Stromanschluss für Neubau und Baustelle

Ein Neubau kostet Zeit, Geld, Arbeit. Bevor es überhaupt losgehen kann, benötigt man ‒ wie für so vieles ‒ Strom. Zuerst muss Baustrom beantragt werden. Nach Beendigung der Bauphase ist dieser Stromanschluss passé ‒ und ein Hausanschluss ans Stromnetz wird durchgeführt. Wie bei einem Hausbau Stromanschluss beantragen und planen? Wie hoch sind die Kosten für Stromanschluss? Lesen Sie hier alles zum Thema Stromanschluss nach.


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Stromanschluss: Neubau vs. Baustelle

Stromanschluss

Bauherren sollten bei einem Neubau oder einer Sanierung die Unterschiede zwischen Baustrom und Hausanschluss an das Stromnetz verstehen. Zu Beginn der Bauphase wird in den meisten Fällen die Baustelle an Baustrom angeschlossen. Bei Baustrom handelt es sich um eine vorübergehende Stromversorgung, denn in der Regel sind noch nicht alle Stromleitungen verlegt und angeschlossen.

Bei Stromanschluss an das Stromnetz handelt es sich um den herkömmlichen Hausanschluss. Dieser Hausanschluss wird dauerhaft an das Stromnetz angeschlossen und sollte schon zu Baubeginn bei dem örtlichen Netzbetreiber (dieser kann auch gleichzeitig der örtliche Stromversorger sein) beantragt werden.

Nach Beendigung der Bauphase wird der Baustrom vom Hausanschluss an das Stromnetz abgelöst.

Wissen Sie Ihren Netzbetreiber? Finden Sie Ihren Netzbetreiber schnell und unkompliziert. Wie die Suche funktioniert und was man eigentlich unter einem Netzbetreiber versteht, erfahren Sie in unserem Artikel: Netzbetreiber.

Baustrom: Vorübergehende Stromversorgung

Bei einem Neubau muss zuerst ein Baustromanschluss beim örtlichen Versorgungsunternehmen beantragt werden - Das sollte möglichst frühzeitig (also gleich nach Erhalt der Baugenehmigung) passieren, immerhin können ohne Strom die Arbeiten nicht losgehen.

Bei Baustrom handelt es sich um einen zeitlich begrenzten Stromanschluss. Man benötigt ihn nicht nur bei Bauarbeiten, sondern auch auf Märkten oder Straßenfesten. Sie können Baustrom als Bauherr selbst beantragen. Es ist aber empfehlenswert, diese Aufgabe einem Elektroinstallateur zu überlassen.

Baustrom: Wo und wie beantragen?

Sie können Baustrom beim zuständigen Versorgungsunternehmen beantragen - Welches das ist, hängt davon ab, wo Sie wohnen. Es kann sich um örtliche Energieversorger, Netzbetreiber und auch Stadtwerke handeln. Nachdem Sie Baustrom beantragt haben, werden Ihr Strombedarf und die nächstgelegene Anschlussstelle ermittelt. Im Anschluss schließt ein Techniker des Versorgungsunternehmens den Baustrom an.

Den Antrag auf Baustrom kann ein Elektroinstallateur für Sie übernehmen. Suchen Sie sich einfach eine vertrauenswürdige Elektrofirma in Ihrer Umgebung aus und lassen Sie sich beraten. Ein Elektriker wird dann in Ihrem Namen einen Antrag auf Baustrom stellen. Für Ihren Antrag auf Baustrom benötigen Sie die Adresse der Baustelle, amtlichen Lageplan und benötigte Leistung.

  • Antrag auf Baustrom:
  • Örtlichen Stromversorger bestimmt?
  • Netzbetreiber herausgefunden?
  • Antrag auf Baustrom gefunden?
  • Name und Anschrift des Bauherren liegen bereit?
  • Adresse der Baustelle ist vorhanden?
  • Art des Baustelle ist bekannt? (z.B. Privathaus)
  • Amtlicher Lageplan vorhanden?
  • Benötigte Leistung in kWh berechnet?

Baustrom: Kosten und Verbrauch

Damit Sie Baustrom verwenden können, wird ein Baustromkasten installiert - inklusive Verbrauchszähler. Die Kosten für den Stromverbrauch müssen Sie übernehmen. Die Installation des Baustromkastens muss vor dem Anschluss ans Stromnetz bezahlt werden.

Es kann Ihnen viel Geld sparen, einen Baustromkasten zu mieten oder gebraucht zu kaufen. Es bietet sich auch an, einen Baustromverteiler zu kaufen, der vorübergehend Netzspannung bereitstellt. Durch solche Kosteneinsparungen geht sich das ein oder andere Möbelstück mehr aus - Lassen Sie sich am besten von Ihrem Elektroinstallateur beraten.

  • Kostenpunkte:
  • Anschluss: Kosten für den Baustromanschluss
  • Kasten: Miete für den Baustromkasten
  • Zähler: Miete für den Baustromzähler
  • Abbau: Kosten für den Abbau des Baustromanschlusses

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Stromanschluss an das Stromnetz beantragen

Wenn die Bauphase beendet ist, muss das Haus dauerhaft ans Stromnetz angeschlossen werden ‒ Stromanschluss Haus. Sie sollten möglichst früh - am besten gleich zu Baubeginn - einen Stromanschluss bei Ihrem örtlichen Netzbetreiber beantragen. Auch diesen Antrag kann ein Elektroinstallateur für Sie übernehmen, Sie müssen das nicht selbst erledigen.

Für den Antrag benötigen Sie im Normalfall einen Lageplan mit Gebäudegrundriss. Auf dieser Basis bekommen Sie im Anschluss vom Netzbetreiber ein Angebot. Der Hausanschluss wird von einem Techniker durchgeführt, den der Netzbetreiber für Sie beauftragt - Natürlich erst, nachdem Sie zugestimmt und unterschrieben haben.

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Wie wird ein Stromanschluss durchgeführt?

Der Hausanschluss (bzw. Stromanschluss ans Stromnetz) kann entweder über einen Hausanschlusskasten oder über eine Hausanschlusssäule durchgeführt werden. In beiden Fällen muss eine Kabeltrasse dorthin führen - der Boden darunter muss verdichtet oder unterbaut sein, sodass sich das Erdreich nicht setzen kann und stabil ist.

Die Tiefbauarbeiten, die dafür nötig sind, können Sie selbst übernehmen - Diese Eigenarbeit würde Ihnen Kosten ersparen, erfordert aber einige Vorkenntnisse.

Außenwand-Hausanschluss-Kasten oder Hausanschluss-Säule

Hausanschluss

In den meisten Fällen wird der Hausanschluss über einen Außenwand-Hausanschlusskasten ermöglicht. Nur, wenn das aus bautechnischen Gründen nicht möglich ist (z.B. bei Holzfassaden), wird eine Hausanschlusssäule errichtet.

Außenwand-Hausanschlusskästen werden an Außenwänden befestigt und können - nach dem Anschluss ans Stromnetz- mit einer Putzbeschichtung verdeckt werden. Sie stören also nicht die Ästhetik.

  Nach der Montage wird die Hauptleitung an den Zählerschrank angeschlossen. Der Elektroinstallateur beantragt im Anschluss daran für Sie die Inbetriebsetzung - davor müssen Sie die Rechnung für den Hausanschluss bezahlen.

Wie können Sie beim Stromanschluss Kosten sparen?

Die Kosten des Hausanschlusses hängen von der Länge des Netzanschlusses auf Ihrem Grundstück ab - und natürlich davon, bei welchem Netzbetreiber Sie den Hausanschluss beantragen. Rechnen Sie jedenfalls mit mehreren tausend Euro.

Hausanschluss: Kosten sparen

Ein Hausbau samt Hauseinrichtung kosten Geld. Beim Hausanschluss ans Stromnetz gibt es einige Möglichkeiten, Kosten zu sparen. Eine Variante ist es, die Tiefbauarbeiten für die Kabelverlegung (oder Teile davon) selbst zu erledigen. Das erfordert technische Vorkenntnisse - Arbeiten Sie also nicht einfach drauf los.

Bei Elektroinstallationen muss Sicherheit vor Kosten gehen. Ohne technische Vorkenntnisse können Sie beim Baustromkasten sparen: Sie können ihn mieten, gebraucht kaufen oder einen Baustromverteiler besorgen - Lassen Sie sich am besten vom Elektrofachmann beraten.

Hausanschluss: Günstige Stromtarife

Stromkosten sparen

Davon ausgehend, dass Sie nicht im Lotto gewonnen haben, wollen Sie wahrscheinlich auch nach Fertigstellung des Hausbaus noch Geld sparen - und zwar nicht durch weniger Möbel oder fehlende Vorhänge.

Sparen Sie einfach bei den Stromkosten - Sie müssen sich so in keinster Weise zurücknehmen und materielle Bedürfnisse zurückschrauben, sondern sich einfach nur kurz Zeit nehmen, einen Anbietervergleich durchzuführen.

Das geht schnell und einfach mit Online-Tarifrechnern. Seien Sie vorsichtig bei sehr günstigen Angeboten - Oft steckt dahinter ein großzügiger Rabatt im ersten Vertragsjahr - In den Jahren darauf können die Stromkosten dann um ein Vielfaches steigen. Informieren Sie sich daher gut, bevor Sie sich einen Stromanbieter aussuchen. Einen Anhaltspunkt bieten Ihnen unsere Artikel über Deutschlands Energieversorger.

Wenn Sie sich dafür interessieren, wie Sie nach dem Hausanschluss Strom anmelden können, schauen Sie sich am besten in unserer Rubrik zum Thema Stromanmeldung um. Sie erfahren dort auch, wie Sie Gas anmelden können und wie Sie an Ihrer alten Adresse Strom und Gas abmelden können.

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