Gewerbe

Strom- und Gastarif für Ihr Gewerbe  in wenigen Minuten

Gewerbe, Freiberufler, Land- und Forstwirte ‒ das sind alles berufliche Selbstständige. Doch wann gilt eine selbstständige Tätigkeit als Gewerbe? Wann bleibt man Freiberufler? Und: Was ist eigentlich ein Kleingewerbe? Lernen Sie mithilfe der Gewerbe Definition die Unterschiede kennen. Wussten Sie, dass bestimmte Gewerbearten eine besondere Erlaubnis benötigen? Wir erklären Ihnen alle Besonderheiten ‒ kurz und kompakt. Gewerbeanmeldung erledigt? Erfahren Sie die nächsten Schritten. Denn Gewerbestrom und Gewerbegas melden sich beispielsweise nicht selbstständig an.

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Was ist ein Gewerbe?

Jede wirtschaftliche Tätigkeit, die selbstständig, auf eigene Rechnung und mit der Absicht einen Gewinn zu erzielen, ausgeübt wird, gilt grundsätzlich als ein Gewerbe. Ein Gewerbetreibender kann sein Gewerbe in produzierenden, verarbeitenden und dienstleistenden Bereichen ausüben. Beispiele für Gewerbe Arten:

  • Handwerksbetriebe
  • Maklerbetriebe
  • Friseursalone
  • Hausverwalter
  • Buchhalter
  • Gärtner
  • Tischler
  • Apotheker
  • Bäcker
  • Metzger

Ein Gewerbe unterliegt der Gewerbesteuer. Ein Gewerbetreibender muss immer sein Gewerbe anmelden. Die Ausübung eines Gewerbes kann erst dann beginnen, sobald das zuständige Gewerbeamt die Gewerbeausübung genehmigt. Bestimmte Berufsgruppen fallen nicht unter ein Gewerbe, obwohl diese auch selbstständig ausgeübt werden. Dazu zählen die freiberuflichen und land- und forstwirtschaftlichen Tätigkeiten. Beispiele für Freiberufe sind:

  • Ärzte
  • Journalisten
  • Steuerberater
  • Notare
  • Krankengymnasten
  • Künstler

Gewerbetreibenden, Freiberufler und Berufler in der Land- und Forstwirtschaft werden alle als berufliche Selbständige bezeichnet. Es liegt eine sogenannte selbstständige Unternehmenstätigkeit vor.

Scheinselbstständigkeit Alle ausgeübten Tätigkeiten, die einem Unternehmensrisiko ausgesetzt sind, werden als Scheinselbstständigkeit bezeichnet. Denn der Einsatz der eigenen Mittel und der Arbeitskraft sind ungewiss. Beispiele für Berufsgruppen und Branchen, in denen diese Tätigkeit auftauchen kann, sind: Promotionsjobs, Film- und Fernsehindustrie, Grafikdesigner, Texter und Kurierfahrer.

Gewerbe Definition

Eine fest definierte Begriffserklärung des Gewerbes gibt es nicht. Die Gewerbeordnung legt die Gewerbe Definition bzw. die Gewerbe Bedeutung nicht fest. Auf die Frage Was ist Gewerbe? können Sie sich mithilfe des Einkommensteuergesetzes (EStG) §15 Abs. 2 näher herantasten. In diesem Abschnitt werden Sie nähere Beschreibungen zur Kennzeichnung eines Gewerbes finden. Ansonsten gilt: Das zuständige Gewerbeamt entscheidet, ob ein Gewerbe oder eine freiberufliche Tätigkeit vorliegt.

  • Merkmale eines Gewerbes
  • Selbstständige Betätigung
  • Nachhaltige Betätigung
  • Absicht einen Gewinn zu erzielen
  • Nach außen gerichtete Tätigkeit
  • Verstößt nicht gegen das Gesetz
  • Verstößt nicht gegen die guten Sitten
  • Ist keine Tätigkeit in der Land- und Forstwirtschaft
  • Ist kein freier Beruf
  • Ist keine Tätigkeit z.B. in der Verwaltung eines Vermögens

Was ist die Gewerbeordnung? Die Gewerbeordnung (GewO) ist ein Gesetzt, dass die Gewerbefreiheit bestimmt und beschränkt. Es legt die Zulassungsbestimmungen und Art der Gewerbebetriebe fest. Außerdem werden Straf- und Bußgeldvorschriften festgehalten bei Nichteinhaltung aller Vorschriften.

Welche Gewerbe gibt es? Gewerbearten?

Gewerbetreibende können unterschiedliche Arten eines Gewerbes betreiben. Einiges gilt es jedoch zu beachten. Zum Beispiel kann nicht jede Art eines Gewerbes ohne die erforderlichen Qualifikationen angemeldet werden. Bei den allgemeinen Gewerbearten werden insgesamt drei verschiedene Kategorien unterschieden. Somit gibt es das freie Gewerbe, das reglementierte und das neue selbstständige Gewerbe. Gewerbe arten kurz zusammengefasst:

  1. Freie Gewerbe: Die Ausübung des 🗸 freien Gewerbes kann direkt nach der Gewerbeanmeldung begonnen werden. Für das freie Gewerbe benötigen Sie ausschließlich ein Befähigungsnachweis.
  2. Reglementierte Gewerbe: Für das 🗸 reglementierte Gewerbe wird ein Gewerbeschein benötigt. Die reglementierte Gewerbe beziehen sich meist auf das Teilgewerbe oder Handwerk. Das Ausüben kann erst mit den richtigen Nachweisen begonnen werden. Zum Beispiel muss der Handwerk seinen Meisterbrief nachweisen.
  3. Neuen Selbstständigen: Der Begriff der 🗸 neuen Selbstständigen ist formbar und bezieht sich auf neuartige Tätigkeitsbereiche. Darunter versteht man das Ausüben von gewerblichen Tätigkeiten, die sich von den konventionellen gewerblichen Tätigkeiten unterscheiden. Denn die neuen Selbstständigen üben ihre Arbeit oft von zuhause aus und haben einen Freiheitsgrad bei den Entscheidungen. Sie arbeiten in ungeregelten Arbeitszeiten und haben freie Gestaltung bei den Arbeitsabläufen.

Was ist ein Gewerbeschein? Unter einem Gewerbeschein versteht man einen Gewerbeanmeldungsschein. Dieser Schein wird von der zuständigen Behörde ausgestellt und berechtigt zum Betreiben eines Gewerbes. Da es eine Gewerbefreiheit in Deutschland gilt, muss ein Gewerbeschein grundsätzlich ausgestellt werden. Für bestimmte gewerbliche Tätigkeiten werden zusätzliche Erfordernisse und Urkunden benötigt. Das heißt, ein Bäcker bekommt erst dann seinen Gewerbeschein, sobald er seinen Meisterbrief vorgelegt hat.

UNSER TIPP: Wenn Sie ein sogenanntes neue selbstständige Gewerbe anstreben, informieren Sie sich vorab gründlich, welche Tätigkeiten und Möglichkeiten Ihnen offen stehen, wie z.B. bei Ihrer zuständigen Arbeitsagentur.

Gewerbe eröffnet? Unter 089 120 840 871 erhalten Sie Angebote für Gewerbestrom- und Gewerbegastarife. Auf Wunsch wird die Anmeldung übernommen - Kostenloser Energiemarie by Selectra Service, Mo-Fr. 8-19 Uhr.Werbung - Energiemarie Service

Welche Gewerbearten benötigen eine besondere Erlaubnis?

Trotz der Gewerbefreiheit in Deutschland benötigen bestimmte Gewerbearten (reglementierte Gewerbe) eine gesonderte Genehmigungszulassung. Erst mit dem Nachweis der Zulassungsvoraussetzung kann mit dem Ausüben eines Gewerbes begonnen werden. Zu diesen Gewerbearten zählen risikoreiche oder besonders private Tätigkeiten. Diese Sonderzulassungen haben besonders hohe Anforderungen. Gewerbearten mit speziellen Erlaubnisformen sind:

Gewerbearten mit gesonderten Zulassungen
Gewerbeart Sonderzulassungen
Handwerksbetriebe
(Bäcker, Braumeister, Dachdecker, Optiker)
Die meisten benötigen einen sogenannten Nachweis über eine Meisterprüfung.
Reisegewerbe Es wird zusätzlich eine Reisegewerbekarte gefordert.
Spielhallenbetriebe Sondererlaubnis der zuständigen Behörde wird benötigt.
Handel mit Waffen, Sprengstoff und giftigen Substanzen Tätigkeiten erst mit gesonderten Konzession.
Versicherungsvermittlungen Eine eigenständige Genehmigung wird benötigt.
Makler oder Anlagenberater Diese Tätigkeiten benötigen eine separate Genehmigung.

Gewerbeanmeldung ‒ Checkliste

Jede Gewerbeausführung bedarf einer vorhergehenden Gewerbeanmeldung. Die Gewerbeanmeldung ist Pflicht - ist jedoch nicht kompliziert und kann schnell erledigt werden. Bereiten Sie dafür alle notwenigen Unterlagen und Dokumente im Voraus vor. Vereinbaren Sie einen Termin bei Ihrer zuständigen Behörde und nehmen Sie alle Unterlagen mit - inklusive Ihren Ausweis. Beachten Sie, dass je nach Gewerbeart die notwendigen Dokumente sich unterscheiden.

Wer ein Kleingewerbe anmelden möchte, muss sich ebenso an den gleichen Verfahrensablauf halten. Unter Kleingewerbe versteht man eine wirtschaftliche Tätigkeit, die mit dem Ziel ausgeübt wird, ein Gewinn zu erzielen. Kleingewerbe haben einen Freibetrag von 24.000 € und müssen erst darüber die Gewerbesteuer entrichtet.

  • Checkliste
  • Gewerbeanmeldung: Formular ist heruntergeladen und ausgefüllt?
  • Sonderzulassung: Meisterbrief ist vorbereitet?
  • Führungszeugnis: Polizeiliches Zeugnis ist vorbereitet?
  • Gesundheitszeugnis: Zeugnis liegt bereit? (notwendig für ein Restaurant oder Bar )
  • Gewerbeamt: Termin beim Gewerbeamt vereinbart?

Gewerbeanmeldung Die Gewerbeanmeldung nehmen Sie bei Ihrer zuständigen Behörde (Bezirksamt, Gemeinde) vor. Die genauen Dokumente und das Formular zur Gewerbeanmeldung erhalten Sie von Ihrer Behörde. Schnell und einfach die zuständige Behörde finden: Behördenfinder

Was passiert nach der Gewerbeanmeldung?

Nachdem Sie das Formular zur Gewerbeanmeldung beim zuständigen Amt mit allen notwendigen Dokumenten abgegeben haben, erhalten nach wenigen Tagen Ihren Gewerbeschein. Im Grunde handelt es sich um das Antragsformular, das unterschrieben und abgestempelt wurde und Ihnen die Gewerbeausführung erlaubt.

Nach der Ausstellung des Gewerbescheines werden von dem zuständigen Amt automatisch weitere Behörden und Verbände informiert:

  • Automatische Anmeldung:
  • Finanzamt
  • Gewerbeaufsicht
  • Statistisches Landesamt
  • Industrie- und Handelskammer (IHK)
  • ggf. Handwerkskammer

Das zuständige Amt ‒ das Gewerbeamt bei dem Sie Ihr Gewerbe anmelden ‒ übernimmt nicht alle behördlichen und notwendigen Anmeldeprozessen. Um diese müssen Sie sich selbsständig kümmern:

  • Nicht automatische Anmeldung:
  • Berufsgenossenschaft
  • Bundesagentur für Arbeit
  • Krankenversicherung
  • ggf. Gewerbestrom
  • ggf. Gewerbegas
  1. Sie stehen kurz vor dem Ein- oder Auszug der gewerblichen Räume? Erfahren Sie in diesem Artikel alles zu Übergabeprotokoll Gewerbe.
  2. Sie haben den Standort Ihres Gewerbes gewechselt? Dann müssen Sie eine Gewerbeummeldung vornehmen.
  3. Ihr Gewerbe zieht in eine andere Stadt um? Dann müssen Sie Gewerbeabmeldung vornehmen.
  4. Sie wollen online ein Gewerbestrom- oder Gewerbegastarif bestimmen? Dieser Artikel hilft weiter: Funktion von Gewerbestrom Tarifrechnern.

Gewerbe Strom Gas ‒ Was ist zu beachten?

Gewerbe: Kosten senken

Bestimmte Gewerbearten erfordern die Eröffnung und Führung eines Gewerbebetriebes. Neben den bereits erwähnten Anmeldeprozessen müssen Sie sich auch um die Anmeldeprozesse kümmern mit denen gewerbliche Räumlichkeiten funktionieren können. Dazu gehören Gewerbe Strom Gas.

Unter Gewerbe Strom Gas versteht man spezielle Gewerbestrom und Gewerbegas Tarife, die von Firmen, Unternehmen und Gewerbe genutzt werden können. Der Unterschied von Gewerbe Strom Gas zu Privatstrom und Privatgas liegt im Preis. Da Unternehmen oftmals mehr Strom und Gas beziehen als Privathaushalte und auch von gesetzlichen Entlastungsregelungen profitieren, liegt der Strom- und Gewerbepreis (ct/kWh) meist deutlich unter den regulären Privatstrom- und Privatgastarifen.

Energieanbieter, die Gewerbestrom und Gewerbegas anbieten:

Ganz gleich, welche Größe Ihr Gewerbe, Unternehmen oder Firma hat, ebenso die Räumlichkeiten oder Büroräume, Sie sollten unbedingt Gewerbestrom und Gewerbegas Tarife beziehen. Denn so können Sie bis zu mehreren Tausende Euro pro Jahr sparen. Sie haben ein großes Unternehmen oder/und wollen mehr über Strom für große Abnehmer erfahren? Dieser Artikel hilft Ihnen weiter: Industriestrom: Definition & Abnahmemenge.

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Die häufigsten Gewerbe Fragen im Überblick

Wie meldet man ein Gewerbe an?

Gemäß der gängigen Gewerbe Definition muss jede wirtschatfliche Tätigkeit, die die Absicht verfolgt, ein Gewinn zu erzielen, als Gewerbe angemeldet werden. Steht fest, dass Sie zukünftig in die Gruppe der Gewerbetreibenden eingeordet werden, sollten Sie das für Sie zuständige Gewerbeamt bestimmen und folgende Unterlagen rechtzeitig für die Gewerbeanmeldung vorbereiten:

  • Bereiten Sie Ihre Ausweispapiere vor (Ausweis, Reisepass)
  • Sonderzulassungen (notwendig bei Reise- oder Handwerksbetrieben)
  • Gewerbeanmelde Formular (das Formular bekommen Sie beim Gewerbeamt)
  • Führungszeugnis
  • Aufenthaltsgenehmigung (für nicht deutsche Staatsbürger)
  • Zustimmungserklärung Gesellschafter

Wie wird ein Kleingewerbe definiert?

Unter Kleingewerbe versteht man Unternehmen, die sich nicht an die Bestimmungen des Handelsgesetzbuches (HGB) halten müssen. Demnach sind Kleingewerbetreibende keine Kaufleute und müssen unter anderem keine doppelte Büchführung erstellen.

Für die Anmeldung eines Kleingewerbes gibt es keine speziellen Kleingewerbe Formulare. Kleingewerbe führen ihre Anmeldung wie die eines "normalen" Gewerbes aus. Kleingewerbe zeichnen sich außerdem dadurch aus, dass sie von der Gewerbesteuer befreit sind. Der Freibetrag begrenzt sich auf 24.000 € pro Jahr. Bei der Überschreitung ist die Gewerbesteuer fällig.

Welche Kosten fallen bei Gewerbeanmeldung an?

Wer ein Gewerbe führen möchte, muss dieses beim Gewerbeamt anmelden. Der erste Schritt besteht darin, das zuständige Gewerbeamt aufzusuchen. Das Gewerbeamt ist für Sie zuständig in der Stadt, in der das Gewerbe seinen Standort haben wird. Je nach Gewerbeamt kann die Gebühr unterschiedlich hoch ausfallen. Die Gewerbeämter verlangen in der Regel zwischen 15 € und 60 € für die Gewerbeameldung.