Erdölpreis aktuell finden - Was bestimmt den Preis 2023?

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Erdoelpreise

Obwohl seit langem bekannt ist, dass fossile Brennstoffe die Hauptursache für den Klimawandel und die globale Erwärmung sind, bleibt Öl eine der wichtigsten Energiequellen der Welt. Wie hoch ist der Erdölpreis aktuell? Welche Faktoren bestimmen den Preis und woher kommt das schwarze Gold nach Deutschland? Lesen Sie weiter um alles Wissenswerte zum Erdölpreis wie Rückblick und Prognose zu erfahren.

Wo Erdölpreise aktuell finden?

Die Erdölpreise ändern sich tagtäglich auf Grund verschiedener Faktoren. Sollten Sie also auf der Suche nach dem Erdölpreis AKTUELL sein, können Sie diese auf verschiedenen Internetseiten finden. Zum Beispiel können Sie sich auf der Seite esyoil.de über die Erdölpreise aktuell informieren und auch die Preisänderungen einsehen.

Erdölpreise aktuell

Die wichtigsten Sorten Erdöl sind Brent und WTI (West Texas Intermediate). Die Erdölsorte Brent ist auch als Nordseesorte bekannt. Die Standardwährung des Ölpreises ist schon seit längerer Zeit der Dollar. Im Jahr 2008 wurden die bisher höchsten Erdölpreise aufgezeichnet.

Erdölpreise Höchstände
🔥Erdölsorte 💰 Preis/Barrel 📅Datum
Brent 147,40 US Dollar 11.Juli.2008
WTI 147,16 US Dollar 11.Juli.2008

Quelle und Stand: Faktoren, die den Erdölpreis beeinflussen, GeVestor, 2021.

Erdölpreise werden in Preis pro Barrel angegeben. Barrel ist eine englische Maßeinheit und bedeutet Fass oder Tonne. Ein Barrel Erdöl entspricht 159 Liter Erdöl.

Was ist der Gaspreis aktuell?

Was beeinflusst die Erdölpreise?

Die Hauptfaktoren, die den Erdölpreis beeinflussen, sind Nachfrage und Angebot. Bei den sogenannten Fundamentaldaten der Erdölpreis Faktoren handelt es sich um eine konservative Sichtweise. In der Realität jedoch kommen viele weitere Aspekte des Börsenhandels hinzu.

Zu diesen unkonservativen Faktoren gehören technische Faktoren, die mehrheitlich mathematischen Berechnungen folgen und daher den Eindruck einer Vorhersagbarkeit erwecken. Eine garantierte Erdölpreis-Prognose ist jedoch nahezu undenkbar. Die Faktoren aus konservativer Sicht sind folgende:

Erdoelpreis
Was bestimmt den Erdölpreis?
  1. Angebot und Nachfrage
  2. Die Verfügbarkeit der Erdölreserven
  3. Der Zustand der Versorgungseinrichtungen
  4. Erdöl-Vorräte
  5. Politische Rahmenbedingungen
  6. Wirtschaftliche Entwicklungen
  7. Das Wetter

Erdölpreis: Die Nachfragefaktoren

 Wirtschaftliche Entwicklungen

Ein wichtiger Erdölpreis Faktor hängt von den wirtschaftlichen Veränderungen sowie von den technischen Fortschritten ab. Daher ist die Nachfrage nach Erdöl in den Industrieländern ein wichtiger Preisfaktor, der den Erdölpreis bestimmt.

 Erdölvorräte

Aufgrund des ständig schwankenden Erdölmarktes ist der Anreiz Vorräte aufzubauen besonders groß. Dies führt oft zu Preissteigerungen. Man kann ebenso eine gewisse saisonale Abhängigkeit beobachten. So sinkt der Erdölpreis im Winter trotz des hohen Verbrauchs meistens bis auf den Tiefpunkt; im Frühjahr hingegen erlangt der Erdölpreis oft seinen Höchstwert.

 Einkommen

Das verfügbare Einkommen der Verbraucher ist ein weiterer wichtiger Faktor, der den Erdölpreis bestimmt. Steigt das Einkommen, steigt häufig auch der Verbrauch beziehungsweise die Nachfrage nach Erdöl. Darum kommt es wegen der gesteigerten Nachfrage meistens auch zu einem Preisanstieg. Bleibt jedoch das Realeinkommen über eine längere Zeit gleich, senkt die Nachfrage aufgrund der fehlenden Kaufkraft und der hohen Erdölpreise.

Erdölpreise Angebotsfaktoren

 Die Erdölreserven

Ein sehr wichtiger Preisfaktor sind die tatsächlichen oder geschätzten Erdölreserven. Aktuell betragen die weltweiten Erdölreserven 244 Milliarden Tonnen. Die heutigen Erdölreserven würden laut wissenschaftlichen Erkenntnissen für über 50 Jahre ausreichen (Stand und Quelle: 2021, statista). Mehr über die weltweiten Erdölreserven finden Sie in unseren umfangreichen Artikel dazu.

Erdölreserven: Wie lange reicht das Erdöl?

 OPEC

Die OPEC (englisch für Organization of the Petroleum Exporting Countries), die Organisation der Erdöl exportierenden Länder auf Deutsch, ist eine internationale Organisation. Diese Organisation wurde im Jahr 1960 gegründet und verfolgt das Ziel, einen monopolisierten Ölmarkt zu bilden.

Im Jahr 2016 haben sich die OPEC-Staaten bekanntlich darauf verständigt, ihre Produktion zu begrenzen, die Fördermenge zu verringern und somit den Erdölpreis künstlich zu stabilisieren. Teilweise war dies sogar ein Erfolg, da sich der Erdölpreis seitdem auf einem Niveau um die 50 Dollar pro Barrel bewegt.

Weitere Faktoren, die den Erdölpreis bestimmen

 Herding

Wenn sich Anleger in ihren Entscheidungen wie eine Herde verhalten, wird dieses Phänomen als Herding (aus dem Englischen) beschrieben. Dieses Verhalten führt dazu, das Anleger in bestimmte Objekte investieren oder desinvestieren. Auf dem Ölmarkt und in den Ölbörsen ist dieses Phänomen aufgrund der Informationssicherheit sehr häufig zu beobachten und beeinflusst somit stark den Erdölpreis.

Oelpumpe

 Der Wechselkurs und Zinssätze

Schon seit langer Zeit, hat sich der Dollar als Standardwährung etabliert. Deshalb ist der Wechselkurs zu anderen Währungen entscheidend für die Entwicklung der Erdölpreise. Auch die Auswirkungen von Zinssätzen auf den Erdölpreis können den Preis positiv oder negativ bestimmen.

 Produktionskosten je nach Herkunftsland

Von Land zu Land sind die Kosten für die Förderung von Erdöl aufgrund verschiedener Voraussetzungen unterschiedlich hoch. Länder der arabischen Halbinsel wie zum Beispiel Kuwait und Saudi-Arabien haben in den letzten Jahren die günstigste Produktion von Erdöl.

Erdölpreisentwicklung: Rückblick und Prognose

Die Entwicklung der Erdölpreise beziehungsweise des Ölkurses hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab - besonders von Angebot und Nachfrage. Rohöllieferanten wie die OPEC-Mitglieder, USA und Russland zählen zu den Anbietern. Nachfrage kommt seitens der Industrie, welche auf den fossilen Brennstoff angewiesen ist.

Beobachtet man den Erdölpreis, lässt sich ein grober Trend feststellen: Der Erdölpreis steigt ständig an. Lag der Preis pro Barrel Brent im Jahr 1976 noch bei 12,23 US-Dollar, liegt der Preis aktuell (Stand Dezember 2022) bei 82,52 US-Dollar.

Was kostet Öl 2023? Aufgrund der Energiekrise gab es im Oktober 2022 ein Rekordhoch des Ölpreises von 1,60 € pro Liter. Jedoch hat sich die Lage wieder entspannt und Verbraucher/innen zahlen Stand Dezember 2022 zwischen 1,25 € und 1,28 € pro Tonne Öl. Gründe für die geringeren Preise sind volle Gasspeicher, milde Temperaturen und die gesunkene Nachfrage in Deutschland. Prognosen für 2023 sind jedoch schwer zu treffen, da sich Preise schnell und unerwartet verändern.

Es gab jedoch auch immer wieder Phasen, in denen der Erdölpreis gefallen ist. Zum Beispiel im Jahr 2014, was daran lag, dass die USA viele Ölquellen über Fracking bringen konnte. Somit gab es in einer kurzen Zeitspanne ein großes Angebot an Erdöl auf dem Markt, was dessen Preis zum sinken brachte.

Aufgrund der Schwnakungen des Erdölpreises, einen Ölpreisvergleich durchzuführen. So können Sie sicherstellen, sich das günstigste Angebot zu sichern! Sie wissen nicht, wie Sie Ölpreise vergleichen sollen? Hier erfahren Sie mehr: Ölpreisvergleich.

Wer sind die Erdöllieferanten Deutschlands?

Eine sehr wichtige Rolle in der Bestimmung des Erdölpreises spielen die Lieferanten. Denn Erdöllieferanten bestimmen mittelbar und unmittelbar die Wirtschaftskraft eines Landes. Wie in kaum einem anderen Land ist es besonders in Deutschland wichtig, langfristige und stabile Handelspartner zu bestimmen.

Darum ist die Verlässlichkeit der Ölversorgung sogar wichtiger als der Erdölpreis an sich. Deutschland hat über Jahrzehnte hinweg ein breit angelegtes Versorgungsnetz entwickelt. Somit wird die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten gering gehalten. Russland ist Deutschlands wichtigster Öllieferant.

Top 5 Öllieferanten Deutschlands
Lieferland Anteil
Russland 35,7 %
Norwegen 13,7 %
Großbritannien 10,9 %
Nigeria 7,3 %
Kasachstan 7,0 %

Quelle und Stand: Mineralölwirtschaftsverband e. V. (MWV), 2016.

Womögliche Erdöllieferungen aus Kasachstan Die kasachische Regierung gab im Februar 2023 an, die mündliche Einverständnis erhalten zu haben, russische Pipelines zur Lieferung von Rohöl nach Deutschland nutzen zu dürfen. Somit könnten über 1,5 Millionen Tonnen Rohöl aus Kasachstan geliefert werden, was deutsche Raffinerien unterstützen könnten.

Was ist Erdöl? Fakten und Verwendung

Erdöl ist ein Stoffgemisch, welches sich aus mehr als 500 Bestandteilen zusammensetzt und je nach Förderland ein weites Spektrum an unterschiedlichen Elementen enthalten kann. Unter anderen beinhaltet Erdöl Kohlenwasserstoffe, Napthensäuren, Phenole, Alhyde, Harze und Schwefelverbindungen. Das Wort Erdöl stammt aus Babylonien vom Wort “naptu”, auf Deutsch leuchten. Daraufhin lässt sich schließen, dass der fossile Brennstoff schon damals im babylonischen Reich zu Beleuchtungszwecken benutzt wurde.

Was ist der Unterschied zwischen Erdöl und Rohöl? Rohöl ist die Bezeichnung für den an der Erdoberfläche gelagerten Rohstoff. Nach der Förderung und vor der Verarbeitung des Rohstoffs in Raffinerien wird das Öl als Rohöl bezeichnet. Ungereinigtes Öl, das zunächst aus der Erde gewonnen wird, nennt man Erdöl. Mehr zu Rohöl in unserem Artikel: Was ist Rohöl?

Das Jahr 1855 gilt als Start der modernen Erdölindustrie: Der Kanadier Abraham P. Gesner erhielt das erste Patent für die Herstellung von Petroleum aus Kohle. Heutzutage sind über 17 verschiedene Erdölsorten bekannt. In Europa ist die wichtigste Erdölsorte Brent, in Asien Dubai Fateh und in den USA West Texas Intermediate (WTI).

Heute ist der fossile Brennstoff in fast allen alltäglichen Dingen gegenwärtig. Erdöl kann zum Beispiel in Medikamenten, Kleidung, Kunststoff, Fahrzeugen, Elektronik und Kosmetika vorgefunden werden.

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