Elektroauto kaufen: Gebraucht, geleast oder gemietet?

Das Elektroauto verwendet für den Betrieb eine mit Strom aufgeladene Batterie und wird deshalb als umweltfreundliche Alternative zu herkömmlichen Benzin- oder Dieselmotoren angesehen. Nichtsdestotrotz scheiden sich im Hinblick auf die Vor- und Nachteile die Wege, vor allem in Bezug auf den Beitrag des Elektroautos zum Klimaschutz. Was hat es mit der Kritik auf sich? In diesem Artikel erfahren Sie mehr über die heutigen Standards der Elektroautos und ob es sich lohnt, aufgrund der hohen Kosten ein Elektroauto zu kaufen oder ob es besser ist, sich für ein gebrauchtes Modell zu entscheiden, eines zu leasen oder zu mieten.


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Elektroauto: Definition, Entwicklung und heutige Standards 

Elektroauto: Definition, Entwicklung und heutige Standards 

Ein Elektroauto besitzt im Vergleich zu herkömmlichen Autos keinen Benzin- oder Dieselmotor sondern einen Elektromotor. Dieser Motor besteht aus einem Akkumulator, einer Batterie, die für den erfolgreichen Betrieb des Fahrzeuges regelmäßig aufgeladen werden muss.

Das erste Elektroauto wurde bereits 1821 von einem englischen Naturwissenschaftler namens Michael Faraday. Dabei handelte es sich um die Grundlagen des Elektroantriebs und damit die ersten Bausteine des heutigen Elektroautos. Durch fortschreitende Angebote im Bereich der Verbrennungsmotorfahrzeuge aufgrund des billigen Öls kam es ab 1910 zu einem ersten Stillstand in der Entwicklung der Elektroautos, die seit der Ölkrise 1990 jedoch wieder angekurbelt wurde.

Wurden 2003 Elektroautos vor allem noch von kleineren, unabhängigen Firmas entwickelt, sorgen sich heutzutage auch große Autobauer um die Weiterentwicklung von Elektroautos. Anbei finden Sie Informationen zu den heutigen Standards von Elektroautos in Bezug auf ihre Reichweite, Ladestation, Ladezeit und Batterie.

Elektroauto Standard Informationen
Reichweite Die Reichweite eines voll beladenen Elektroautos variiert zwischen 120 und 500 Kilometern. Die Reichweite ist von verschiedenen Faktoren wie dem Fahrstil und dem Alter der Batterie abhängig.
Ladestation Laut Statista 2020 erreicht die Anzahl Ladestationen in Deutschland mit rund 20.400 einen Rekordwert. Online verfügbare Ladesäulenkarten wie diejenige der Bundesnetzagentur geben einen Überblick über die verschiedenen Ladestationen.
Ladezeit Die Ladezeit hängt mit der Batteriekapazität und Ladeleistung zusammen. Bei einer normalen Haushaltssteckdose mit einer Leistung von 2.3 kW reicht die Ladezeit zwischen acht und 14 Stunden. Bei Schnellladesäulen mit einer Leistung von 50 kW kann ein Elektroauto hingegen bereits in 30 Minuten zu 80 Prozent geladen werden.
Batterie Für die Elektroauto Herstellung werden Rohstoffe wie Lithium, Nickel, Kobalt, Graphit und Mangan genutzt. Die Lebensdauer der Batterie liegt zwischen acht und zehn Jahren beziehungsweise zwischen 500 bis tausend Ladezyklen. Die Kosten der Batterie hängen stark mit der Art des Elektroautos zusammen und reichen zwischen 5.000 und rund 10.000 Euro.

Der Wegscheider Elektroauto: Vorteile, Nachteile und Ökobilanz

Die Diskussion über Elektroautos und ihre Zukunft ist kontrovers: Einige denken, dass Elektroautos nichts zum Klimaschutz beitragen und deshalb scheitern werden, andere glauben an das Gute der Elektroautos und sehen mehr Vor- als Nachteile. Fest steht: Durch die Verwendung des Elektromotors verursacht die Nutzung eines Elektroautos keine umweltschädlichen CO2-Emissionen. Zu den grössten Nachteilen gehören sicherlich die hohen Anschaffungskosten. Hier die Vor- und Nachteile von Elektroautos im Überblick.

  • Keine schädlichen CO2-Emissionen
  • Weiter Drehzahlbereich und hohes Drehmonent: Kein Schaltgetriebe und hohe Beschluenigungswerte
  • Leiser Betrieb und Geruchsneutralität
  • Lange Lebensdauer und geringer Wartungsbedarf
  • Rekuperation: Energie beim Bremsen zurückgewinnen
  • Hohe Anschaffungspreise und kleiner Markt
  • Geringere Reichweite und Einplanung von Ladevorgang an vorhandenen Ladestellen
  • Längere Ladezeiten als Tankvorgänge
  • Erhöhte Unfallgefahr aufgrund Geräuschlosigkeit

Trägt das Elektroauto wirklich zum Klimaschutz bei? 

Trägt das Elektroauto wirklich zum Klimaschutz bei? 

Obwohl Elektroautos bei der Verwendung keine CO2-Emissionen ausstossen und deshalb umweltfreundlicher als Benzin- und Diesel betriebene Motoren sind, werden unter dem großen Denkfehler des Elektroautos und der Elektroauto Lüge Vorwürfe bezüglich der Ökobilanz des Elektroautos gemacht. Was hat es damit auf sich? Lesen Sie weiter, um mehr über die Kritikpunkte des Elektroautos zu erfahren und inwiefern sie berechtigt sind oder nicht.

  Umweltbelastende Produktion: In der Tat verursachen sie bei der Produktion die gleichen Belastungen wie die anderen Fahrzeugsarten. Laut Paul Scherrer Institut 2019 werden die hervorgerufenen Umweltschäden bei der Herstellung jedoch nach rund 50.000 Kilometer wieder kompensiert.

  Verwendung von Strom für den Betrieb: Der für den Betrieb des Elektroautos benötigte Strom wird aus dem Stromnetz bezogen. Dieser Strom, besteht immernoch fast zur Hälfe aus konventionellen Energieträgern wie Kohle, Kernenergie und Erdgas (Quelle: Statistisches Bundesamt 2020), die bekannterweise umweltschädlich sind. Das BMU hält in einer Publikation Ende 2019 jedoch fest: Ein heute gekauftes (...) Elektroauto schneidet im Vergleich mit verbrennungsmotorischen Fahrzeugen unter Klimagesichtspunkten besser ab – auch beim aktuellen deutschen StromMix. Im Vergleich mit einem (...) Dieselfahrzeug liegt der CO2-Vorteil eines Elektroautos bei 16 Prozent, gegenüber einem modernen Benziner bei 27 Prozent. Dieser Vorsprung würde sich mit dem Ausbau erneuerbarer Energien im Strombereich noch weiter vergrößern, trotz ebenfalls zunehmender effizient der Fahrzeugalternativen.

  Weitere negative Umweltauswirkungen: Umwelt- und gesundheitsgefährdende Schadstoffe wie Stickoxide und Feinstaub entstehen auch bei Elektroautos. Vor allem bei der Produktion ist die Emission an Feinstaub beim Elektroauto höher; bei Stickoxiden jedoch bei konventionelle Autos. Vergleicht man die Emissionen beider Schadstoffe am Auspuff schneiden Elektroautos in beiden Kategorien besser ab.

Was kostet ein Elektroauto?

Was kostet ein Elektroauto?

Um sich an die Bedürfnisse der Kunden anzupassen, gibt es verschiedene Elektroautos von unterschiedlichen Herstellern. Dementsprechend gibt es auch Unterschiede in den Preisen, wobei die Anschaffungskosten schnell mal zwischen 30.000 bis 40.000 Euro betragen.

Hinzu kommen Kosten für weitere Komponenten wie Batterie, Ladekabel und Ladebox. Die Batterie ist mit einer Preisspanne von 5.000 bis 10.000 Euro mit Abstand die teuerste Komponente der drei. Bei Ladekabel und Ladebox muss mit noch einmal einigen tausend Euro gerechnet werden, wobei letztere nicht unbedingt notwendig, wenn auch nützlich ist, denn sie verringert die Ladezeit des ELektroautos.

Förderung Elektroauto Um Kosten bei einem Kauf eines Elektroautos zu sparen, kann von der staatlichen Förderung des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) profitieren. Hierbei werden rund 4.000 Euro zurückgegeben, einerseits vom BAFA andererseits vom Hersteller selbst in Form eines Rabattes.

Nach der Anschaffung eines Elektroautos muss natürlich auch mit Betriebskosten gereechnet werden. In diesem Falle handelt es sich dabei um die Stromkosten für das Aufladen der Batterie. Bei privatem Aufladen beträgt der durchschnittliche Preis pro kWh Haushaltsstrom 30,91 Cent (Stand: September 2020). Bei einer Speicherkapazität von 30 kWh wären das ungefähr 9 Euro.

Bei öffentlichen Ladesäulen, die unter anderem auch von Energieanbietern wie EnBW, innogy oder Maingau Energie angeboten werden, werden bei die Kosten zum Beispiel pro Kilowattstunde berechnet. Bei anderen wird ein Pauschalpreis zwischen 5 und 10 Euro pro Ladung berechnet und bei wiederum anderen werden auch Zeit-Tarife mit etwa 3 Euro pro Stunde angeboten. Am meisten profitiert derjenige, der in einer kurzen Ladezeit eine große Reichweite erreichen kann. Eine schnelle Aufladung an öffentlichen Ladesäulen ist außerdem meistens günstiger als die Zuhause.

Berechnung der Kosten pro 100 Kilometer Die Berechnung der Stromkosten für 100 Kilometer ist bei einem Elektroauto einfach. Dafür müssen Sie lediglich den Verbrauch in kWh pro 100 Kilometer mit dem aktuellen Strompreis multiplizieren. Beim Resultat handelt es sich jedoch nur um eine Schätzung, da in Realität die Rekuperation und die Art der Aufladung die Kosten vermindern können.

​ Elektroauto kaufen, leasen oder mieten     ​

Elektroauto kaufen, leasen oder mieten 

Wie im vorherigen Kapitel aufgezeigt, können die Elektroauto Kosten nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Obwohl die Anschaffung eines Elektroautos viele Vorteile mit sich bringt und auch staatlich gefördert wird, bestehen auch andere Möglichkeiten, um von den Vorteilen zu profitieren.

Eine erste Möglichkeit ist es, sich für ein gebrauchtes Elektroauto zu entscheiden. Obwohl der Gebrauchtwagenmarkt von Elektroautos noch relativ klein ist und eher aus älteren Modellen besteht, lassen sich gute Angebote finden, die eine günstige Alternative zur herkömmlichen Anschaffung darstellen. Wichtig beim Kauf eines gebrauchten Elektroautos ist vor allem der Zustand der Batterie. Diese muss nämlich nach maximal zehn Jahren ausgetauscht werden und ist sehr teuer.

Beim Elektroauto Leasing bezahlen Sie über die Dauer des Leasingvertrages eine monatliche Rate für die Nutzung des Fahrzeuges und geben es nach Ablauf des Vertrages wieder zurück. Das wiederum bedeutet, dass Ihnen das Fahrzeug nicht gehört, ausser Sie beschließen es im Anschluss zu kaufen. Demgegenüber steht die Finanzierung, bei der eine gewisse Summe für den Kauf des Fahrzeuges bereitgestellt wird. Der Vorteil der Finanzierung ist, dass nach Abschlusszahlung das Fahrzeug zum Eigentum wird.

Vorteile des Leasing Für diejenigen, die gerne verschiedene Modelle und Hersteller von Elektroautos ausprobieren möchten, macht das Leasing Sinn. Das Fahrzeug gehört nicht Ihnen, Sie müssen sich nach Ablauf des Vertrages nicht um den Verkauf des Fahrzeuges kümmern und Sie können sich ein neues Modell aussuchen.

Vom Leasing unterschieden wird ebenfalls die Elektroauto Miete. Bei dieser Variante wird, nicht wie beim Leasing das ganze, sondern nur ein Teil des Fahrzeuges gemietet. Zum Beispiel besteht die Möglichkeit, das Elektroauto zu kaufen, die Batterie jedoch zu mieten. Natürlich besteht auch die Möglichkeit, Elektroautos als Mietwagen zu verwenden. Das dient vor allem interessierten Käufern als willkommener Testversuch und als Entscheidungshilfe.

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