Rund um Stromzähler: Zählerstand, Zählernummer & Smart Meter

Rund um Stromzähler

Jeder Haushalt verfügt über einen Stromzähler. Dieser ist im Eigentum des jeweiligen Netzbetreibers, der in Ihrer Region verantwortlich ist. Gemessen wird mit dem Stromzähler der jährliche Stromverbrauch des Haushaltes, damit die exakten Stromkosten berechnet werden können. In diesem Artikel finden Sie nützliche Informationen zum Stromzähler: Einen Überblick analoger und digitaler Stromzähler, Informationen zum Pflichteinbau und den entstehenden Kosten sowie eine Anleitung zum Stromzähler ablesen und Zählernummer finden.


Nutzen und Funktionsweise eines Stromzählers

Mindestens einen Stromzähler gibt es in jedem Haushalt, der laufend den gesamten jährlichen Stromverbrauch aller elektrischen Geräte misst. Zu Beginn schätzt der Netzbetreiber auf der Basis der Eckdaten (Größe der Wohnung, Anzahl der im Haushalt lebenden Personen etc.) eine monatliche Summe, damit er die monatlichen Abschlagszahlungen für ein Jahr im Voraus kalkulieren kann.

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Für das folgende Jahr berechnet der Netzbetreiber Ihre Stromkosten auf Basis Ihres Energieverbrauchs im ersten Vertragsjahr. Der Stromzähler läuft mit dem Verbrauch und wird einmal pro Jahr abgelesen.

Die Ablesung nimmt in der Regel der Netzbetreiber vor, kann aber auch durch einen beauftragen Energiedienstleister oder auch mittels einer Online- oder Telefoneingabe durch Sie selbst durchgeführt werden.

Auf Basis der übermittelten Werte errechnet der Netzbetreiber Ihren exakten Verbrauch und stellt diesen Ihnen in Rechnung. Dabei können Nachzahlungen oder auch Rückzahlungen gefordert werden, wenn der tatsächliche Verbrauch den monatlichen Schätzwert übersteigt bzw. unterschreitet.

Energieverbrauch verstehen und berechnen

Stromzähler Eigentum: Wer ist für den Stromzähler verantwortlich?

Der Stromzähler in Ihrem Haushalt ist im eigentum des zuständigen Netzbetreibers an Ihrem Wohnort. Denn in der Regel ist der Netzbetreiber gleichzeitig auch Messstellenbetreiber und damit nebst der Bereitstellung der Strom- und Gasnetze und deren Instandhaltung auch für den Einbau, die Wartung und Ablesung von Messgeräten, wie dem Strom- und Gaszähler, zuständig.

Falls Sie einen digitalen Stromzähler im Haushalt haben, dann ist der sogenannte grundzuständige Messstellenbetreiber Eigentümer des Stromzählers und dementsprechend verantwortlich dafür. Doch auch hier handelt es sich in der Regel um den örtlichen Netzbetreiber, da dieser in den meisten Netzgebieten die Aufgaben des grundzuständigen Messstellenbetreibers übernimmt. Seit der Einführung des Messstellenbetriebsgesetzes (MsbG) 2017 können Besitzer eines digitalen Stromzählers Ihren Messtellenbetreiber jedoch auch frei wählen.

Diese Stromzähler-Varianten gibt es

Dass der Stromzähler den Stromverbrauch in einem Haushalt oder einem Betrieb misst, bedeutet, dass dieser die Schnittstelle zwischen dem Netzbetreiber, Energieversorger und dem Kunden bildet. In der Fachsprache wird der Stromzähler auch als Elektroenergie-Zähler bezeichnet und unabhängig von der Art und Variante des Endgerätes wird der Stromverbrauch in Kilowattstunden (kWh) gemessen.

Bei den Stromzählern handelt es sich keineswegs um Unikate und der Markt bietet verschiedene Modelle an. Diese variieren zwischen einem Drehstromzähler bis zu einem Zähler an der Steckdose. Ihre Frage Welche Stromzähler gibt es? wird im Folgenden beantwortet:

Drehstromzähler

Drehstromzähler

Bei dem Drehstromzähler handelt es sich um das klassische Modell, das nach dem Induktionsprinzip arbeitet. Die integrierte Scheibe, die man von außen sehen kann, dreht sich je nach Verbrauch - entweder langsam oder schnell.

  • Induktionsprinzip
  • Sichtbare Außenscheibe
  • Benannt nach Italiener Galileo Ferraris
  • Ferraris Zähler

Doppeltarifzähler

Die sogenannten Doppeltarifzähler, oder auch manchmal als Mehrtarifzähler bezeichnet, finden sich in Haushalten mit zwei unterschiedlichen Stromtarifen wieder. Vor allem werden diese angewendet, wenn eine Nachtspeicherheizung vorhanden ist und es einen Tag- und Nachttarif gibt. Diese Stromzähler sind sehr interessant, vor allem in Bezug auf Stromkosten und Ihre Reduzierung.

  • Mehrtarif- oder Doppeltarifzähler
  • Haushalt mit zwei unterschiedlichen Stromtarifen
  • Tag- und Nachtstromtarif
  • Form: Ferraris oder digital

Zweirichtungszähler

Die Zweirichtungszähler gibt es in Verbindung mit Solaranlagen und Überschuss an Solarenergie. Mit dem Zähler wird so die überschüssige Energie in das öffentliche Netz eingespeist und erfasst. Anschließend erhält der Besitzer eine Vergütung.

  • In Verbindung mit Solaranlagen
  • Bei Überschuss von Solarstrom
  • Einspeisung in das Stromnetz
  • Erhalt einer Einspeisevergütung

Stromzähler Steckdose

Die Zähler an der Steckdose sind sogenannte Energieverbrauchsmessgeräte. Solche Stromzähler an der Steckdose dienen zur direkten Bestimmung des Stromverbrauchs eines Elektrogerätes bei seiner Nutzung, aber auch den Standby-Verbrauch. Es handelt sich um kompakte Geräte, die direkt in eine Steckdose gesteckt werden; das gewählte Elektrogerät wird wiederum in das Messgerät gesteckt.

Um aussagekräftige Resultate zu erhalten, sollte eine Stromzähler Steckdose am besten über mehrere Tage und jeweils zur gleichen Uhrzeit genutzt werden. So werden verschiedene Nutzungsgewohnheiten in die Berechnung miteinbezogen. Angezeigt wird der Stromverbrauch übrigens in Kilowattstunden. Mithilfe einer Stromzähler Steckdose können Haushalte Geräte mit hohem Stromverbrauch feststellen und an dessen Reduzierung arbeiten.

  • Anwendung an der Steckdose
  • Bestimmung des Strom-Verbrauchs eines Elektrogerätes
  • Identifikation von Stromfresser im Haushalt
  • Hilfestellung bei der Reduzierung des Stromverbrauchs

Digitaler Stromzähler: Definition und Kategorien

Digitaler Stromzähler

Digitale Stromzähler unterscheiden sich von den analogen, alten Stromzählern darin, dass der Stromverbrauch digital dargestellt wird. Wird ein digitaler Stromzähler zusätzlich mit einem Kommunikationsmodul ausgestattet, kann der Verbraucher seine Stromverbrauchswerte in Echtzeit an den Energieanbieter übertragen und gleichzeitig jederzeit seinen Verbrauch kontrollieren.

So kann Energie gespart und Energiekosten reduziert werden. Auch in Bezug auf das Smart Home spielt der digitale Stromzähle eine wichtige Rolle.

Digitale Stromzähler werden in zwei Kategorien eingeteilt: In moderne Zähler und in intelligente Zähler. Das Funktionsprinzip ist bei beiden gleich - nur, dass die intelligenten Zähler mit einem Kommunikationsmodul ausgestattet werden. Ein solcher Zähler wird deshalb auch als Smart-Meter bezeichnet. Als nächstes folg ein Überblick beider digitalen Stromzähler.

Intelligenter Zähler

Die intelligenten Stromzähler sind mit digitalen Displays ausgestattet und können den monatlichen Verbrauch und den Gesamtverbrauch dem Verbraucher anzeigen. Unten den intelligenten Zählern versteht man auch die Smart Zähler, da sie die erhobenen Daten versenden können.

  • Digitaler Stromzähler
  • Digitales Display
  • Integriertes Kommunikationsmodul
  • Übermittlung der Daten an den Netzbetreiber

Moderner Zähler

Der Unterschied eines modernen Stromzählers zum intelligenten Zähler ist, dass dieser zwar den Verbrauch digital darstellt - jedoch keine Funktion zur Versendung der erhobenen Daten verfügt.

  • Digitaler Stromzähler
  • Digitales Display
  • Kein integriertes Kommunikationsmodul

Stromzähler ablesen: So lesen Sie Ihren Zählerstand ab

Einmal im Jahr muss der Stromzähler abgelesen werden und der aktuelle Zählerstand, der in kWh angegeben wird, übermittelt werden. Das Stromzähler Ablesen dient dazu, den Stromverbrauch des ganzen Jahres zu erfassen und diesen dem Stromanbieter mitzuteilen, damit er Ihre Stromkosten bestimmen kann. Nach dem Stromzähler Ablesen und dem Zählerstand Übermitteln erhalten Sie also eine Jahresabrechnung, bei der Sie je nachdem nachzahlen müssen oder Geld zurückerhalten.

Nachzahlungen vermeiden Falls Sie mit Nachzahlungen zu kämpfen haben, sollten Sie über einen Stromanbieterwechsel beziehungsweise über eine Tarifwechsel nachdenken. Unsere Energieexperten helfen Ihnen gerne bei der Tarifauswahl und übernehmen nach Wunsch auch gleich die Anmeldung für Sie. Nutzen Sie dafür einfach die kostenlosen Servicenummer 0893 80388 95 (Mo.-Fr.: 08:00 - 19:00 Uhr)

Je nach Stromanbieter und Netzbetreiber wird der Zählerstand entweder vom Netzbetreiber selbst abgelesen oder Sie müssen es machen. Im letzeren Fall informiert Sie Ihr Netzbetreiber und nun müssen Sie Ihren Zählerstand ablesen. Gehen Sie beim Stromzähler Ablesen so vor:

  1. Stromzähler finden: Gehen Sie zu Ihrem Stromzähler, der sich z.B. in der Wohnung, im Treppernhaus oder Keller befinden kann.
  2. Zählernummer notieren: Notieren Sie sich Ihre Zählernummer, denn der Zählerstand muss immer mit der Zählernummer durchgegeben werden.
  3. Zählerstand ablesen: Notieren Sie sich Ihren Zählerstand. Bei den mechanischen Stromzählern schreiben Sie sich alle Zahlen ohne Nachkommastelle auf. Bei den digitalen Stromzählern müssen Sie eventuell den Knopf neben dem Display betätigen oder abwarten, bis eine digitale Nummer, Ihr Zählerstand, erscheint.
  4. Zählerstand übermitteln: Sobald Sie die Zählernummer und den Zählerstand notiert haben, übermitteln Sie diese Zahlen an den Netzbetreiber bzw. Ihren Stromanbieter. Erfahren Sie hier wie Sie Ihren Stromanbieter kontaktieren können.

Bei den neusten Modellen, den Smart Metern, ist es nicht mehr notwendig, den Zählerstand selbst abzulesen. Die Daten zu Ihrem Stromverbrauch werden nämlich über das integrierte Kommunikationsmodul automatisch an den Energieanbieter weitergeleitet. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie über einen intelligenten Stromzähler verfügen, informieren Sie sich am besten direkt bei Ihrem Netzbetreiber.

Besteht Pflichteinbau bei Smart Metern oder modernen Zähler?

Pflichteinbau digitaler Zähler

Da das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie (BSI) die technische Möglichkeit von Smart Metern festgestellt hat und diese wiederum von mindestens drei voneinander unabhängigen Herstellern zertifiziert wurde, hat der Einbau von Smart Metern bereits angefangen.

Ein Pflichteinbau besteht zurzeit jedoch nur bei Verbrauchern mit einem jährlichen Stromverbrauch über 6.000 kWh. Auch bei niedrigeren Verbräuchen kann ein Smart Meter installiert werden, dabei handelt es sich jedoch nur um einen optionalen Einbau.

Der Einbau moderner Stromzähler ist sieht das Ganze jedoch anders aus: Das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende sieht den Einbau in allen deutschen Haushalten und Gewerben mit einem Verbrauch unter 6.000 kWh bis 2032 vor. Analoge Stromzähler werden also komplett ersetzt.

Stromzähler einbauen: Wer trägt die Kosten? Die Mitteilung über den Einbau einer modernen Messeinrichtung sollten Sie drei Monate vor dem eigentlichen Einbau erhalten. Sollte das der Fall sein, dann bleibt Ihnen keine andere Wahl, als diesen Einbau zu akzeptieren, auch wenn dies mit zusätzlichen Kosten verbunden ist. Zuständig für den dein Einbau wird übrigens der grundzuständige Messstellenbetreiber sein, bei dem es sich in der Regel um den örtlichen Netzbetreiber handelt. Es steht Ihnen jedoch auch frei, einen anderen Messstellenbetreiber zu wählen.

Messstellenbetreiber: Definition, Wechsel & Kosten

Stromzähler einbauen: Was kostet das?

Was kosten Stromzähler?

Fest steht: Auf Sie kommen auf jeden Fall höhere Kosten zu, wenn Sie sich für einen digitalen Stromzähler entscheiden oder wenn es Ihnen vom Gesetz her vorgeschrieben wird. Kosten verursacht werden nicht nur durch den Einbau eines neuen Zählers, sondern auch durch das Stromzähler Abmelden beziehungsweise die Demontage des alten Stromzählers.

Auch der mögliche Umbau des alten Stromzählers kostet Geld - bis zu ungefähr Tausend Euro je nach Aufwand und Komplexität des Vorhabens. Erfahrungen zeigen, dass der Umbau nur bei den wenigsten Haushalten zu umgehen ist. Betroffen sind insbesondere Häuser und Wohnanlagen, die vor 1965 fertig gestellt wurden. In Neubauten und bei Betreibern von Erneuerbare-Energien-Anlagen werden normalerweise automatisch digitale Stromzähler installiert.

Des Weiteren kann auch die Nutzung des digitalen Stromzählers selbst mehr Kosten im Jahr verursachen als der analoge. Bei modernen Messeinrichtungen gibt es zwar eine jährliche gesetzliche Preisobergrenze für den Betrieb - 20 € - intelligente Stromzähler sind davon jedoch ausgeschlossen. Hier ein Beispiel der jährlichen Kosten eines analogen und eines intelligenten Stromzählers:

Kosten für intelligente Zähler
  Analoger Stromzähler Intelligenter Stromzähler
Stromverbrauch/Jahr 3.400 kWh 3.400 kWh
Kosten/Jahr 13 € 40 €

Zusammenhang Zählernummer - Stromzähler

So wie jeder Haushalt einen Stromzähler hat, so hat auch jeder Stromzähler eine eindeutige Zählernummer. Mit der Stromzählernummer kann die Verbrauchsstelle zugeordnet und die Stromrechnung zugeschickt werden.

Wie finde ich meine Zählernummer?

Die Zählernummer befindet sich direkt auf der Stromzähler und liegt meistens in der Nähe eines Barcodes oder Strichcodes. Verwechseln Sie die Zählernummer nicht mit dem Zählerstand, welcher in kWh angegeben wird. Die Zählernummer können Sie außerdem Ihrer letzten Stromrechnung entnehmen.

So finden Sie Ihre Stromzählernummer

Weitere Fragen? Wurde Ihr Stromzähler gesperrt? Sie wollen wissen, was Wechselstrom ist? Was tun bei Gasgeruch? In unserer Rubrik Wissenswerte Fakten & Energietipps werden Ihre Fragen beantwortet.

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