Der Stromverbrauch Internet: Auswirkungen auf die Umwelt
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Der Stromverbrauch Internet ist in den letzten Jahren gestiegen: Die mit der Corona-Pandemie einhergehenden Videokonferenzen, das Cloud-Computing, das Home-Schooling oder auch das zunehmende Online-Shopping sind u.A. Gründe für einen erhöhten Stromverbrauch und mehr Elektrosmog. Die Nutzung ist sehr praktisch, aber auch sehr stromintensiv und das hat negative Auswirkungen auf die Umwelt. In diesem Artikel erfahren Sie mehr über den Internet Stromverbrauch, Umweltauswirkungen und umweltschonendes Surfen.
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Das Surfen im Internet verbraucht viel Strom – was den meisten Internet-Nutzern vermutlich gar nicht so bewusst ist! Der Grund: Das Internet funktioniert mit großen, energieintensiven Servern. Dateien und Suchanfragen müssen verwaltet werden, wodurch Wärme entsteht. Damit diese riesigen Serverfarmen optimal laufen können, müssen die Serverräume klimatisiert werden, wofür sehr viel Strom benötigt wird.
So viel Strom verbraucht das Internet! Betrachtet man den weltweiten Stromverbrauch für Internetaktivitäten, so verbraucht das Internet mit allen seinen damit verbundenen Geräten mehr Strom als z.B. Kanada und Deutschland zusammen (Quelle: So viel Strom verbraucht das Internet, Quarks, 2021).
Die Wichtigkeit des Internets im Alltag wird auch in den kommenden Jahren nicht abnehmen. Damit einhergehend wird auch die Nachfrage an Serverleistungen weiter ansteigen. Experten gehen sogar davon aus, dass der Strombedarf zusätzlicher Rechenzentren in den nächsten zehn Jahren weltweit um mindestens 60 % ansteigen wird!
Dem hohen Stromverbrauch von Internetaktivitäten stehen natürlich die Klimaziele entgegen. Auf diese Herausforderungen und Konflikte zwischen Internet sowie Umweltschutz gehen wir im Kapitel Was bedeutet der Stromverbrauch Internet für die Umwelt? detailliert ein. Werfen wir jedoch zunächst einen Blick auf den Stromverbrauch Internet Deutschland und in der Welt:
Wie hoch ist der Stromverbrauch Internet Deutschland?
In Deutschland nutzen etwa 93 % der Bevölkerung das Internet. Das sind mehr als 78 Millionen Internet-Nutzer alleine in Deutschland! Der Stromverbrauch Internet Deutschland liegt dementsprechend bei rund 13 Terawattstunden Strom pro Jahr!
Wie hoch ist der Stromverbrauch Internet weltweit?
Fast 5 Milliarden Menschen und damit etwa 60 % der Weltbevölkerung nutzen das Internet! Im asiatischen Raum sind dabei die meisten Menschen online: Hier sind es fast 3 Milliarden. In Europa gehen etwa 737 Millionen Internetnutzer täglich online, während es in Nordamerika ungefähr die Hälfte ist. Im Schnitt nutzt jeder Internet-Nutzer weltweit das Internet fast sieben Stunden pro Tag, um zu arbeiten, um zu chatten, um zu streamen und um nach Informationen suchen.
Der Internet Stromverbrauch nach Aktivität
Rund ein Drittel des weltweiten Datenverkehrs (das entspricht etwa 80 % des Stromverbrauchs des Internets) fällt für das Streamen von Musik sowie Filmen und Serien an. Besonders viel Strom verbraucht z.B. der Marktführer Netflix mit seinen rund 221,64 Millionen Abonnenten weltweit.
Aber auch andere Aktivitäten im Internet verbrauchen sehr viel Strom – insbesondere die Gaming-Industrie. Der Anstieg von zunehmend smarten, mit dem Internet verbundenen Geräten wie Smart Homes trägt ferner zu einem Anstieg des internetbedingten Stromverbrauchs bei.
Stromverbrauch Google Suche und Streaming
Ungefährer Stromverbrauch für Internetaktivitäten
Laut Google beträgt der Stromverbrauch Google Suchanfrage 0,0003 kWh.
Eine Stunde Video-Streaming in Full-HD verbraucht 0,22 bis 0,37 kWh.
Wie hoch z.B. der Stromverbrauch einer Google Suche oder der Stromverbrauch Streaming genau ist, ist nur schwer zu ermitteln: Der Stromverbrauch Internet schwankt nämlich je nach der Auslastung der Server und auch ja nach dem Schwierigkeitsgrad der jeweiligen Suchanfrage. Ferner spielt die Außentemperatur der Serverumgebung eine Rolle, denn je wärmer die Temperatur ist, desto mehr Strom wird benötigt, um die Serverräume herunterzukühlen. Die Angaben von Google sind z.B. auch rund 10 % niedriger als die von Experten ermittelten Schätzwerte.
Der Stromverbrauch von Google-Diensten Auch, wenn es – wie erwähnt – schwierig ist, den genauen Stromverbrauch von Google und seinen Diensten (z.B. von Google Maps, YouTube oder Google Drive) zu ermitteln, so gehen Experten von einem Internet Stromverbrauch von insgesamt rund 5,7 Terawattstunden pro Jahr aus. Dieser Internet Stromverbrauch entspricht etwa dem gesamten Stromverbrauch von San Francisco pro Jahr.
Was bedeutet der Stromverbrauch Internet für die Umwelt?
Dadurch, dass das Internet einen so hohen Stromverbrauch hat, wirkt es sich auch negativ auf die Umwelt aus: Bei der Erzeugung von Strom, der für die Internet-Nutzung benötigt wird, werden schließlich – bei der Nutzung von fossilen Energieträgern – auch umweltschädliche Emissionen freigesetzt. z.B. werden CO₂ und Schwermetalle wie Quecksilber durch die Stromerzeugung in Kohlekraftwerken ausgeschüttet. In Atomkraftwerken fallen radioaktive Abfälle an.
Besonders kritisch ist, dass sich viele Menschen nicht darüber im Klaren sind, wie viel Strom die Nutzung des Internets für das Streamen von Musik und Filme, von Google Suchen, WhatsApp-Nachrichten, Videoanrufen etc. verbraucht wird! Im Folgenden finden Sie aus diesem Grund eine kurze Übersicht zur besseren Einordnung, denn eine bewusste Internet-Nutzung hilft, das Klima zu schonen!
Übersicht von CO₂-Emissionen für die Internet-Nutzung
Stromverbrauch Google Suche: 0,2 g CO₂
Stromverbrauch einer Spam-E-Mail: 0,3 g CO₂
Stromverbrauch einer E-Mail ohne Anhang: 4 g CO₂
Stromverbrauch einer E-Mail mit Anhang: 30 g CO₂
Stromverbrauch Streaming (eine Stunde): 3.200 g CO₂
Stromverbrauch einer Videokonferenz (eine Stunde): 3.200 g CO₂
Stromverbrauch einer Bitcoin-Transaktion: 313.000 g CO₂
Wie viel CO² generiert Ihre Internetnutzung?
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Was tun Unternehmen gegen den klimaschädlichen Stromverbrauch?
IT-Unternehmen haben nicht zuletzt aus Kostengründen ein Interesse an einem geringeren Stromverbrauch Internet. Insbesondere seit der Energiepreiskrise und den steigenden Stromkosten im Jahr 2022 lohnt es sich nämlich, seinen Stromverbrauch zu senken. Viele Firmen arbeiten daher bereits an der Optimierung ihrer Server, denn Strom zu sparen, bedeutet für sie auch Stromkosten zu sparen.
Kreativität ist gefragt: Einige große Unternehmen versuchen sogar z. B., die Abwärme ihrer Server und Rechenzentren zu nutzen, um damit Gebäude zu heizen. Andere beziehen den Strom für ihre Server von grünen Stromanbietern, um die Umweltauswirkungen des internetbedingten Stromverbrauchs zu reduzieren.
Es gibt derzeit bereits deutsche Pilotprojekte, wie z. B. das Bauprojekt Westville in Frankfurt a. M., bei dem rund 1.300 Wohnungen sowie Gewerbe- und Einzelhandelsflächen bis Mitte 2025 durch die Abwärme von Rechenzentren geheizt werden sollen. Oder auch: Im Frankfurter Cloud-Rechenzentrum im Gebäudekomplex Eurotheum werden mithilfe eines wasserbasierten Direktkühlsystems rund 70 Prozent der Abwärme direkt vor Ort zum Beheizen der ansässigen Büro- und Konferenzräume sowie für die Hotellerie und Gastronomie genutzt.
Stromverbrauch Internet: Kann man umweltfreundlich surfen?
Das Internet ist aus unserem Berufsleben und auf dem Alltag einer modernen Gesellschaft nicht mehr wegzudenken. Um das Surfen umweltfreundlicher zu gestalten und damit den Stromverbrauch Internet zu reduzieren, können Sie jedoch ein paar Tipps anwenden und in Ihr Leben integrieren! Wir haben Ihnen im Folgenden ein paar Ideen für einen umweltfreundlicheren Umgang mit dem Internet zusammengestellt:
Wie kann man umweltfreundlicher surfen?
Bewusstere Nutzung des Internets
Umstieg auf Glasfaser
Umstieg auf einen Ökostromanbieter und Ökostromtarif
Verwendung einer grünen Suchmaschine
Wechsel zu einem nachhaltigen Telefon- bzw. Internetanbieter
Deaktivierung der Option Auto-Play
Verzicht auf mobiles Streamen
Verringerung der Bildauflösung
Abschaltung von Endgeräten, wenn diese nicht gebraucht werden
Bevorzugte Nutzung des W-LANs
Bevorzugte Nutzung von externen Festplatten
Verzicht auf Cloudspeicher
Verzicht auf Bildschirmschoner
Löschen von nicht länger gebrauchten E-Mails
Abmeldung von E-Mail-Newslettern
Wenn Sie nicht wissen, welche grüne Suchmaschine oder welchen grünen Host für Ihre E-Mails Sie wählen sollen, können Sie z.B. die folgenden Alternativen zu Google und Co. testen, um Ihr Surfverhalten ein wenig umweltverträglicher zu gestalten.
Welche Suchmaschine ist grün?
Die Suchmaschine Ecosia nutzt Ökostrom für ihre Rechenzentren und kompensiert ihren CO₂-Fußabdruck.
EcoSearch ist eine englischsprachige Suchmaschine, die Einnahmen an Umweltorganisationen spendet.
Umlu ist eine deutschsprachige Suchmaschine mit CO₂-neutralem Server.
Ein grüner Anbieter für E-Mail-Dienste ist z.B. Posteo.
Ein bewusster Umgang mit dem Internet ist, wie erwähnt, eine gute Option, um Energie zu sparen und die Umwelt zu schonen. Wenn Sie zusätzlich noch einen Ökostromanbieter oder einen passenden Ökostromtarif suchen, um Ihren Stromverbrauch und Ihre Internetaktivitäten umweltfreundlicher zu gestalten, können Sie sich von den unabhängigen Experten von Energiemarie beraten lassen.
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