Darauf achten Sie beim Mietaufhebungsvertrag (Vorlage inkl.)

Mit einem Mietaufhebungsvertrag können Mietverträge vorzeitig aufgelöst werden und Mieter und Vermieter umgehen somit die vorgesehenen Kündigungsfristen. Mietaufhebungsvertrag seitens des Mieters kann z.B. beim erforderlichen Jobwechsel in eine andere Stadt angewendet werden. Vermieter kann vom Mietaufhebungsvertrag Gebrauch machen, wenn er das Mietobjekt kurzfristig selbst benötigt. Wichtig: Mietaufhebungsvertrag hat seine Gültigkeit nur dann, wenn beide Parteien der Aufhebung zustimmen.


Was bedeutet Mietaufhebungsvertrag?

Wenn Sie umziehen möchten, die dreimonatige Kündigungsfrist nicht abwarten wollen, können Sie Ihren Vermieter auf einen Mietaufhebungsvertrag ansprechen.

Mieter und Vermieter schließen in den meisten Fällen unbefristete Mietverträge ab. Nach dem deutschen Mietrecht bedeutet es, dass beide Parteien sich an die gesetzlichen Kündigungsfristen halten müssen. Es sei denn, im Mietvertrag wurden andere Bedingungen festgelegt.

Äußere und unvorhergesehene Umstände erfordern manchmal die kurzfristige Auflösung von Mietverträgen. Sprich weder der Mieter möchte zuerst die dreimonatige Kündigungsfrist abwarten, noch der Vermieter. Übrigens, beim Vermieter steigt die Kündigungsfrist auf sechs Monate ab einem Mitverhältnis von sechs Jahren.

Um eine vorzeitige Beendigung des Mietverhältnisses herbeiführen, kann ein Mietaufhebungsvertrag aufgesetzt werden. Ein so genannter Mietaufhebungsvertrag kann übrigens jederzeit zwischen Vermieter und Mieter abgeschlossen werden. Ein derartiger Vertrag sollte jedoch stets schriftlich angefertigt werden und von beiden Parteien unterzeichnet werden.

  • Mietaufhebungsvertrag
  • Der Vertrag zur Auflösung des Mietverhältnisses muss von beiden Parteien zugestimmt sein.
  • Obwohl in mündlicher Form gültig, sollte der Vertrag zur Beweisführung schriftlich vorliegen.
  • Der Mieter hat kein Widerspruchsrecht, laut § 574 BGB.

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Wann ist ein Mietaufhebungsvertrag sinnvoll?

Der Mietaufhebungsvertrag stellt eine sinnvolle Möglichkeit dar, um ein Mietverhältnis vorzeitig aufzulösen. Vorzeitiges Kündigen kann aus der Änderung der Lebensumstände des Mieters oder des Vermieters, wenn er andere Pläne mit der Immobilie hat, resultieren. Bei folgenden Fällen bietet sich ein Mietaufhebungsvertrag an:

  1. Der Mieter hat schneller als erwartet eine neue Wohnung gefunden und möchte nicht doppelte Miete zahlen.
  2. Die Lebenssituation des Mieters hat sich verändert: Neuer Job in anderer Stadt oder neuer Partner.
  3. Einer von mehreren Hauptmietern möchte ausziehen, während der andere Mieter in der Immobilie weiter bleiben möchte.
  4. Der Vermieter möchte selbst in die Immobilie einziehen. Mit einem Mietaufhebungsvertrag umgeht er die Sperrfrist bei Kündigung wegen Eigenbedarf.
  5. Der Vermieter plant eine grundlegende Sanierung der Immobilie.
  6. Der Vermieter plant einen Verkauf der Immobilie. Der Verkaufspreis ist höher, wenn die Immobilie unvermietet ist. Daher beantragt der Vermieter einen Mietaufhebungsvertrag.
  7. Der Vermieter hat keinen berechtigten Kündigungsgrund. Damit der Mieter trotzdem ausziehen kann, nutzt der Vermieter den Mietaufhebungsvertrag.
  8. Angehörige von verstorbenen Mietern nutzen Mietaufhebungsverträge ebenfalls, denn so kann der Mietvertrag schneller aufgehoben werden.

Was steht alles im Mietaufhebungsvertrag?

Wie alle Verträge muss auch ein Mietaufhebungsvertrag in seiner Form und seinem Inhalt stimmen, sonst hat er keine Gültigkeit. Denn stellt sich am Ende heraus, dass bestimmte Punkte im Mietaufhebungsvertrag nicht enthalten sind, so kann er weder als Nachweis noch zur Dokumentation verwendet werden.

Was gilt es bei einem Mietaufhebungsvertrag zu beachten? Folgende Inhalte sollten im erstellten Mietaufhebungsvertrag aufgeführt sein:

  1. Mietaufhebungsvertrag muss die genau Bezeichnung der Immobilie (Stadt, Straße, Haus-Nr.) enthalten.
  2. Beide Parteien, die im Mietvertrag aufgeführt sind, müssen auf dem Mietaufhebungsvertrag ebenfalls enthalten sein.
  3. Die Bezeichnung des Mietverhältnisses muss angegeben sein. Das angegebene Mietverhältnis (z.B. unbefristeter Vertrag) muss mit dem Mietvertrag übereinstimmen.
  4. Der Beendigungszeitpunkt des Mietverhältnisses, sprich das Auszugsdatum, darf nicht fehlen.
  5. Gegebenenfalls sollten Regelungen über Schönheitsreparaturen, Betriebskostenabrechnung oder Rückzahlung der Mietkaution geklärt sein.
  6. In welchem Zustand soll die Immobilie übergeben werden? Besenrein? Regelungen im Mietaufhebungsvertrag festhalten.
  7. Mietaufhebungsvertrag sollte enthalten, dass der Mieter kein Widerspruchsrecht besitzt, d.h., die Verlängerung des Mietverhältnisses nicht zur Geltung kommt, falls der Mieter nicht auszieht (§545 BGB).
  8. Die Höhe der Nutzungsentschädigung festhalten, falls die Immobilie verspätet übergeben wird.
  9. Gibt es eine Mietaufhebungsvertrag Abfindung? Wenn ja, mögliche Höhe der Abfindung und das Zahlungsziel festhalten.
  10. Oftmals, wenn der Mietaufhebungsvertrag vom Mieter aufgesetzt wird, verlangt der Vermieter einen Nachmieter. Gegebenenfalls sollte an die Nennung des Nachmieters gedacht werden.

Mietaufhebungsvertrag Verträge zur Auflösung eines Mietvertrages sollten doppelt angefertigt werden und jeweils vom Mieter und Vermieter unterschrieben werden. Anschließend erhalten beide Parteien jeweils ein Exemplar für ihre Unterlagen.

Wo bekomme ich einen Mietaufhebungsvertrag Muster?

Ein Mietaufhebungsvertrag kann problemlos auch mündlich abgeschlossen werden. Um jedoch Missverständnisse zu vermeiden, empfiehlt es sich, einen schriftlichen Aufhebungsvertrag anzufertigen. Es gilt wie bei allen Verträgen: Schriftliche Verträge sind mündlichen Verträgen vorzuziehen.

Da bei einem Mietaufhebungsvertrag viele Angaben berücksichtigt werden, kann es sehr sinnvoll sein, eine Mietaufhebungsvertrag Vorlage zu benutzen. Diese kann zum Beispiel kostenlos über diverse Internetseiten heruntergeladen werden. Im Folgenden erhalten Sie bereits den ersten Einblick wie ein Mietaufhebungsvertrag aussehen sollte:

Mietaufhebungsvertrag

Die unterzeichnenden Parteien sind sich einig, dass das Mietverhältnis

zwischen ………………………… (Vermieter) und ………………………………(Mieter)

über die Wohnung im Haus ………………………………… (Ort, Straße, Nr., Etage)

am …………………. (Tag, Monat, Jahr) beendet ist.

Die beiden Vertragsparteien nehmen mit diesem Aufhebungsvertrag Bezug auf den am …………. (Datum) geschlossenen Mietvertrag für die Wohnung.

Die in diesem Vertrag getroffenen Vereinbarungen/Regelungen haben weiterhin Bestand, sofern sich mit diesem Aufhebungsvertrag keine Abweichungen ergeben. Sollte das der Fall sein, gelten die nachfolgend aufgeführten Regelungen und Bestimmungen.

§ 1 Räumung und Übergabe

Der Mieter ist in der Pflicht bis zum vereinbarten Datum die Wohnung zu räumen und im Rahmen einer Übergabe alle zur Wohnung gehörenden Schlüssel an den Vermieter unaufgefordert zu übergeben.

Sollte der Mieter mit dieser Übergabe in Verzug geraten, behält es sich der Vermieter vor, eine Nutzungsentschädigung von………………..€ pro Tag einzufordern.

Sofern der Mieter auch nach Beendigung des Mietverhältnisses den o.g. Wohnraum beansprucht, wird darauf hingewiesen, dass sich das Mietverhältnis damit nicht verlängert.

§ 2 Schönheitsreparaturen

Wie im § ………….. des Mietvertrages festgelegt, ist der Mieter verpflichtet, bis zur Übergabe der Wohneinheit alle fälligen und vereinbarten Schönheitsreparaturen fachgerecht durchzuführen oder durchführen zu lassen.

§ 3 Einrichtungsgegenstände

Gegen eine Zahlung in Höhe von ……………..€ übernimmt der Vermieter die vom Mieter eingebrachten Einrichtungsgegenstände, wie ……………………….

Alle anderen Einrichtungsgegenstände müssen vom Mieter bis zur Wohnungsübergabe aus der Mietsache vollständig entfernt werden.

§ 4 Kaution

Der Vermieter verpflichtet sich, die hinterlegte Kaution in Höhe von ……….. € einschließlich Zinsen bis spätestens nach Ablauf von ……….. Monaten ab Beendigung des Mietverhältnisses an den Mieter unaufgefordert auszuzahlen.

Sofern der Vermieter berechtigte Gegenansprüche geltend macht, die mit dem Mietverhältnis in Zusammenhang stehen und der Abrechnung bedürfen, entfällt diese Pflicht.

§ 5 Betriebskosten

Verpflichtend sichert der Vermieter dem Mieter zu, die Betriebskosten bis zum ……………….(Datum) ordnungsgemäß abzurechnen.

Beide Vertragsparteien verpflichten sich zudem, dass eventuelle Nachzahlungen oder Guthaben innerhalb von …...Tagen ab Zustellung der Betriebskostenabrechnung an die jeweils andere Partei zu zahlen.

§ 6 Abfindung

Der Vermieter sichert dem Mieter zu, die vereinbarte Abfindung in Höhe von …………... € spätestens am Tag der Beendigung des Mietverhältnisses auszuzahlen.

§ 8 Widerspruchsrecht des Mieters

Hiermit wird der Mieter ausdrücklich darauf hingewiesen, dass ihm gemäß §574 BGB kein Recht auf Widerspruch zusteht.

§ 9 Sonstiges

Sofern die Bestimmungen aus diesem Vertrag nicht von denen des Mietvertrages abweichen, bleiben die mietvertraglichen Bestimmungen bestehen.

Sollten einzelne Bestimmungen dieses Aufhebungsvertrages nicht zutreffen oder unwirksam sein, so bleibt der Vertrag dennoch bestehen.

……………………

Ort/Datum

………………………… …………………………

Unterschrift des Vermieters; Unterschrift des Mieters

Weitere Regelungen (siehe Abschnitt: Was steht alles im Mietaufhebungsvertrag?) können selbstverständlich zum Mietaufhebungsvertrag hinzugefügt werden. Mieter oder Vermieter können dabei konkrete Absprachen zur Wohnungsübergabe treffen, zum Beispiel besenreise Wohnung ohne Einrichtungsgegenstände.

Außerdem kann das Vorgehen bei Betriebskostenabrechnungen und Schönheitsreparaturen definiert werden. Wann und wie soll die Mietkaution zurück gezahlt werden? Das und weitere Punkte können selbstverständlich auch beschrieben und schriftlich festgehalten werden.

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Wann kann eine Mietaufhebungsvertrag Abfindung verlangt werden?

Bei vorzeitiger Beendigung eines Mietverhältnisses sind Abfindungen oder Entschädigungen nicht immer automatisch. Wenn zum Beispiel der Vermieter seine Immobilie vollständig sanieren oder diese gar verkaufen will, sollte der Mieter eine Abfindung verlangen. Der Mieter steht übrigens in einer guten Verhandlungsposition und kann entsprechend eine angemessene Abfindungshöhe verlangen. Der Vermieter stimmt oftmals einer Abfindung zu, denn für ihn hat der vorzeitige Auszug des Mieters aus der Immobilie zahlreiche Vorteile.

Der Vermieter kann ebenfalls beim Mietaufhebungsvertrag Abfindung verlangen, wenn die Initiative des Aufhebungsvertrages vom Mieter stammt. Die Begründung des Vermieters: Beim vorzeitigen Auszug aus der Immobilie kann der Vermieter Mieteinnahmeverluste fürchten, wenn in der kurzen Zeitspanne kein Nachmieter gefunden werden kann.

Als Alternative bietet sich in diesem Fall, dass der Mieter sich verpflichtet, einen Nachmieter zu finden, um einen Leerstand und damit verbunden Mietkürzungen zu vermeiden. Andere Option besteht in der Zahlung einer Kostenpauschale durch den Mieter oder die Entrichtung der Miete bis zum regulären Ablauf der Kündigungsfrist.

Mietaufhebungsvertrag: Mieter zieht nicht aus

Mietaufhebungsvertrag: Mieter zieht nicht aus.

Vermieter, die einen Mietaufhebungsvertrag mit Zustimmung des Vermieters aufstellen, stehen manchmal vor dem Problem, dass trotz allem der Mieter zum festgelegten Zeitpunkt nicht auszieht.

Hier bleibt dem Vermieter nichts anderes übrig, als eine Räumungsklage zu erheben. Mit der Räumungsklage geht der Vermieter einen sicheren Weg, denn der Mieter kann gegen so eine Klage keinen Einwand mehr einlegen. Im Gegenzug kann der Mieter einen Vollstreckungsaufschub oder einen Räumungsaufschub beantragen.

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