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Watt, Volt, Ampere - Stromeinheiten einfach erklärt

Watt, Volt, Ohm, Ampere, Kilowattstunden - Alles Einheiten, die irgendwas mit Strom zu tun haben. So viel ist bekannt. Aber was bedeuten sie genau? Wie kann man sie berechnen? Und was sagen die Stromeinheiten über Ihre Elektrogeräte aus? Das lässt sich schnell erklären - anhand eines Vergleichs mit Wasser.


Was bedeutet die Einheit Volt?

Die Einheit Volt wurde nach dem italienischen Physiker Alessandro Volta benannt. Er lebte im 18. Jahrhundert und hat viel zur Erforschung der Elektrizität beigetragen. Er gilt unter anderem als Erfinder der Batterie.

Vergleichen wir für den Anfang (auch wenn dieser Mix ansonsten nicht empfehlenswert ist) Strom mit Wasser. Der Vergleich ist naheliegend, denn beides fließt. Strom besteht aus elektrisch geladenen Teilchen - Elektronen, die sich in eine bestimmte Richtung bewegen. Strom ist also quasi ein Elektronenfluss. Ein Fluss kann sanft vor sich hinplätschern oder auch so stark sein, dass er alles in seiner Umgebung mitreißt. Es kommt auf den Druck an, der dahintersteht. Und so kommen wir zur ersten Stromeinheit - nämlich zu Volt. Volt ist die Maßeinheit für elektrische Spannung. Also quasi für den Druck, der die Elektronen zum Fließen bringt. Oder anders ausgedrückt: Volt ist eine Einheit für die Kraft, mit der der Strom angetrieben wird. Aus einer herkömmlichen Wandsteckdose beispielsweise kommt Strom mit 230 Volt. Über den Energieverbrauch eines Geräts sagt das gar nichts aus.

Aus Steckdosen in den USA fließt Strom mit einer viel niedrigeren Spannung, nämlich mit ca. 110 Volt. Für Elektrogeräte aus Deutschland ist das zu wenig - Sie sind auf die in Zentraleuropa üblichen 230 Volt ausgelegt. Daher sind Adapter notwendig, wenn man seine eigenen Elektrogeräte auf eine USA-Reise mitnimmt.

Die Spannung lässt sich berechnen, indem man die Leistung durch die Stromstärke dividiert, das heißt: Volt = Watt/Ampere

Was bedeutet die Einheit Ampere?

Die Einheit Ampere wurde nach André-Marie Ampère benannt - einem französischen Physiker und Mathematiker, der ungefähr zur gleichen Zeit lebte wie der italienische Physiker Alessandro Volta. Eine Entdeckung Amperes war das Zusammenspiel von Elektrizität und Magnetismus.

Jetzt zu Ampere. Ampere ist eine Einheit für Stromstärke. Also quasi für die Strommenge, die fließt. Ein Fluss kann aus viel Wasser bestehen oder auch aus wenig, genauso verhält es sich mit einem Fluss aus Strom.

Die Stromstärke lässt sich berechnen, indem man die Leistung durch die Spannung dividiert, das heißt: Ampere = Watt/Volt

Auf Netzteilen (zum Beispiel für Laptops) ist eine Ampere-Zahl angegeben. Man kann sagen: Die Ampere-Zahl gibt an, wie viel Strom das Netzteil maximal durchlassen kann. Wenn ein Laptop sich 2 Ampere holen will, das Netzteil aber nur 1,6 Ampere liefern kann, kann das Netzteil durchbrennen oder sogar Kurzschlüsse verursachen. Man sollte daher nie ein Netzteil verwenden, das weniger Strom durchlassen kann als ein Laptop benötigt.

Anders ausgedrückt: Ein Laptop mit 1,6 Ampere benötigt ein Netzteil mit mindestens 1,6 Ampere.

Was bedeutet die Einheit Watt?

Die Einheit Watt wurde nach dem schottischen Erfinder James Watt benannt. Seine bekannteste Leistung ist die Weiterentwicklung der Dampfmaschine. Watt lebte wie seine Kollegen Volta und Ampere im 18. Jahrhundert.

Jetzt sind wir auch schon bei der Einheit für elektrische Leistung angelangt - nämlich bei der Stromeinheit Watt. Die elektrische Leistung ergibt sich aus Volt, also dem Druck, und Ampere, also der Menge, zusammen. Auf Elektrogeräten ist in Watt die maximale Leistung angegeben.

Elektrogeräte wie Mikrowellen oder Staubsauger laufen teilweise mit mehreren tausend Watt. Damit man beim Rechnen ein paar Nullen weglassen kann, wird die Leistung oft nicht in Watt, sondern in Kilowatt angegeben. 1 Kilowatt entspricht 1000 Watt.

Die Stromleistung ist - wie schon erwähnt - das Produkt aus Spannung und Stärke, also:Watt = Volt*Ampere

Was bedeutet die Einheit Ohm?

Ohm ist die Einheit für elektrischen Widerstand. Ein Fluss kann ohne Hindernisse durch breite Flussläufe dahinfließen, und es können ihm auch Steine im Weg liegen. Mit Strom verhält es sich genauso. Kupfer beispielsweise leitet Strom sehr gut, Eisen eher weniger. Der elektrische Widerstand hat einen Einfluss auf die Stromspannung und die Stromstärke, und damit auch auf die Stromleistung. Das hat der deutsche Physiker Georg Simon Ohm erkannt. Nach ihm ist das Ohm´sche Gesetz benannt, es lautet: U = R*I. U ist die Abkürzung für die Spannung in Volt, R die Abkürzung für den Widerstand in Ohm und I ist die Abkürzung für die Stromstärke, gemessen in Ampere.

Die Einheit Ohm wurde nach dem deutschen Physiker Georg Simon Ohm benannt. Er lebte im 19. Jahrhundert und hat die Grundlagen für das Ohm´sche Gesetz gelegt, indem er den Zusammenhang zwischen Volt, Watt und Ohm entdeckte.

Und was sind Kilowattstunden?

Wir kennen und fürchten sie alle von unserer Stromjahresabrechnung: Die Kilowattstunden. In Kilowattstunden wird unser Stromverbrauch angegeben. Sie zeigen an, wie viel Kilowatt, also wie viel elektrische Leistung, wir pro Stunde verbrauchen.

Wenn Sie einen Fön mit einer Leistung von 2000 Watt (W), also 2 Kilowatt (kW), eine Stunde lang benutzen, haben Sie dafür 2 Kilowattstunden (kWh) verbraucht. Eine kWh kostet in Deutschland übrigens durchschnittlich ca. 28 Cent - der Strompreis steigt stetig. Ein Anbieterwechsel könnte Ihnen viel Geld ersparen - und wir sind Ihnen dabei gerne behilflich. Wir vergleichen Anbieter für Sie und suchen Ihnen einen günstigeren Tarif. Ein Anruf genügt - unter der Nummer
089 1208 9219. Wir sind von Montag bis Freitag jeweils von 8.00 bis 19.00 Uhr zum Ortstarif erreichbar.