Gewässerschutz: Erklärung, Gesetze und Maßnahmen

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Man blickt auf die Erde und denkt an Gewässerschutz

Durch das zunehmende Klimaschutzbewusstsein sind Themen wie Gewässerschutz und die Umwelt wieder in den Vordergrund gerückt. Der Gewässerschutz umfasst Maßnahmen und Gesetze, die dazu dienen, Wasserquellen zu schützen und die Reinheit des Wassers zu erhalten. Das Wasserhaushaltsgesetz regelt bundesweit den menschlichen Einfluss auf Grund- und Oberflächenwasser. In diesem Artikel erklären wir alles zum Thema Gewässerschutz, den Hauptursachen von Verschmutzung und den Gesetzen, die unsere Gewässer schützen sollen.

Was ist Gewässerschutz?

Frau mit Wasserpflanzen im Hintergrund symbolisiert Gewässerschutz

Der Gewässerschutz umfasst alle Maßnahmen und Gesetze, die ergriffen werden, um die Wasserquellen (z.B. Ufer, Seen und Grundwasserleiter) frei von Verunreinigungen und Schadstoffbelastungen zu halten. Ziel des Gewässerschutzes ist es, die Verschmutzung von Oberflächengewässern und Grundwasserleitern und die daraus resultierenden Folgen zu bekämpfen.

Der Gewässerschutz kann praktische Gründe haben, zum Beispiel wenn es um die Gewinnung von Trinkwasser oder die Fischerei geht, oder es kann im Interesse der Erhaltung der Natur und der Tierwelt liegen.

Der Gewässerschutz zählt grundsätzlich als wichtiger Bestandteil des Umwelt- und Naturschutzes und wird hauptsächlich vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (kurz BMUV) geregelt. Lesen Sie in den folgenden Artikeln mehr über verwandte Themen rund um den Umweltschutz:
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Oberflächenwasser und Grundwasser einfach erklärt

Um den Gewässerschutz besser zu verstehen, ist es hilfreich zu wissen, welche Arten von Gewässer geschützt werden. Denn, die Bedrohungen und auch die Gesetze und Maßnahmen, die verwendet werden, um ein Gewässer zu schützen, unterscheiden sich je nach Gewässer.

Wenn wir von Oberflächenwasser sprechen, meinen wir alle Arten von Wasser, die in der Natur vorkommen oder künstlich hergestellt wurden. Dazu gehören nicht nur Flüsse, Kanäle und Seen, sondern auch jeder Niederschlag, der sich an der Erdoberfläche sammelt und abfließt.

Das Grundwasser ist ein wichtiger Bestandteil des Wasserkreislaufs. Die Hauptwasserquelle für Grundwasserleiter ist Regen, der durch den Boden und die darunter liegende Erde gefiltert wurde.

Während Oberflächenprozesse in der Regel sehr viel schneller ablaufen, verbleibt das Grundwasser oft über lange Zeiträume, die von Jahren bis zu Jahrhunderten reichen können, an seinem Standort, bis es Quellen erreicht und wieder an die Oberfläche gebracht wird. Weitere Unterschiede zwischen Oberflächen- und Grundwasser finden Sie in der nachfolgenden Tabelle:

Gewässerschutz von Oberflächenwasser vs. Grundwasser
  Oberflächenwasser Grundwasser
Tiefen Oberflächenwasser befindet sich an der Erdoberfläche. Nach den Vorschriften der Europäischen Union gelten alle Flüsse, Seen, Übergangsgewässer und Küstenlinien als Oberflächengewässer. Das Grundwasser befindet sich an der Stelle, wo das Oberflächenwasser beginnt, in den Boden einzudringen oder zu infiltrieren. Die Tiefe des Grundwassers kann von Ort zu Ort unterschiedlich sein: In bestimmten Gebieten kann es bis zu 100 Meter tief sein, während es an anderen Orten nur knapp unter der Erdoberfläche liegt.
Eigenschaften und Inhaltsstoffe Wasser aus Gewässern wie Seen und Flüssen ist oft mit Schadstoffen aus der Luft, Schwebstoffen und anderen gelösten Stoffen belastet. Dies macht das Wasser in der Regel für den menschlichen Konsum ungeeignet und kann zu gesundheitlichen Problemen führen. Grundwasser wird durch unterirdische Kanäle gepresst, die Hunderte von Metern oder sogar Kilometer unter der Erdoberfläche liegen. Dieses Quellwasser, das durch den Boden gefiltert wurde, ist frei von Verunreinigungen und Sedimenten und reich an Mineralstoffen. Grundwasser kann als Trinkwasser genossen werden.
Beteiligung am Wasserkreislauf Das Oberflächenwasser nimmt am Wasserkreislauf teil; Es verdunstet in die Atmosphäre und fällt als Regenwasser wieder auf die Erde. Grundwasser nimmt viel weniger am Wasserkreislauf teil, weil es unter der Erde ruht.
Regenerierung Oberflächenwasser erneuert sich sehr schnell; Regen, Schnee und verschiedene Zu- und Abflüsse füllen Flüsse und andere Oberflächengewässer regelmäßig wieder auf. Die Wiederauffüllung von Grundwasserleitern ist ein Prozess, der sehr viel Zeit in Anspruch nehmen kann. Die Eigenschaften der Bodenschicht bestimmen, wie schnell das Wasser sie durchdringen kann.
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Wie entsteht Wasserverschmutzung?

Die Ursachen von Wasserverschmutzung hängen von der Art des Gewässers ab. In Oberflächengewässern entsteht Verschmutzung oft durch Schadstoffe aus der Atmosphäre und durch menschliche Tätigkeit. Anbei sind weitere Ursachen für die Wasserverschmutzung von Oberflächenwasser zu finden. Schadstoffe können durch verschiedene Quellen in die Umwelt gelangen, darunter durch:

  1. die Verschmutzung der Atmosphäre durch Treibhausgase
  2. Tankerunfälle, bei denen Chemikalien auslaufen.
  3. den Einsatz von Pestiziden.
  4. Abwassereinleitungen.
  5. die Übertragung von Nährstoffen aus landwirtschaftlichen Flächen.

Ursachen von Wasserverschmutzung im Grundwasser

Die Ursachen der Verschmutzung von Grundwasser unterscheiden sich hauptsächlich darin, dass Grundwasser normalerweise viel tiefer in der Erde liegt und deshalb von anderen Schadstoff-Quellen betroffen wird als Oberflächenwasser. Eine Liste der Ursachen finden Sie hier:

  1. Schadstoffe aus häuslichen, industriellen und gewerblichen Quellen.
  2. Abwässer, die wegen eines Wasserrohrbruches aus gebrochenen oder beschädigten Rohren austreten.
  3. Wenn Düngemittel großzügig auf landwirtschaftliche Flächen ausgebracht werden, können sie ebenfalls Schadstoffe freisetzen.
  4. Produktions- oder Handelsbetriebe können absichtlich oder versehentlich Schadstoffe freisetzen.
  5. Andere Verschmutzungsquellen sind Mineralöl, Tausalz und Pflanzenschutzmittel.

Welche Gesetze fordern den Gewässerschutz?

Man denkt über Gesetze die den Gewässerschutz fordern nach

Dank dem zunehmenden Klimaschutzbewusstsein gibt es mittlerweile viele Gesetze und Maßnahmen, die dazu dienen, den Gewässerschutz in Deutschland zu unterstützen.

Diese Gesetze, die den Gewässerschutz unterstützen, werden bundesweit vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (kurz BMUV) geregelt. In diesem Kapitel finden Sie wichtige Auskunft zu den wichtigsten Gesetzen, die den Gewässerschutz unterstützen.

Laut Artikel 20a des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland:

Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Gesetz und Recht durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung.

Das Wasserhaushaltsgesetz

Das Wasserhaushaltsgesetz stammt ursprünglich aus dem Jahr 1957 und dient als Grundlage des Gewässerschutzrechts. Das Wasserhaushaltsgesetz (WHG) setzt sich für die Festlegung von Vorschriften ein, die für den ordnungsgemäßen Umgang mit Wasser im Boden und unter der Oberfläche in Bezug auf Menge und Qualität erforderlich sind. Zudem regelt das Wasserhaushaltsgesetz die Begrenzung der negativen Auswirkungen menschlicher Aktivitäten auf die Wasserquellen.

Nach dem Wasserhaushaltsgesetz gelten bestimmte Bereiche in Deutschland als Wasserschutzgebiete. In Deutschland gibt es hunderte von Wasserschutzgebieten, wo das Oberflächen- und Grundwasser vor Verschmutzung geschützt werden soll. Wasserschutzgebiete werden in drei Zonen aufgeteilt:

  1. Zone I: Fassungsbereich; Beträgt bei Brunnen 10 Meter und bei Quellfassungen 20 Meter rund um die Wasserentnahmestelle. Schutz durch Einzäunung soll gewährleisten, dass das Grundwasser in der Umgebung vor jeglicher Verschmutzung oder Verschlechterung geschützt wird.
  2. Zone II: Engere Schutzzone; Dieses Gebiet soll das Grundwasser vor Verunreinigungen durch Bakterien, Viren, Parasiten und Wurmeiern schützen, die für Menschen gefährlich sein können. Die Entfernung zur Wassergewinnungsanlage darf nicht mehr als 50 Tage betragen.
  3. Zone III: Weitere Schutzzone; Dieser Bereich soll schwere Schäden verhindern, insbesondere durch chemische oder radioaktive Stoffe, die nicht oder nur schwer abgebaut werden können.

Die Wasserrahmenrichtlinie

Die Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) der Europäischen Union ist im Wasserhaushaltsgesetz verankert und zielt unter anderem darauf ab, eine gute Umweltqualität der Gewässer zu erhalten. Das Hauptziel der Wasserrahmentichtlinie war, dass alle Gewässer, einschließlich Flüsse, Seen, Grundwasserleiter und Küstengewässer, bis spätestens 2017 einen „guten Standard“ erreichen.

Die Wasserrahmenrichtlinie ermöglicht den Gewässerschutz von der Quelle bis zur Mündung innerhalb eines bestimmten Einzugsgebiets. In Deutschland sind dafür 10 Flussgebiete festgelegt. Diese Einzugsgebiete umfassen das gesamte Gewässersystem in Deutschland. Die Regionen, in denen die WRRL umgesetzt wird, sind in der nachfolgenden Checkliste aufgelistet:

  • Donau
  • Eider
  • Elbe
  • Ems
  • Maas
  • Oder
  • Rhein
  • Schlei/Trave
  • Warnow/Peene
  • Weser

Das Bundes-Immissionsschutzgesetz

Man mit Dokument das Informationen über Wasserschutzgebiete enthält

Das Bundes-Immissionsschutzgesetz dient dazu, die Umwelt und unsere Gesellschaft vor schädlichen Umweltauswirkungen zu schützen. Dazu versuchte es sicherzustellen, dass Organisationen und Industrien die beste verfügbare Technik einsetzen, um die Belastung der aquatischen Ökosysteme zu verringern.

Wie kann ich den Gewässerschutz unterstützen?

Um den Gewässerschutz zu unterstützen haben Sie grundsätzlich zwei Möglichkeiten; Einerseits können Sie Geld spenden und andererseits können Sie versuchen, nachhaltiger zu leben. Falls Sie Geld spenden wollen, können Sie es bei einem der folgenden Organisationen machen:

🌍UNICEF
🌳Euronatur
Greenpeace

Ihr CO2 Fußabdruck und Ihr Energiekonsum haben einen indirekten Einfluss auf unsere Gewässer, denn die Produktion und der Gebrauch von verschiedenen Produkten stoßen Treibhausgase aus. Diese Treibhausgase beeinflussen das Klima, den Regen, die Wahrscheinlichkeit von Hochwasser, den Bodengehalt und die Flächennutzung. Folgen Sie den folgenden Tipps, um nachhaltiger zu leben:

  • Einfach nachhaltig leben: Tipps für Ihren Alltag!
  • Weniger Fleisch essen (Die Herstellung von 200 Gramm Rindersteak verbraucht im Durchschnitt 3.000 Liter Wasser.)
  • Darauf achten, verantwortungsvoll hergestellte Kleidung zu kaufen.
  • Nachhaltige Mobilität: Anstatt mit Auto den Bus oder das Fahrrad benutzen.
  • Energieeffiziente Elektrogeräte kaufen.
  • Müll trennen und richtig entsorgen.
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