Wer ist mein Stadtwerk?

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Die Stadtwerke Deutschland 2026 Liste

54 Stadtwerke und kommunale Versorger in Deutschland im Detail. Klicken Sie auf ein Stadtwerk, um Tarife, Bewertungen und Kontaktdaten zu sehen.

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Stadtwerke Deutschland: Übersicht auf die wichtigsten Fragen

Es gibt rund 1.000 aktive Stadtwerke in Deutschland (Stand 2026). Zu den größten gehören die Stadtwerke München, RheinEnergie, Mainova und Entega, jedoch gibt es in vielen Städten und Gemeinden deutschlandweit Stadtwerke.

Stadtwerke können öffentliche Betriebe als auch privat bewirtschaftet sein. Aber egal ob privat oder öffentlich, die Stadtwerke Deutschland unterliegen stets kommunalrechtlichen Vorschriften.

Stadtwerke liefern Strom, Erdgas, Wasser und Wärme. Außerdem sind sie für die Daseinsvorsorge zuständig, welche sich in der Regel um Dinge wie Straßen, öffentliche Verkehrsmittel und diverse andere öffentliche Notwendigkeiten kümmert.

In der Regel sind die Grundversorgungstarife der Stadtwerke teurer als die alternativen Tarife anderer Energieanbieter. Ein Anbieterwechsel lohnt sich daher besonders, wenn Sie bisher von Ihrem lokalen Anbieter beliefert werden. Finden Sie mit Hilfe unserer Energieexperten heraus, wie viel Sie jährlich sparen können: 089 380 388 88.

Stadtwerke Deutschland: Übersicht

Stadtwerke sind das Gegenbeispiel für Energieversorger. Denn Stadtwerke sind kommunale Unternehmen, was so viel heißt, dass sie sich in öffentlichem Besitz einer oder mehrerer Kommunen befinden. Neben Stadtwerken existieren noch die sogenannten Gemeindewerke, sodass manchmal beide unter dem Oberbegriff Kommunalwerke zusammengefasst werden.

Stadtwerke übernehmen die Daseinsversorgung der Bevölkerung im öffentlichen Auftrag. Unter Daseinsversorgung, auch als Grundversorgung der Bevölkerung bekannt, versteht man vor allem die Versorgung mit Strom, Gas und Wasser. Außerdem sind viele Stadtwerke Deutschland in der Müll- und Abwasserversorgung, Betrieb von Schwimmbädern und in der kommunalen Infrastruktur (öffentlicher Nahverkehr) tätig. Ein Stadtwerk ist in fast jeder Stadt oder Region vorhanden.

Stadtwerke Deutschland: Daseinsversorgung der Bevölkerung

  • Stromversorgung ;
  • Gasversorgung ;
  • Fernwärmeversorgung ;
  • Wasserversorgung ;
  • Abwasserentsorgung ;
  • Abfallentsorgung ;
  • Telekommunikation ;
  • Straßenreinigung ;
  • Straßenverkehr ;
  • Schienenverkehr ;
  • Wasserverkehr ;
  • Schwimmbäder.

Neben der Versorgung mit Strom und Gas betreiben viele Stadtwerke auch das lokale Stromnetz. Über den Netzbetreiber-Finder können Sie prüfen, welches Unternehmen in Ihrer Region für die Stromnetzinfrastruktur zuständig ist.

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Wie viele Stadtwerke in Deutschland gibt es?

Stadtwerke sind Energielieferanten und werden in der Statistik zusammen mit privaten Energieversorgern zusammengefasst. Laut Statista gibt es insgesamt 1.313 Stromlieferanten und 1.011 Gaslieferanten am Energiemarkt in Deutschland im Jahr 2025. Einige Quellen wie strom-magazin.de verweisen auf eine Anzahl Stadtwerke Deutschland von 1.000, die auf dem deutschen Strommarkt agieren.

Stadtwerke und überregionale Anbieter am deutschen Strommarkt (2025)

Quellen: Statista 2025 (1.313 Stromlieferanten), strom-magazin.de (~1.000 Stadtwerke).

Stadtwerke erleben seit der Jahrtausendwende vielerorts eine Rekommunalisierung. Denn vor der Liberalisierung in den 1980er Jahren wurden viele Stadtwerke und deren Tätigkeitsfelder privatisiert.

Unternehmen am deutschen Energiemarkt (2025)
  • Stromlieferanten 1.313
  • Stromhändler 1.233
  • Stromerzeuger 1.203
  • Gaslieferanten 1.011
  • Stromverteilnetzbetreiber 864
  • Übertragungsnetzbetreiber 4

Quelle: Energieunternehmen 2024, Statista 2025 (BDEW, Bundesnetzagentur).

Stadtwerkegründung in Deutschland

Die Gründung von Stadtwerken erregt seit mehreren Jahren nicht nur in Deutschland sondern auch in Frankreich, Südamerika, Japan und USA viel Aufmerksamkeit. Im Zeitraum zwischen 2005 und 2024 wurden beispielsweise in Deutschland 152 junge, kommunale Energieversorgungsunternehmen gegründet.

Stadtwerke-Neugründungen in Deutschland (2005–2024)
  • 2005–2009 24
  • 2010–2014 58
  • 2015–2019 42
  • 2020–2024 28

Gesamtsumme 152 Neugründungen (2005–2024) belegt; Verteilung pro Periode ist eine Schätzung, gewichtet zugunsten der Rekommunalisierungs-Hochphase nach 2010.

Die meisten Neugründungen der Stadtwerke fanden in Gemeinden mit Einwohnerzahl zwischen 10.000 und 50.000. Außerdem lässt sich beobachten, dass Stadtwerkegründung vor allem in Regionen mit schwacher Wirtschaftsstruktur stattfindet. Mit Neugründungen wird versucht regionale Arbeitsmärkte und lokale Wirtschaft zu stärken. Zusätzlich wird versucht politischen Einfluss auf die Qualität der Energieversorgung zu gewinnen. Mit der Stadtwerkegründung und der Rekommunalisierung lassen sich weitere Bereiche verbessern und ausweiten.

Vorteile der Stadtwerkegründung

  • Daseinsversorge : Energieversorgung ist die Kernaufgabe ;
  • Regionale Wertschöpfung : Arbeitsplatzsicherung und Ortsinvestitionen ;
  • Gemeinwohlsicherung : Finanzierung Personennahverkehr und Bädern ;
  • Neue Entwicklungsfelder : Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung ;
  • Zukunftsmärkte : Elektromobilität und Smart Home.

Die Bezeichnung „Stadtwerke“

Bis zum Ende des 20. Jahrhunderts wurde die Bezeichnung Stadtwerke als Sammelbegriff für alle kommunalen Unternehmen gebraucht. Zu dieser Zeit unterhielten meist Städte eigene Wirtschafts- und Infrastrukturbetriebe. Mit dem Beginn der Liberalisierung des Energiemarktes, die mittlerweile 20 Jahre her liegt, begannen auch Kommunalen gleichartige Betriebe zu gründen.

Daher wurde die Bezeichnung Stadtwerke ergänzt, sodass man in der heutigen Zeit häufig von Stadt- und Gemeindewerken spricht. Stadtwerke und Gemeindewerke werden unter dem Oberbegriff Kommunalwerke zusammengefasst. Nicht-städtische Kommunen nutzen außerdem weitere Alternativbezeichnungen. So kann beispielsweise die Rede von Kreiswerken, Verbandsgemeindewerken oder Versorgungsbetrieben sein.

Da die Bezeichnung Stadtwerke auf ein Unternehmen in öffentlicher Hand hindeutet, darf ein Unternehmen sich nur dann als Stadtwerk bezeichnet, wenn dieses mehrheitlich in kommunaler Hand liegt. Wenn ein Unternehmen sich als Stadtwerk bezeichnet, jedoch sich nicht in Besitz eines kommunalen Eigentümers befindet, so liegt eine wettbewerbsrechtlich relevante Irreführung des Verbrauchers vor.

Stadtwerke oder Energieanbieter?

Die gängige Annahme, dass Stadtwerke teurer als private Energieanbieter sind, stimmt nicht mehr ganz. Viele Stadtwerke bieten neben der Grundversorgung auch alternative Strom- und Gastarife an und haben ein breites Versorgungsgebiet. Es gibt Stadtwerke, die mit anderen bundesweiten Energieversorgern um den Zugang zu mehr Kunden konkurrieren. Dazu gehören die Stadtwerke Düsseldorf oder Stadtwerke München.

Wer Kunde bei den Stadtwerken ist, der engagiert sich für ein regionales Unternehmen, das tief in der Region verwurzelt ist.

Diese Aussage stimmt auch nicht mehr ganz. Stadtwerke Düsseldorf haben z.B. über 140.000 externe Strom- und Gaskunden. Dass Kunden sich für ein regionales Unternehmen und ihre Region einsetzen, kann nicht stimmen. Mehr und mehr Stadtwerke verkaufen ihre Anteile an große Energiekonzerne oder überregionale Unternehmen. Man kann sich sicher sein, dass die erwirtschafteten Erträge nicht unbedingt in der Region in der das Stadtwerk ansässig ist, investiert werden.

Wenn Sie jedoch Ihrem Stadtwerke treu bleiben wollen und von Ihrem Stadtwerk überzeugt sind, so sollten Sie immer nach einem günstigen Strom- und Gastarif fragen – kein Grundversorgungstarif. Oftmals reicht auch schon ein Anruf aus.

Die größten Stadtwerke Deutschlands

Die moderne Ausgestaltung der Daseinsvorsorge verbindet den Klimaschutz mit regionaler Wertschöpfung.

Beispiele für die größten Stadtwerke Deutschland sind die Stadtwerke München (SWM) oder die Stadtwerke Hannover (enercity). In Deutschland gibt es eine einmalige Kooperation, die 8KU, die aus acht großen kommunalen Energieversorgungsunternehmen besteht.

Dieser Stadtwerke-Verbund positioniert sich gegen die großen Energiekonzerne (EnBW, E.ON, RWE und Vattenfall) mit dem Ziel, die Rekommunalisierung zu stärken und höheren Marktanteil in der Energieerzeugung zu gewinnen. Außerdem verfolgt die 8KU, mehr klimafreundlichen Strom und Wärme zu erzeugen.

Die Allianz der acht größten Stadtwerke besteht aus folgenden Mitgliedern :

  1. Stadtwerke München (SWM) ;
  2. MVV Energie (Mannheim) ;
  3. RheinEnergie (Köln) ;
  4. Stadtwerke Hannover (enercity) ;
  5. N-ERGIE (Nürnberg) ;
  6. Mainova (Frankfurt am Main) ;
  7. ENTEGA (Darmstadt) ;
  8. Stadtwerke Leipzig.

Stadtwerke NRW

In Westdeutschland sind viele Stadtwerke ansässig. Unter anderem finden sich darunter die größten Stadtwerke Deutschlands wie die Stadtwerke Köln oder Stadtwerke Düsseldorf. Anbei ein Überblick der Stadtwerke NRW :

  • Stadtwerke Aachen ;
  • Stadtwerke Bielefeld ;
  • Stadtwerke Bochum ;
  • Stadtwerke Düsseldorf ;
  • Stadtwerke Essen ;
  • Stadtwerke Gütersloh ;
  • Stadtwerke Herne ;
  • Stadtwerke Köln (RheinEnergie) ;
  • Stadtwerke Münster ;
  • Stadtwerke Neuss ;
  • Stadtwerke Oberhausen ;
  • Stadtwerke Duisburg ;
  • Stadtwerke Osnabrück ;
  • Wuppertaler Stadtwerke ;
  • Stadtwerke Witten.

Stadtwerke Deutschland nach Umsatz

Betrachtet man die Stadtwerke Deutschland nach Umsatz, so liegen kommunale Energieversorgungsunternehmen wie Stadtwerke München, MVV Energie oder RheinEnergie an der Spitze. Die Stadtwerke München gehören laut Statista zu den größten Stadtwerken Deutschlands. Im Jahr 2023 erzielten die Stadtwerke München (SWM) einen Umsatz in Höhe von rund 9,672 Milliarden Euro. Dieser Wert schließt allerdings die Energie- und Umsatzsteuer aus.

Umsatz der acht größten Stadtwerke (8KU-Allianz, 2023)
  • Stadtwerke München (SWM) 9.672 Mio. €
  • MVV Energie (Mannheim) 7.218 Mio. €
  • RheinEnergie (Köln) 5.502 Mio. €
  • enercity (Hannover) 4.234 Mio. €
  • N-ERGIE (Nürnberg) 3.396 Mio. €
  • Mainova (Frankfurt) 3.176 Mio. €
  • ENTEGA (Darmstadt) 2.500 Mio. €
  • Stadtwerke Leipzig 1.918 Mio. €

Ungefähre Werte aus den Konzernabschlüssen 2023 der 8KU-Mitglieder (Quelle: Statista 2023, eigene Recherche).

Stadtwerke Deutschland über die Jahre

Vor der Liberalisierung des Energiemarktes hatten die Stadtwerke und auch private Energieversorger keinerlei Wettbewerb. Die Versorgungsgebiete waren untereinander aufgeteilt, sodass jeder Verbraucher einem Stadtwerk oder Energieversorger zugeordnet war. Zu Beginn der Liberalisierung des Energiemarktes, 1980er und 1990er Jahren, verkauften viele Städte und Gemeinden ihre Anteile an inländische oder ausländische Energieunternehmen. Der Verkauf der Anteile sollte zur Sanierung der kommunalen Haushalte beitragen.

Ab dem Jahr 2000 wird eine Reihe von Rekommunalisierungen beobachtet. Diese wurden oftmals durch Bürgerbegehren oder Volksentscheide herbeigeführt. Als Beispiel zur erfolgreichen Volksinitiative kann „Unser Hamburg – Unser Netz“ angeführt werden. Diese wurde am 5. Juli 2010 gestartet mit dem Ziel die Rekommunalisierung der Energienetze und Etablierung echter Stadtwerke in Hamburg. Weitere Städte in denen die Wiederbelebung der Stadtwerke Erfolg hatte: Berlin und Stuttgart.

Kundeninformation Die Informationen dieses Artikels sind rein informativ. Es besteht keinerlei Geschäftsbeziehung zwischen Selectra (Betreiber der Webseite energiemarie.de) und dem in diesem Artikel beschriebenen Energieanbieter. Dies bedeutet auch, dass Selectra keine Leistungen dieses Energieanbieters vermittelt.