Elektroheizung Test: Kosten und Neuheiten zum Kauf

Die Elektroheizung verwendet Strom zur Erzeugung von Wärme. Je nach Art der Elektroheizung kann die Wärme entweder direkt an die Raumluft oder über Wärmestrahlung abgegeben werden. Mit einem Wärmespeicher kann die Wärme auch zeitversetzt verwendet werden. Aufgrund der niedrigen Wirkungsgrade und hohen Betriebskosten wird nach Elektroheizung Neuheiten gesucht. Alternativen sind zum Beispiel Elektroheizungen mit Infrarot oder Wandmontage. Sie wollen eine Elektroheizung kaufen? In einem Elektroheizung Test zeigen wir Ihnen, worauf Sie bei einem Kauf achten sollten und wie die Elektroheizung Kosten mit dem Stromverbrauch zu tun haben.


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Elektroheizung: Definition und Funktionsweise

Elektroheizung: Definition und Funktionsweise

Die Elektroheizung verwendet, wie der Name es vermuten lässt, Strom zur Erzeugung von Wärme. Die meisten Geräte sind mit Heizstäben ausgestattet, die mit Strom durchflossen werden, um Wärme an die Umgebung abzugeben. Grundsätzlich wird zwischen zwei verschiedenen Arten von Elektroheizung unterschieden:

 Bei der Direktheizung wird zwischen Modellen zur Erwärmung der Raumluft und der Wärmestrahlung unterschieden. Während die erste Variante die Raumluft erwärmt, erwärmt die andere einzelne Objekte wie Gegenstände oder Menschen. Dazu gehören zum Beispiel die Elektroheizung Infrarot oder die Elektroheizung Wand beziehungsweise Wandheizung. Beide Varianten werden in untenstehenden Kapiteln ausführlicher präsentiert.

 Die Speicherheizung speichert die erzeugte Wärme und gibt sich über den Tag verteilt ab. Ein Beispiel dafür ist die Nachtspeicherheizung, welche in den Nachtstunden zu einem günstigeren Niedertarif Strom bezieht und ihn nutzt, um tagsüber bei Bedarf die Wohnfläche zu beheizen. Diese Art der Elektroheizung wurde vor allem in Ihrer Ursprungszeit in den 50er und 60er Jahren verwendet, um die Stromproduktion der Stromkraftwerke auch nachts auszulasten. Mehr zum Thema finden Sie in unserem Artikel Nachtspeicherheizung: Kosten, Steuerung und Ersatz.

Wann ist eine Elektroheizung sinnvoll? Grundsätzlich sollte eine Elektroheizung nie als Gesamtsystem genutzt werden. Sinnvoll ist die Elektroheizung als Teilsystem bei einer nachträglichen Installation, wenn keine Heizrohre vorhanden sind. Das hat vor allem mit den tiefen Gesamtwirkungsgraden und den hohen Betriebskosten zu tun, die mit dieser Heizungsart einhergehen. Klassische Einsatzbereiche sind Fußböden, Badezimmer oder Gartenhaus.

Elektroheizung Neuheiten

Elektroheizung Neuheiten

Das Aufkommen der Elektroheizung galt einerseits als umweltfreundliche Alternative zu umweltschädlichen Brennstoffen wie Öl oder Kohle, andererseits aufgrund der angebotenen Nachtstromtarifen auch als kostengünstige Variante.

Heutzutage gerät die Elektroheizung jedoch aufgrund ihres niedrigeren Wirkungsgrades, vor allem im Vergleich zu anderen Heizungsarten, in Verruf. Außerdem fallen Nachtstromtarife gar nicht mehr viel günstiger aus wie früher und angesichts der steigenden Strompreise werden auch die Betriebskosten der Elektroheizung nicht günstiger. Schließlich ist auch die Nutzung von Strom in Bezug auf die Umwelt Bilanz kritisch zu hinterfragen. Deshalb sind Elektroheizung Neuheiten gefragt, welche zu effizienteren, kostengünstigeren und umweltfreundlichen Resultaten führen.

Kombination mit erneuerbaren Energien

Kombination mit erneuerbaren Energien

Um die CO2 Bilanz der Elektroheizung zu verbessern, kann anstelle von herkömmlichen Strom auch Ökostrom bezogen werden oder sogar ganz auf erneuerbare Energie gesetzt werden. Wird Strom zum Beispiel über eine Photovoltaik-Anlage bezogen, können zusätzlich Kosten gespart und von der Unabhängigkeit des Energieanbieters profitiert werden.

Elektroheizung Infrarot und Elektroheizung Wand

Immer mehr Verbraucher entscheiden sich für ebenfalls Elektroheizung Neuheiten wie Infrarotheizungen, um effizientere Wirkungsgrade zu erzielen. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn die Infrarotheizung in einer gut gedämmten Räumlichkeit installiert wird.

Die Elektroheizung Infrarot erwärmt nicht wie andere Direktheizungen die Raumluft, sondern nutzt Heizkörper für eine direkte Wärmestrahlung in Form von Infrarot Wellen. Die Infrarot Wellen erinnern an natürliche Sonnenstrahlen und verursachen beim Auftreten auf die Personen ein angenehmes Wärmegefühl. Hier die Vorteile der Elektroheizung Infrarot im Überblick:

  • Günstige Anschaffung und einfache Installation
  • Schnelles und angenehmes Wärmegefühl
  • Geringere Raumtemperaturen führen zu vergleichsweise niedrigeren Heizkosten
  • Gesundes Raumklima ohne Allergiepotenzial
  • Trockene Luft verhindert Schimmelbildung
  • Lange Lebensdauer und wartungsfrei

Eine Variante der Infrarotheizung ist die Wandheizung. Die Wandheizung wird an der Wand oder unter der Decke montiert, funktioniert aber prinzipiell gleich wie die herkömmliche Infrarotheizung. Es können kleine wie auch große Flächen mit einer Elektroheizung Wand installiert werden. Eine Raumplanung vorweg wird aber empfohlen, denn: Werden große Möbel vor die Wand platziert, reduziert sich die zu erreichende Heizleistung.

Thermostat Elektroheizung

Thermostat Elektroheizung

Um eine Infrarotheizung zu bedienen, ist ein Thermostat notwendig; ansonsten lässt sich die Heizung nicht steuern. Beim Thermostat handelt es sich um ein kleines Gerät mit verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten für das Ein- und Ausschalten der Heizung und für die Messung und Regulierung der Raumtemperatur. Werden mehrere Thermostate in einem Raum eingebaut, lassen sich sogar verschiedene Bedarfszonen mit unterschiedlichen Temperaturen einrichten. Mit einer korrketen Regulierung kann der Energieverbrauch und damit auch die Heizkosten reduziert werden.

Heizkosten berechnen einfach gemachtWussten Sie, dass fast 85 Prozent des gesamten Energieverbrauchs eines deutschen Haushaltes auf die Heizung zurückfällt? In diesem Artikel finden Sie Durchschnittswerte zum Vergleich, eine Anleitung zur Berechnung des eigenen Energieverbrauchs und Tipps, um Heizkosten zu sparen: Heizkosten verstehen, berechnen und sparen

Auf dem Markt stehen verschiedene Modelle zur Verfügung. Wird die Infrarotheizung mit einem Netzstecker an eine Steckdose angeschlossen, kommt ein Gerät zwischen den Netzstecker und die Steckdose. Handelt es sich bei dem Gerät gleichzeitig um das Thermostat, spricht man von einem Steckerthermostat. Das Gerät kann aber auch nur als Funkempfänger für das separate Funkthermostat dienen. Der Vorteil des Funkthermostates ist, dass es unabhängig von einer Steckdose an einer beliebigen Wand im Raum befestigt werden kann.

Thermostate können auch direkt an die Hauselektrik angeschlossen werden. In diesem Falle erhält die Infrarotheizung einen verkabelten Empfänger, der hinter dem Heizgerät in die Wand oder seitlich zwischen Infrarotheizung und Wand eingebaut wird. Der Empfänger wird dann über Funk oder per Kabel mit einem Thermostat verbunden. Alle Thermostate für die Elektroheizung gibt es in analoger Ausführung mit einem Stellrad oder in digitaler Ausführung mit einem Display.

Elektroheizung Test: Welches ist die beste?

Schnell und einfach lässt sich die Frage nach der besten Elektroheizung nicht beantworten. Dafür gibt es unter den Direktheizungen und den Speicherheizungen zu viele Optionen mit individuellen Vor- und Nachteilen, die untereinander verglichen und abgewägt werden müssen.

Am Ende ist jedoch die Elektroheizung am besten, die optimal auf Ihre Heizsituation ausgerichtet ist. Deshalb ist es wichtig, vor dem Kauf einer Elektroheizung auf Aspekte wie die Raumverteilung oder den Heizbedarf zu achten und weitere Faktoren wie Elektroheizung Kosten und Stromverbrauch bei der Entscheidung miteinzubeziehen. Lesen Sie weiter, um in den folgenden Kapiteln zum Elektroheizung Test Hilfestellung zu erhalten.

Auf was Sie beim Elektroheizung kaufen achten sollten

Elektroheizung kaufen: Tipps
Bereich Tipp
Welche Art der Direktheizung? Eine Direktheizung mit Erwärmung der Raumluft ist zwar für verwinkelte Wohnflächen geeignet, jedoch nicht unbedingt für Allergiker, da sie die Atemluft austrocknet. Eine DIrektheizung mit Wärmebestrahlung ist für Allergiker besser geeignet, wärmt aber nur die bestrahlten Bereiche der Wohnfläche auf.
Speicherheizung Der zusätzliche Wärmespeicher dient der zeitversetzten Nutzung der erzeugten Wärme, womit weniger Strom bezogen wird und Kosten gesenkt werden. Das Problem: Wird nachts zu wenig Wärme gespeichert, muss tagsüber mit teurem Haushaltsstrom nachgeheizt werden. Digitale Regelprogramme und die Kombination mit erneuerbaren Energien können die Effizienz dieser Modelle steigern.
Anschlussleistung Je größer der Raum, desto mehr Heizleistung wird gebraucht. Für beide Heizungsarten kann bei einer gut gedämmten Räumlichkeit mit ungefähr 50 Watt pro Quadratmeter gerechnet werden; bei schlechter Isolation wird mehr Leistung gebraucht. Generell sind Elektroheizungen mit 2.000 Watt Wärmeleistung für die meisten Räume geeignet.
Thermostat Ohne Thermostat kann die Elektroheizung nicht gesteuert werden und heizt durchgehend weiter. Das führt zu unnötigem Energieverbrauch und erhöhten Kosten. Falls die Elektroheizung Ihrer Wahl kein Thermostat anbietet, sollte eines zusätzlich mit ausgesucht werden. Ansonsten vergewissern Sie sich, dass die Elektroheizung mindestens Heizstufen besitzt, über die sie reguliert werden kann.
Überhitzungsschutz und Frostwächter Wird eine Elektroheizung durchgehend genutzt, kann sie überhitzen. Ein Überhitzungsschutz garantiert, dass es nicht soweit kommt. Beim Frostwächter handelt es sich um eine Funktion im Thermostat, welcher die Elektroheizung bei Minustemperaturen im Wohnraum automatisch anstellt. Dies ist besonders in Wintermonaten praktisch, in denen es nachts stärker als überlich abkühlen kann.

Elektroheizung Kosten und Stromverbrauch

Bei den Elektroheizung Kosten spielen mehrere Faktoren eine Rolle: Nebst den Anschaffungskosten, die je nach Gerätetyp und Anschlussleistung unterschiedlich ausfallen, muss ebenfalls der individuelle Stromverbrauch und die generelle Strompreisentwicklung abhängig.

Kosten für die Montage fallen gering aus; kleinere, mobile Elektroheizungen können selbständig installiert werden und Nachtspeicherheizungen benötigen lediglich einen zusätzlichen Stromzähler für etwa 250 Euro. Betriebskosten entstehen nicht für die Elektroheizung an sich sondern für die bezogene elektrische Energie. Je nach Energieverbrauch werden diese direkt vom Energieanbieter abgerechnet.

Elektroheizung Kosten - Anschaffungskosten
Gerätetyp (Auswahl) Leistung (Watt) Kosten (Euro)
Elektroheizung Infrarot 300 - 800 250 - 500
Mobile Elektroheizung 750 - 2.000 80 - 300
Nachtspeicherheizung 2.000 700 - 1.000
Fußbodenheizung über 100 W pro m2 unter 100 Euro pro m2
Natursteinheizung 300 - 1.500 500 - 1.000

Obwohl Elektroheizungen für ihre geringen Anschaffungskosten bekannt sind, stehen Sie vor allem hinsichtlich des Verbrauchspreises pro Kilowattstunde schlecht da: Während Heizöl sich mit 3.77 Cent pro Kilowattstunde Stand September 2020 als günstigste Heizungsart positioniert, folgt an zweiter Stelle Erdgas mit 5.77 Cent pro Kilowattstunde und weit danach Heizstrom mit 19 Cent pro Kilowattstunde.

Mit Heizstrom wird übrigens der Nachtstromtarif bezeichnet, der immer noch günstiger ist als herkömmlicher Haushaltsstrom (30.91 ct/kWh). Mehr dazu erfahren Sie in unserem Artikel Wärmestrom Vergleich und Formel zur Berechnung.

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