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Ziele der Weltklimakonferenz und COP25 in Madrid

Weltklimakonferenz

In den jährlichen Weltklimakonferenzen, die auch als COP (Conference of the Parties) bekannt sind, treffen sich VertreterInnen der teilnehmenden Staaten, um Lösungen für den Klimawandel zu finden. Inhalt der Konferenzen ist die Verhandlung konkreter Regeln zum Umweltschutz und der Austausch über Verbesserungsmöglichkeiten der Klimaschutzpolitik. Die 25. Weltklimakonferenz fand im Dezember 2019 in Madrid statt. Was waren die Beschlüsse und Auswirkungen? Lesen Sie weiter, um sich einen Überblick zum Thema Weltklimakonferenz und über die COP25 Madrid zu verschaffen.


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Weltklimakonferenz: Was ist das?

Der Ursprung der Weltklimakonferenz findet sich 1992 im sogenannten Internationalen Umweltgipfel in Rio de Janeiro. Damals trafen sich 130 Staatsoberhäupter und 17.000 weitere Teilnehmer, darunter Nichtregierungsorganisationen und Journalisten, um verschiedene globale Themen wie die Armut und die soziale Kluft zu besprechen. Auch die Problematik des Klimawandels wurde hier zum ersten Mal offiziell anerkannt.

Der Umweltgipfel 1992 stellt die Grundlage für die darauffolgenden Weltklimakonferenzen dar, da in ihr die Klimarahmenkonvention UNFCCC (United Nations Framework Convention on Climate Change), also das internationale Klimaschutzabkommen der Vereinten Nationen, unterzeichnet wurde.

Seither wird in den Weltklimakonferenzen vor allem über Maßnahmen zur Eindämmung des Klimawandels gesprochen. Verhandelt werden zum Beispiel Reduktionspflichten, Arten der Klimafinanzierung zur Reduzierung der CO2-Emissionen und weitere Maßnahmen, um den Klimawandel einzudämmen. 2020 gab es zum ersten Mal seit dem Umweltgipfel 1992 in Brasilien keine Weltklimakonferenz: Die ursprünglich geplante Konferenz in Glasgow wurde aufgrund der Corona-Krise abgesagt und auf den November 2021 verschoben.

Bekannte Weltklimakonferenzen Eine der bekanntesten Weltklimakonferenzen ist die COP3, welche 1997 in Kyoto stattfand. Darin wurde mit dem Kyoto Protokoll das erste völkerrechtlich verbindliche Abkommen durchgesetzt, das die Reduktion des jährlichen CO2 Ausstoß während bestimmten Verpflichtungsperioden vorsieht. Im Pariser Abkommen der COP21 in Paris wurde unter anderem die Begrenzung der Erderwärmung auf unter zwei Grad festgelegt.

Teilnehmer & Organisation der Weltklimakonferenz

Die Weltklimakonferenz findet jährlich im November oder Dezember statt. Zu den Teilnehmern gehören Staats- und Regierungsvertreter der mittlerweile 197 Vertragsstaaten der UNFCCC. Darunter gehören alle Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen und die Europäische Union, also nahezu alle Staaten der Welt. Bei den weiteren Teilnehmern handelt es sich um Nichtregierungsorganisationen und Journalisten. Seit 1992 haben die Weltklimakonferenzen ein immer größeres Maß angenommen und sich zu Großveranstaltungen mit mehr als 20.000 Teilnehmern entwickelt.

Weitere Merkmale der Weltklimakonferenzen sind, dass sie jedes Mal an einem anderen Standort stattfinden und dass es nebst der Hauptveranstaltung parallel noch weitere Einzelgipfel gibt. Aufgrund der Größe und Organisation der Weltklimakonferenz ist es nicht verwunderlich, dass für die Durchführung viel Vorausplanung und logistischer Aufwand benötigt wird.

Zu organisatorischen Schwierigkeiten führt, dass der ursprüngliche Entwurf mit Mehrheitsprinzip nicht von allen Verhandlungsteilnehmern angenommen wurde. Das heißt, bei jeder Weltklimakonferenz gelten provisorische UN-Bestimmungen, welche für die Beschlussfassung von allen Teilnehmerstaaten angenommen werden müssen. Das verlangsamt nicht nur die Beschlussfassung, sondern verhindert sie teilweise auch. Die weiteren Teilnehmer, also Nichtregierungsorganisationen und Journalisten, können zwar mitargumentieren, werden jedoch aus dem Entscheidungsprozess ausgeschlossen.

Hintergrund des COP25: Vorgänger und Warnung des IPCC

Die COP25 folgte nach zwei eher erfolglosen Weltklimakonferenzen, da trotz aufwändiger Verhandlungen kein konkreter Fahrplan zur Umsetzung der Leitmaßnahmen des Pariser Abkommens verabschiedet werden konnte. Des Weiteren kam es in der COP23 2017 und in der COP24 2018 sogar dazu, dass einige Länder wie Russland, Türkei und Iran das Pariser Abkommen nicht ratifizierten und die USA sogar ihren Rücktritt daraus ankündigte.

Im September 2019 wurde zudem ein alarmierender Bericht des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) veröffentlicht. Darin wurde prognostiziert, dass eine globle Klimaerwärmung von über 3°C zu unwiderruflichen Folgen für Menschheit und Natur mit sich tragen würde. Obwohl laut Prognose der Temperaturanstieg nicht gänzlich verhindert werden könnte, sollte er so weit wie möglich eingedämmt werden, um den unwiderrufbaren Schaden zu begrenzen.

In Anbetracht dessen schien es für die COP25 umso wichtiger zu sein, Beschlüsse in die richtige Richtung zu fassen und den Zusammenhalt der Mitgliedstaaten zu fördern. Doch was wurde konkret in der COP25 beschlossen? Lesen Sie weiter, um sich im nächsten Kapitel darüber zu informieren.

CO25 - Die Weltklimakonferenz in Madrid

Wie bereits erwähnt, fand die 25. Weltklimakonferenz im Dezember 2019 statt. Ursprünglich sollte die COP25 in Santiago de Chile in Chile stattfinden. Der Standort änderte sich jedoch auf Madrid, da eine soziale Krise in Chile die Regierung dazu veranlasste, ihre Teilnahme als Gastgeber abzusagen. Nichtsdestotrotz änderte dies nichts an der Bedeutung und am Inhalt der COP25.

Was wurde in der COP25 beschlossen?

Im Vergleich zu anderen Weltklimakonferenzen ging es bei der COP25 weniger um die Verhandlung konkreter Regeln, sondern eher um den bi- und multinationalen Austausch zur Verbesserung der Zusammenarbeit und damit zur Vereinfachung des Klimaschutzes. So ging es beispielsweise im Sinne von Marktmechanismen darum festzulegen, nach welchen Voraussetzungen CO2-Einsparungen aus Klimaschutzprojekten angerechnet werden sollten. Die gemachten Fortschritte sollten in der nächsten Konferenz eine Entscheidung ermöglichen.

Ebenfalls in den Vordergrund rückten die unvermeidbaren Schäden durch den Klimawandel. So kam es zu einer Anerkennung der Forderung der Entwicklungsländer nach Finanzmittel, damit sie besser mit den Folgen des Klimawandels umgehen können. Außerdem kam es zu einem Aufruf höherer Klimaschutzzusagen, damit Industriestaaten ihre verfehlten Klimaschutzziele und Finanzsusagen nachbessern und damit ihre Zusagen im Pariser Abkommen erfüllen. Nicht besprochen wurden Regeln für den Emissionshandel mit CO2-Zertifikaten.

Trotz aller Bemühungen gelang es der COP25 Madrid nicht, die zentralen Ziele des Pariser-Abkommens, wie zum Beispiel die Begrenzung des globalen Temperaturanstiegs, als regelmäßig zu betrachtende Messlatte zu verankern und damit ihre Durchsetzung sicherzustellen.

Auswirkungen & Ausblick der COP25 Madrid

Seit dem Aufruf höherer Klimaschutzzusagen hat die Europäische Union das Ziel festgelegt, bis 2050 Klimaneutralität zu erreichen und hat dafür auch ihre Zwischenziele für 2030 überarbeitet. So wurde im Sommer 2020 ein Plan vorgelegt, der vorsieht, dass die CO2-Emissionen gegenüber dem Stand von 1990 nicht mehr nur um 40 Prozent, sondern um mindestens 55 Prozent reduziert werden sollen. Bundesumweltministerin Svenja Schulze: In Madrid standen am Ende alle zum Pariser Klimaabkommen aber wir müssen alle schneller werden bei der Bekämpfung des Klimawandels. Europa wird 2020 mit gutem Beispiel vorangehen. Wir Europäer sind die erste große Volkswirtschaft, die ihre Klimaschutzzusage im nächsten Jahr deutlich anheben wird.

Bis zur nächsten Weltklimakonferenz Ende 2021 in Glasgow sollen alle Vertragsstaaten ihre überarbeiteten Klimaschutzzusagen für das nächste Jahrzehnt vorlegen und eine langfristige Strategie bis 2050 vorweisen können. Besprochen werden sollten unter anderem die Regeln für den Handel mit Emissionsrechten, die in der COP25 zu kurz gekommen sind. Nach 2021 soll es nur noch alle fünf Jahre eine Weltklimakonferenz geben. Wie sich das auf die Organisation, den Inhalt und die Umsetzung der jeweiligen Beschlüsse auswirken wird, wird sich zeigen.

Was können Sie tun, um dem Klimawandel entgegenzuwirken?

Sie wollen Teil des positiven Wandels sein und dabei helfen, den Klimawandel einzudämmen? Ein wichtiger erster Schritt ist es, sich über den eigenen CO2 Fußabdruck bewusst zu werden. Wir alle tragen nämlich in nahezu allen Bereichen und durch verschiedenste Aktivitäten zum weltweiten CO2 Ausstoß bei.

Sogenannte CO2 Rechner, die online gratis zur Verfügung stehen, machen die Berechnung der eigenen CO2-Emissionen relativ einfach. Dazu gehört zum Beispiel der WWF Klimarechner, der CO2 Rechner des Umweltbundesamtes oder der CO2 Rechner GEO. Sobald Sie Ihren CO2-Fußabdruck berechnet und festgestellt haben, in welchen Bereichen Sie die meisten Emissionen ausstoßen, können Sie in einem nächsten Schritt Maßnahmen ergreifen, um die Menge an CO2-Emissionen zu reduzieren.

Anbei erhalten Sie eine Auswahl an Möglichkeiten, um auf relativ einfache Art und Weise dem Klimawandel entgegenzuwirken:

  • Reduzieren Sie den Stromverbrauch Ihres Haushaltes
  • Entscheiden Sie sich für eine umweltfreundliche Heizungsart
  • Entscheiden Sie sich für öffentliche Verkehrsmittel oder für ein ökologisches Fahrzeug
  • Reduzieren Sie Ihren Fleischkonsum und kaufen Sie regionale und saisonale Produkte
  • Entscheiden Sie sich für second hand Produkte und werten Sie alte Sachen auf
  • Suchen Sie einen Ökostromanbieter, der Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt

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