Sie sind hier

Netzentgelte im deutschen Stromnetz

Hochspannungsleitung im Sonnenuntergang

Die Nutzung des Verteilernetzes für Strom ist ein weiterer entscheidender Kostenfaktor auf Ihrer Rechnung. Der Durchschnittsverbraucher wendet in der Regel ein Drittel seiner Stromkosten für die Gebühren der Netznutzung auf. Sie erhalten hierfür eine gesonderte Rechnung. Sollte Ihr Stromlieferant auch Ihr Netzbetreiber sein, wird auch oft eine sogenannte integrierte Rechnung ausgestellt.

Wieso bezahle ich Netznutzungsentgelte?

Es handelt sich hierbei um eine Kompensierung für die Instandhaltung und den Ausbau des Energienetzes. Der Netzbetreiber ist also dafür zuständig, dass die Energie auch von den Energieerzeugungsanlagen zu Ihnen ins Haus kommt. Dementsprechend erhalten Sie zusätzlich zu Ihrem Energieliefervertrag auch einen separaten Netzvertrag Ihres Netzbetreibers.

Legt der Netzbetreiber die Netzentgelte fest?

Nein, im Gegensatz zum reinen Energiepreis wird der Netztarif nicht frei vom Netzbetreiber festgelegt. Die Aufsichtsbehörde Bundesnetzagentur entscheidet über die Höhe der Netzentgelte in den verschiedenen Regionen, um faire Bedingungen im liberalisierten Markt zu schaffen.

Denn schließlich können Sie Ihren Netzbetreiber im Gegensatz zum Energielieferanten nicht aussuchen. Damit diese seine Monopolstellung nicht ausnutzt, sind seine Preise strengstens reguliert.

Wie setzt sich das Netzentgelt in Deutschland zusammen?

Das Netzentgelt setzt sich aus einem Leistungs- und einem Arbeitspreis zusammen. Der Leistungspreis (LP) wird anhand der Leistung Ihres Haushaltes in Kilowatt (kW) berechnet. Der Arbeitspreis (AP) dagegen auf Basis Ihres Stromverbrauchs in Kilowattstunden (kWh). Zusammen ergeben Sie die Netznutzungsgebühren.

Zusätzlich zahlen Sie ein Messentgelt für die Wartung und den Betrieb Ihres Stromzählers an den Netzbetreiber. Der Stromzähler ist nämlich offiziell nur gemietet, deswegen finden Sie auf Ihrem Zähler auch eine Plakette mit dem Namen des zuständigen Netzbetreibers. Das Messentgelt ist somit die Miete für das Zählgerät.

Keine Angst vor einem Anbieterwechsel!Wenn Sie zu einem anderen Stromanbieter wechseln, bleibt Ihr Netzbetreiber der gleiche. Das bedeutet konkret für Sie auch, dass Stromzähler nicht ausgewechselt wird. Zudem ist nach wie vor Ihr lokaler Netzbetreiber für die Versorgungssicherheit zuständig und muss bei Stromausfall kontaktiert werden.

Finde ich nur das Netzentgelt auf der Rechnung des Netzbetreibers?

Nein, Ihr Netzbetreiber ist zudem berechtigt, die Steuern und Umlagen abzurechnen. Somit finden Sie auf der Jahresabschlussrechnung auch die einzelnen Posten, die aber den Kommunen, den einzelnen Ländern und dem Bund zu Gute kommen. Für was die öffentliche Hand die Einnahmen verwendet und welche einzelnen Posten Ihnen in Rechnung gestellt werden, finden Sie auf unserer Seite Steuern & Abgaben.