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Klimaneutralität: Maßnahmen für ein klimaneutrales Leben

Klimaneutralität

Bis 2050 soll Deutschland klimaneutral werden. Der Begriff Klimaneutralität bedeutet, dass alle ausgestoßenen CO2-Emissionen ausgeglichen werden sollen. Um dieses Gleichgewicht zu erreichen, wurden verschiedene Maßnahmen eingeführt und Zwischenziele für 2030 und 2040 gesetzt. Was können Sie tun, um Teil des positiven Wandels zu sein? Lesen Sie weiter, um mehr über die geplanten Maßnahmen für ein klimaneutrales Deutschland zu lernen und um zu erfahren, wie auch Sie klimaneutral leben können.


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Klimaneutralität: Hintergrund, Maßnahmen & Ziele

Klimaneutralität: Hintergrund, Ziele und Maßnahmen

Die Idee hinter der sogenannten Klimaneutralität stammt ursprünglich aus dem Kyoto-Protokoll 1997. Um gegen die Klimaerwärmung und deren verheerenden Folgen für Umwelt, Menschen und Tiere anzukämpfen, wurde das Konzept des CO2-Ausgleichs eingeführt.

Bei diesem Konzept geht es darum, die an einer Stelle ausgestoßenen Treibhausgase durch Einsparung an einer anderen Stelle zu kompensieren. Mehr dazu erfahren Sie im nächsten Kapitel.

Maßnahmen zum Erreichen der Klimaneutralität sind aber nicht nur der CO2-Ausgleich, sondern ebenfalls die Investition in erneuerbare Energien und der Schutz der natürlichen Umwelt. Letzteres unter anderem auch aus dem Grund, weil natürliche Kohlenstoffsenken wie Böden, Wälder und Ozeane CO2-Emissionen aufnehmen und damit auf natürliche Art und Weise ausgleichen.

Ziele der Klimaneutralität

Das Ziel der verschiedenen Maßnahmen ist es, bis 2050 Klimaneutralität zu erreichen. Dieses Ziel ist im EU-Klimaschutzgesetz verankert und basiert auf dem Grünen Deal aller EU-Staaten, den Netto-Ausstoß von Treibhausgasen auf null zu reduzieren.

Als Zwischenziel wurde ursprünglich festgelegt, dass bis 2030 40 Prozent der produzierten CO2-Emissionen, gegenüber dem Niveau von 1990, reduziert werden sollen. Die Klimaziele wurden im Dezember 2020 aber verschärft und sehen nun aber eine Reduzierung von mindestens 55 Prozent vor. Bis 2040 sollen es mindestens 70 Prozent sein.

CO2-Ausgleich und Klimaneutralität - Was steckt dahinter?

Das Kyoto-Protokoll, welches 2005 in Kraft getreten ist, reguliert den obligatorischen CO2 Ausgleich. Im Sinne des Emissionshandels und mit dem Kauf von CO2-Zertifikaten sind Unternehmen dazu verpflichtet, ihre CO2-Emissionen auszugleichen. Erst mit dem Kauf von CO2-Zertifikaten erwerben sie sich nämlich das notwendige Verschmutzungsrecht, um in einer gewissen Periode eine Tonne CO2-Emissionen auszustoßen.

Ausgleich mit Klimaschutzprojekten Die CO2-Emissionen werden ausgeglichen, indem mit den Einnahmen der Zertifikate Klimaschutzprojekte gegründet und finanziell unterstützt werden. Diese Klimaschutzprojekte unterliegen auf der regulierten Ebene strengen Qualitätsstandards, welche den Ausgleich sicherstellen.

Selectra's Beitrag zur Klimaneutralität: Das Ghandi Projekt

Selectra's Beitrag zur Klimaneutralität: Das Ghandi Projekt

Nebst dem obligatorischen CO2-Ausgleich ist es Unternehmen und Privatpersonen auch möglich, CO2 auf freiwilliger Basis zu kompensieren. Hierfür wird in einem ersten Schritt die Höhe der Emissionen einer bestimmten Aktivität berechnet und dann in einem zweiten Schritt mithilfe von CO2-Zertifikaten kompensiert.

Da im Rahmen des freiwilligen CO2-Ausgleichs theoretisch jeder ein CO2-Zertifikat ausstellen könnte, sollten Sie bei der Wahl des Anbieters auf Qualitätsstandards achten, die sich an denjenigen des obligatorischen Ausgleichs orientieren.

Auch Selectra bietet ihren Kunden die Möglichkeit, ihre CO2-Emissionen zu kompensieren. Bei Selectra Deutschland - Energiemarie - geschieht das konkret über die finanzielle Unterstützung des Ghandi Projektes, welches sich für kohlenstoffarme Elektrizität mit erneuerbaren Energien in Indien einsetzt. So wurden bereits 21 Windturbinen für die Erzeugung von Windkraft entwickelt, die jährlich fast 36 GWh Ökostrom erzeugen und den CO2-Ausstoß damit um mehr als 33.000 Tonnen verringern.

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Der Weg zur Klimaneutralität - Auf den Spuren des Problems

Der Weg zur Klimaneutralität - Auf den Spuren des Problems

Laut Statista hat der weltweite CO2 Ausstoß seit 1960 um 60 Prozent zugenommen und 2018 einen Höchstwert von ingesamt 36,6 Milliarden Tonnen erreicht. Das ist aus dem Grund problematisch, da mit dem weltweiten Anstieg des CO2-Ausstoß auch der Treibhauseffekt immer stärker wird, der wiederum zur globalen Klimaerwärmung beiträgt.

Zwischen 1850 und 2017 hat sich die weltweit durchschnittliche Temperatur um 1,1° Celcius erhöht, was sich in wiederkehrenden und extremen Wetterereignissen wie zum Beispiel extremer Hitze, Dürrekatastrophen und Brände oder Starkniederschläge, Stürme und Überschwemmungen zeigt. Da Experten davon ausgehen, dass die Folgen einer Temperaturerhöhung von über 2° Celcius nicht mehr widerrufbar sind, ist der Weg zur Klimaneutralität der einzig richtige. Nur so kann der Klimawandel eingedämmt und die Folgen verhindert werden.

CO2 Ausstoß Deutschland

Laut Umweltbundesamt hat der CO2 Ausstoß Deutschland 2018 knapp 858 Millionen Tonnen umgerechnete CO2 Äquivalente ausgemacht. Das ist im Vergleich zu 1990, wo die Gesamt-Emissionen noch 1.251.488 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente ausgemacht haben, ein deutlicher Fortschritt.

Die größten Fortschritte gab es seit 1990 im Bereich der Energiewirtschaft, unter anderem aufgrund der Reform des europäischen Emissionshandels, dem Ausbau erneuerbarer Energien wie zum Beispiel der Windkraft und der Solarenergie und aufgrund der Abschaltung erster Kohlekraftwerkblöcke. Nichtsdestotrotz landete Deutschland 2018 immer noch auf Platz sechs der Top-Ten Länder mit den meisten CO2-Emissionen. Das Bedürfnis nach Verbesserung besteht also fort.

Quelle: CO2-Emissionen: Größte Länder nach Anteil am weltweiten CO2-Ausstoß im Jahr 2019, statista.com, 2020

Um die CO2-Emissionen weiterhin zu reduzieren und um dem Ziel der Klimaneutralität näher zu kommen, wurde in Deutschland seit dem 01.01.2021 die CO2 Steuer eingeführt. Umfasst werden mit der Steuer alle Brennstoffemissionen, die im EU-Emissionshandel noch nicht mit einem CO2 Preis festgelegt wurden. Betroffen sind alle Unternehmen, die CO2 ausstoßen, aber auch Endverbraucher, die zur privaten Nutzung auf klimaschädliche Brenn- und Kraftstoffe zurückgreifen. Mehr zum Thema erfahren Sie hier: CO2 Steuer Deutschland.

Klimaneutral leben: Der persönliche Weg zur Klimaneutralität

In Hinblick auf den fortschreitenden Klimawandel und auf die daraus resultierenden, bald nicht mehr widerrufbaren, Auswirkungen wird das Bedürfnis nach einem klimaneutralen Leben immer größer. Denn eines ist klar: Jeder Mensch trägt mit seinem Verhalten und mit seinen Aktivitäten zum Ausstoß von CO2 bei. Zum Beispiel bei der Wahl von Brennstoffen für den Betrieb unserer Heizung und zum Beziehen von Strom, bei der Wahl von Kraftstoffen für unsere Transportmittel oder beim Kaufen von Produkten und beim Konsumieren von Nahrungsmitteln.

Was ist mein CO2 Fußabdruck? In unserem Artikel zum Thema CO2 Fußabdruck zeigen wir Ihnen durchschnittliche Werte pro Kopf in verschiedenen Lebensbereichen und den CO2 Fußabdruck verschiedener Lebensmittel.

Sie wollen klimaneutral leben? Lesen Sie weiter, um im Anschluss Tipps zu erhalten, mit denen Sie in verschiedenen Bereichen Ihres Lebens zur Klimaneutralität beitragen können.

Klimaneutral leben - Tipps und Tricks
Lebensbereich Klimaneutral leben
Ernährung
  • Tierische Produkte, vor allem Fleisch, Käse und Butter, reduzieren
  • Beim Kauf von Nahrungsmitteln auf Regionalität und Saisionalität achten
  • Nur kaufen, was konsumiert wird
  • Temperatur des Kühlschranks nicht zu kalt einstellen
  • Beim Kochen Topfdeckel verwenden
Privater und öffentlicher Konsum
  • Kürzer Duschen, Anzahl Bäder reduzieren
  • Papier sparen und Zeitungen und Magazine lieber online lesen
  • Produkte wenn möglich mieten und nicht kaufen
  • Secondhand einkaufen und alte Sachen aufwerten
  • Elektrogeräte mit hohem Stromverbrauch mit neueren Modellen ersetzen

Klimaneutral heizen: Beispiele & Tipps

Klimaneutral heizen können Sie, wenn bei der Verbrennung des Brennstoffes nur so viel CO2-Emissionen ausgestoßen werden, wie sie der Brennstoff bei seiner Entstehung gebunden hat. Anbei einige Beispiele, die klimaneutrales Heizen ermöglichen.

 Holz: Bäume wandeln im Laufe ihres Lebens CO2 in Sauerstoff um und stoßen die Gleiche Menge wieder aus, wenn sie als Brennstoff verbrannt werden. Zum Heizen mit Holz können Sie beispielsweise Holzscheite oder Pellets verwenden.

 Wärmepumpe: Die Wärmepumpe nutzt rund drei viertel der Energie zum Heizen aus der Umwelt, die kostenlos zur Verfügung steht, nämlich aus der Luft, dem Erdreich oder dem Grundwasser. Der Rest lässt sich in der Regel mit Strom decken, wobei Sie sich zum Beispiel für Ökostrom entscheiden können.

 Solarthermie: Mit einer Solarthermieanlage können Sie klimaneutral heizen, da die benötigte Wärme von der Energie der Sonne gewonnen wird. Die erzeugte Wärme kann entweder zur Warmwasserbereitung oder zur kombinierten Heizunterstützung genutzt werden. Ein Solarthermiespeicher speichert die Wärme ab und stellt sie nach Bedarf zur Verfügung.

Falls Sie bereits eine andere Heizungsart besitzen und diese nicht austauschen möchten, können Sie trotzdem mit einigen Änderungen den Verbrauch Ihrer Heizung und damit die CO2-Emissionen reduzieren. So könnten Sie zum Beispiel in die Wartung des gesamten Heizungssystems investieren, Heizungsrohre und Wasserleitungen isolieren oder die Wärmedämmung der Außenwände Ihres Gebäudes erneuern. Im Bezug auf das Heizverhalten können Sie folgende Tipps anwenden:

  • Beim Heizen Türen und Fenster schließen
  • Heiztemperatur senken und sich wärmer anziehen
  • Stoßlüften anstatt Kipplüften

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klimaneutral reisen: Ist das möglich?

Klimaneutral reisen: Ist das möglich?

Klimaneutral zu reisen ist gar nicht so einfach. Denn das tägliche Reisen gehört bereits zu unserem Alltag und, egal ob es sich dabei um ein Auto, eine U-Bahn oder um einen Linienbus handelt, sie alle produzieren für den Betrieb CO2-Emissionen.

Generell gilt: Züge verursachen für die gleiche Strecke nur einen Zehntel des CO2-Ausstoßes eines Flugzeuges und Busse haben eine bessere CO2-Bilanz als Züge. Das Gute an öffentlichen Verkehrsmitteln ist: Immer mehr Anbieter ermöglichen sogar mit einem Aufpreis einen freiwilligen CO2-Ausgleich.

Klimaneutral reisen einfach gemacht Nicht immer am praktischsten aber am klimaneutralsten ist und bleibt natürlich der Transport mit dem Fahrrad oder zu Fuß. Das kann vor allem bei kürzeren Strecken nicht nur die beste, sondern auch die gesündeste Option sein.

Sie reisen oder pendeln mit dem Auto? Autos gelangen aufgrund ihres vergleichsweise hohen CO2-Ausstoßes nach dem Flugzeug zu den Transportmitteln mit der schlechtesten Umweltbilanz. Um mit dem Auto klimaneutral reisen zu können, müsste in eine umweltfreundlichere Alternative wie in ein Elektroauto investiert werden. Ansonsten schonen Sie die Umwelt, indem Sie Fahrgemeinschaften organisieren oder wenn möglich auf den öffentlichen Verkehr wechseln.

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Aktualisiert am