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Atomausstieg Deutschland: Gründe & Gefahren

Aktualisiert am
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Atomkraftwerk - Atomausstieg

Der Atomausstieg Deutschland wurde erstmals von Gerhard Schröder (SPD) im Jahr 2002 getroffen. Angela Merkel hat ihre Entscheidung, die Laufzeit der deutschen Kernkraftwerke zu verlängern, nach der Fukushima-Katastrophe 2011 in Japan rückgängig gemacht und das Jahr 2022 als endgültige Frist für den Atomausstieg festgelegt. Doch Stand September 2022 ist der Ausstieg aus der Atomkraft nicht mehr so sicher. Hier erfahren Sie mehr über die Gründe für den Atomausstieg Deutschlands und wie die Zukunft ohne Kernenergie für die Umwelt aussehen wird.

Wie kam es zum Atomausstieg Deutschland?

Deutschland

Der Entschluss für den Atomausstieg Deutschland zum Jahr 2022 birgt eine Vielzahl an Gründen und hat eine lange Geschichte, die tief in der deutschen Gesellschaft verwurzelt ist.

Jahrelange Proteste gegen Kernkraftwerksprojekte an verschiedenen Standorten sowie mehrere verheerende Unfälle aufgrund von Atomkraftwerken führten dazu, dass in Deutschland nach 1989 keine neuen kommerziellen Reaktoren mehr gebaut wurden. Ereignisse wie in Three Mile Island (USA) 1979 und die Katastrophe von Tschernobyl 1986 sollten sich nicht wiederholen.

Als die Sozialdemokraten und die Grünen 1998 die konservative Regierung ablösten, vereinbarten sie einen "Atomkonsens" mit den großen Energieversorgern, die den Kernkraftwerkspark betrieben. Indem die damalige Bundesregierung den letzten drei deutschen Kernkraftwerken - Emsland, Isar und Neckarwestheim - eine Genehmigung für den Leistungsbetrieb gewährte, werden diese weiterhin Atomstrom erzeugen, bis sie im Dezember 2022 endgültig vom Netz gehen sollen.

Im Jahr 2010 hat die Regierung zwischenzeitlich die Laufzeit der Atomkraftwerke verlängert. Dies wurde aber nach dem Umfall im japanischen Fukushima im März 2011 wieder rückgängig gemacht.

Atomausstieg Deutschland: Welche positiven Aspekte bringt er?

Der Atomausstieg Deutschland schafft klare Perspektiven für die Entwicklung alternativer Energiequellen. Insbesondere erneuerbare Energien und das konsequente Streben nach mehr Energieeffizienz durch technologiebezogene Maßnahmen stehen im Fokus. Hier sind ein paar positive Aspekte für den Beschluss des Atomausstiegs Deutschland 2022:

  1. Der Atomausstieg 2022 wird das Risiko schwerer Unfälle in Kernkraftwerken verhindern, die in einigen Fällen zu einer radioaktiven Verseuchung großer Gebiete des Landes führen könnten. In der Übergangszeit, in der einige Atomkraftwerke noch in Betrieb sind, ist die Gefahr zumindest reduziert.
  2. Der Atomausstieg Deutschland verringert die Menge an radioaktivem Abfall, der gefährlich ist und für lange Zeiträume sicher gelagert werden muss. Allerdings ist für ein Land wie beispielsweise Deutschland das Problem der Endlagerung nicht grundsätzlich gelöst, da nach Schätzungen des Bundesumweltministeriums bis 2080 rund 650.000 Kubikmeter Atommüll anfallen werden.
  3. Für ein Land wie Deutschland ist es einfacher aus der Kernenergie auszusteigen, um andere Länder an der Nutzung zu hindern. Dies verringert nicht nur das Risiko schwerer nuklearer Unfälle im Ausland, sondern vor allem das Risiko einer weiteren Verbreitung von Atomwaffen. (Natürlich sehen einige den Verlust nuklearer/militärischer Optionen als ernstes Problem, etwa als Bedrohung der militärischen Sicherheit des Landes.)

Welche Herausforderungen hat der Atomausstieg Deutschland gebracht?

Im Jahr 2022 sind dem Atomausstieg Deutschland noch nicht alle Wege geebnet. Aus diesem Grund finden Sie im Folgenden die Herausforderungen, die durch den Atomausstieg auf Deutschland zukommen werden.

Die Suche eines Endlagers für Atommüll

Weltweit gibt es bis heute kein sicheres Endlager für Atommüll. Die Genehmigung eines Kernkraftwerks ist an den Nachweis der sicheren Entsorgung der radioaktiven Abfälle geknüpft. Über 400 Kernkraftwerke auf der ganzen Welt erzeugen jedes Jahr Tausende Tonnen hoch radioaktiven Abfall. Aber auch 60 Jahre nach Beginn der „zivilen“ Atomkraft verfügt kein Land der Erde über ein betriebsfähiges Endlager für den extrem giftigen und hoch radioaktiven Atommüll.

Wenn beim Atomausstieg 2022 Deutschlands letztes Atomkraftwerk vom Netz geht, fallen bei Atomunternehmen rund 15.000 Tonnen hoch radioaktiver Abfälle an. Wäre es nur das Volumen dieser Abfälle, wäre die Entsorgung kein Problem: Rund 29.000 Kubikmeter könnten drei große Turnhallen beherbergen. Aber: Der extrem gefährliche und giftige Atommüll muss bis zu einer Million Jahre sicher von der Biosphäre isoliert werden.

Ab 2027 wird Schacht Conrad für schwachen bis mittel radioaktiven Atommüll als Endlager genutzt. Die Bundesregierung hofft, bis 2031 ein weiteres Endlager zu finden.

Rückbau von Atomkraftwerken

Auch wenn Atomkraft keine Energie mehr produziert, müssen Kraftwerke mit dem Atomausstieg Deutschlands abgebaut werden. Dies wird voraussichtlich bis zu fünf Jahre dauern. Zunächst müssen die Brennelemente gekühlt werden. Beim Zerlegen fällt erneut radioaktiver Abfall an, der gelagert und geschützt werden muss. Gefährliche Arbeitssituationen, in denen Menschen einer Strahlenexposition ausgesetzt sein können, treten sowohl während des Lebenszyklus eines Kernkraftwerks als auch während des Rückbaus auf.

Erneuerbare Energien ausbauen

Die Bundesregierung hat sich das Ziel gesetzt, bis 2045 null Treibhausgase zu erreichen. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen bis 2030 80 % des erzeugten Stroms aus erneuerbaren Energien erzeugt werden. Da im Jahr 2021 nur 42 % (2020 waren es 46 %) des erzeugten Stroms aus erneuerbarer Energie erzeugt wurde, muss deshalb die Kapazität von Photovoltaik- sowie Windkraftanlagen bis 2030 weiter erhöht werden. (Quelle: Erneuerbare Energien, Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, 2022).

Deutschlands Energiewende zielt nicht nur auf eine Minimierung von Risiko, sondern auch auf die Klimaverträglichkeit und suffiziente Versorgungssicherheit. Nach dem Atomausstieg und dem Kohleausstieg wird die neue Regierung ihren Schwerpunkt auf einen dynamischen Ausbau von Erneuerbaren Energien legen.

Abhängigkeit von Stromimporten aus dem Ausland

Mit dem Atomausstieg Deutschland sowie dem Ende der Kohleverstromung wird Deutschland einen Teil seiner Stromüberkapazitäten verlieren und häufiger Strom von seinen Nachbarn importieren müssen, um den inländischen Bedarf zu decken. Grenzüberschreitende Ausgleichseffekte beim Stromverbrauch, die Integration erneuerbarer Energien und die Kraftwerksverfügbarkeit helfen, die Stromversorgung zu niedrigeren Kosten zu sichern. Teil des importierten Stroms ist jedoch Atomstrom, weshalb Kritiker die Entscheidung des Atomausstiegs Deutschland als heuchlerisch bezeichnen.

Nur in einigen Fällen exportiert Deutschland Strom, etwa wenn das Angebot an erneuerbaren Energien hoch und die Stromnachfrage gering ist.

Krieg in Europa

2022 ist die Abhängigkeit Deutschlands von der Atomkraft nochmal gestiegen, weil Russland in die Ukraine einmarschiert ist. Die seitdem reduzierten russischen Gaslieferungen haben die Strom- und Gaspreise so drastisch steigen lassen, dass überlegt wird, die Laufzeit der deutschen Atomkraftwerke zu verlängern und den Atomausstieg Deutschland nach hinten zu verschieben.

Die Entscheidung zwischen einem planmäßigen Abschalten der Atomkraftwerke und einer Laufzeitverlängerung wirkt wie die Entscheidung zwischen Pest und Cholera: Eine Laufzeitverlängerung könnte zwar die Abhängigkeit ausländischer Energieimporte reduzieren und dabei helfen, die Energieversorgung zu stabilisieren. Genauso stellt jedoch jedes Atomkraftwerk, welches sich im Betrieb befindet, eine potenzielle Gefahr da. Das gilt nicht nur für das umkämpfte Atomkraftwerk in Saporischschja.

Atomausstieg Europa: Wie sieht die Situation in den Nachbarländern aus?

Weltkugel in Hand

Deutschland steht mit dem Atomausstieg in Europa nicht alleine da. Österreich hat bereits 1978 die Atomenergie Nutzung verboten. Ebenfalls hat Italien nach der Katastrophe von Tschernobyl entschieden, auf Kernenergie zu verzichten.

In der Schweiz, Belgien und den Niederlanden gibt es keine neuen Reaktoren, die die alten ersetzen. Andererseits betreiben diese Länder und Frankreich besonders alte und gefährliche Atomkraftwerke, von denen einige derzeit die ältesten der Welt sind. Der vollständige Atomausstieg Deutschlands ist daher eine offensichtlichere und leichtere Entscheidung als für europäische Nachbarländer.

In Frankreich liegt der Anteil der Kernenergie an der heimischen Stromerzeugung bei 69 Prozent. Auch in Bulgarien und in Schweden ist der Anteil an Kernenergie mit 32,1 % bzw. 32,4 % noch sehr hoch (Stand 2021).

Der Schweizer Atomausstieg wurde 2017 in einem Referendum beschlossen, als die Mehrheit der Bevölkerung eine Energiestrategie befürwortete, die erneuerbare Energien subventioniert und neue Kernkraftwerke verbietet. Ausschlaggebend für das Schweizer Atomausstieg-Referendum waren Umweltbedenken nach der Katastrophe von Fukushima 2011. Diese Katastrophe und die Sorge um die Entsorgung von Atommüll haben auch in Deutschland den Atomausstieg beschleunigt.

Was ist teurer - erneuerbare Energien oder Kernkraft?

Einer der Gründe, Wind- und Solarenergie gegenüber der Kernenergie zu bevorzugen, ist die Tatsache, dass neue Anlagen für erneuerbare Energien billiger geworden sind als alle anderen Stromquellen und zusätzlich sich positiv auf den Klimawandel auswirken würden.

Laut dem World Nuclear Industry Status Report 2021 und dem Öko-Institut liegen die Energiekosten für die Atomstromerzeugung derzeit bei 15,5 Cent pro Kilowattstunde, verglichen mit 4,9 Cent für Solarenergie und 4,1 Cent für Windkraft. Jeder kann zum Atomausstieg in Deutschland etwas beitragen. Eine Umstellung auf Ökostrom kann Ihnen zu einer Verbesserung der Energieeffizienz und dem Energiesparen unterstützen.

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