Welche Heizung ist die richtige für mich? Heizung richtig auswählen!

Der Winter naht und die Frage nach der richtigen Heizung sollte schnellstmöglich geklärt werden. Welche Heizung ist die richtige? Welche Heizung ist die beste? Die Auswahl der richtigen Heizung kann von vielen individuellen Faktoren abhängen: Höhe der Investitionskosten, Umweltbewusstsein, Brennstoff Präferenz, vorhandener Platz im Haus und Zustand des Gebäudes. Erfahren Sie mit unserer Hilfe, welche Heizungsarten es gibt, welche Heizung bei Altbau, welche Heizung bei Neubau einsetzbar ist und vor allem, ob und welche Heizung fördert die KfW.


Welche Heizung ist die richtige?

Bei der Auswahl einer richtigen Heizung spielt neben der Heizart auch der Energieträger eine wichtige Rolle. So gibt es fossile Brennstoffe und nachwachsende Energieträger, die sich in CO2-Bilanz, Anschaffungskosten, Verfügbarkeit und Brennwert unterscheiden.

Generell wird zwischen fossilen Brennstoffen und erneuerbaren Energieträgern unterschieden. Fossile Brennstoffe (Steinkohle, Braunkohle ) kennzeichnen sich durch ihre begrenzte Verfügbarkeit aus, die in einigen Jahrzehnten ihren Peak erreichen wird. Steigerung fossiler Preise ist umso weniger überraschend wie auch die großen Mengen an schädlichen CO2-Emissionen, die bei der Umwandlung in Energie produziert werden.

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Nachwachsende Energieträger sind das Gegenbeispiel. Regenerative Energieträger lassen sich laufend erneuern und stehen unendlich zur Verfügung. Erneuerbare Energieträger wie Wasserkraft, Windkraft, Sonnenkraft, Erdwärme und Biomasse belasten weder das Klima noch die Umwelt. Regenerative Energieträger sind außerdem vielfältig einsetzbar: Stromerzeugung, Wärmeerzeugung und Kraftstofferzeugung.

Auswahl der Energieträger
Energieträger Details
Brennstoff Erdöl
  • Viel Platzbedarf notwendig
  • Lagerung von Öltank
  • Fossiler Brennstoff
  • Höhere CO2-Emissionen als Erdgas
  • Hohe Effizienz kann durch spezielle Brennwerttechnik (Brennwertkessel) erreicht werden
  • 10,8 Millionen Haushalte heizen mit Erdöl
  • Preisentwicklung ist unsicher
  • Preis ist abhängig von politischen Faktoren und vom Bedarf
Brennstoff Erdgas
  • Gasanschluss ist erforderlich
  • Fossiler Brennstoff
  • Beste CO2-Emissionen unter allen fossilen Brennstoffen
  • Verbrennt fast ohne Rückstände
  • 19,2 Millionen Haushalte heizen mit Erdgas
Brennstoff Flüssiggas
  • Kein Gasanschluss notwendig
  • Lagerung in Tanks oder Flaschen
  • Tanks lassen sich unter der Erde aufstellen
  • Flüssiggas verbrennt sauber
  • Nach Verbrennung wie Ruß, Asche und Feinstaub
  • 600.000 Haushalte heizen mit Flüssiggas
Energieträger Strom
  • Fossiler oder erneuerbarer Herkunft
  • Stromanschluss notwenig
  • Keine Lagerung erforderlich
  • Klassische Stromheizung: Nachtspeicherheizung
  • CO2-Emissionen hängen vom Rohstoff ab
  • 1,7 Millionen Haushalte heizen mit Strom
Brennstoff Holz
  • Nachwachsender Rohstoff
  • Trockener und großer Lagerraum notwendig
  • CO2-neutral
  • Brennstoff Holz kann als Scheitholz, Pellets, Holzbriketts oder Hackschnitzel vorkommen
  • Hackschnitzel und Pellets werden in speziellen Tanks gelagert
Umweltenergie
  • Erneuerbare Energie
  • Zukunft der Heiztechnik
  • Umweltwärme: Solarenergie, Erdwärme
  • Heizsysteme: Wärmepumpe, Solarheizung
  • Wärmepumpe benötigt Stromanschluss
Energieträger Fernwärme
  • Naheliegender Heizkraftwerk erzeugt die Wärme
  • Keine Heizung und kein Schornstein werden benötigt
  • Heißwasser fließt über Rohre zum Kunden und erwärmt die Wohnung
  • 5,5 Millionen Haushalte nutzen Fernwärme

Welche Heizung ist die beste?

Es gibt nicht die perfekte Heizung

Neben den Energieträgern, die über fossil betriebene Heizungen oder erneuerbare Heizsysteme entscheiden können, steht die Technologie ebenfalls im Vordergrund. Denn je nach Heizung kann die Heizwärme unterschiedlich erzeugt werden. Die bekannteste Heiztechnologie ist die Verbrennung fossiler Brennstoffe wie Erdgas oder Erdöl.

Doch mittlerweile ist die Technologie weit fortgeschritten, sodass in vielen Fällen keine Verbrennung mehr stattfindet. Wärmepumpe stellt genau dieses Beispiel dar. Eine Wärmepumpe nutzt die thermische Energie aus der Umwelt und beheizt so Wohnräume.

Die perfekte Heizung kann es soweit nicht geben, denn je nachdem wie man sich die Frage stellt, wird man auch eine entsprechende Antwort erhalten. Bei der Auswahl einer Heizung sollten Sie daher schauen, welches Heizsystem am besten zu Ihrem Energiebedarf passt und vor allem welches Heizsystem für Sie umsetzbar lässt.

Welche Heizung ist die beste für mich? So einfach und schnell kann Ihnen keine Antwort auf diese Frage geben. Denn neben der Auswahl eines Energieträgers, Heizsystems und Heizungsart spielen weitere Faktoren bei der Auswahl der passenden Heizung.

  1. Verfügbarkeit des Energieträgers
  2. Zustand des Gebäudes
  3. Verfügbarkeit von Strom- und Gasanschluss
  4. Verfügbarkeit von Lagerraum und Lagerplatz
  5. Jährlicher Energiebedarf
  6. Finanzielle Mittel
  7. Umweltbewusstsein

Welche Heizung bei Altbau?

Grundsätzlich kann die Auswahl der passenden Heizung für den Altbau erst dann starten, nachdem der Zustand und die Grundbedingungen des Gebäudes analysiert wurden. Daneben sollte auch die Höhe des Investitionsvorhabens geklärt werden. Anschließend kann die Wahl einer Heizung beginnen, die je nach Höhe des Investitionskosten, Ziel der Energieersparnis und Grad des Umweltbewusstsein abhängen kann.

Welche Heizung bei Altbau?
Heizung Details
Ölheizung
(Brennwertheizung)
  • Niedrige Investitionskosten
  • Hohe Effizienz
  • Fossile Energieträger sind starken Preissteigerungen ausgesetzt
  • Nicht sinnvoll, wenn kein Gasanschluss vorhanden ist
  • Möglicherweise Schornsteinsanierung notwendig
Gasheizung
(Brennwertheizung)
  • Günstige Heizkosten
  • Förderung möglich
  • Niedrige Anschaffungskosten
  • Kosten für mögliche Schornsteinsanierung beachten
Wärmepumpe
  • Hohe Investitionskosten
  • Geringe Betriebskosten
  • Schonender für die Umwelt
  • Nur mit guter Wärmedämmung wirtschaftlich
  • Hohe Förderung
Pelletheizung
  • Hohe Anschaffungskosten
  • Hoher Platzbedarf
  • Niedrige Brennstoffkosten
  • Hohe Förderung
  • Können mit allen gängigen Heizkörpersystemen arbeiten
  • Preiswerter Brennstoff als Gas, Öl oder Strom
Solarthermie
  • Bestens geeignet in Kombination mit erwähnten Heizsystemen
  • Als Ergänzung zur Gasheizung zum Beispiel
  • Förderung ist möglich

Beachten Sie zusätzlich eine Heizlastberechnung durchzuführen, denn bestehende Heizungen im Altbau sind oftmals überdimensioniert und der Wärmebedarf ist nicht an das Gebäude angepasst.

Wenn Sie darüber nachdenken Fenster zu erneuern oder Wärmedämmungsmaßnahmen durchzuführen, dann vergessen Sie auch nicht, eine Anpassung an die Dimension der Heizung vorzunehmen. Der Wärmebedarf kann durch Sanierung verringert werden und folglich wird auch ein kleineres Heizsystemen benötigt.

Nur ein reiner Anlagenaustausch kann nicht immer zum bestmöglichen Ergebnis führen. Denn die Optimierung der Wärmeverteilung, hydraulischer Austausch, Anpassung der Heizflächen und die Regelung auf den optimalsten Betrieb einzustellen, kann Ihne helfen viel Sparpotential zu erzielen.

Welche Heizung bei Neubau?

Neubau: Welche Heizung soll es sein?

Besitzer eines Neubaus haben die Qual der Wahl, wenn es darum, das passende Heizsystem auszuwählen. Moderne Technik vereint mit einem reichhaltigen Angebot zahlreicher Heizsysteme lässt jeden seine individuelle Lösung finden.

Bevor Sie jedoch mit der Wahl der Heizung beginnen, müssen einige rechtliche Grundbedingungen deutlich werden. Das Erneuerbare Energien Wärmegesetz (EEWärmeG) und die Energieeinsparverordnung (EnEV) legen unter anderem fest, wie hoch der Wärmeverlust (Energieausweis) eines Gebäudes ausfallen darf und wie hoch der Anteil an Erneuerbare Energien betragen muss.

Laut den Richtlinien dürfen bei Neubauten weiterhin Gas- und Ölheizungen eingebaut werden, allerdings ist der Betrieb von Ölheizungen auf 30 Jahre begrenzt. Zusätzlich können Sie sich bereits darauf einstellen, dass ab 2026 der Einbau von Ölheizungen verboten sein wird.

Ab 2026 dürfen keine neuen Ölheizungen und andere ausschließlich fossil betriebenen Heizungsanlagen neu in Gebäuden installiert werden.

Eine Wärmebedarfsberechnung nach DIN EN 12831 wird stets empfohlen und kann Ihnen dabei sehr helfen, keine zu große und keine zu kleine Heizanlage zu installieren. Erstellen Sie ebenfalls ein Lüftungskonzept und bauen Sie anschließend eine Lüftungsanlage ein, die Ihnen bei der Schimmelbildung sehr entgegen kommen kann.

Genauso wie für Heizungen im Altbau gilt auch für Neubau: Hydraulischer Abgleich ist erforderlich. Somit wird Energieverschwendung verhindert und Sie können sich sicher sein, dass alle Heizkörper die notwendige Energie enthalten und die Heizungspumpe ist nicht überlastet.

Welche Heizung Neubau?
Heizung Details
Gasheizung
(mit Brennwertkessel)
  • Einbau nur mit Solarthermie und Lüftungsanlage möglich
  • Teure Investitionskosten
  • Keine Förderung möglich
  • Umweltfreundliche Energieträger müssen enthalten sein
Ölheizung
(mit Brennwertkessel)
  • Muss mit Solarenergie und Lüftungsanlage eingebaut werden
  • Hohe Investitionskosten
  • Keine Förderung
Biomasse-/Pelletheizungen
  • Regenerativer Brennstoff
  • Erfüllen Anforderungen des EEWärmeG
  • Höhere Investitionskosten als eine Brennwertheizung
  • Geringer CO2-Ausstoß
  • Mindestwirkungsgrad von 86 %
  • Kessel-Anforderungen richten sich nach Bundesimmissionsschutzverordnung (BImSchV)
Wärmepumpe
  • Heizen mit Umweltwärme
  • Bestens für Neubau geeignet
  • Gute Effizienz
  • Sole-Wasser-Wärmepumpe
  • Luft-Wasser-Wärmepumpe
  • Niedriger Platzbedarf
Mikro BKHW
Blockheizkraftwerk
  • Teures Heizsystem
  • Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt Wärme und Strom
  • Detaillierte Planung erforderlich
  • Hohe Laufzeiten sind das Ziel, um Anschaffungskosten auszugleichen
  • Für Mehrfamilienhäuser

Welche Heizung fördert die KfW?

Die KfW steht für Kreditanstalt für Wiederaufbau und kann im Zuge einer energetischen Sanierung den Einbau von Pelletheizungen, Wärmepumpen und modernen Gas-Brennwertheizungen mit zinsgünstigen Krediten und Zuschüssen unterstützen.

Die KfW kann jeweils Heizungen im Altbau als auch Neubau fördern. Die KfW fördert im Altbau nur noch eine Heizung mit einer Brennstoffzelle mit maximal 28.200 € oder einen Fernwärmeanschluss mit maximal 10.000 €. Weitere Programme im Rahmen einer Effizienz Sanierung sind: KfW 151 und KfW 430.

Welche Heizung fördert die KfW im Neubau? Für den Neubau gibt es das Programm KfW 153. Hier können Sie einen Kredit über 120.000 € erhalten mit einem Tilgungszuschuss in Höhe von 25 %, der bei 30.000 € gedeckelt ist. KfW 153 ist zudem mit der Förderung des BAFA kombinierbar.

Welche Heizung fördert die KfW?
Förderungsart Heizungsart
Kredit und Zuschuss bei Sanierung zum KfW-Effizienzhaus ☑️ Gas-Brennwertheizung
☑️ Solarthermie-Anlage
☑️ Pellet- und Holzheizung
☑️ Wärmepumpen
☑️ Nah- und Fernwärme
☑️ Optimierung Heizungsanlage
Brennstoffzelle
Ergänzungskredit bei energieeffizienter Sanierung ✅ Gasbrennwertheizung
✅ Solarthermie-Anlage
✅ Pellet- und Holzheizung
✅ Wärmepumpen
Einzelmaßnahme bei energieeffizienter Sanierung ☑️ Nah- und Fernwärme
☑️ Optimierung Heizungsanlage
Zuschuss Brennstoffzelle ✅ Brennstoffzelle
Aktualisiert am