Luftwärmepumpe einfach erklärt

Eine Luftwärmepumpe ist ein Heizsystem welches der Luft, dem Wasser oder dem Boden die kostenlosen Wärme- und Kühlelemente entzieht, die zur Erzeugung von Wärme oder Kälte benötigt werden. Da die Wärmepumpe viermal mehr Energie erzeugt als sie verbraucht, sind die Einsparungen erheblich.

Es wird geschätzt, dass die Einsparmöglichkeit bei etwa 70 % liegt. Dieses Heizsystem ist die ideale Wahl für diejenigen, die erneuerbare Energien bevorzugen und sowohl im Winter als auch im Sommer Komfort suchen. Sie können je nach Bedarf zwischen einer Luft-Wasser-Wärmepumpe (aerothermisch) oder einer Luft-Luft-Wärmepumpe wählen.

Aufgrund der Energiepreiskrise sind Wärmepumpen sehr beliebt. 2023 sollen in Deutschland rund 350.000 neue Wärmepumpen eingebaut werden, 2024 sollen es schon 500.000 sein. Durch Material- und Handwerker/innen-Mangel könnten diese Vorhaben jedoch gebremst werden. Unternehmen wie Bosch fahren aus diesem Grund die Produktion hoch und eröffnet neue Produktionsstandorte, um der Nachfrage gerecht zu werden.

Luft-Luft-Wärmepumpe

Luft-Luft-Wärmepumpen beziehen ihre Wärme aus der in der Umgebungsluft enthaltenen Energie. Eine Luft-Luft-Wärmepumpe gewinnt die Wärme von außen zurück und gibt sie auf einem höheren Temperaturniveau an die Umgebungsluft ab, wodurch die Temperatur des Raumes erhöht wird.

Die Luft-Luft-Wärmepumpe wird daher als Heizsystem verwendet, es sei denn, die Wärmepumpe hat einen reversiblen Kreislauf. In diesem Fall handelt es sich um eine reversible Luft-Luft-Wärmepumpe, die in der Lage ist, Kälte in die Raumluft zu bringen, indem sie die umgekehrte Funktion als Klimagerät ausübt.

Der Wirkungsgrad (COP) von Luft-Luft-Wärmepumpen ist niedriger, wenn die Außentemperatur sinkt, und ist negativ, da die Einheit über zwei Geräte (Kompressor und Verdampfer) verfügt, von denen eines außerhalb des Raumes aufgestellt ist. Aus diesem Grund muss in den Gebieten, in denen die Mindesttemperaturen im Winter unter 0º liegen, besonders auf diesen Faktor geachtet werden.

Luft-Wasser-Wärmepumpe

Die Luft-Wasser-Wärmepumpe dient zum Heizen und zur Erzeugung von Warmwasser für eine Wohnung. Die Funktionalität ist einfach: Eine Außeneinheit nimmt Wärme aus der Außenluft auf und speist sie über Innengeräte in den Heizungs- und Warmwasserkreislauf Ihres Hauses ein. Die Wärmepumpe wird oft mit einem anderen Heizsystem gekoppelt, aber die effizientesten Modelle können ein Haus auch ohne Zusatzheizung heizen, wenn die Außentemperaturen nicht zu niedrig sind.

Luft-Wasser-Wärmepumpen haben im Vergleich zu Sole-Wasser-Wärmepumpen und Wasser-Wasser-Wärmepumpen einen geringeren Platzbedarf. Ebenso ist keine Genehmigung erforderlich, um ein Bohrloch zu bauen oder eine geothermische Sonde zu bohren. Luft-Wasser-Wärmepumpe sind daher eine flexible und kostengünstige Wahl für Gebäude mit kleinen Räumen in Heizräumen oder Gärten.

Luftwärmepumpe Kosten & Anschaffung

Viele Luftwärmepumpen Besitzer, insbesondere in Neubauten, beklagen sich über hohe kWh-Verbrauch von Luftwärmepumpen und die damit verbundenen Stromrechnungen. Der Grund dafür ist jedoch nicht die Luftwärmepumpe selbst, sondern das Fehlen von Vergleichsmaßstäben, da man insbesondere in Neubauten nicht weiß, welche durchschnittlichen Heizkosten aufkommen.

Es kann jedoch zu Sonderfällen kommen, wie beispielsweise ein langer Winter, die einen höheren Verbrauch verursachen. Dann sollte ein Experte die Ursache untersuchen. Tatsache ist, dass richtig ausgelegte und dimensionierte Luftwärmepumpen niedrigere Heizkosten erfordern als andere Heizsysteme.

Da der Preis für fossile Brennstoffe weiter steigt, werden Heizsysteme aus erneuerbaren Energiequellen immer interessanter. Luftwärmepumpen nutzen freie Umgebungswärme in der Luft, daher sind sie besonders interessant. Luftwärmepumpen müssen mit folgenden Kosten rechnen:

  • Als komplettes System muss der Hausbesitzer 8.000 bis 16.000 € (abhängig von der Größe der Leistung) für die elektrische Luftwärmepumpe bezahlen. Ebenfalls fallen Montagekosten an.;
  • Die Luftwärmepumpe hat einen sehr hohen Arbeitswirkungsgrad und wird am besten in Verbindung mit einem Haus mit guter Fußbodenheizung und Isolierung verwendet. Um dies gewährleisten zu können, sind möglicherweise weitere Renovierungsmaßnahmen in Altbauten erforderlich, die höhere Kosten verursachen. Die Anschaffungskosten sind etwas höher aber die Betriebskosten sind niedriger als die der Fernwärme. Wenn Sie ein Öl- oder Erdgasheizsystem nachrüsten möchten, ist dies besonders nützlich für alte Gebäuden.
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Vorurteile - Sind Luftwärmepumpen Stromfresser?

Menschen lesen oft in Foren, Verbänden oder Mitbewerbern, dass sich Luftwärmepumpen nicht lohnen und ihr Stromverbrauch zu hoch ist. Eine solche allgemeine Aussage sollte mit Vorsicht akzeptiert werden. In Neubauten, insbesondere wenn Luftwärmepumpen in alten Gebäuden verwendet werden, sollten jedoch einige wichtige Konstruktionsdetails beachtet werden. Die Leistung von Luftwärmepumpen kann, aufgrund von Außentemperaturschwankungen und unterschiedlichen Heizanforderungen stark variieren.

Daher arbeitet die Luftwärmepumpe besonders im Winter mit voller Leistung. An sehr kalten Tagen können zusätzliche elektrische Tauchsieder als Sicherheitsgarantie verwendet werden. Diese zusätzliche Erwärmung macht die Luftwärmepumpe nicht unbedingt zu Stromfressern. Wenn die Luftwärmepumpen beispielsweise 20 Tage lang eingeschaltet ist, wenn es im Winter besonders kalt ist, erzeugt eine Luftwärmepumpe mit einer Wärmeleistung von 6 kW nur eine zusätzliche Stromrechnung von etwa 100 Euro.

Strom- und Gasverbrauchsrechner

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  • Verbrauch ohne Heizung, Warmwasser und Kochen
  • Heizungsverbrauch (Strom) Heizungsverbrauch (Gas) Der Heizungsverbrauch wird nicht berechnet.
  • Warmwasserverbrauch Der Warmwasserverbrauch wird nicht berechnet.
  • Verbrauch beim Kochen Der Verbrauch beim Kochen wird nicht berechnet.
  • Die Schätzung basiert auf Tage in Ihrem Zweitwohnsitz.

Luftwärmepumpe ist ein System das in der Lage ist, die CO2-Emissionen zu reduzieren - wodurch eine saubere Umweltbilanz erreicht wird, im Einklang mit dem Klimaschutzplan bis 2050. Darüber hinaus kann es Heizung, Warmwasser und Kühlung bereitstellen, so dass Sie mit einem einzigen System den Klimatisierungsbedarf eines Hauses decken können.

Die Luftwärmepumpe ist eine thermische Maschine, die Energie aus der Luft (aerothermisch), dem Wasser (hydrothermisch) oder der Erde (geothermisch) entnimmt und diese entweder innerhalb der Gehäuse durch Erwärmung der Gehäuse oder durch Entnahme der Wärme von innen nach außen durch Kühlung der Gehäuse transportiert. Fazit ist: Luftwärmepumpen sind grundsätzlich umweltfreundlich.

Übrigens: Als steuerbare Verbrauchseinrichtung nach § 14a EnWG erhält Ihre Luftwärmepumpe reduzierte Netzentgelte. Der folgende Spar-Check zeigt, welches Modul sich für Sie rechnet und was ein dynamischer Stromtarif zusätzlich bringt:

Lohnt sich das für mich? § 14a-Modul und dynamischer Tarif im Spar-Check

Frage von 5 Ergebnis

Welches § 14a-Modul senkt Ihr Netzentgelt, und bringt ein dynamischer Tarif obendrauf etwas? Diese beiden Fragen gehören zusammen. In fünf Schritten sehen Sie beide Antworten als eine Empfehlung.

Welche steuerbaren Geräte betreiben Sie?

Gemeint sind Geräte über 4,2 kW, die seit dem 1. Januar 2024 in Betrieb sind. Mehrfachauswahl möglich.

Wie viel Strom verbrauchen Ihre steuerbaren Geräte im Jahr?

Richtwerte: Wärmepumpe rund 5.000 bis 8.000 kWh, Wallbox rund 2.000 bis 3.500 kWh. Schätzen genügt.

Hat Ihr steuerbares Gerät einen separaten Stromzähler?

Ein eigener Zählpunkt ist die Voraussetzung für Modul 2 (60 % Rabatt auf den Netzentgelt-Arbeitspreis).

Haben Sie ein intelligentes Messsystem (Smart Meter)?

Es ist die Voraussetzung für Modul 3 (zeitvariable Netzentgelte) und für jeden dynamischen Tarif.

Können Sie Ihren Verbrauch in günstige Stunden verschieben?

Zum Beispiel programmiertes Laden über Nacht, ein Pufferspeicher oder ein Energiemanagementsystem (HEMS). Das entscheidet am stärksten, ob sich ein dynamischer Tarif lohnt.

Ihre Empfehlung

Netzentgelt-Ersparnis (§ 14a)

 €/Jahr

Tarif-Ersparnis (dynamisch statt fest)

Ihre Stromkosten pro Jahr (reiner Arbeitspreis, gerundet)

Festtarif, ohne Optimierung  €
Mit unserer Empfehlung  €

Geschätzte Gesamtersparnis:  €/Jahr. Netzentgelt- und Tarif-Ersparnis addieren sich; die Grundgebühr fällt bei beiden Tarifarten ähnlich an und bleibt außen vor.

Ehrlich gesagt: Ohne Flexibilität lohnt ein dynamischer Tarif nicht.

Wer Lasten nicht in günstige Stunden verschieben kann, zahlt im dynamischen Tarif im Schnitt eher mehr, und in einer Dunkelflaute sind Preisspitzen von über 80 ct/kWh möglich. Die sichere Ersparnis holen Sie über Ihr § 14a-Modul und einen günstigen Festpreistarif.

Achten Sie beim dynamischen Tarif auf einen Preisdeckel gegen Winter-Spitzen. In einer Dunkelflaute kann der Börsenpreis kurzzeitig über 80 ct/kWh springen; die obige Spanne rechnet mit dem Jahresmittel.

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Ist das etwas für mich?

Geeignet, wenn Sie Verbrauch verschieben können – typisch mit E-Auto, Wärmepumpe oder Speicher – und einen Smart Meter haben oder bekommen. Bei konstantem Verbrauch ohne Flexibilität bleibt ein Festpreistarif meist die bessere Wahl.

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Wie wir rechnen

Die Schätzung vergleicht Ihre Stromkosten im günstigen Festpreistarif (37,00 ct/kWh, reiner Arbeitspreis, Stand: Juli 2026) mit dem optimierten Setup aus § 14a-Modul und, falls sinnvoll, dynamischem Tarif. Der Börsenanteil folgt dem Day-Ahead-Preis (EPEX Spot, Marktgebiet DE/LU); als dynamischer Effektivpreis rechnen wir je nach Flexibilität mit rund 19 bis 27 ct/kWh.

§ 14a-Kennzahlen: Modul 1 rund 110 bis 190 €/Jahr (pauschal, je nach Netzbetreiber), Modul 2 rund 60 % Rabatt auf den Netzentgelt-Arbeitspreis (rund 8 ct/kWh Standard) abzüglich Messentgelt, Modul 3 zeitvariabel zusätzlich zu Modul 1. Modul 3 ist nur mit Modul 1 kombinierbar, nicht mit Modul 2.

Alle Werte sind gerundete Modellrechnungen mit Spannen und keine Zusage. Ihr tatsächlicher Wert hängt von Netzgebiet, Tarif, Börsenpreis und Verbrauchsprofil ab. Quellen: BNetzA-Festlegungen BK6-22-300 und BK8-22-0010-A, SMARD (Day-Ahead-Preise, CC BY 4.0).

Welche Luftwärmepumpe ist die Beste?

Wer vor dem Kauf einer Luftwärmepumpe steht, kommt bei Ihnen bestimmt die Frage an, welche Luftwärmepumpe überhaupt die Beste ist. Bekannte Institutionen die Luftwärmepumpen testen sind beispielsweise TÜV Süd, TÜV Rheinland, die ILK Dresden oder die Universität Stuttgart.

Die verschiedenen Tester benutzen unterschiedliche Kriterien und diese beeinflussen nicht immer gleich das Resultat. Als Grundlage jedoch, wird immer die EU-Norm DIN EN14511 zu Bau und Funktionsweise genommen. Schwerpunkt bei einem Luftwärmepumpen-Test sind vor allem die Schallleistung und COP-Werte.

Luftwärmepumpen Kriterien im Test

  • COP-Wert, hiermit wird die Effizienz getestet;
  • Dokumentation und zusätzliche Services;
  • Garantieleistung;
  • Sicherheitsprüfung der elektrischen Anlagen;
  • Erfüllung der gültigen Vorschriften in Deutschland;
  • Lautstärke der Luftwärmepumpe.
Was ist der COP-Wert? Entscheidend für das Abschneiden einer Luftwärmepumpe im Test ist der COP-Wert (Coefficient of Performance). Dieser misst die Effizienz bei verschiedenen Betriebspunkten, also bei einer bestimmten Außentemperatur und einer genau definierten Vorlauftemperatur der Heizung. Grundsätzlich gilt: Je höher der COP-Wert ist, umso weniger Strom verbraucht die Wärmepumpenheizung. Die Alternative ist der sogenannte SCOP-Wert. Dieser liefert praxistaugliche Testergebnisse indem die Luftwärmepumpe bei vier verschiedenen Temperaturen gemessen wird. Auch hier gilt: umso höher der Wert, desto effizienter arbeitet die Luftwärmepumpe.

Luftwärmepumpe Test

Luftwärmepumpe Test
Marke und Modell Durchschnittlicher Preis Testresultat
Vaillant Geotherm plus VWS 102/2 9.060 € Gut (2,1)
Alpha-Innotec WZS S100H 9.580 € Gut (2,4)
Stiebel Eltron WPC 10 9.810 € Gut (2,4)
Tecalor TTF10 eco 9.810 € Gut (2,4)
Dimplex SI 9KS mit Speicher WWSP 332 10.740 € Befriedigend (2,6)
Buderus Logafix WPS90IK mit Speicher WWSP301 10.740 € Befriedigend (2,6)
Junkers TM 90-1 9.690 € Befriedigend (2,6)
Waterkotte Ai1 5008.4 10.100 € Befriedigend (2,7)
Viessmann Vitocal 343 BWT110 8.810 € Befriedigend (2,9)
Nibe Fighter 1220-10 10.580 € Befriedigend (3,1)

Gibt es Luftwärmepumpen Förderung?

In den letzten Jahren haben sich die Finanzierungsbedingungen für neue Heizsysteme grundlegend geändert. Obwohl BAFA den Plan für erneuerbare Heizung vereinfacht hat, werden höhere Zuschüsse gewährt. Je nach Art der alten Heizung und der neuen Anlage erhalten Hausbesitzer nun Zuschüsse zwischen 35 % und bis zu 70 % der Investitionskosten.

In der Regel kann sich jeder bewerben, der ein Gebäude baut oder renoviert. Es ist wichtig, dass das vorhandene Heizsystem im alten Gebäude mindestens zwei Jahre lang genutzt wurde. Darüber hinaus darf das System nicht von der Ersatzverpflichtung gemäß den Energieeinsparungsverordnungen betroffen sein.

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Wie laut ist eine Luftwärmepumpe?

In Deutschland dürfen die Geräuschemissionen bestimmte Richtwerte nicht überschreiten. Bei allgemeinen Wärmepumpen, insbesondere bei Luftwärmepumpen, ist der Schallleistungspegel in dB (Dezibel) entscheidend.

Wenn die Luftwärmepumpe in Innenräumen installiert wird, liegt der Schallleistungspegel je nach Heizleistung zwischen 48 und 57 dB (A) und bei Installation im Freien zwischen 56 und 63 dB (A). Erfahrungsgemäß sinkt der Schalldruckpegel um 6 dB (A), wenn Sie den Abstand zur Schallquelle verdoppeln.

Um Ihnen praktische Unterstützung zu bieten, hat das Bundesverband Wärmepumpe e.V. (BWP) mit einigen Wärmepumpenherstellern zusammengearbeitet, um einen Schallleitfachen für die Installation von Wärmepumpen auf Basis von TALärm (Technische Anleitung zum Lärmschutz) zu entwickeln.

Darüber hinaus stellt der Bundesverband der Wärmepumpen auf seiner Website einen Schallrechner zur Verfügung. Mit diesem, können Sie den erforderlichen Abstand zwischen der Wärmepumpe und den benachbarten Objekten bestimmen.