Photovoltaik Förderung: Was fördert KfW und Bundesländer?

Die Kosten einer Photovoltaik Anlage können mithilfe der Photovoltaik Förderung gesenkt werden. Auf bundesweiter Ebene ist dafür die KfW zuständig, es gibt jedoch auch Förderprogramme von vereinzelten Bundesländern und auf regionaler Ebene. Was genau gehört zum Fördergegenstand der KfW Photovoltaik Förderung und wie sieht die Photovoltaik Förderung 2020 in Bezug auf die Einspeisevergütung aus? In diesem Artikel erfahren Sie alles zur Photovoltaik Förderung für Anlagen und Speicher und erhalten einen Überblick zur Förderung Photovoltaik NRW, Hessen, Bayern und anderer Bundesländer.


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Photovoltaik Förderung

Photovoltaik Förderung

Die Photovoltaik Förderung wurde durch das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) 2000 mit dm Ziel eingeführt, den Anteil erneuerbarer Energien an der gesamten Energieerzeugung in Deutschland zu erhöhen. Durchgesetzt wird die Förderung von Bund und einigen Bundesländern, es gibt jedoch auch regionale Förderprogramme, von denen profitiert werden kann.

Gefördert wird einerseitw die Anschaffung einer Photovoltaik Anlage, andererseits deren Betrieb. Zu den Fördermitteln gehören die Einspeisevergütung, zinsverbilligte Kredite, Zuschüsse von Energieversorgern, Anschaffungshilfen oder die Übernahem von Erstberatungskosten. Sie denken über den Kauf einer Photovoltaik Anlage nach? Informieren Sie sich in den nächsten Kapiteln rund um die Photovoltaik Förderung.

KfW Photovoltaik Förderung

KfW Photovoltaik Förderung

Träger der bundesweiten Photovoltaik Förderung im Bereich der Anschaffung einer Photovoltaik Anlage ist die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Zur Vergügung steht das Förderprodukt Erneuerbare Energien - Standard . Das Programm bietet finanzielle Unterstützung bei der Anschaffung einer neuen Anlage und deren Installationskosten, wie auch bei der Erweiterung einer bereits bestehenden Anlage.

Es werden bis zu 100 % der förderfähigen Kosten finanziert, maximal jedoch 50 Millionen Euro pro Vorhaben. Die genauen Fördersätze werden durch die eigene Hausbank ermittelt, mit der ebenfalls die Konditionen zu den Laufzeiten und tilgungsfreien Anlaufjahre vereinbart werden. Mit der Hausbank wird somit der zu erhaltene Kredit abgeschlossen. Wurde der Antrag bewilligt, ist der Betrag in einer Summe oder in Teilen innerhalb der nächsten zwölf Monate abrufbar.

Voraussetzung für den Erhalt der KfW Photovoltaik Förderung ist, dass die Photovoltaik Anlage an das öffentliche Stromnetz angeschlossen wird und nicht zu Zwecken der Stromerzeugung errichtet wird. Außerdem muss der Antrag vor dem tatsächlichen Erwerb beziehungsweise vor der Erweiterung der Anlage gestellt werden. Lesen Sie weiter, um mehr Details zum Fördergegenstand und zu den Antragsberechtigten zu erfahren.

Fördergegenstand

Die KfW Photovoltaik Förderung beinhaltet die Errichtung, Erweiterung und der Erweb von Photovoltaik Anlagen, einschließlich der dazugehörigen Kosten für die Planung und Installation. Dazu gehören Photovoltaik-Anlagen auf Dächern, an Fassaden oder auf Freiflächen, sofern sie den generellen Anforderungen des Gesetzes für den Ausbau erneuerbarer Energien genügen. Nicht zum Fördergegenstand gehören:

  • Gebrauchte Anlagen, die länger als 12 Monate am Netz sind
  • Gebrauchte Anlagen, die modernisiert werden sollen und bereits von der KfW gefördert wurden
  • Investitionen in den Bereich fossiler Brennstoffe
  • Treuhandkonstruktionen
  • Sogenannte In-Sich-Geschäfte, wie zum Beispiel der Erwerb eigener Unternehmensanteile

Wer ist antragsberechtigt?

Sie sind an der KfW Photovoltaik Förderung interessiert? Um von den Förderprodukten profitieren zu können, müssen Sie antragsberechtigt sein. Nicht antragsberechtigt sind Bund, Bundesländer und deren Einrichtungen, sowie Kommunen, kommunale Gebietskörperschaften und kommunale unselbständige Eigenbetriebe. Zu den Antragsberechtigten gehören:

  • In- und ausländische private und öffentliche Unternehmen
  • Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts, kommunale Zweckverbände
  • Privatpersonen und gemeinnützige Antragsteller, die einen Teil des erzeugten Stroms einspeisen
  • Genossenschaften, Stiftungen und Vereine
  • Freiberufler
  • Landwirte

Weitere KreditinstitutionenNebst der KfW Photovoltaik Förderung bieten auch andere Kreditinstitutionen wie die Umweltbank oder die Hausbank Finanzierungen der Photovoltaik Anlagen an, jedoch zu anderen Konditionen. Bevor Sie sich für eine Photovoltaik Förderung entscheiden, sollten Sie die verschiedenen Optionen untereinander vergleichen.

Photovoltaik Förderung 2020: Einspeisevergütung

Photovoltaik Förderung 2020: Einspeisevergütung

Zu der Photovoltaik Förderung 2020 gehört die Einspeisevergütung. DIe Einspeisevergütung wird durch das EEG festgelegt und gilt für den Betrieb der Photovoltaik Anlagen.

Die Idee dahinter ist, dass der Netzbetreiber den Anlagebetreiber mit einem festgelegten Preis bezahlt, wenn dieser seinen überschüssigen Solarstrom ins öffentliche Stromnetz einspeist. Somit soll der wirtschaftliche Betrieb einer Photovoltaik Anlage ermöglicht werden. Der Fördersatz ist von folgenden Faktoren abhängig:

  1. Größe der Photovoltaik Anlage
  2. Zeitpunkt der Installation
  3. Höhe des Eigenverbrauchs
  4. Art und Ort der PV-Anlage

Die Höhe der Einspeisevergütung orientiert sich zudem an der Höhe der Stromentstehungskosten, also an den Kosten, die für die Erzeugung einer Kilowattstunde Photovoltaikstrom entstehen. Aufgrund der fortschreitenden Technologie und der zunehmenden Massenproduktion von Photovoltaik Anlagen, sind die Stromentstehungskosten kontinuierlich gesunken, weshalb auch die Höhe der Einspeisevergütung gesunken ist:

Betrug die Einspeisevergütung 2004 für private Einfamilienhäuser mit Hausdachanlagen von bis zu 10 kWp noch knapp 60 Cent, so liegt sie aktuell nur noch bei 8,48 Cent (Stand: Oktober 2020). Im Hinblick dieser Entwicklung wird die Höhe der Einspeisevergütung in Zukunft mit großer Wahrscheinlichkeit noch weiter sinken. Die Einspeisevergütung wird dem Betreiber der Photovoltaik Anlage als fester Vergütungssatz für einen Zeitraum von 20 Jahren gezahlt.

Je früher die Photovoltaik Anlage also in Betrieb genommen wurde, desto höher der ausbezahlte Fördersatz. Anbei erhalten Sie einen Überblick zu der Entwicklung der Höhe der Einspeisevergütung seit 2004 für Anlagen bis 10 kWp (Qulle: BDEW).

Entwicklung Photovoltaik Förderung
Jahr Einspeisevergütung (Ct./kWh)
2004 57,40
2005 54,53
2006 51,80
2007 49,21
2008 46,75
2009 43,01
2010 39,14
2011 28,74
2012 24,43
2013 17,02
2014 13,68
2015 12,56
2016 12,31
2017 12,20
2018 11,59
2019 9,97
2020 8,48

Da der Strompreis mit derzeit ca. 30 Cent pro Kilowattstunde im Vergleich zur Einspeisevergütung viel höher ist, lohnt es sich, den Eigenverbrauch des selbsterzeugten Solarstroms so hoch wie möglich zu halten. Denn je höher der Eigenverbrauch, desto weniger Strom wird vom öffentlichen Netz benötigt. Das wiederum senkt die Stromrechnung.

BAFA Förderung Photovoltaik?

Das BAFA bietet zwar Förderprogramme im Bereich erneuerbare Energien an, legt den Fokus jedoch auf Heizungsanlagen, die erneuerbare Wärme nutzen Zu solchen Förderprogrammen gehört zum Beispiel die Austauschprämie für Ölheizungen und die finanzielle Unterstützung von effizienten Wärmepumpeanlagen und Biomasseanlagen.

Dementsprechend werden auch Solarplatten gefördert, die als Solarthermieanlagen genutzt werden. Der Fördersatz gilt dabei für die Anschaffung einer Solalrthermieanlage und liegt bei 30 Prozent. Eine BAFA Förderung Photovoltaik für die Anschaffung oder den Betrieb von Photovoltaik Anlagen gibt es jedoch nicht.

Förderung Photovoltaik Speicher

Nebst der Photovoltaik Förderung von Anlagen und deren Betrieb gibt es ebenfalls eine Förderung von Photovoltaik Speicher. Die Förderung Photovoltaik Speicher hilft, Anschaffungskosten eines Photovoltaik Speichers zu reduzieren. Ein Photovoltaik Speicher ermöglicht es, die überschüssige Energie auch an einem späteren Zeitpunkt zu nutzen. Somit muss weniger Energie ins öffentliche Stromnetz eingespiesen werden und der Eigenverbrauch wird von 25 Prozent bis auf 50 Prozent erhöht.

Auf Bundesebene wurden bis Ende 2018 rund 32.500 Solarstromspeicher in Höhe von rund 700 Millionen Euro finanziell gefördert, seither gibt es jedoch keine bundesweite Förderung der Photovoltaik Speicher mehr. Um Investitionen weiterhin anzuregen, gewähren seither einige Bundesländer Zuschüsse: Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Bayern, Berlin, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein, Brandenburg und Rheinland-Pfalz. Darüber hinaus tragen auch einige Städte wie München, Münster und Freiburg der Förderung Photovoltaik Speicher bei.

Förderung Photovoltaik: NRW, Hessen, Bayern & Co.

Förderung Photovoltaik: NRW, Hessen, Bayern & Co.

Wie bereits erwähnt, gibt es nebst der bundesweiten KfW Förderung Photovoltaik auch einige Bundesländer mit spezifischen Programmen zur Förderung Photovoltaik. Der Fördergegenstand kann hierbei die Photovoltaik Anlage und/oder der Photovoltaik Speicher sein. Im Anschluss finden Sie eine Übersicht zur Förderung Photovoltaik NRW, Hessen, Bayern, Niedersachsen, Sachsen und Baden-Württemberg.

Förderung Photvoltaik NRW, Hessen, Bayern & Co.
Bundesland Photovoltaik Förderung: Anlage Photovoltaik Förderung: Speicher
NRW Nein Progres.NRW
Hessen Nein Nein
Bayern Nachhaltige Stromerzeugung durch Kommunen und Bürgeranlagen (NaStromE-För) 10.000-Häuser-Programm
Niedersachsen Energetische Modernisierung von Wohneigentum / Mietwohnungsbestand Speicherförderung Niedersachsen
Sachsen Nein Richtlinie Speicher
Baden-Württemberg Nein Seit Juli 2019 ausgelaufen

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