Heizlast: Mit der richtigen Formel einfach berechnen!

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zwei Personen, die über die Heizlast sprechen

Die Heizlast Berechnung online funktioniert ganz einfach über einen unserer Heizlast Rechner im Artikel. Die Heizlast beschreibt, wie viel Wärme ein Gebäude verliert. Das Heizlast-Berechnen funktioniert mit der Formel Heizlast (ΦHL) = ΦT + ΦV + ΦRH und ist insofern wichtig, da nur die richtige Auslegung des Heizsystems zur Aufrechterhaltung der gewünschten Raumtemperatur in Ihrem Zuhause führt. Was die einzelnen Faktoren der Formel bedeuten, sowie Richtwerte für die Heizlast eines Einfamilienhauses, um mit Energietipps erfolgreich beim heizen zu sparen, erhalten Sie in folgendem Artikel.

Häufige Fragen zu Heizlast

💡Was ist Heizlast?

Unter Heizlast versteht man den Wärmeverlust eines Gebäudes. Zur Bestimmung spielen vor allem die Wärmedämmung eine Rolle. Je besser gedämmt ein Gebäude ist, desto geringer ist die Heizlast.

💡Welche Heizlast hat meine Wärmepumpe?

Ein Heizungsfachmann kann die Heizlast und Heizleistung Ihrer Wärmepumpe je nach Einflussfaktoren wie Standort, Isolierung, Alter der Wärmepumpe u.A. berechnen. Unabhängig von Ihrem Heizungssystem können Sie Ihre Heizlast mit einem Heizlastrechner online berechnen. Mehr Informationen hierzu erfahren Sie in diesem Artikel.

💡Welche Heizlast hat mein Haus?

Die Heizlastberechnung Ihres Hauses können Sie entweder online mit einem Heizlast Rechner machen, oder von Hand. Dafür nutzen Sie die Summe von Transmissionsverlusten (ΦT), Lüftungswärmeverlusten (ΦV) und der Aufheizleistung (ΦRH). Die Formel, die sich daraus ergibt, ist Folgende: Heizlast (ΦHL) = ΦT + ΦV + ΦRH

Was ist die Heizlast?

Mann fragt sich, was Heizlast ist

Die Heizlast gibt den Wärmeverlust eines Gebäudes an. Dadurch kann die benötigte Wärmeleistung der Heizungsanlage zur Aufrechterhaltung der Raumtemperatur bestimmt und gegebenenfalls Maßnahmen für den Wärmeschutz der Gebäudehülle ergriffen werden. Nur damit kann während der Heizperiode energieeffizient geheizt und Einbußen im Komfort vermieden werden. Die Heizlast wird in Watt angegeben.

Grundsätzlich ist es so, dass ältere und weniger moderne Häuser eine größere Heizlast aufweisen als jüngere und modernere Gebäude. In Bezug auf die Wohnfläche ist es zwar so, dass bei einer größeren Wohnfläche mehr geheizt werden muss, größere Gebäude jedoch trotzdem eine kleinere Außenfläche haben als kleinere. Deshalb fallen die Heizkosten pro Quadratmeter bei größeren Gebäuden niedriger als bei kleineren Gebäuden.

Die Heizlast sollte bei älteren Gebäuden im Rahmen einer Heizungsmodernisierung ermittelt werden, aber auch bei einem Neubau. Bei Letzterem ist das Heizlast-Berechnen für Bauherren sogar ein Muss.

Schließlich sollte der Begriff "Heizlast" nicht mit dem Begriff "Wärme- oder Heizwärmebedarf verwechselt werden. Während die Heizlast die Höhe der Leistung der Heizungsanlage angibt, gibt der Wärmebedarf an, wie viel Wärme über ein ganzes Jahr hinweg pro Quadratmeter Wohnfläche benötigt wird (Kilowattstunden pro Jahr).

Rechner nutzen und einfach die Heizlast berechnen

Ein blauer Heizkörper, der symbolisch für Heizlast steht

Sie wollen schnell und einfach die Heizlastberechnung durchführen? Dann können Sie auf einen online verfügbaren Heizlast Rechner zurückgreifen. Obwohl jeder Heizlast Rechner ein wenig anders aufgebaut ist, müssen Sie verschiedene Angaben zu Ihrem Gebäude und/oder Ihrer Heizungsanlage machen.

Füllen Sie die verschiedenen Felder einfach aus und klicken Sie auf "berechnen", um die Heizlastberechnung Ihres Zuhauses zu machen. Beachten Sie dabei einfach, dass es sich um einen Richtwert handeln wird. Anbei ein paar Heizlast Rechner, die Sie nutzen können:

Heizlast berechnen: Die Formel zur Heizlast Berechnung

Sie möchten die Heizlast gerne selbst berechnen? Das geht natürlich auch. Die Heizlast (ΦHL) ergibt sich aus der Summe von Transmissionsverlusten (ΦT), Lüftungswärmeverlusten (ΦV) und der Aufheizleistung (ΦRH).

Heizlast (ΦHL) = ΦT + ΦV + ΦRH

Scheint einfach, doch: Was bedeuten diese Begriffe? Anbei eine Erklärung der einzelnen Elemente zur Heizlast Berechnung:

  1. Transmissionswärmeverluste (ΦT): Wärmeverluste über die Bauteile der Gebäudehülle. Diese werden für jeden Raum berechnet.
  2. Lüftungswärmeverluste (ΦV) : Wärmeverluste, die durch das Lüftungsverhalten auftreten. Für die Bestimmung dieser Verluste muss bekannt sein, wie stark in einem Raum gelüftet wird. Bei modernen Häusern kann man vom Mindestluftwechsel ausgehen, bei älteren Gebäuden kommt eine unfreiwillige Durchströmung hinzu, welche aufgrund undichter Stellen (z.B. Fenstern) auftreten.
  3. Aufheizleistung (ΦRH): Die zusätzlich benötigte Aufheizleistung der Heizungsanlage, nachdem sie nach einer Heizpause schnell wieder Wärme zur Verfügung stellen soll, um die gewünschten Temperaturen zu erreichen. Die Leistung hängt von der Dauer der Heizpause, wie auch von der Bauweise des Gebäudes ab.
Infografok zum Thema Heizlast berechnen

Lesen Sie weiter, falls Sie erfahren möchten, wie Sie die einzelnen Elemente der Heizlast Berechnung berechnen können, um die Heizlast Ihres Gebäudes zu bestimmen.

Die Heizlastberechnung richtet sich übrigens nach der Norm DIN EN 12831, die unnötige Energieverluste im Sinne des Klimaschutzes verhindern möchte. Durch die Norm wird auf europäischer Basis eine einheitliche Richtlinie für die notwendige Wärmezufuhr definiert, die zur Aufrechterhaltung der Norm-Innenraumtemperatur gewährleistet sein muss.

Transmissionswärmeverluste

Die Transmissionswärmeverluste sind also das erste Element für das Heizlast-Berechnen. Sie werden in Watt pro Kelvin (W/K) angegeben und folgendermaßen berechnet:

Transmissionswärmeverluste (ΦT) = Fläche des Bauteils x U-Wert x Korrekturfaktor + Fläche des Bauteils x Wärmebrückenzuschlag

  1. Als Erstes multiplizieren Sie also die Fläche des Bauteils mit dem dazugehörigen U-Wert. Dieser beschreit den Wärmedurchgangskoeffizienten, also wie viel Wärme durch ein Bauteil und Dämmstoff ausströmt. Je kleiner der U-Wert, desto besser die Dämmeigenschaft des Bauteils. Im Energieausweis ist der U-Wert unter "Energetische Qualität der Gebäudehülle" vorzufinden.
  2. Multipliziert wird dies mit dem sogenannten Temperaturkorrekturfaktor, welcher die Wärmeverluste der nur wenig oder gar ganz unbeheizten Räume sowie an das Erdreich berücksichtigt. Richtwerte dazu sind in der Norm DIN V 4108-6 vorzufinden.
  3. Schließlich kommt der Wärmebrückenzuschlag hinzu, welche weitere Schwachstellen einer Gebäudehülle repräsentiert, wie zum Beispiel abweichende Dämmeigenschaften aufgrund der verwendeten Materialien oder der Konstruktion des Gebäudes. Hierbei können Experten auf Standardwerte zurückgreifen oder die Werte individuell berechnen.

Lüftungswärmeverluste bestimmen

Das zweite Element bei der Heizlast Berechnung ist die Bestimmung der Lüftungswärmeverluste. Diese bestimmt man anhand folgender Formel:

Lüftungswärmeverluste (ΦV,i) = HV,i x (Θint,i - Θe)

Multipliziert wird also der Lüftungswärmeverlustkoeffizient (HV,i) mit der Differenz zwischen der Norm-Innentemperatur des beheizten Raumes (Θint,i) und der Norm-Außentemperatur (Θe). Der Koeffizient wie auch die Norm-Innen- und Außentemperatur werden in der Norm DIN EN 12831 angegeben.

Heizlast berechnen: Welche Aufheizleistung braucht meine Heizungsanlage?

Die Aufheizleistung ist das letzte Element beim Heizlast Berechnen. Um die Höhe der Aufheizleistung der Heizungsanlage zu bestimmen, nutzen Sie folgende Formel:

Aufheizleistung (ΦRH) = A x fRH

A repräsentiert dabei die Fußbodenfläche des beheizten Raumes und fRH einen Korrekturfaktor, der in Abhängigkeit der Aufheizzeit und der Absenkung der Raumtemperatur während der Heizpause ist. Auch dieser Korrekturfaktor ist nach der Norm DIN EN 12831.

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Beispiele: Heizlast Einfamilienhaus und pro Raum

Einfamilienhaus und Münze

Die Heizlast Berechnung ist komplex. Da verwundert es nicht, wird zur generellen Einschätzung der Heizlast bevorzugt auf einen Heizlast-Rechner zurückgegriffen. Andere und ebenfalls willkommene Alternativen: Vereinfachte Formeln.

Zum Beispiel: Für die Heizlast Einfamilienhaus können Sie einfach Ihren Jahresverbrauch mit der Anzahl Betriebsstunden der Heizung dividieren. Anbei eine Veranschaulichung:

  • 30.000 kWh / Jahr für Raumheizung und Warmwasserbereitung
  • 2.100 Betriebsstunden (h) der Heizung
  • 30.000 kW : 2.100 h = 14 KW Heizlast Einfamilienhaus

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Die Anzahl Betriebsstunden der Heizung unterscheidet sich je nach Region zwischen 1.600 und 2.100 Stunden. Das hängt mitunter von der Norm-Außentemperatur ab und von der gewünschten Innentemperatur. Anbei eine Tabelle mit der Heizlast Einfamilienhaus je nach Fläche in Quadratmetern (Quelle: Heizlast, Kesselheld.de, 2022):

Heizlast Einfamilienhaus
Fläche (m²)Heizlast (KW)
1005
1508
2009,5
25010,5
30012
35014
40017
45019
50020

Sie wollen die Heizlast Raum schnell und einfach berechnen? Auch hierfür gibt es eine vereinfachte Formel, die Sie zur ersten Einschätzung anwenden können: Heizlast Raum berechnen = Raumgröße x Heizlast in Watt pro Quadratmeter. Anbei eine Tabelle mit Angaben zur Heizlast pro m² in Watt. Sie sehen, die Richtwerte orientieren sich an den Kriterien des Baujahres des Gebäudes und der Raumtemperatur (Quelle: Wie viel Heizleistung benötigt Ihr Haus?, effizienzhaus-online.de, 2022).

Heizlast Raum: Baujahr und Raumtemperatur
 18 Grad Celsius20 Grad Celsius24 Grad Celsius
Baujahr bis 1982111,6121,6141,7
Baujahr 1983 - 199490,999,2115,9
Baujahr ab 199573,980,894,9

Von welchen Faktoren ist die Heizungslast abhängig?

Wie bereits erwähnt, beschreibt die Heizlast den Wärmeverlust eines Gebäudes. Zu diesem Wärmeverlust kann es auf verschiedenste Art und Weisen kommen, zum Beispiel hängt es vom Zustand Ihrer Gebäudehülle ab und von Ihrem Heiz- und Lüftverhalten.

  • Luftwechsel: Je häufiger und länger Sie lüften, desto mehr Wärme geht verloren
  • Zustand der Fenster und Außentüren: Sind Sie dicht?
  • Bausubstanz des Daches, Außenwände und des Bodens
  • Die Schwere des Gebäudes, auch "Speichermasse" genannt
  • Decken, Böden und Innentüren zu weniger oder nicht beheizten Räumen im Zuhause

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Exkurs: Heizkosten sparen in der Energiekrise

Wenn Sie Ihre Heizlast reduzieren, sparen Sie Heizkosten. Es gibt zudem noch andere, kostenlose Maßnahmen, die Ihnen helfen, Heizkosten zu sparen. Das ist vor allem in der momentanen Energiekrise hilfreich, da Gas- und Strompreise großen Schwankungen unterliegen. Folgende Tipps können Ihnen helfen, einiges an Heizkosten zu sparen:

  • Senken Sie die Heiztemperatur: Empfohlen werden maximal 20 Grad Celsius in Wohnräumen, in der Küche 18 Grad und in Schlafräumen reichen sogar 17 Grad Celsius.
  • Beim Heizen Fenster und Türen schließen heizt Räume schneller auf.
  • Sobald Ihre Heizkörper anfangen zu gluckern sollten Sie diese Entlüften
  • Lüften Sie Morgens und Abends kurz Stoß anstatt Ihre dauerhauft Fenster auf Kipp lassen

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