Gaspreisvergleich und Gaspreis aktuell: Das Wichtigste auf einem Blick
Der durchschnittliche Gaspreis für Neukunden liegt aktuell bei rund 1,10 € pro m³ (11,00 Cent pro kWh), Stand 9. September 2026. Diesen Referenzwert pflegt unsere Redaktion selbst: Grundlage ist unsere Marktbeobachtung der Neukundentarife für einen Haushalt mit 20.000 kWh Jahresverbrauch. Gegenüber der vorigen Erhebung (0,98 € pro m³, Juli 2026) ist der Gaspreis gestiegen.
Was kostet ein Kubikmeter Gas?
Ein Kubikmeter (m³) Erdgas kostet Neukunden aktuell im Durchschnitt etwa 1,10 €. Ein m³ entspricht je nach Brennwert und Zustandszahl rund 10 kWh, woraus sich ein Arbeitspreis von etwa 11,00 Cent pro kWh ergibt. Hinzu kommt ein jährlicher Grundpreis, der vom Anbieter abhängt. Bestandskunden und Haushalte in der Grundversorgung zahlen häufig mehr, weshalb sich ein Gaspreisvergleich lohnt.
Das treibt den Gaspreis 2026
- Der CO₂-Preis liegt am oberen Rand des Korridors: für 2026 gilt im nationalen Emissionshandel ein Korridor von 55 bis 65 € pro Tonne, und die erste Versteigerung am 1. Juli 2026 endete beim Höchstpreis von 65 €. Gegenüber 2025 verteuert das Erdgas um rund 0,22 Cent pro kWh (Angabe der Deutschen Emissionshandelsstelle).
- Netzentgelte und Beschaffung machen den Großteil des Preises aus: die Netzkosten sind zuletzt deutlich gestiegen, und seit der Eskalation am Persischen Golf im Frühjahr 2026 ziehen auch die Großhandelspreise für Gas wieder an (Hintergrund zur Straße von Hormus). Ein Anbieterwechsel beeinflusst nur den Beschaffungs- und Vertriebsanteil, umso wichtiger ist es, ihn nicht zu verschenken.
- Die Gasspeicherumlage ist seit dem 1. Januar 2026 abgeschafft: sie machte rund 2,4 % des Gaspreises für Haushalte aus, die Kosten der Speicherbefüllung trägt seither der Bundeshaushalt (Bundesregierung). Ob Ihr Anbieter die Entlastung weitergegeben hat, zeigt die Preisanpassung zum Jahreswechsel.
- Die Rückkehr zur vollen Mehrwertsteuer ist längst vollzogen: seit dem 1. April 2024 gilt wieder der reguläre Satz von 19 % (zuvor befristet 7 %), dieser Effekt steckt heute vollständig in den Preisen.
- Die Gaspreisbremse ist seit Ende 2023 Geschichte: seither richten sich die Gaspreise wieder vollständig nach dem Markt.
Gaspreisvergleich zeigt: Ein Wechsel lohnt sich
- Neukunden profitieren meistens von günstigeren Preisen als Bestandskunden: auch wenn die Preise insgesamt steigen, können Sie durch einen Wechsel zu einem anderen Anbieter von besseren Tarifen profitieren;
- Mit einer Preisgarantie schützen Sie sich vor ansteigenden Gaspreisen: wer jetzt zu einem Anbieter mit Preisgarantie wechselt, sichert sich eine kalkulierbare Gasrechnung für die kommenden Jahre;
- Wechseln, bevor es teuer wird, kann bis zu 1.250 € pro Jahr einsparen — Schätzung unserer Redaktion für einen Haushalt mit hohem Verbrauch, der die Grundversorgung verlässt (Stand 9. September 2026); die nachrechenbare Untergrenze und die Annahmen dahinter stehen im Wechsel-Ratgeber.
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Wie funktioniert ein Gaspreisvergleich?
Ein Gaspreisvergleich stellt die Tarife der Gasanbieter für Ihre Adresse nebeneinander und sortiert sie nach den jährlichen Gesamtkosten. So sehen Sie auf einen Blick, ob Ihr aktueller Tarif noch günstig ist oder ob sich ein Wechsel lohnt. Für ein aussagekräftiges Ergebnis zählen drei Angaben: der aktuelle Gaspreis, Ihr Jahresverbrauch und Ihre Postleitzahl.
Aktueller Gaspreis: Der Gaspreis pro m³ schwankt je nach Marktlage und politischen Entwicklungen. Wenn Sie den aktuellen Gaspreis pro kWh und pro m³ kennen, können Sie einschätzen, ob sich ein Wechsel jetzt lohnt. Anbieter passen ihre Tarife regelmäßig an den Marktpreis an, sodass ein Vergleich häufig günstigere Angebote zutage fördert.
Jahresverbrauch: Ihr jährlicher Gasverbrauch bestimmt die Kosten maßgeblich und lässt sich Ihrer letzten Gasrechnung entnehmen. Angegeben wird er in Kilowattstunden (kWh). Typische Werte sind:
Richtwerte für einen Haushalt, der mit Gas heizt und Warmwasser erzeugt. Der genaue Wert steht auf Ihrer letzten Jahresabrechnung.
Sie kennen Ihren Verbrauch nicht genau? Unser Ratgeber zum Gasverbrauch hilft bei der Einschätzung.
Postleitzahl: Die Gaspreise variieren regional, weil Netzentgelte, verfügbare Anbieter und kommunale Abgaben je nach Ort unterschiedlich ausfallen. Erst mit Ihrer Postleitzahl zeigt ein Gaspreisvergleich die Tarife, die an Ihrer Adresse tatsächlich verfügbar sind.
Was kostet 1 m³ Gas in Deutschland aktuell (September 2026)?
Der Kubikmeter Gas kostet Neukunden aktuell durchschnittlich rund 1,10 € pro m³ (11,00 Cent pro kWh). Zum Vergleich: auf dem Höhepunkt der Energiekrise 2022 mussten Neukunden zeitweise bis zu 4 € pro m³ zahlen. Im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine hat der Gaspreis in den vergangenen Jahren starke Ausschläge durchlaufen.
Seither hat sich der Gaspreis wieder auf ein deutlich niedrigeres Niveau eingependelt und bewegt sich um die 1-Euro-Grenze pro m³. Im europäischen Vergleich liegt Deutschland damit etwa im Mittelfeld. Diese Preisangaben gelten für Neukundentarife, für Bestandskunden und Kunden der Grundversorgung können sie abweichen.
Von Mitte 2023 bis Anfang 2025 lag der Arbeitspreis in Neukundentarifen überwiegend unter 10 Cent je Kilowattstunde (unter 1 € pro m³). Der amtliche Durchschnitt aller Haushalte lag im selben Zeitraum höher, weil er Grundversorgung und Altverträge mit einschließt — im 2. Halbjahr 2025 bei 12,23 Cent je Kilowattstunde. Verglichen mit dem Krisenniveau von Ende 2022 sind beide Werte niedrig.
Amtlicher Durchschnitt: was Haushalte tatsächlich zahlen
Die Zahlen oben beschreiben Neukundentarife. Das Statistische Bundesamt erhebt zusätzlich, was alle privaten Haushalte im Schnitt zahlen, also einschließlich Grundversorgung und Altverträgen. Dieser amtliche Durchschnitt liegt systematisch höher und ist der bessere Maßstab dafür, ob Ihre eigene Rechnung im Rahmen liegt.
Im 2. Halbjahr 2025 zahlten private Haushalte in Deutschland im Durchschnitt 12,23 Cent pro Kilowattstunde Erdgas, inklusive aller Steuern, Abgaben und Umlagen. Gegenüber dem 1. Halbjahr 2025 ist der Durchschnitt damit gestiegen (12,13 Cent).
| Jahresverbrauch | Preis | gegenüber 2. Halbjahr 2024 | Anteil am Verbrauch |
|---|---|---|---|
| unter 5 600 kWh | 16,15 ct/kWh | +1,3 % | 3,6 % |
| 5 600 bis unter 55 600 kWh | 12,23 ct/kWh | -1,2 % | 79,3 % |
| 55 600 kWh und mehr | 11,32 ct/kWh | +4,0 % | 17,0 % |
Dieser amtliche Durchschnitt umfasst alle Haushaltskunden, also auch die teure Grundversorgung und langlaufende Altverträge. Ein heute abschließbarer Neukundentarif liegt beim Arbeitspreis darunter, aktuell bei rund 11,00 Cent pro Kilowattstunde (eigene Marktbeobachtung unserer Redaktion, Stand 9. September 2026). Die Differenz zeigt die Größenordnung des Sparpotenzials eines Anbieterwechsels; gegenüber der Grundversorgung ist der Abstand in der Regel größer als gegenüber diesem Durchschnitt.
Durchschnittspreise inklusive Steuern, Abgaben und Umlagen; Verbrauchsanteile für das Jahr 2025. Destatis veröffentlicht halbjährlich und rückblickend, der genannte Zeitraum ist der aktuellste verfügbare. Quelle: Destatis, Tabelle 61243-0010 und Tabelle 61243-0013, Stand der Daten: 21. August 2026.
Gaspreisentwicklung seit 2019 nach Verbrauchsklasse
Durchschnittspreise für Haushaltskunden in Deutschland, inklusive Steuern, Abgaben und Umlagen. Halbjahresmittel in Cent pro Kilowattstunde. Letzter verfügbarer Wert: 2. Halbjahr 2025. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), Tabelle 61243-0010, Stand der Daten: 21. August 2026.
Der Verlauf zeigt zwei Dinge: Kleine Haushalte zahlen dauerhaft am meisten pro Kilowattstunde, weil sich der Grundpreis auf weniger Verbrauch verteilt. Und der Preissprung der Energiekrise ist zwar korrigiert, aber nicht zurückgenommen — das Niveau liegt weiterhin rund doppelt so hoch wie 2019.
Werte als Tabelle anzeigen
| Halbjahr | Kleinverbrauch (unter 5 600 kWh/Jahr) | Typischer Haushalt (5 600 bis 55 600 kWh/Jahr) | Großverbrauch (ab 55 600 kWh/Jahr) |
|---|---|---|---|
| 2019 H2 | 7,90 ct | 5,88 ct | 5,28 ct |
| 2020 H1 | 8,29 ct | 5,97 ct | 5,37 ct |
| 2020 H2 | 8,31 ct | 6,20 ct | 5,33 ct |
| 2021 H1 | 8,27 ct | 6,47 ct | 5,85 ct |
| 2021 H2 | 9,06 ct | 6,92 ct | 5,95 ct |
| 2022 H1 | 11,27 ct | 8,06 ct | 7,53 ct |
| 2022 H2 | 11,87 ct | 9,41 ct | 8,38 ct |
| 2023 H1 | 14,68 ct | 12,30 ct | 11,64 ct |
| 2023 H2 | 14,05 ct | 11,45 ct | 10,54 ct |
| 2024 H1 | 15,38 ct | 11,98 ct | 10,75 ct |
| 2024 H2 | 15,95 ct | 12,38 ct | 10,88 ct |
| 2025 H1 | 16,10 ct | 12,16 ct | 11,20 ct |
| 2025 H2 | 16,15 ct | 12,23 ct | 11,32 ct |
Werfen wir einen genaueren Blick auf zwei zentrale Preisfaktoren:
Historischer Preistreiber: die Rückkehr zur vollen Mehrwertsteuer
Die Mehrwertsteuer auf Gas war temporär von 19 Prozent auf 7 Prozent gesenkt worden, um die Bürgerinnen und Bürger angesichts der stark gestiegenen Energiepreise zu entlasten. Diese Senkung galt seit Oktober 2022 und war eine direkte Hilfe für alle, die Gas über das Erdgasnetz bezogen. Die Maßnahme war bis Ende März 2024 befristet. Seit dem 1. April 2024 gilt wieder der reguläre Satz von 19 %. Dieser Effekt ist inzwischen vollständig in den aktuellen Gaspreisen enthalten.
Auch der CO₂-Preis beeinflusst den Gaspreis
Der nationale CO₂-Preis liegt aktuell bei rund 65 € pro Tonne und hat einen direkten Einfluss auf den Gaspreis. Der CO₂-Preis ist Teil der Bemühungen, den Ausstoß von Treibhausgasen zu reduzieren. Er verteuert die Nutzung fossiler Brennstoffe wie Erdgas. Wenn der CO₂-Preis steigt, steigen auch die Kosten für Endverbraucher.
Seit Juli 2026 werden die Zertifikate versteigert statt zum Festpreis verkauft. Für 2026 gilt ein gesetzlicher Korridor von 55 bis 65 € pro Tonne; die erste Auktion am 1. Juli 2026 schloss beim Höchstpreis von 65 € (Deutsche Emissionshandelsstelle, 2. Juli 2026). Für 2027 will die Bundesregierung denselben Korridor beibehalten, weil der europäische Emissionshandel für Gebäude und Verkehr (ETS 2) erst 2028 startet; der Gesetzentwurf vom 8. September 2026 ist noch nicht beschlossen.
Dieser Mechanismus soll einen Anreiz schaffen, weniger fossile Brennstoffe zu verbrauchen und auf erneuerbare Energien umzusteigen. Die Erhöhung des CO₂-Preises führt also ebenfalls dazu, dass die Gaspreise für die Verbraucher ansteigen.
| Jahr | CO₂-Preis pro Tonne | CO₂-Kostenanteil je kWh |
|---|---|---|
| 2024 | 45 Euro | 0,97 Cent/kWh |
| 2025 | 55 Euro | 1,19 Cent/kWh |
| 2026 | 65 Euro (Höchstpreis der Auktion) | 1,40 Cent/kWh |
| 2027 (Gesetzentwurf) | 55 bis 65 Euro | 1,19 bis 1,40 Cent/kWh |
| 2030 (Prognose) | ~ 275 Euro | 5,94 Cent/kWh |
Werte bis 2025 sind die Festpreise nach Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG), 2026 das Ergebnis der ersten Versteigerung im gesetzlichen Korridor, 2027 der Korridor aus dem Gesetzentwurf der Bundesregierung vom 8. September 2026. Ab 2028 bildet sich der Preis im europäischen Emissionshandel für Gebäude und Verkehr (ETS 2), der Wert für 2030 ist deshalb eine Prognose und kein festgelegter Preis. Der Kostenanteil je kWh ist ohne Mehrwertsteuer gerechnet. Quellen: Deutsche Emissionshandelsstelle, Finanztip.
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Wie wirkt sich Biogas in einem Gaspreisvergleich aus?
Wenn Sie etwas fürs Klima tun möchten, können Sie auf Biogas setzen. Es wird aus organischen Stoffen wie Gülle, Biomüll oder Energiepflanzen erzeugt und zählt zu den erneuerbaren Energien, da es bei der Verbrennung nur die zuvor aufgenommenen Emissionen freisetzt. Biogas lässt sich zu Biomethan veredeln, das wie normales Erdgas genutzt werden kann.
Im Tarifvergleich können Sie gezielt Angebote mit einem Biomethananteil von 10 bis 100 Prozent auswählen. Neben der CO₂-Reduktion erfüllen Sie damit auch Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG). Welcher Anbieter welchen Anteil tatsächlich liefert und woran Sie echtes Biogas von kompensiertem Erdgas unterscheiden, zeigt unsere Übersicht zu Biogas und Ökogastarifen.
Biogas kostet mehr als Erdgas
Biomethan ist ein knappes Gut und deckt nur etwa ein Prozent der Menge im deutschen Gasnetz. Tarife mit hohem Bioanteil liegen deshalb systematisch über dem Erdgaspreis — je höher der Anteil, desto größer der Aufschlag.
„Ökogas“ ist kein geschützter Begriff
Er wird für zwei verschiedene Dinge verwendet: für Biogas, also physisch erneuerbar erzeugtes Gas, und für Klimagas, also konventionelles Erdgas, dessen Emissionen über Zertifikate kompensiert werden. Prüfen Sie im Tarifdetail, welches der beiden Sie tatsächlich kaufen.
Gaspreis pro m³ in kWh umrechnen
Ihr Gaszähler misst Kubikmeter, Ihre Rechnung wird aber in Kilowattstunden abgerechnet. Deshalb steht auf der Abrechnung ein anderer Wert als auf dem Zähler. Die Umrechnung erfolgt über zwei Faktoren, die Ihr Netzbetreiber vorgibt:
Die Formel
kWh = m³ × Brennwert × Zustandszahl
- Der Brennwert gibt an, wie viel Energie in einem Kubikmeter steckt, und liegt je nach Gasqualität etwa zwischen 8,4 und 11,5 kWh/m³;
- Die Zustandszahl gleicht Höhenlage und Druck im Netz aus und liegt meist nahe 0,95;
- Beide Werte stehen auf Ihrer Jahresabrechnung und unterscheiden sich von Netzgebiet zu Netzgebiet.
Warum die beiden Faktoren überhaupt vom Netzgebiet abhängen, was bei der Umstellung von L-Gas auf H-Gas mit ihnen passiert und über welche Pipelines das Gas nach Deutschland kommt, erklärt unser Gas-Ratgeber.
In der Praxis ergibt das die Faustregel 1 m³ entspricht rund 10 kWh. Damit lässt sich ein Zählerstand grob in Kosten übersetzen. Die folgende Tabelle nutzt den aktuellen Arbeitspreis von 11,00 Cent pro kWh (Stand 9. September 2026).
| Jahresverbrauch | entspricht rund | Arbeitspreis pro Jahr |
|---|---|---|
| 1.000 m³ | 10.000 kWh | rund 1.100 € |
| 1.500 m³ | 15.000 kWh | rund 1.650 € |
| 2.000 m³ | 20.000 kWh | rund 2.200 € |
| 3.000 m³ | 30.000 kWh | rund 3.300 € |
| 4.000 m³ | 40.000 kWh | rund 4.400 € |
Die Beträge enthalten nur den Arbeitspreis, nicht den jährlichen Grundpreis. Gerechnet mit 10 kWh je m³ und 11,00 Cent pro kWh, Stand 9. September 2026. Ihr tatsächlicher Brennwert steht auf Ihrer Abrechnung und kann abweichen.
Gaspreise vergleichen, bevor es teuer wird
Der größte Hebel für Ihre Gasrechnung ist nicht der Börsenpreis, sondern die Differenz zwischen Grundversorgung und Neukundentarif. Wer noch nie gewechselt hat, zahlt in der Regel den teureren Grundversorgungstarif. Ein Rechenbeispiel zeigt, worum es geht (Stand 9. September 2026).
Rechenbeispiel: mittlerer Haushalt mit 15.000 kWh
- Jahresverbrauch
- 15.000 kWh
- Arbeitspreis im Neukundentarif
- 11,00 Cent pro kWh
- Arbeitspreis in der Grundversorgung
- rund 2 Cent mehr
- Differenz pro Jahr
- rund 300 €
Schon zwei Cent Unterschied pro kWh bedeuten bei 15.000 kWh etwa 300 € Differenz im Jahr, allein beim Arbeitspreis und noch ohne einen möglichen Neukundenbonus. Die genauen Werte hängen von Ihrer Postleitzahl und Ihrem Tarif ab; der Vergleichsrechner zeigt Ihre konkrete Ersparnis.
Zusätzlich zum reinen Preis lohnt ein Blick auf die Rahmenbedingungen des Vertrags. Zwei Faktoren treiben den Gaspreis unabhängig vom Anbieter:
- Der CO₂-Preis: er ist von 45 € pro Tonne (2024) auf aktuell rund 65 € gestiegen und verteuert fossiles Erdgas weiter;
- Netzentgelte und Beschaffung: die Netzentgelte sind zuletzt deutlich gestiegen, die Großhandelspreise ziehen seit der Nahost-Krise 2026 wieder an; zusammen machen beide den Großteil des Gaspreises aus.
Fazit: Ein regelmäßiger Vergleich schützt vor stillen Preiserhöhungen
Grundversorgungstarife werden bei jeder Marktbewegung angepasst, oft nach oben. Wer einmal im Jahr vergleicht und bei Bedarf den Gasanbieter wechselt, sichert sich einen Neukundentarif, häufig mit Preisgarantie, und spart je nach Verbrauch einen dreistelligen Betrag pro Jahr.
Wer bietet aktuell den günstigsten Gaspreis in Deutschland an?
Den einen günstigsten Gasanbieter für ganz Deutschland gibt es nicht: Welcher Tarif am günstigsten ist, hängt von Postleitzahl, Verbrauch und Vertragsart ab. Die folgende Auswahl zeigt daher verbraucherfreundliche Anbieter, die in unabhängigen Tests wiederholt gut abschneiden. Bewertet wird nach zwei Kriterien:
- Faire Tarife: Stiftung Warentest legt Kriterien für verbraucherfreundliche Gastarife fest, etwa 12 Monate Vertragslaufzeit, 6 Wochen Kündigungsfrist, eine Preisgarantie über die Laufzeit sowie keine Vorkasse- oder Pakettarife;
- Service-Index: Bewertungen von DISQ, DtGV, Serviceatlas und Kundenmonitor fließen in einen Service-Index ein, der Anbieter nach Servicequalität einordnet.
Suchen Sie einen bestimmten Versorger statt einer Rangliste, finden Sie Kontaktdaten, Tarifarten und Kundenbewertungen in der Gasanbieter-Übersicht.
| Platz | Gasanbieter | Qualitätsurteil |
|---|---|---|
| 1 | 123energie | gut |
| 2 | Badenova | gut |
| 3 | eprimo | gut |
| 4 | GASAG | gut |
| 5 | Octopus Energy | gut |
Ein Gaspreisvergleich lohnt sich
Ein günstiger Gaspreis, faire Vertragsbedingungen und ein zuverlässiger Service: Im Idealfall vereint Ihr Gasanbieter alle drei. Für den Vergleich brauchen Sie nur zwei Angaben, Ihre Postleitzahl und Ihren Jahresverbrauch in kWh. Wer Strom und Gas beim selben Anbieter bündelt, kann zusätzlich von einem Kombitarif für Strom und Gas profitieren.
- Sparpotenzial: laut Stiftung Warentest sind durch einen Wechsel Ersparnisse von 20 bis 30 % bei den Gaskosten möglich, bei einem durchschnittlichen Haushalt sind das mehrere Hundert Euro pro Jahr, bei hohem Verbrauch bis zu 1.250 €;
- Marktübersicht: Haushalte konnten 2024 im Schnitt zwischen 108 Gasanbietern wählen, nur noch rund 16 % bezogen ihr Gas in der Grundversorgung;
- Wechselbereitschaft: 2024 wechselten rund 2,4 Millionen Gaskunden ihren Lieferanten, so viele wie nie zuvor (Monitoringbericht 2025 von Bundesnetzagentur und Bundeskartellamt).
Die Gaspreise unterscheiden sich zudem regional. Wie sich der Gaspreis vor Ort entwickelt, zeigt zum Beispiel unsere Regionalseite zum Gaspreis in NRW.
Gas Vertragstipps
Darauf sollten Sie achten
- Vertragsbindungen von 12 Monaten: anderenfalls kann die Preisgarantie Sie an einem teureren Gaspreis binden, sollten die Preise an der Börse fallen.
- Kennen Sie Ihren genauen Gasverbrauch: ansonsten wird dieser meistens höher eingeschätzt als tatsächlich nötig. Diese Information können Sie einer alten Gasrechnung oder durch unseren Verbrauchsrechner erfahren.
- Immer einen monatlichen Abschlag wählen: monatliche Abschläge bieten den Vorteil, dass Sie Ihre Ausgaben besser im Blick behalten und finanzielle Belastungen gleichmäßig verteilt werden.
- Neukundenbonus: wählen Sie nur diese, die sofort ausgezahlt werden. Neukundenboni können attraktive Einsparungen bieten, wenn sie sofort ausgezahlt werden.
Das sollten Sie vermeiden
- Vorsicht bei Discount-Anbietern: diese verstecken oftmals kleingedruckte Vertragskonditionen, von denen nur der Anbieter profitiert.
- Pakettarife nur vorsichtig nutzen: Pakettarife bieten eine feste Menge an Gas zu einem festgelegten Preis, können jedoch teuer werden, wenn Ihr Verbrauch höher ist als erwartet.
- Vorkasse und Kautionen immer vermeiden: vermeiden Sie Anbieter, die Vorkasse oder Kautionen verlangen. Diese Modelle bergen ein finanzielles Risiko, falls der Anbieter insolvent wird.
Gaspreise hoch, Wechsel jederzeit möglich? Es ist Ihnen erlaubt, so oft Sie wollen Ihren Gasanbieter zu wechseln, solange Sie Fristen einhalten, diese sollten das Jahr nicht überschreiten. Bei einem regelmäßigen Gaspreisvergleich können Sie jährlich mehrere hundert Euro einsparen, außerdem beteiligen Sie sich somit aktiv am Preiswettbewerb.
Stefanies Tipp
Energie-Expertin von Energiemarie
« Meiden Sie Discount-Anbieter und wählen Sie stattdessen einen Anbieter, bei dem das Gesamtpaket überzeugt. Ich empfehle SÜWAG: Dieser Energieversorger punktet durch attraktive Vertragsbedingungen und exzellenten Kundenservice, während die Gaspreise transparent und nachvollziehbar bleiben. »
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Neukunden zahlen derzeit rund 1,10 € pro Kubikmeter, was etwa 11,00 Cent pro Kilowattstunde entspricht (Stand 9. September 2026). Hinzu kommt ein jährlicher Grundpreis, der vom Anbieter abhängt. In der Grundversorgung liegen die Preise in der Regel höher.
Multiplizieren Sie die Kubikmeter mit dem Brennwert und der Zustandszahl: kWh = m³ × Brennwert × Zustandszahl. Beide Werte stehen auf Ihrer Jahresabrechnung. Als Faustregel entspricht 1 m³ etwa 10 kWh.
Der Zähler misst das Volumen des durchgeströmten Gases. Wie viel Energie darin steckt, hängt von der Gasqualität und den Netzbedingungen ab. Damit alle Haushalte für die tatsächlich gelieferte Energie zahlen, wird das Volumen über Brennwert und Zustandszahl in Kilowattstunden umgerechnet.
Nur noch indirekt. Bis in die 2010er-Jahre waren viele Gaslieferverträge in Deutschland an den Ölpreis gekoppelt; heute bildet sich der Großhandelspreis überwiegend an Gasbörsen wie dem niederländischen Handelspunkt TTF. Öl- und Gaspreis bewegen sich trotzdem oft gleichgerichtet, weil beide auf dieselben Ereignisse reagieren, zuletzt im Frühjahr 2026 auf die Eskalation am Persischen Golf, die Flüssigerdgas-Lieferungen aus Katar bedrohte.
Wie der Ölpreis auf Strom und Gas durchschlägt, erklärt unsere Analyse zum Domino-Effekt am Energiemarkt; die Grundlagen stehen im Ratgeber Ölpreise verstehen.
Das Ende der Preisbremse für Gas seit Januar 2024 bedeutet, dass die staatlich festgelegte Obergrenze für den Gaspreis wegfällt. Dies kann dazu führen, dass die Gaspreise in Deutschland steigen, da die Energieanbieter nun wieder die Preise nach dem aktuellen Marktgeschehen und ihren Beschaffungskosten festlegen können. Für Verbraucher könnte das höhere Kosten für Heizung und Warmwasser bedeuten, besonders wenn die Nachfrage hoch ist oder die Beschaffungskosten der Anbieter steigen.
Die Stabilität der Gaspreise in Deutschland seit Mai 2023 kann durch mehrere Faktoren erklärt werden:
- Gefüllte Gasspeicher: Deutschland hat es geschafft, die Gasspeicher gut zu füllen, was für eine stabile Versorgung sorgt;
- Energieeinsparungen: Sowohl Industrie als auch private Haushalte haben ihren Energieverbrauch reduziert, was die Nachfrage nach Gas verringert;
- Alternative Gasquellen: Deutschland hat alternative Bezugsquellen für Gas erschlossen, z.B. durch Flüssiggas-Lieferungen aus anderen Ländern wie Frankreich;
- Inbetriebnahme von Flüssiggas-Terminals: die neuen Flüssiggas-Terminals in Deutschland helfen dabei, mehr Gas zu importieren und zu verteilen;
- Internationale Marktentwicklungen: die globalen Gaspreise haben sich stabilisiert, was sich auch auf die Preise in Deutschland auswirkt;
- Regierungsmaßnahmen: die Bundesregierung hat verschiedene Maßnahmen ergriffen, um die Energiepreise zu stabilisieren und Verbraucher zu entlasten;
- Erhöhte Energieeffizienz: Verbesserungen in der Energieeffizienz von Gebäuden und Geräten tragen zur Senkung des Gesamtenergieverbrauchs bei;
- Wetterbedingungen: mildere Winter können zu einer geringeren Nachfrage nach Heizenergie führen, was die Preise niedrig hält.
Diese Kombination aus Maßnahmen und Entwicklungen hat dazu beigetragen, dass sich die Gaspreise in Deutschland seit Mai 2023 stabilisiert haben und seither nur moderat schwanken.
Seit 2009 werden Erdgashandel, Gasspeicher, Kundenvertrieb und staatlich regulierte Netze getrennt verwaltet. Keiner dieser Beteiligten kann den Gasmarkt alleine bewirtschaften, nur wenn alle Marktrollen als Team zusammenarbeiten, kann Versorgungssicherheit garantiert werden.
Der Gasmarkt ist im ständigen Wandel und durch immer mildere Temperaturen sinkt die Notwendigkeit, Erdgas langfristig einzuspeichern. Deshalb wird Erdgas immer kurzfristiger erworben und darunter leiden Speicherbetreiber. Diese profitierten bisher davon, dass Erdgas günstig im Sommer eingekauft und im Winter teurer verkauft wurde.
Dank der Ferngasnetzbetreiber bleibt das Einspeichern von Erdgas wirtschaftlich, denn diese brauchen ausreichend Reserven für Ihren Betrieb. Somit sichern Sie, dass die bestellten Gasmengen, an die Endkunden weitergeleitet werden können. Durch den ständigen Wandel der Gaspreise Europa sind für alle Beteiligten flexible Lösungen nötig.
Der Gaspreis besteht aus drei Blöcken: dem Preis für Energie und Vertrieb, den Netzkosten und dem staatlichen Anteil aus Steuern, Abgaben und Umlagen. Im Jahr 2025 zahlten Haushalte mit 5 600 bis 55 600 kWh Jahresverbrauch im Durchschnitt 12,19 Cent pro Kilowattstunde, davon 5,97 Cent für Energie und Vertrieb (49 %), 2,36 Cent für das Netz (19 %) und 3,86 Cent für Steuern, Abgaben und Umlagen (32 %).
| Bestandteil | Cent pro kWh | Anteil |
|---|---|---|
| Energie und Vertrieb | 5,97 ct | 49 % |
| Netzkosten | 2,36 ct | 19 % |
| Steuern, Abgaben und Umlagen | 3,86 ct | 32 % |
| Gaspreis insgesamt | 12,19 ct | 100 % |
Jahresdurchschnitt, inklusive Umsatzsteuer. Rundungsbedingte Abweichungen sind möglich. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), Tabelle 61243-0011, Stand der Daten: 21. August 2026.
Bemerkenswert ist die Verschiebung innerhalb dieser drei Blöcke: Energie und Vertrieb wurden gegenüber dem Krisenjahr wieder billiger, während Netzkosten und der staatliche Anteil deutlich zugelegt haben. Für Ihre Rechnung heißt das: der Teil des Preises, den ein Anbieterwechsel überhaupt beeinflussen kann, schrumpft — umso wichtiger ist es, ihn nicht zu verschenken. Details zu den einzelnen Bestandteilen finden Sie im Ratgeber zur Preiszusammensetzung bei Strom und Gas.