Ölheizung: Verbot, Förderung und Kosten der Erneuerung

2019 wurden noch 5.8 Millionen Wohngebäude über eine Ölheizung mit Wärme versorgt. Im Sinne des neuen Klimapaketes 2030 wird diese Zahl nicht weiter zunehmen, denn: Ab 2026 wird ein Ölheizung Verbot für die Inbetriebnahme regulärer Ölheizungen eingeführt. Um Energie zu sparen, sind künftig nur noch Hybridsysteme in Verbindung mit erneuerbarer Energien zu installieren. Die Ölheizung Förderung und Abwrackprämie dient als Anreiz, die Ölheizung frühzeitig auszutauschen und die Ölheizung Kosten zu senken. In diesem Artikel erfahren Sie alles zum Verbot der Ölheizung, warum Sie Ihre Ölheizung erneuern sollten und welche Alternative zur Ölheizung existiert.


Ölheizung Verbot

Ölheizung Verbot

Im Oktober 2019 hat die Bundesregierung das neue Klimapaket 2030 beschlossen, das Energiesparmaßnahmen für die Reduzierung von CO2-Emissionen um 55 Prozent vorsieht. Ebenfalls enthalten ist ein Ölheizung Verbot. Das Verbot soll ab 2026 in Kraft treten und umfasst den Kauf von neuen Ölheizungen.

Das heißt: Heizen Sie aktuell mit einer Ölheizung können Sie dies trotz Verbot weiterhin tun. Allerdings besteht unter der Energieeinsparverordnung (EnEV) eine Austauschpflicht für Ölheizungen, die älter als 30 Jahre sind.

Ein Austausch des alten Ölkessels mit einem moderneren Ölbrennwertgerät lohnt sich generell, denn so können Sie rund 30 Prozent Energie sparen. Alternativ können Sie bis 2026 auch eine neue Ölheizung kaufen. Ab 2026 dürfen jedoch nur noch Hybridsysteme installiert werden, die erneuerbare Energien wie zum Beispiel eine Solaranlage oder eine Wärmepumpe einbindet.

Wie bei jeder Regel, gibt es auch beim Ölheizung Verbot Ausnahmen: Von dem Ölheizung Verbot ausgenommen sind Gebäude, bei denen die Erzeugung von klimafreundlicher Wärme nicht möglich oder nicht ausreichend ist und bei denen keine Anschlussmöglichkeit an Fernwärme besteht.

Ölheizung Förderung und Abwrackrpämie

Ölheizung Förderung und Abwarckprämie

Bis 2019 war die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) für die Ölheizung Förderung zuständig. Seit dem Beschluss des neuen Klimapaketes ist anstelle das Bundesministerium für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) dafür verantwortlich.

Zwar umfasst die Ölheizung Förderung nicht mehr Ölheizungen alleine sondern nur noch die Kombination von Ölheizungen mit erneuerbaren Energien. Dennoch sind die Fördermaßnahmen sehr attraktiv, denn sie decken bis zu 30 Prozent der Kosten des neuen Hybridsystemes ab.

Mit dieser Art der Förderung wird ebenfalls die Abwrackprämie Ölheizung zentralisiert. Zuvor waren solche Abwrackprämien nur in bestimmten Bundesländern vorhanden und wurden im Gegenzug zur Entsorgung einer alten Ölheizung verteilt. Diese Abwrackprämien betrugen jedoch weit geringere Geldmengen. Anrecht auf die Ölheizung Förderung beziehungsweise auf die Abwrackprämie Ölheizung haben alle Gebäude mit einer Ölheizung, die mehr als zwei Jahre in Betrieb ist.

Ölheizung erneuern: Gründe für den Austausch

Falls Ihre Ölheizung älter als 30 Jahre ist, müssen Sie aufgrund der gesetzlichen Austauschpflicht Ihre Ölheizung erneuern. Es gibt jedoch auch andere gute Gründe, weshalb Sie Ihre alte Ölheizung erneuern sollten. Anbei erhalten Sie einen Überblick:

Warum Sie Ihre Ölheizung erneuern sollten
Grund Erläuterung
Heizkosten sparen Moderne Brennwertgeräte haben einen höheren Wirkungsrad und verbrauchen bis zu 30 Prozent weniger Brennstoff. Ein reduzierter Energieverbrauch wirkt sich positiv auf den Geldbeutel aus, vor allem in Anbetracht der stetig steigenden Ölpreise.
Umwelt schützen Öl ist ein fossiler Brennstoff, der umweltschädliche CO2-Emissionen produziert. Im Vergleich zu anderen Heizungsarten hat die Ölheizung sogar den größten CO2-Fußabdruck. Eine modernere Ölheizung reduziert die verbrauchte Brennstoffmenge und damit auch die CO2-Emissionen.
Von Fördermittel profitieren Bei der Erneuerung Ihrer Ölheizung in ein Hybridsystem mit erneuerbarer Energie können Sie von Fördermitteln in der Höhe von bis zu 30 Prozent der Kosten profitieren.
Immobilienwert erhöhen In der Entwicklung des Energiemarktes spielt die Energieeffizienz einer Immobilie eine immer wichtigere Rolle. Da moderne Ölheizungen die Energieeffizienz einer Immobilie steigern, steigt damit auch der Wert der Immobilie an sich.
Heizkomfort steigern Neue Ölheizungen gewährleisten einen höheren Heizkomfort, da sie individuell gesteuert oder in ein Smart Home System integriert werden können.
Veränderte energetische Bedingungen Eine energetische Sanierung kann dazu führen, dass sich der Wärmebedarf des Haushaltes verändert. Um an die neuen energetischen Bedingungen abgestimmt zu sein, muss die alte Ölheizung erneuert werden.

Darauf sollten Sie bei der Erneuerung Ihrer Ölheizung achten

  1. Ermitteln des Heizbedarfs: Die Ermittlung des Heizbedarfs ist notwendig, um die richtige Größe des Heizkessels zu bestimmen. Nur so kann die bestmögliche Energieeffizienz sichergestellt werden und mit dem reduzierten Energieverbrauch auch Kosten gespart werden.
  2. Lagerung des Ölvorrates bestimmen: Grundsätzlich können Sie Ihren bisherigen Öltank weiterverwenden. Sie können jedoch ebenfalls die Gelegenheit nutzen und Ihr Lager nach draußen in einen Erdtank verlagern.
  3. Qualität priorisieren: Obwohl die online verfügbaren gebrauchten und preislich günstigeren Ölheizungen verlockend sind, ist davon abzuraten. Gebrauchte Ölheizungen sind meist nicht die modernsten Modelle und können zudem unerwartete Probleme verursachen. Neue Ölheizungen sind vertrauenswürdiger und auch mit einer Garantie verbunden.
  4. Auf den richtigen Zeitpunkt warten: Am besten erneuern Sie Ihre Ölheizung im Sommer, wenn sie nicht im Betrieb ist und wenn Installateure und Heizungsbauer mehr Kapazität haben.

Ölheizung kaufen: Mit was für Kosten sind zu rechnen?

Ölheizung kaufen: Mit was für Kosten muss gerechnet werden?

Falls Sie Ihre Ölheizung erneuern, kommen als Erstes Kosten für den Heizkessel zwischen 3.000 und 5.000 Euro auf Sie zu. Des Weiteren wird eine Abgasleitung benötigt, damit der vorhandene Kamin durch die niedrigen Abgastemperaturen nicht beschädigt wird. Die Kosten hierfür reichen bis 1.000 Euro. Schließlich ist ebenfalls mit Montagekosten zu rechnen, die jedoch nicht allzu hoch ausfallen.

Sie wollen eine neue Ölheizung kaufen? Die Ölheizung Kosten sind einerseits vom Leistungsbereich der Ölheizung und andererseits vom Qualitätstandard des Kessels, Heizungsregelung und des Herstellers abhängig. Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit 110 Quadratmetern liegen die Komplettkosten zwischen 7.000 und 9.000 Euro. Zu den inbegriffenen und notwendigen Bauteilen gehört der Heizkessel, der Öltank, die Abgasleitung, der hydraulische Abgleich und die Montagekosten.

Hinzu kommen jährliche Wartungskosten von rund 250 Euro und natürlich die laufenden Betriebskosten, die je nach Verbrauch unterschiedlich hoch ausfallen können. Laut Heizspiegel betrugen die Heizkosten von Heizöl im Jahre 2018 bei einem mittleren Verbrauch eines Einfamilienhauses mit 100 Quadratmeter rund 1450 Euro.

Alternative zur Ölheizung

Alternative zur Ölheizung

Die Ölheizung Kosten sind Ihnen zu hoch und Sie sind auf der Suche nach einer Alternative zur Ölheizung? Falls Sie bisher mit Öl geheizt haben, eignet es sich, die Ölheizung durch eine Pelletheizung zu ersetzen.

Das lohnt sich, weil Sie den Öltank für die Lagerung der Pellets nutzen können, weil Sie bei dieser Variante zum Umweltschutz beitragen und weil Sie für den Umstieg mit einer Förderung vom BAFA von bis zu 45 Prozent rechnen können. Mehr über die Holzheizung erfahren Sie in unserem Artikel: Holzheizung Kosten.

Eine andere Alternative zur Ölheizung die Kombination mit einer erneuerbaren Energie wie der Solarthermie. Die Kombination mit Solarthermie führt zwar zu weiteren Kosten bei der Anschaffung und zu Komplettkosten von rund 17.000 Euro, jedoch können Sie davon rund 2.000 Euro dank der Ölheizung Förderung der BAFA einsparen. Eine solche Kombination als Heizsystem wird ausserdem dafür sorgen, dass Sie Ihre Energie effizienter nutzen können und damit noch mehr Heizkosten sparen können.

Wer auf eine völlig emissionsfreie Heizungsart setzen möchte, kann als Alternative zur Ölheizung ebenfalls auf eine Wärmepumpe setzen. Diese ist vor allem in Neubauten oder in gut sanierten Gebäuden effizient; bei Altbauten macht die Installation einer Wärmepumpe nur Sinn, wenn mit geringen Temperaturen geheizt werden kann. Mehr zum Thema Wärmepummpe finden Sie hier: Wärmepumpe Vorteile, Funktion und Kosten.

Ölheizung auf Gas umrüsten

Ölheizung auf Gas umrüsten

Abgesehen davon kommen auch andere Heizungsarten in Frage wie zum Beispiel die Gasheizung. Die Ölheizung kann einfach auf Gas umgerüstet werden, wenn der Haushalt bereits einen Gasanschluss besitzt. Die Gasheizung ist insgesamt preiswerter als die Ölheizung und spart auch Platz, da sie auf keinen Tank zur Lagerung angewiesen ist.

Bei dieser Alternative sollte jedoch beachtet werden, dass der Gaspreis Schwankungen unterlegen ist es sich trotzdem um einen fossiler Brennstoff mit negativen Klimaauswirkungen handelt.

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