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Räumungsklage: Ablauf, Dauer und Kosten einfach erklärt

Räumungsklage

Zu einer Räumungsklage kann es kommen, wenn der Mieter trotz rechtmäßig gekündigten Mietvertrag nicht aus der Wohnung auszieht. Nach der eingereichten Klage entscheidet dann das Gericht, ob eine Zwangsräumung angebracht ist oder nicht. Wie lange dauert es von der Räumungsklage bis zur Zwangsräumung? Was sind die Kosten? Und: Kann der Mieter eine Räumungsklage abwenden? Lesen Sie weiter, um alles zum Räumungsklage Ablauf zu erfahren und ein Räumungsklage Muster zu erhalten.


Ein Überblick: Der Räumungsklage Ablauf

Zu einer Räumungsklage kann es im Konflikt zwischen Mieter und Vermieter kommen, wenn sich der Mieter gegen einen Auszug aus der Wohnung wehrt, obwohl das Vertragsverhältnis beendet wurde. Anstatt beispielsweise einfach Schlösser auszutauschen und damit den Mieter gezwungenermaßen vor die Tür zu setzen, muss der Vermieter als Erstes eine Räumungsklage einreichen, bevor es allenfalls zur anschließenden Zwangsräumung kommen kann.

Der Räumungsklage-Ablauf fängt aber bereits vor der eigentlichen Räumungsklage an: Voraussetzung für dessen Erfolg ist es nämlich, dass die Kündigung des Mietvertrages rechtmäßig war. Und auch nach der Räumungsklage gibt es weitere Schritte, die den Ablauf prägen, zum Beispiel: Die Verhandlung vor dem Amtsgericht und als Letztes vielleicht auch die Vollstreckung der Klage mit einer Zwangsräumung. Anbei der Räumungsklage Ablauf mit weiteren Details im Überblick.

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1. Schritt des Räumungsklageablaufs: Kündigung des Mietvertrages

Damit eine Kündigung wirksam ist, muss Sie als Erstes Form und Inhalt einhalten: Sie muss schriftlich abgegeben werden und einen Kündigungsgrund enthalten. Eigenbedarf ist dann ein nachvollziehbarer Grund, wenn der Vermieter die Wohnung für sich, Verwandte oder nahestehende Personen benötigt. Als Zweites muss auch die Kündigungsfrist eingehalten werden, welche je nach Kündigungsgrund unterschiedlich lange ausfallen kann.

Fristlose Kündigung? Unter gewissen Umständen, nämlich bei erheblichen Vertragsverletzungen gemäß (§ 543 BGB) kann der Vermieter auch eine fristlose Kündigung aussprechen. Das kann zum Beispiel der Fall sein, sollte der Mieter im Zahlungsverzug sein, die Wohnung erheblich beschädigen oder regelmäßig den Hausfrieden stören.

Im Falle eines zuvor verfassten und unterschriebenen Mietaufhebungsvertrag hat der Vermieter gute Chancen, dass die Räumungsklage erfolgreich ist, denn damit hat der Mieter ursprünglich eingewilligt, zu einem fixen Termin vor dem eigentlichem Ende des Vertragsverhältnisses auszuziehen.

2. Schritt des Räumungsklageablaufs: Einreichung der Klage

Der Zeitpunkt der Einreichung der Räumungsklage ist vom Kündigungsgrund abhängig. Im Falle eines Zahlungsverzuges kann der Vermieter die Räumungsklage beispielsweise zusammen mit der Kündigung einreichen. Bei anderen, herkömmlichen Kündigungsgründen wie aufgrund Eigenbedarf sollte mit der Räumungsklage gewartet werden, bis der Mieter offenkundig widerspricht oder die Frist zum Auszug bereits verstrichen ist.

In Bezug auf den Inhalt der Räumungsklage sollte Folgendes enthalten sein:

  • Name des Klägers (Vermieter) und des Beklagten (Mieter)
  • Der Grund der Klage
  • Gegebenenfalls: Widerspruchsgrund des Mieters gegen die Kündigung
  • Gegebenenfalls: Stellungnahme des Vermieters, warum er trotzdem die Klage einreicht

Nachdem die Räumungsklage eingereicht wurde, wird der Mieter darüber informiert. Ab dem Zeitpunkt der Zustellung der Räumungsklage hat der Mieter zwei Monate Zeit, um die Räumungsklage abzuwenden. Bei einer fristlosen Kündigung kann er das zum Beispiel tun, indem er ausstehende Mietzahlungen begleicht. In einem solchen Fall wäre die Kündigung und die Räumungsklage unwirksam werden.

Räumungsklage Muster

Sie sind Vermieter und möchten eine Räumungsklage einreichen, sind sich aber nicht sicher, wie Sie formuliert werden sollte? Kein Problem - Anbei erhalten Sie ein Räumungsklage Muster, das Sie als Hilfestellung verwenden können. Passen Sie das Muster einfach mit Ihren konkreten Einzelheiten an.

Räumungsklage Muster

Antragssteller

Name: xxx (Vermieter)
Straße und Hausnummer: xxx
PLZ und Ort: xxx

An das

Name des zuständigen Gerichtes: xxx
Straße und Hausnummer: xxx
PLZ und Ort: xxx

Ort, Datum

Klage auf Räumung gemäß §543 BGB

[Name und Adresse des Klägers]
gegen [Name und Adresse des Beklagten]

wird beantragt:

1. Der Beklagte hat die Wohnung xxx zu räumen und an den Kläger geräumt herauszugeben.

2. Das Urteil ist vorläufig vollstreckbar.

3. Die Verfahrenskosten hat der Beklagte zu tragen.

Es wird ein Versäumnisurteil gemäß § 331 Abs. 3 S. 2 ZPO beantragt, sollte es zu dem Fall der Säumnis des Beklagten bezüglich Verteidigungsbereitschaft im schriftlichen Vorverfahren kommen.

Zur Begründung:
[Begründung und die bisher vorgenommenen Schritte genau schildern. Zum Beispiel:

Der Vermieter hat die ordentliche Kündigung aufgrund Eigenbedarf am xxx eingereicht. Trotzdem hat der Mieter die Wohnung nicht geräumt und auf das zusätzliche Schreiben nicht reagiert. Aus diesem Grund wird hiermit eine Klage eingereicht.]

[Beweise wie zum Beispiel Kündigungsschreiben, schriftliche Aufforderungen etc. beifügen]

Name und Unterschrift des Klägers

3.Schritt des Räumungsklageablaufs: Verhandlung vor Gericht

Am Amtsgericht wird die Räumungsklage verhandelt. Hier muss der Vermieter Beweise für die rechtmäßige Kündigung vorlegen und der Mieter seine Verteidigungsgründe schildern. Auch hier ist es wichtig, die bereits zuvor bei der Einreichung der Räumungsklage genannten Beweise vorlegen zu können.

Nach dem Gerichtstermin wird das Urteil gefällt und an beide Parteien mitgeteilt. Bis es dazu kommt, vergehen vier Wochen. Nach dem Eintreffen des Gerichtsurteils ist dieses dann aber rechtskräftig. Das bedeutet: Die Partei, die verliert, muss die Prozesskosten und den Anwalt der anderen Partei bezahlen.

  1. Räumungsklage wird abgewiesen: Die Kündigung des Vermieters wird unwirksam und der Mieter darf in der Wohnung bleiben.
  2. Klage wird angenommen: Ein Räumungstitel wird erteilt. Der Mieter muss die Wohnung verlassen und die Gerichts- und Räumungskosten übernehmen - Umzugskosten schießen in die Höhe!

4. Schritt des Räumungsklageablaufs: Bestimmung des Vollstreckungstermins

Nach der Erteilung des Räumungstitels - also nachdem die Räumungsklage angenommen wurde - wird vom Gerichtsvollzieher der sogenannte Vollstreckungstermin festgelegt. Der Vollstreckungstermin bestimmt den Termin, an dem die Räumung stattfindet, wobei dieser mindestens drei Wochen nach der offiziellen Bekanntgabe liegen muss.

Was ist die Räumungsklage Dauer?

Die Räumungsklage Dauer ist je nach Einzelfall unterschiedlich. Prinzipiell lässt sich in Bezug auf die Räumungsklage Dauer aber sagen: Es muss mit einem Zeitraum von sechs Monaten bis zu einem Jahr gerechnet werden - weniger oder mehr ist aber möglich. Das hängt von verschiedenen Einflussfaktoren während des Räumungsklage Ablaufs ab.

Am Anfang des Räumungsklage Ablaufs beispielsweise von der Kündigung, konkret dem Kündigungsgrund und der Kündigungsfrist, die als Erstes eingereicht werden muss.

  • Einflussfaktoren Räumungsklage Dauer:
  • Ist die Kündigung fristlos?
  • Beträgt die Kündigungsfrist drei Monate?
  • Kann die Räumungsklage direkt mit der Kündigung abgegeben werden?
  • Muss mit der Räumungsklage bis zum Ablauf der Kündigungsfrist gewartet werden?

Im Falle eines Versäumnisurteils, also wenn der Mieter nichts gegen die Klage unternimmt, kann das Urteil zur Räumungsklage sofort erteilt werden und das Verfahren dauert nur wenige Wochen.

Wehrt sich der Mieter jedoch gegen die Klage und bestreitet die Argumente des Vermieters, kann sich der Prozess schnell in die Länge ziehen, denn dann werden Sachverständnisgutachten oder die Anhörung von Zeugen notwendig, um die Räumungsklage zu überprüfen. Die zusätzliche Erhebung eines Einspruches gegen die gerichtliche Entscheidung beeinflusst natürlich ebenfalls die Räumungsklage Dauer.

  • Einflussfaktoren Räumungsklage Dauer:
  • Kommt es zu einem Versäumnisurteil?
  • Wehrt sich der Mieter gegen die Räumungsklage?
  • Sind weitere Beweise oder allenfalls Zeugenaussagen notwendig?
  • Wird Einspruch gegen das Urteil erhoben?

Selbst bei der Festlegung des Vollstreckungstermins kann es zu unterschiedlichen Fristen kommen. Je nachdem kann der Gerichtsvollzieher dem Mieter eine längere Frist für seine Wohnungssuche gewähren, was die Räumungsklage Dauer noch einmal verlängert, anstatt dem Minimum von drei Wochen zum Beispiel eine zusätzliche Frist von sechs Monaten. Einflussfaktoren sind die Länge des Mietverhältnisses, ob es sich um eine ordentliche Kündigung handelt und ob die laufende Miete an den Vermieter gezahlt wird.

  • Einflussfaktoren Räumungsklage Dauer:
  • Besteht ein gut begründeter Antrag auf Räumungsfrist?
  • Wie lange war das Mietverhältnis?
  • Handelte es sich um eine ordentliche Kündigung?

Was sind die Räumungsklage Kosten?

Die Räumungsklage Kosten richten sich am sogenannten Streitwert, welcher laut § 41 Abschnitt 2 S.1 des Gerichtskostengesetzes (GKG) in der Regel den einjährigen Mietzins auf Basis der Nettokaltmiete beträgt. Als Synonym für den Räumungsklage Streitwert wird oftmals aber auch der Begriff "Gegenstandswert" verwendet.

Pauschal lässt sich also die Frage: Was sind die Räumungsklage Kosten? Nicht beantworten. Außerdem variieren auch andere Kostenpunkte je nach Einzelfall. Generell gesprochen gehören zu den Räumungsklage-Kosten aber sicherlich der Gerichtskostenvorschuss, der vom Vermieter zur Eröffnung der Räumungsklage bezahlt werden muss, die Verfahrenskosten, Anwaltskosten und natürlich die Räumungskosten.

  1. Gerichtskostenvorschuss vom Vermieter
  2. Verfahrenskosten
  3. Anwaltskosten
  4. Räumungskosten

Insgesamt sollte bei den Räumungsklage-Kosten mit einem dreistelligen Betrag gerechnet werden. So können die Kosten schnell einmal gut 4.000 - 6.000 Tausend Euro betragen, oder sogar mehr.

Räumungskosten variieren Eine herkömmliche Räumung, bei der der Gerichtsvollzieher einen Schlosser und ein Umzugsunternehmen bestellt, muss mit ungefähr 1.000 Euro pro Zimmer gerechnet werden. Günstiger funktioniert die Räumung nach "Berliner Art", also wenn der Vermieter selbst aktiv wird und das Eigentum des Mieters entweder in der Wohnung lässt oder es einlagert.

So können Sie die Räumungsklage abwenden

Sie sind Mieter und wollen die Räumungsklage abwenden? Wenn Sie sich gute Chancen ausrechnen, dass das Urteil zu Ihrem Vorteil gefällt werden könnte, sollten Sie unbedingt innerhalb zwei Wochen nach eingereichter Klageschrift verkünden, dass Sie sich verteidigen wollen und dann im Gerichtsverfahren Ihre Argumente aufbringen. Mehr zum Räumungsklage-Abwenden können Sie in diesem Sinne nicht tun, denn das Urteil wird im Anschluss vom Gericht gefällt.

Bei einer fristlosen Kündigung können Sie die Räumungsklage abwenden, indem Sie die Zahlungsrückstände innerhalb von zwei Monaten nach Zustellung der Klage vollständig begleichen. Wurde nebst der fristlosen Kündigung aber auch gleich eine ordentliche Kündigung ausgesprochen oder handelt es sich nur um eine ordentliche Kündigung, ändert die Begleichung der Rückstände auch nichts an der Wirksamkeit der Kündigung.

Das Urteil wurde gefällt und Sie haben den Prozess verloren? Dann ist es grundsätzlich nicht mehr möglich, die Räumungsklage abzuwenden. Folgendes können Sie aber tun, um die Klage und/oder die Vollstreckung des Urteils hinauszuzögern oder sich auf den bevorstehenden Aus- und Umzug vorzubereiten:

Aktualisiert am