Gaspreisvergleich und Gaspreis aktuell: Das Wichtigste auf einem Blick
Der durchschnittliche Gaspreis für Neukunden liegt aktuell bei rund 0,98 € pro m³ (9,80 Cent pro kWh), Stand 24. Juli 2026 auf Basis der Selectra-Marktdaten. Gegenüber dem Vormonat (0,97 € pro m³) ist der Gaspreis weitgehend stabil geblieben.
Was kostet ein Kubikmeter Gas?
Ein Kubikmeter (m³) Erdgas kostet Neukunden aktuell im Durchschnitt etwa 0,98 €. Ein m³ entspricht je nach Brennwert und Zustandszahl rund 10 kWh, woraus sich ein Arbeitspreis von etwa 9,80 Cent pro kWh ergibt. Hinzu kommt ein jährlicher Grundpreis, der vom Anbieter abhängt. Bestandskunden und Haushalte in der Grundversorgung zahlen häufig mehr, weshalb sich ein Gaspreisvergleich lohnt.
Das treibt den Gaspreis 2026
- Der CO₂-Preis steigt weiter: für 2026 bewegt sich der nationale CO₂-Preis im Korridor von 55 bis 65 € pro Tonne und verteuert fossiles Erdgas Jahr für Jahr;
- Netzentgelte und Beschaffung machen den Großteil des Preises aus: beide sind zuletzt gestiegen und machen einen Anbieterwechsel für Neukunden umso lohnender;
- Die Rückkehr zur vollen Mehrwertsteuer ist längst vollzogen: seit dem 1. April 2024 gilt wieder der reguläre Satz von 19 % (zuvor befristet 7 %), dieser Effekt steckt heute vollständig in den Preisen;
- Die Gaspreisbremse ist seit Ende 2023 Geschichte: seither richten sich die Gaspreise wieder vollständig nach dem Markt.
Gaspreisvergleich zeigt: Ein Wechsel lohnt sich
- Neukunden profitieren meistens von günstigeren Preisen als Bestandskunden: auch wenn die Preise insgesamt steigen, können Sie durch einen Wechsel zu einem anderen Anbieter von besseren Tarifen profitieren;
- Mit einer Preisgarantie schützen Sie sich vor ansteigenden Gaspreisen: wer jetzt zu einem Anbieter mit Preisgarantie wechselt, sichert sich eine kalkulierbare Gasrechnung für die kommenden Jahre;
- Wechseln, bevor es teuer wird, kann bis zu 1.250 € pro Jahr einsparen.
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Wie funktioniert ein Gaspreisvergleich?
Ein Gaspreisvergleich stellt die Tarife der Gasanbieter für Ihre Adresse nebeneinander und sortiert sie nach den jährlichen Gesamtkosten. So sehen Sie auf einen Blick, ob Ihr aktueller Tarif noch günstig ist oder ob sich ein Wechsel lohnt. Für ein aussagekräftiges Ergebnis zählen drei Angaben: der aktuelle Gaspreis, Ihr Jahresverbrauch und Ihre Postleitzahl.
Aktueller Gaspreis: Der Gaspreis pro m³ schwankt je nach Marktlage und politischen Entwicklungen. Wenn Sie den aktuellen Gaspreis pro kWh und pro m³ kennen, können Sie einschätzen, ob sich ein Wechsel jetzt lohnt. Anbieter passen ihre Tarife regelmäßig an den Marktpreis an, sodass ein Vergleich häufig günstigere Angebote zutage fördert.
Jahresverbrauch: Ihr jährlicher Gasverbrauch bestimmt die Kosten maßgeblich und lässt sich Ihrer letzten Gasrechnung entnehmen. Angegeben wird er in Kilowattstunden (kWh). Typische Werte sind:
- Kleine Haushalte (1 bis 2 Personen): zwischen 5.000 und 10.000 kWh;
- Mittlere Haushalte (3 bis 4 Personen): zwischen 10.000 und 20.000 kWh;
- Große Haushalte (ab 5 Personen): über 20.000 kWh.
Sie kennen Ihren Verbrauch nicht genau? Unser Ratgeber zum Gasverbrauch hilft bei der Einschätzung.
Postleitzahl: Die Gaspreise variieren regional, weil Netzentgelte, verfügbare Anbieter und kommunale Abgaben je nach Ort unterschiedlich ausfallen. Erst mit Ihrer Postleitzahl zeigt ein Gaspreisvergleich die Tarife, die an Ihrer Adresse tatsächlich verfügbar sind.
Was kostet 1 m³ Gas in Deutschland aktuell (August 2026)?
Der Kubikmeter Gas kostet Neukunden aktuell durchschnittlich rund 0,98 € pro m³ (9,80 Cent pro kWh). Zum Vergleich: auf dem Höhepunkt der Energiekrise 2022 mussten Neukunden zeitweise bis zu 4 € pro m³ zahlen. Im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine hat der Gaspreis in den vergangenen Jahren starke Ausschläge durchlaufen.
Seither hat sich der Gaspreis wieder auf ein deutlich niedrigeres Niveau eingependelt und bewegt sich um die 1-Euro-Grenze pro m³. Diese Preisangaben gelten für Neukundentarife, für Bestandskunden und Kunden der Grundversorgung können sie abweichen.
Von Mitte 2023 bis Anfang 2025 lag der Gaspreis überwiegend unter 10 Cent je Kilowattstunde (unter 1 € pro m³). Verglichen mit dem Krisenniveau von Ende 2022 bleibt er damit niedrig.
Werfen wir einen genaueren Blick auf zwei zentrale Preisfaktoren:
Historischer Preistreiber: die Rückkehr zur vollen Mehrwertsteuer
Die Mehrwertsteuer auf Gas war temporär von 19 Prozent auf 7 Prozent gesenkt worden, um die Bürgerinnen und Bürger angesichts der stark gestiegenen Energiepreise zu entlasten. Diese Senkung galt seit Oktober 2022 und war eine direkte Hilfe für alle, die Gas über das Erdgasnetz bezogen. Die Maßnahme war bis Ende März 2024 befristet. Seit dem 1. April 2024 gilt wieder der reguläre Satz von 19 %. Dieser Effekt ist inzwischen vollständig in den aktuellen Gaspreisen enthalten.
Auch der CO₂-Preis beeinflusst den Gaspreis
Der nationale CO₂-Preis liegt aktuell bei rund 55 € pro Tonne und hat einen direkten Einfluss auf den Gaspreis. Der CO₂-Preis ist Teil der Bemühungen, den Ausstoß von Treibhausgasen zu reduzieren. Er verteuert die Nutzung fossiler Brennstoffe wie Erdgas. Wenn der CO₂-Preis steigt, steigen auch die Kosten für Endverbraucher.
Auch in den kommenden Jahren wird der CO₂-Preis weiter steigen. Für 2026 bewegt sich der Preis in einem Korridor von 55 bis 65 € pro Tonne.
Dieser Mechanismus soll einen Anreiz schaffen, weniger fossile Brennstoffe zu verbrauchen und auf erneuerbare Energien umzusteigen. Die Erhöhung des CO₂-Preises führt also ebenfalls dazu, dass die Gaspreise für die Verbraucher ansteigen.
| Jahr | CO₂-Preis pro Tonne | CO₂-Kostenanteil je kWh |
|---|---|---|
| 2024 | 45 Euro | 0,97 Cent/kWh |
| 2025 | 55 Euro | 1,19 Cent/kWh |
| 2026 | ~ 60 Euro | 1,30 Cent/kWh |
| 2030 | ~ 275 Euro | 5,94 Cent/kWh |
Quelle: Finanztip.
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Erfahren Sie mehr über CO₂:
- Was genau ist die CO₂-Steuer?;
- CO₂-Emissionshandel genau erklärt;
- Kennen Sie die größten CO₂-Verursacher?.
Wie wirkt sich Biogas in einem Gaspreisvergleich aus?
Wenn Sie etwas fürs Klima tun möchten, können Sie auf Biogas setzen. Es wird aus organischen Stoffen wie Gülle, Biomüll oder Energiepflanzen erzeugt und zählt zu den erneuerbaren Energien, da es bei der Verbrennung nur die zuvor aufgenommenen Emissionen freisetzt. Biogas lässt sich zu Biomethan veredeln, das wie normales Erdgas genutzt werden kann.
Im Tarifvergleich können Sie gezielt Angebote mit einem Biomethananteil von 10 bis 100 Prozent auswählen. Neben der CO₂-Reduktion erfüllen Sie damit auch Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG). Wichtig: Biogas ist teurer, denn es ist ein knappes Gut und macht nur etwa ein Prozent des gesamten Gasnetzes aus.
Ein wichtiger Hinweis: Der Begriff „Ökogas“ wird unterschiedlich verwendet und kann sowohl Klimagas als auch Biogas bedeuten, was verschiedene Dinge sind.
Gaspreis pro m³ in kWh umrechnen
Ihr Gaszähler misst Kubikmeter, Ihre Rechnung wird aber in Kilowattstunden abgerechnet. Deshalb steht auf der Abrechnung ein anderer Wert als auf dem Zähler. Die Umrechnung erfolgt über zwei Faktoren, die Ihr Netzbetreiber vorgibt:
Die Formel
kWh = m³ × Brennwert × Zustandszahl
- Der Brennwert gibt an, wie viel Energie in einem Kubikmeter steckt, und liegt je nach Gasqualität etwa zwischen 8,4 und 11,5 kWh/m³;
- Die Zustandszahl gleicht Höhenlage und Druck im Netz aus und liegt meist nahe 0,95;
- Beide Werte stehen auf Ihrer Jahresabrechnung und unterscheiden sich von Netzgebiet zu Netzgebiet.
In der Praxis ergibt das die Faustregel 1 m³ entspricht rund 10 kWh. Damit lässt sich ein Zählerstand grob in Kosten übersetzen. Die folgende Tabelle nutzt den aktuellen Arbeitspreis von 9,80 Cent pro kWh (Stand 24. Juli 2026).
| Jahresverbrauch | entspricht rund | Arbeitspreis pro Jahr |
|---|---|---|
| 1.000 m³ | 10.000 kWh | rund 980 € |
| 1.500 m³ | 15.000 kWh | rund 1.470 € |
| 2.000 m³ | 20.000 kWh | rund 1.960 € |
| 3.000 m³ | 30.000 kWh | rund 2.940 € |
| 4.000 m³ | 40.000 kWh | rund 3.920 € |
Die Beträge enthalten nur den Arbeitspreis, nicht den jährlichen Grundpreis. Gerechnet mit 10 kWh je m³ und 9,80 Cent pro kWh, Stand 24. Juli 2026. Ihr tatsächlicher Brennwert steht auf Ihrer Abrechnung und kann abweichen.
Gaspreise vergleichen, bevor es teuer wird
Der größte Hebel für Ihre Gasrechnung ist nicht der Börsenpreis, sondern die Differenz zwischen Grundversorgung und Neukundentarif. Wer noch nie gewechselt hat, zahlt in der Regel den teureren Grundversorgungstarif. Ein Rechenbeispiel zeigt, worum es geht (Stand 24. Juli 2026).
Rechenbeispiel: mittlerer Haushalt mit 15.000 kWh
- Jahresverbrauch: 15.000 kWh;
- Arbeitspreis im Neukundentarif: 9,80 Cent pro kWh;
- Arbeitspreis in der Grundversorgung: rund 2 Cent pro kWh höher.
Schon zwei Cent Unterschied pro kWh bedeuten bei 15.000 kWh etwa 300 € Differenz im Jahr, allein beim Arbeitspreis und noch ohne einen möglichen Neukundenbonus. Die genauen Werte hängen von Ihrer Postleitzahl und Ihrem Tarif ab; der Vergleichsrechner zeigt Ihre konkrete Ersparnis.
Zusätzlich zum reinen Preis lohnt ein Blick auf die Rahmenbedingungen des Vertrags. Zwei Faktoren treiben den Gaspreis unabhängig vom Anbieter:
- Der CO₂-Preis: er ist von 45 € pro Tonne (2024) auf aktuell rund 55 € gestiegen und verteuert fossiles Erdgas weiter;
- Netzentgelte und Beschaffung: beide sind zuletzt gestiegen und machen zusammen den Großteil des Gaspreises aus.
Fazit: Ein regelmäßiger Vergleich schützt vor stillen Preiserhöhungen
Grundversorgungstarife werden bei jeder Marktbewegung angepasst, oft nach oben. Wer einmal im Jahr vergleicht und bei Bedarf den Gasanbieter wechselt, sichert sich einen Neukundentarif, häufig mit Preisgarantie, und spart je nach Verbrauch einen dreistelligen Betrag pro Jahr.
Wer bietet aktuell den günstigsten Gaspreis in Deutschland an?
Den einen günstigsten Gasanbieter für ganz Deutschland gibt es nicht: Welcher Tarif am günstigsten ist, hängt von Postleitzahl, Verbrauch und Vertragsart ab. Die folgende Auswahl zeigt daher verbraucherfreundliche Anbieter, die in unabhängigen Tests wiederholt gut abschneiden (Stand: August 2026). Bewertet wird nach zwei Kriterien:
- Faire Tarife: Stiftung Warentest legt Kriterien für verbraucherfreundliche Gastarife fest, etwa 12 Monate Vertragslaufzeit, 6 Wochen Kündigungsfrist, eine Preisgarantie über die Laufzeit sowie keine Vorkasse- oder Pakettarife;
- Service-Index: Bewertungen von DISQ, DtGV, Serviceatlas und Kundenmonitor fließen in einen Service-Index ein, der Anbieter nach Servicequalität einordnet.
| Platz | Gasanbieter | Qualitätsurteil |
|---|---|---|
| 1 | 123energie | gut |
| 2 | Badenova | gut |
| 3 | eprimo | gut |
| 4 | GASAG | gut |
| 5 | Octopus Energy | gut |
Weitere hilfreiche Ratgeber:
Ein Gaspreisvergleich lohnt sich
Ein günstiger Gaspreis, faire Vertragsbedingungen und ein zuverlässiger Service: Im Idealfall vereint Ihr Gasanbieter alle drei. Für den Vergleich brauchen Sie nur zwei Angaben, Ihre Postleitzahl und Ihren Jahresverbrauch in kWh. Wer Strom und Gas beim selben Anbieter bündelt, kann zusätzlich von einem Kombitarif für Strom und Gas profitieren.
- Sparpotenzial: laut Stiftung Warentest sind durch einen Wechsel Ersparnisse von 20 bis 30 % bei den Gaskosten möglich, bei einem durchschnittlichen Haushalt sind das mehrere Hundert Euro pro Jahr, bei hohem Verbrauch bis zu 1.250 €;
- Marktübersicht: in Deutschland gibt es über 800 Gasanbieter, je nach Region stehen im Schnitt rund 113 Anbieter zur Auswahl;
- Wechselbereitschaft: jährlich wechseln mehr als 1,6 Millionen Haushalte ihren Gasanbieter.
Die Gaspreise unterscheiden sich zudem regional. Wie sich der Gaspreis vor Ort entwickelt, zeigt zum Beispiel unsere Regionalseite zum Gaspreis in NRW.
Gas Vertragstipps
Darauf sollten Sie achten
- Vertragsbindungen von 12 Monaten: anderenfalls kann die Preisgarantie Sie an einem teureren Gaspreis binden, sollten die Preise an der Börse fallen;
- Kennen Sie Ihren genauen Gasverbrauch: ansonsten wird dieser meistens höher eingeschätzt als tatsächlich nötig. Diese Information können Sie einer alten Gasrechnung oder durch unseren Verbrauchsrechner erfahren;
- Immer einen monatlichen Abschlag wählen: monatliche Abschläge bieten den Vorteil, dass Sie Ihre Ausgaben besser im Blick behalten und finanzielle Belastungen gleichmäßig verteilt werden;
- Neukundenbonus: wählen Sie nur diese, die sofort ausgezahlt werden. Neukundenboni können attraktive Einsparungen bieten, wenn sie sofort ausgezahlt werden.
Das sollten Sie vermeiden
- Vorsicht bei Discount-Anbietern: diese verstecken oftmals kleingedruckte Vertragskonditionen, von denen nur der Anbieter profitiert;
- Pakettarife nur vorsichtig nutzen: Pakettarife bieten eine feste Menge an Gas zu einem festgelegten Preis, können jedoch teuer werden, wenn Ihr Verbrauch höher ist als erwartet;
- Vorkasse und Kautionen immer vermeiden: vermeiden Sie Anbieter, die Vorkasse oder Kautionen verlangen. Diese Modelle bergen ein finanzielles Risiko, falls der Anbieter insolvent wird.
Gaspreise hoch, Wechsel jederzeit möglich? Es ist Ihnen erlaubt, so oft Sie wollen Ihren Gasanbieter zu wechseln, solange Sie Fristen einhalten, diese sollten das Jahr nicht überschreiten. Bei einem regelmäßigen Gaspreisvergleich können Sie jährlich mehrere hundert Euro einsparen, außerdem beteiligen Sie sich somit aktiv am Preiswettbewerb.
Stefanies Tipp
Energie-Expertin von Energiemarie
« Meiden Sie Discount-Anbieter und wählen Sie stattdessen einen Anbieter, bei dem das Gesamtpaket überzeugt. Ich empfehle SÜWAG: Dieser Energieversorger punktet durch attraktive Vertragsbedingungen und exzellenten Kundenservice, während die Gaspreise transparent und nachvollziehbar bleiben. »
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Neukunden zahlen derzeit rund 0,98 € pro Kubikmeter, was etwa 9,80 Cent pro Kilowattstunde entspricht (Stand 24. Juli 2026). Hinzu kommt ein jährlicher Grundpreis, der vom Anbieter abhängt. In der Grundversorgung liegen die Preise in der Regel höher.
Multiplizieren Sie die Kubikmeter mit dem Brennwert und der Zustandszahl: kWh = m³ × Brennwert × Zustandszahl. Beide Werte stehen auf Ihrer Jahresabrechnung. Als Faustregel entspricht 1 m³ etwa 10 kWh.
Der Zähler misst das Volumen des durchgeströmten Gases. Wie viel Energie darin steckt, hängt von der Gasqualität und den Netzbedingungen ab. Damit alle Haushalte für die tatsächlich gelieferte Energie zahlen, wird das Volumen über Brennwert und Zustandszahl in Kilowattstunden umgerechnet.
In Deutschland hängt der Gaspreis oft vom Ölpreis ab. Das liegt daran, dass viele Verträge für Gas an die Preise für Öl gekoppelt sind. Wenn der Ölpreis steigt, steigt meist auch der Gaspreis, und wenn der Ölpreis fällt, kann auch der Gaspreis sinken. Diese Verbindung besteht, weil Öl und Gas auf ähnlichen Märkten gehandelt werden und oft zusammen als Energiequellen betrachtet werden.
Mehr über den Ölpreis erfahren: Ölpreise verstehen.
Das Ende der Preisbremse für Gas seit Januar 2024 bedeutet, dass die staatlich festgelegte Obergrenze für den Gaspreis wegfällt. Dies kann dazu führen, dass die Gaspreise in Deutschland steigen, da die Energieanbieter nun wieder die Preise nach dem aktuellen Marktgeschehen und ihren Beschaffungskosten festlegen können. Für Verbraucher könnte das höhere Kosten für Heizung und Warmwasser bedeuten, besonders wenn die Nachfrage hoch ist oder die Beschaffungskosten der Anbieter steigen.
Die Stabilität der Gaspreise in Deutschland seit Mai 2023 kann durch mehrere Faktoren erklärt werden:
- Gefüllte Gasspeicher: Deutschland hat es geschafft, die Gasspeicher gut zu füllen, was für eine stabile Versorgung sorgt;
- Energieeinsparungen: Sowohl Industrie als auch private Haushalte haben ihren Energieverbrauch reduziert, was die Nachfrage nach Gas verringert;
- Alternative Gasquellen: Deutschland hat alternative Bezugsquellen für Gas erschlossen, z.B. durch Flüssiggas-Lieferungen aus anderen Ländern wie Frankreich;
- Inbetriebnahme von Flüssiggas-Terminals: die neuen Flüssiggas-Terminals in Deutschland helfen dabei, mehr Gas zu importieren und zu verteilen;
- Internationale Marktentwicklungen: die globalen Gaspreise haben sich stabilisiert, was sich auch auf die Preise in Deutschland auswirkt;
- Regierungsmaßnahmen: die Bundesregierung hat verschiedene Maßnahmen ergriffen, um die Energiepreise zu stabilisieren und Verbraucher zu entlasten;
- Erhöhte Energieeffizienz: Verbesserungen in der Energieeffizienz von Gebäuden und Geräten tragen zur Senkung des Gesamtenergieverbrauchs bei;
- Wetterbedingungen: mildere Winter können zu einer geringeren Nachfrage nach Heizenergie führen, was die Preise niedrig hält.
Diese Kombination aus Maßnahmen und Entwicklungen hat dazu beigetragen, dass sich die Gaspreise in Deutschland seit Mai 2023 stabilisiert haben und seither nur moderat schwanken.
Seit 2009 werden Erdgashandel, Gasspeicher, Kundenvertrieb und staatlich regulierte Netze getrennt verwaltet. Keiner dieser Beteiligten kann den Gasmarkt alleine bewirtschaften, nur wenn alle Marktrollen als Team zusammenarbeiten, kann Versorgungssicherheit garantiert werden.
Der Gasmarkt ist im ständigen Wandel und durch immer mildere Temperaturen sinkt die Notwendigkeit, Erdgas langfristig einzuspeichern. Deshalb wird Erdgas immer kurzfristiger erworben und darunter leiden Speicherbetreiber. Diese profitierten bisher davon, dass Erdgas günstig im Sommer eingekauft und im Winter teurer verkauft wurde.
Dank der Ferngasnetzbetreiber bleibt das Einspeichern von Erdgas wirtschaftlich, denn diese brauchen ausreichend Reserven für Ihren Betrieb. Somit sichern Sie, dass die bestellten Gasmengen, an die Endkunden weitergeleitet werden können. Durch den ständigen Wandel der Gaspreise Europa sind für alle Beteiligten flexible Lösungen nötig.
- 0,2 % Konzessionen: die Gasleitungen liegen auf öffentlichem Grund, deshalb müssen die Anbieter Geld an Städte oder Kommunen bezahlen;
- 7 % Gassteuer;
- 6,5 % Umsatzsteuer;
- 10,4 % Netzgebühren: für die Nutzung von Gasleitungen müssen die Anbieter an die Betreiber der Gasnetze Gebühren zahlen;
- 79,9 % Beschaffung, Marge & Vertrieb: investiert ein Anbieter viel in Marketing und Verwaltung, kann sich das auf den Preis auswirken. Ebenso kann das Gewinnstreben des Energieanbieters die Kosten erhöhen.
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