CO2 Fußabdruck berechnen: Ländervergleich und Reduzierungsmaßnahmen

Der CO2 Fußabdruck ist eine Größe zur Messung der CO2-Emissionen, die wir in nahezu allen Lebensbereichen und durch verschiedenste Aktivitäten freisetzen: Beim Einkauf von Lebensmitteln, beim Flug in den Urlaub und sogar beim Einkauf neuer Kleidung. 2018 hat ein durchschnittlicher Deutscher rund 8.5 Tonnen CO2 Äquivalente freigesetzt, die sich negativ auf das Klima und die Umwelt ausgewirkt haben. Um eine nachhaltige Zukunft anzustreben, sind Reduzierungsmaßnahmen notwendig. Erfahren Sie in diesem Artikel, wie der CO2 Fußabdruck Deutschland im Ländervergleich aussieht, wie Sie Ihren persönlichen CO2 Fußabdruck berechnen können und ihn in einem nächsten Scrhitt erfolgreich reduzieren.


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CO2 Fußabdruck einfach erklärt

CO2 Fußabdruck einfach erklärt

Der CO2 Fußabdruck gibt die Menge an freigesetzten CO2-Emissionen an. Diese CO2-Emissionen, welche sich aus verschiedenen Treibhausgasen zusammensetzen, entstehen durch die Verbrennung von kohlenstoffhaltigen Materialien erzeugt. Dieser Prozess steckt erstaunlicherweise in nahezu allen Lebensbereichen. Hier einige Beispiele:

  1. Energiewirtschaft: Umwandlung fossiler Brennstoffe wie Kohle oder Erdgas in Energie
  2. Private Haushalte: Raumwärme, Warmwasserbereitung
  3. Verkehrssektor: Straßen-, Schienen-, Schiffs- und Flugverkehr
  4. Industrie: Herstellung, Verwertung und Entsorgung von Produkten und Gütern
  5. Landwirtschaft: Ackerbau und Viehzucht

Ein grosser CO2 Fußabdrucks beziehungsweise eine grosse Menge an freigesetzten CO2-Emissionen ist deshalb problematisch, weil sie aufgrund des sogenannten Treibhauseffektes eine negative Klimawirkung haben. Das Konzept des CO2-Fußabdrucks ist es deshalb, sich über die freigesetzte Menge bewusst zu werden und notwendige Reduzierungsmaßnahmen zu ergreifen. Durch die Einsparung von Energie und der Verminderung des CO2 Fußabdruckes wird auf eine nachhaltige Zukunft hingearbeitet.

Falls Sie mehr über die Zusammensetzung der CO2-Emissionen und über den Treibhauseffekt erfahren möchten, können Sie sich in unserem Artikel über die CO2-Emissionen: Problematik, Ausgleich und Reduzierung genauer informieren.

CO2-Emissionen und CO2 Äquivalente Die CO2-Emissionen setzen sich aus verschiedenen Treibhausgasen zusammen. Kohlendioxid (CO2) ist das mit den grösssten negativen Klimawirkungen, enthalten sind jedoch ebenfalls Methan (CH4), Lachgas (N2O) und mehrere F-Gase. Der CO2 Fußabdruck wird in Tonnen CO2 Äquivalente angebeben, der die Klimawirkung aller Treibhausgase in einer CO2 Menge angibt.

CO2 Fußabdruck Deutschland und im Ländervergleich

CO2 Fußabdruck Deutschland und im Ländervergleich 

Laut Umweltbundesamt kam es 2018 in Deutschland zu insgesamt 858 Tonnen CO2 Äquivalente. Diese wurden mit rund 83,9 Prozent größtenteils im Energiesektor freigesetzt und bestanden mehrheitlich aus CO2. An zweiter Stelle befand sich der Verkehrssektor mit mehr als 19 Prozent. Anbei finden Sie einen Überblick zum CO2 Fußabdruck in Deutschland 2018.

In einem weltweiten Ländervergleich im Jahre 2018 kam Deutschland mit einem globalen Anteil von 2 Prozent auf Platz sechs der Länder mit den meisten CO2-Emissionen. Das erstaunt nicht, denn Deutschland gehört zu einer der größten Volkswirtschaften weltweit und hat somit laut BMU seit Beginn der Globalisierung 5 Prozent der globalen Erderwärmung beigetragen. Auf Platz eins mit 29.7 Prozent gelang China, gefolgt von den USA mit 13.9 Prozent. Hier ein CO2 Fußabdruck Ländervergleich (Quelle: Co2online)

CO2 Fußabdruck berechnen 

CO2 Fußabdruck berechnen

Wie bereits erwähnt, erfasst der CO2 Fußabdruck die gesamte Menge an freigesetzten CO2-Emissionen. Eine Berechnung des CO2 Fussabdruckes hilft, die Bereiche mit den höchsten CO2-Emissionen zu identifizieren und Maßnahmen zu ergreifen, um die Mengen zu reduzieren oder gegebenenfalls einen CO2 Ausgleich zu starten.

Den CO2 Fußabdruck berechnen heutzutage nicht nur Privatpersonen, sondern auch Unternehmen und einzelne Wirtschaftszweige. Dafür werden immer mehr CO2 Fußabdruck Rechner online zur Verfügung gestellt, welche die Berechnung relativ einfach gestalten. Hier einige CO2 Fußabdruck Rechner, die Sie als Privatperson für die Berechnung Ihres persönlichen CO2 Fußabdruckes nutzen können:

  • WWF Klimarechner
  • CO2 Rechner des Umweltbundesamtes
  • CO2 Rechner GEO

Die Rechner teilen Ihr Leben in verschiedene Bereiche wie Wohnen, Mobilität, Ernährung, privater und öffentlicher Konsum auf und stellen für jede Kategorie vereinzelte Fragen. Obwohl die Kategorien und Fragen je nach Rechner variieren können, basiert die gesamte Berechnung bei allen auf einer komplexen Datenlage. Hier einige Fragen, die Sie in den verschiedenen Kategorien erwarten können:

  • Was ist Ihr Verbrauchsvolumen von Strom?
  • Wie bereiten Sie Ihr Warmwasser auf?
  • Wie effizient sind Ihre Haushaltsgeräte?
  • Wie heizen Sie Ihren Haushalt? Größe der Wohnfläche? Anzahl Personen im Haushalt?
  • Welche Transportmittel nutzen Sie und wie häufig?
  • Wie ernähren Sie sich und woher stammen Ihre Lebensmittel?
  • Welche Art von Konsumgüter konsumieren Sie? Wie oft? Wie viel kosten sie?
Mein CO2 Fußabdruck: Durchschnittswerte pro Kopf

Mein CO2 Fußabdruck: Durchschnittliche Werte pro Kopf 

2018 machte in Deutschland der jährliche CO2 Fußabdruck pro Kopf rund 8,5 Tonnen CO2 Äquivalente aus. Das ist fast doppelt so viel wie der internationale Durchschnitt von 4,8 (Quelle: Statista). Begründet wird diese Menge mit dem stetig wachsenden Konsum der deutschen Bevölkerung. Anbei sind alle CO2 produzierenden Sektoren dargestellt, aus denen anschließend der Durchschnittswert des CO2 Fußabdrucks pro Person in Deutschland gebildet wurde.

Durchschnittliche CO2-Emissionen pro Person (Tonnen pro Jahr)
Sektor CO2-Emissionen
Lebensmittel / Ernährung 1 t
Stromverbrauch 1 t
Heizung 1,3 t
Infrastruktur (Schulen, Straßen etc.) 1,5 t
Verkehr 2 t
Privater Konsum (Kleidung, Möbel etc.) 2,1 t
Energiebereitstellung 2,8 t

Wie sieht der CO2 Fußabdruck für Lebensmittel aus?

Lebensmittel spielen bei der Produktion von CO2-Emissionen eine wichtige Rolle. Jeder Deutsche konsumiert durchschnittlich 500 Kilogramm Lebensmittel pro Jahr, deren Bereitstellung einen CO2 Fußabdruck hinterlässt. Etwa 45 % davon enstehen bei der Erzeugung der Lebensmittel. Der restliche Anteil wird bei der Lagerung und der Zubereitung der Lebensmittel verursacht.

Signifikante Unterschiede gibt es bei der Art der Lebensmittel: Pflanzliche Kost verursacht weniger CO2-Emissionen als tierische Lebensmittel. In der folgenden Tabelle finden Sie eine Auswahl an Lebensimitteln und deren CO2 Äquivalente.

CO2-Äquivalente von Lebensmitteln (Gramm pro Kilogramm)
Art der Lebensmittel CO2 Äquivalente
Rindfleisch 13.303 g
Käse 8.502 g
Tiefkühl Pommes-Frites 5.728 g
Schweinefleisch 3.252 g
Milch 938 g
Brot 763 g
Tiefkühl Gemüse 415 g
Frische Tomaten 327 g
Frisches Gemüse 150 g

CO2 Fußabdruck reduzieren 

CO2 Fußabdruck reduzieren

Obwohl Deutschland seit 1990 seine CO2-Emissionen zu mehr als 27 Prozent reduziert hat, hat es in Anbetracht der Angaben aus dem Jahre 2018 noch einen weiten Weg vor sich. Soll der CO2 Fußabdruck bis 2030 wirklich auf unter 563 Tonnen CO2 Äquivalente reduziert werden (Quelle: BMU), müssen Reduzierungsmaßnahmen ergriffen werden. Hier einige Tipps und Tricks, wie Sie bereits heute Ihren persönlichen CO2 Fußabdruck erfolgreich reduzieren können.

CO2 Fußabdruck Reduzierungsmaßnahmen
Bereich Reduzierungsmaßnahmen
Wohnen
  • Heizungssystem modernisieren
  • Gute Wärmedämmung im Haus sicherstellen
  • Waschen mit hohen Temperaturen vermeiden
  • Effiziente Elektrogeräte verwenden und nach Gebrauch ausschalten
Mobilität
  • Flugreisen vermeiden
  • Vermehrt öffentlicher Verkehr nutzen
  • Fahrgemeinschaften oder ökologisches Fahrzeug wählen
  • Fortbewegung zu Fuss oder mit dem Fahrrad priorisieren
Ernährung
  • Regionale und saisonale Produkte kaufen
  • Kein Essen wegwerfen
  • Fleischkonsum verringern
  • Kühlschrank nicht zu kalt einstellen
  • Topfdeckel verwenden
Privater und öffentlicher Konsum
  • Kürzere Duschen, weniger Bäder
  • Papier sparen, Zeitungen und Magazine online lesen
  • Weniger einkaufen, mehr mieten
  • Gebrauchte Sachen einkaufen, alte Sachen aufwerten

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