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ENERGIETIPPS ZU STROM & GAS

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Die CO2-Verursacher in Deutschland und weltweit

CO2-Verursacher

CO2-Emissionen sind die Hauptursache für den globalen Klimawandel. Es ist allgemein anerkannt, dass die Welt die Emissionen reduzieren muss, um die Auswirkungen des Klimawandels zu vermeiden. Allerdings ist die Aufteilung der Verantwortung zwischen den Ländern, Sektoren und Einzelpersonen ein endloser Streitpunkt in internationel Diskussionen. Wissen Sie, welche Länder und Sektoren die größten CO2-Verursacher weltweit und in Deutschland sind?


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Welche Sektoren sind die größten CO2-Verursacher

Die größte Quelle für Kohlendioxid-Emissionen stammt aus der Verbrennung von Kohle, Öl und Gas in Kraftwerken, Autos und Industrieanlagen. Die Hauptursache der globalen Erwärmung ist der Ausstoß von CO2. Obwohl Vulkane, Pflanzenzerfall und Waldbrände auf natürliche Weise Kohlendioxid produzieren, bleibt fast alles davon durch die natürlichen Systeme der Erde im Gleichgewicht.

Zum Beispiel nehmen Pflanzen und Ozeane Kohlendioxid auf und speichern es. Die Milliarden Tonnen Kohlendioxid, die jährlich vor allem durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe ausgestoßen werden, überwältigen jedoch diese natürlichen Prozesse nicht, was zu einer kontinuierlichen Anreicherung von Kohlendioxid in der Atmosphäre führt und globale Veränderungen verursacht.

Die Aufteilung der CO2-Verursacher weltweit

Derzeit setzen wir mehr als 42 Milliarden Tonnen CO2-Äquivalent frei. Eine Person emittiert durchschnittlich mehr als 11 kg CO2-Äquivalent. Der durchschnittliche Amerikaner multipliziert diese Menge mit fünf, was einen Ausstoß von 55 kg Kohlendioxid pro Tag bedeutet. Der Anstieg könnte weltweit eine Reihe großer Klimafolgen verursachen, wie z.B. schwere Dürren, stärkere Wirbelstürme, Überflutung von Gebieten, die niedrig über dem Meeresspiegel liegen, Aussterben vieler Arten und eine erhebliche Verschlechterung der globalen Nahrungsmittelproduktion.

Quelle: Emission by Sector, Our World in Data, 2020

CO2-Verursacher Nummer 1: Energiewirtschaft

Energie steckt in fast allen Lebensbereichen und Produkten, ob in der Wärme oder im Licht, oder in Geräten wie PC oder der Waschmaschine. Da die Energieproduktion größtenteils aus fossilen, kohlenstoffhaltigen Energieträgern gewonnen wird, ist die Versorgung und Nutzung von Energie der wichtigste CO2-Verursacher. Energiewirtschaft verursacht rund 73,2 % der weltweiten CO2-Emissionen. Wie hoch die CO2-Verursachung einer Kilowattstunde Strom ist, hängt vom Kraftwerkstyp und dem eingesetzten Brennstoff ab.

Im Stromsektor sanken die CO2-Emissionen im Jahr 2020 um 3,3 % (oder 450 Mio. t), was den größten relativen und absoluten Rückgang in der Geschichte darstellt. Während die Pandemie im vergangenen Jahr die Stromnachfrage reduzierte, trug der beschleunigte Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien am meisten zu den niedrigeren Emissionen des Sektors bei.

In den letzten zehn Jahren hat sich der Anstieg der erneuerbaren Energien im Stromsektor immer stärker auf die Emissionen dieses Sektors ausgewirkt, wobei die vermiedenen Kohlenstoffemissionen jedes Jahr um durchschnittlich 10 % gestiegen sind. Energie wird in fast allen Sektoren benötigt, so unterteilen sich die CO2-Verursacher innerhalb der Energiewirtschaft folgendermaßen:

CO2-Verursacher: Energiewirtschaft

24,2 % Energieverbrauch im Industriebereich

Energiebedingte Emissionen während der Herstellung von Waren, Maschinen etc.

16,2 % Verkehr

Dies beinhaltet eine geringe Menge an Energie (indirekte Emissionen) sowie alle direkten Emissionen aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe zum Antrieb von Transportaktivitäten. Diese Zahlen beinhalten nicht die Emissionen aus der Herstellung von Kraftfahrzeugen oder anderen Transportmitteln.

17,5 % Energieverbrauch in Gebäuden

Emissionen aus der Erzeugung von Strom für Beleuchtung, Geräte, Kochen usw. und Heizung zu Hause sowie in gewerblichen Gebäuden wie Büros, Restaurants und Geschäften.

7,8 % Nicht zugeordnete Brennstoffverbrennung

Energiebedingte Emissionen aus der Erzeugung von Energie aus anderen Brennstoffen, einschließlich Strom und Wärme aus Biomasse, Heizungen, Kraft-Wärme-Kopplung (KWK), Atomkraft und Speicherung von Wasserkraft

.

5,8 % Flüchtige Emissionen aus der Energieerzeugung

Unter flüchtigen Emissionen versteht man das oft unbeabsichtigte Austreten von Methan in die Atmosphäre während der Öl-, Gas- und Kohlegewinnung und des Transports aus beschädigten oder schlecht gewarteten Pipelines.

CO2-Verursacher: Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Landnutzung

Die Landwirtschaft, Forstwirtschaft und die Landnutzung sind als CO2-Verursacher für 18,4 % der Treibhausgasemissionen verantwortlich. Das Lebensmittelsystem als Ganzes - einschließlich Kühlung, Lebensmittelverarbeitung, Verpackung und Transport - ist für etwa ein Viertel der Treibhausgasemissionen verantwortlich. Insbesondere die Methan- und Lachgasemissionen spielen wegen ihrer hohen Klimawirksamkeit eine entscheidende Rolle.

Alle Bereiche der Landwirtschaft produzieren CO2-Emissionen und sind somit CO2-Verursacher. Emissionen, die beim Betrieb von Maschinen oder zum Beispiel durch das Heizen von Ställen verursacht werden, werden nicht zugerechnet. Diese werden der Energiewirtschaft hinzugerechnet. Innerhalb der Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Landnutzung unterteilen sich die CO2-Verursacher wie folgt:

CO2-Verursacher: Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Landnutzung

5,8 % Tierhaltung und Dünger

Tiere (hauptsächlich Wiederkäuer wie Rinder und Schafe) produzieren Treibhausgase durch einen Prozess, der enterische Fermentation genannt wird - Wenn Mikroben in ihrem Verdauungssystem Nahrung abbauen, produzieren sie Methan als Nebenprodukt. Lachgas und Methan können bei der Zersetzung von Tierdünger unter sauerstoffarmen Bedingungen entstehen. Dies tritt häufig auf, wenn eine große Anzahl von Tieren auf engem Raum gehalten wird.

4,1 % Landwirtschaftliche Oberflächen

Lachgas - ein starkes Treibhausgas - entsteht, wenn synthetische Stickstoffdünger auf Böden aufgebracht werden. Dies umfasst Emissionen aus landwirtschaftlichen Böden für alle landwirtschaftlichen Produkte - einschließlich Lebensmittel für den direkten menschlichen Verzehr, Tierfutter, Biokraftstoffe und andere Nicht-Nahrungsmittel (wie Tabak und Baumwolle).

3,5 % Verbrennung von Erntegut

Die Verbrennung von landwirtschaftlichen Rückständen - übriggebliebene Vegetation von Feldfrüchten wie Reis, Weizen, Zuckerrohr und anderen Nutzpflanzen - erzeugt Kohlendioxid, Lachgas und Methan. Landwirte verbrennen Ernterückstände oft nach der Ernte, um das Land für die erneute Aussaat von Pflanzen vorzubereiten.

2,2 % Abholzung

Die Emissionen basieren auf den verlorenen Kohlenstoffspeichern der Wälder und den Veränderungen der Kohlenstoffspeicher in den Waldböden.

1,4 % Ackerflächen

Abhängig von den verwendeten Methoden zur Bewirtschaftung von Ackerflächen kann Kohlenstoff verloren gehen oder in Böden und Biomasse eingelagert werden.

1,3 % Reisanbau

Überflutete Reisfelder produzieren Methan durch einen Prozess, der anaerobische Vergärung genannt wird. Organisches Material im Boden wird aufgrund der sauerstoffarmen Umgebung der mit Wasser gefluteten Reisfelder in Methan umgewandelt.

0,1 % Wiesen und Weiden

Wenn Wiesen und Weiden abgebaut werden, können diese Böden Kohlenstoff verlieren und sich dabei in Kohlendioxid umwandeln. Umgekehrt kann bei der Wiederherstellung von Grünland (z.B. aus Ackerland) Kohlenstoff gespeichert werden.

CO2-Verursacher: Industrie und Gewerbe

Der Industriesektor ist trotz moderner Anlagentechniken nach der Energiewirtschaft und der Landwirtschaft der drittgrößte CO2-Verursacher. Bei der Produktion von Waren, Gütern und selbst Maschinen entstehen rund 5,2 % der globalen CO2-Emissionen und Luftschadstoffe. Besonders hoch sind die CO2-Emissionen der Metallindustrie, die Herstellung mineralischer Produkte und die chemische Industrie mit der Produktion von Grundchemikalien.

Durch den Emissionshandel sollen klimaschädliche Treibhausgase wie Kohlendioxid oder Methan reduziert werden. Es handelt sich um den Handel von Zertifikaten, mit denen Industrien und Kraftwerke das Recht bekommen CO2-Emissionen in die Atmosphäre abzugeben. Mehr hierzu in unseren Artikeln: EU-Emissionshandel und CO2-Zertifikate.

CO2-Verursacher: Abfall

Der größte Teil des täglich produzierten Abfalls landet auf Müllkippen oder in Deponien. Bei der Zersetzung von organischem Abfall wird Kohlendioxid und Methangas erzeugt. Sowohl Kohlendioxid als auch Methan sind Treibhausgase, die zur globalen Erwärmung und zum Klimawandel beitragen. Der Abfall als CO2-Verursacher kann folgendermaßen eingeteilt werden:

CO2 Verursacher
  1. Abwasser (1,3 %): In Abwassersystemen können sich organische Stoffe und Rückstände von Tieren, Pflanzen, Menschen sammeln. Wenn sich diese organischen Stoffe zersetzen, entstehen Methan und Lachgas.
  2. Mülldeponien (1,9 %): Mülldeponien sind oft sauerstoffarme Umgebungen. In diesen Umgebungen wird organisches Material bei der Zersetzung in Methan umgewandelt.

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Welche Länder sind die größten CO2-Verursacher?

Die drei größten CO2-Verursacher - China, die Europäische Union und die Vereinigten Staaten - sind für 41,5 % der weltweiten Gesamtemissionen verantwortlich, während die untersten 100 Länder nur 3,6 % ausmachen. Zusammengenommen sind die zehn größten CO2-Verursacher für mehr als zwei Drittel der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich. Anbei erhalten Sie eine Übersicht der Top 10 CO2-Verursacher mit dem höchsten CO2 Ausstoß.

Quelle: CO2-Emissionen: Größte Länder nach Anteil am weltweiten CO2-Ausstoß im Jahr 2019, statista.com, 2020

CO2-Verursacher in Deutschland

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Deutschland emittiert zu viel CO2 aus. Deutschland steht als eine der größten Volkswirtschaften weltweit an sechster Stelle der CO2-Verursacher. Laut Angaben des Bundesumweltministeriums hat das Land seit Beginn der Industrialisierung fast 5 % der Erderwärmung verursacht. Der wichtigste Anteil an CO2-Emissionen in Deutschland werden beim Verbrennen fossiler Brennstoffe wie Kohle und Erdöl produziert.

Die Energiewirtschaft hat mit Abstand den größten Anteil an Treibhausgasemissionen in Deutschland. Trotz des Ausbaus erneuerbarer Energien und der immer mehr werdenden Ökostromanbieter auf dem Deutschen Energiemarkte kommt immer noch ein Großteil des Stroms aus fossilen Energiequellen. Anbei finden Sie einen Überblick zu den CO2-Verursachern in Deutschland 2018 nach Sektoren.

Quelle: Emission der von der UN-Klimarahmenkonvention abgedeckten Treibhausgase, Umweltbundesamt, 2020

Seit dem 01. Januar 2021 wurde in Deutschland die CO2-Steuer eingeführt. Dadurch werden Kohlenstoffpreise für Unternehmen und Heiz- und Kraftstoffpreise für Endverbraucher erhöht. Diese Maßnahme soll ein Anreiz zur vermehrten Nutzung von erneuerbaren Energiequellen geben. Mehr zu diesem Thema in unserem Artikel: CO2-Steuer.

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