Ihre Fragen zu Elektrosmog geklärt
Elektrosmog ist der umgangssprachlich verwendete Begriff für alle Strahlungen, die von elektronischen Geräten wie Smartphones oder Laptops ausgehen. Abgeleitet wird das Wort Elektrosmog vom Begriff „Smog" (engl. Smoke und Fog: Rauch und Nebel), welcher die sichtbare Luftverschmutzung durch Abgase beschreibt.
Um die Strahlenbelastung durch Ihre elektronischen Geräte zu verringern, können Sie Verschiedenes probieren. Beispielsweise können Sie Ihr Smartphone nachts in den Flugmodus schalten. Weitere Tipps und Informationen finden Sie in unserem Kapitel „Schutz und Abschirmung".
Das Bundesamt für Strahlenschutz gibt Entwarnung, denn Elektrosmog wirkt sich nicht schädlich auf Erbmaterial aus. Erklärung hierfür ist, dass die Energie von elektromagnetischen Feldern zu gering ist, um ernsthafte Schäden wie beispielsweise durch radioaktive Strahlung zu verursachen.
Elektrosmog: Was genau ist das?
Elektrosmog ist kein offiziell definierter Begriff. Umgangssprachlich wird das Wort verwendet, um alle elektrischen, magnetischen und elektromagnetischen Felder zu bezeichnen, die künstlich erzeugt von elektronischen Geräten ausgehen.
| Elektrische Felder | Magnetische Felder |
|---|---|
| Treten dort auf, wo elektrische Geräte oder Leitungen mit dem Stromnetz verbunden sind | Entstehen nur dann, wenn tatsächlich Strom fließt |
| Umgeben elektrische Geräte dauerhaft, egal ob ein- oder ausgeschaltet | Je mehr Strom fließt, desto höher die Stärke des Magnetfeldes |
| Je höher die Spannung, desto höher die Stärke des Feldes | Durchdringen fast ungehindert Materialien, daher schwer abschirmbar |
| Leicht abschirmbar, z.B. durch das Bauen von Hauswänden | Tritt wie elektrische Felder auch nur in der Nähe der Quellen auf und nimmt mit Distanz schnell ab |
| Tritt nur in der Nähe der Quellen auf und nimmt mit Distanz schnell ab |
Man unterscheidet zusätzlich zwischen zwei verschiedenen Arten von elektromagnetischen Feldern:
- 1 Niedrigfrequenzfelder: Frequenz bis zu 9 Kilohertz und sind z.B. in Hochspannungsleitungen, Bahnoberleitungen, Elektrogeräten oder der häuslichen Stromversorgung zu finden.
- 2 Hochfrequenzfelder: Haben eine Frequenz zwischen 9 und 300 Kilohertz, treten immer als elektromagnetische Felder auf und werden u.a. verwendet für Mobiltelefone, Radiosender, Mikrowellenherde, Klimaanlagen, medizinische Geräte und Funksendeanlagen.
Was sind die Elektrosmog Symptome?
Niederfrequente und hochfrequente Felder wirken sich verschieden auf den menschlichen Körper aus und verursachen daher unterschiedliche Elektrosmog Symptome. Ob Elektrosmog krank macht, ist bis jetzt jedoch noch nicht abschließend wissenschaftlich geklärt.
Elektrische und magnetische Felder mit einer Niedrigfrequenz können elektrische Ströme im Körper beeinflussen und sich auf Sinnes-, Nerven- und Muskelzellen auswirken. Es kann aber durch Elektrosmog nur dann zu Störungen von Körperfunktionen führen, wenn ein gewisser Schwellenwert überschritten wird.
Anders als Niedrigfrequenzfelder dringen hochfrequente elektromagnetische Felder wenige Zentimeter in den Körper ein, wo sie absorbiert und in Wärme umgewandelt werden. Durch eine zu starke Erwärmung aufgrund hoher Strahlungsintensität kann das Körpergewebe durch thermische Wirkungen Schäden nehmen.
Elektrosmog Symptome
Trotzdem wird Elektrosmog mit Symptomen wie Schlafstörungen, Konzentrationsschwierigkeiten und Kopfschmerzen assoziiert, vor allem von Menschen, die sich selbst als elektrosensibel bezeichnen. Wissenschaftlich nachgewiesen ist dieser Zusammenhang jedoch nicht!
Zur Diskussion steht, wie sich Elektrosmog langfristig auf die Entwicklung von Kindern auswirken kann, hieran wird bereits geforscht. Nachgewiesen ist jedoch, dass medizinische Implantate oder Herzschrittmacher von Elektrosmog durch beispielsweise Warensicherungsanlagen beeinflusst werden können.
Sie wollen erfahren, wie Sie elektromagnetische Felder und Elektrosmog bei sich zu Hause möglichst gering halten können? Das erklären wir Ihnen im nächsten Kapitel!
Elektrosmog Schutz und Abschirmung
Die im vorherigen Kapitel erwähnten Grenzwerte für elektrische und magnetische Strahlung gelten, wurden von der Internationalen Strahlenschutzkommission (ICNIRP), der Weltgesundheitsorganisation und der deutschen Strahlenschutzkommission festgelegt und sind in der Verordnung über elektromagnetische Felder (26. BImSchV) festgeschrieben. Außerdem gibt es weitere Verordnungen, die die Grenzwerte für spezielle Geräte wie Medizinprodukte uvm. festlegen.
Da sich die Strahlung und der Elektrosmog durch Distanz stark verringert, sind die Einflüsse im Haushalt natürlich deutlich höher als die von bspw. Funkmasten. Daher ergibt es Sinn, sich im eigenen Haushalt durch das Kauf- und Nutzungsverhalten vor Elektrosmog zu schützen. Die folgenden Tipps können Sie beachten, um sich vor Elektrosmog zu schützen:
- Stand-by Betrieb von Geräten vermeiden. Falls sie nicht genutzt werden, einfach abschalten. Dies schützt vor Elektrosmog und spart Stromkosten ;
- Beim Umzug, Hausbau oder der Miete neuer Wohnungen auf nahegelegene Hochspannungsmasten achten ;
- Wer viel telefoniert, kann z.B. ein Headset verwenden, um mehr Distanz zum Telefon herzustellen ;
- Nachts verschiedene Elektrogeräte mit genügend Abstand zum Bett platzieren ;
- Strahlungsarme Geräte kaufen, hierbei helfen VDE- und CE-Siegel bei Elektrogeräten, MPR- oder TCO-Siegel bei Monitoren und niedrigen SAR-Werte bei Smartphones achten ;
- Bei schlechtem Empfang nicht viel Internet nutzen, denn die Leistung und damit zusammenhängende Feldintensität wird bei schlechtem Empfang hochgestuft.
Elektrosmog messen: Messgeräte & App
Wer wissen möchte, wie hoch die Belastung durch Elektrosmog zu Hause ist, hat dafür verschiedene Messmöglichkeiten. Erstmal können Sie sich im Fachhandel beraten lassen, zu verschiedenen Elektrosmog Messgeräten, die Sie kaufen können.
Online gibt es die Möglichkeit, von verschiedenen Anbietern Elektrosmog Messgeräte wie Feldmeter für einige Tage gegen eine Gebühr zu leihen oder zu kaufen. Es besteht außerdem die Möglichkeit, sich ganze Elektrosmog Messkoffer auszuleihen, die neben Messgeräten auch weitere Informationen zum Thema beinhalten. Gebühren betragen in der Regel um die 55 € für eine Woche.
Elektrosmog Apps
Zudem werden verschiedene Smartphone Apps angeboten, mit denen Sie Elektrosmog messen können, diese liefern jedoch sehr ungenaue Ergebnisse. Daher raten Experten davon ab, sich auf die Ergebnisse dieser Elektrosmog Messungsapps zu verlassen.