündigung die Einzugsermächtigung widerrufen und Ihre Zählerstände mitteilen.

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Richtig Strom kündigen - Schritt für Schritt

 Kündigungsform beachten. Damit eine Kündigung wirksam ist, muss diese immer in schriftlicher Form eingehen. Auch wenn es sich um keine Sonderkündigung, sondern um einen Anbieterwechsel handelt, sollten Sie selbst kündigen. Sie sollten Ihre Kündigung möglichst früh einreichen, spätestens aber vier Wochen vor Kündigungsfrist.

Sie können ein erstes Kündigungsschreiben per E-Mail oder Fax schicken, um unnötige Kosten zu vermeiden, diese muss Ihr Anbieter seit dem 01.10.2016 (§ 309 Nr. 13 BGB) akzeptieren. Wird dieses Schreiben ignoriert, verweigert oder nach 14 Tagen nicht bestätigt, dann haben Sie noch ausreichend Zeit, um postalisch per Einwurf/Einschreiben zu kündigen.

Kündigungsmuster Strom & Gas Laden Sie sich das Kündigungsschreiben für Ihren Strom- oder Gasvertrag als PDF herunter. So können Sie sicher gehen, dass Ihr Kündigungsschreiben vollständig ist und fristgerecht kündigen. Kündigung Strom & Gas  PDF

  Um Abbuchungen und Zahlungen zu beschleunigen und zu vereinfachen, ist es gebräuchlich, dem Energieanbieter eine Einzugsermächtigung beziehungsweise ein SEPA-Lastschrift-Mandat zu erteilen. Somit müssen Sie die einzelnen Rechnungen nicht selbst überweisen. Deshalb sollten Sie bei der Gas oder Strom Kündigung nicht vergessen, diese Einzugsermächtigung explizit zu widerrufen. Hiermit kann Ihr ehemaliger Energieversorger nicht mehr auf Ihr Konto zugreifen.

  Kündigen Sie wegen eines Umzugs kann es sein, dass Sie noch wochenlang im aktuellen Heim wohnen, nachdem die Kündigung eingereicht wurde. Sie können Ihren Zählerstand problemlos zum Umzugsdatum nachreichen. Spätestens im sogenannten Übergabeprotokoll bei der Wohnungsübergabe können Sie den Zählerstand mitteilen. Das ist deshalb wichtig, da Sie spätestens sechs Wochen nach Ihrem Umzug noch die Schlussrechnung Ihres ehemaligen Anbieters erhalten.

Seit Januar 2021 sind die Preise auf dem deutschen Energiemarkt auf Rekordhoch. Das liegt unter anderen an der CO2-Steuer, die der Staat auf fossile Brennstoffe erhoben hat. Die Kosten dieser Steuer speisen die Anbieter ein und geben diese dann an die Verbraucher weiter. Besonders betroffen sind Kunden der Grundversorgung, diese zahlen im Durchschnitt 7,52 Cent pro Kilowattstunde. Mit einem regelmäßigen Gasanbieter Vergleich können Sie teure Anbieter und Tarife schnell erkennen und vermeiden.

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