Die Strompreise heute, Freitag, 10. Juli 2026

Im Tagesdurchschnitt kostet die Kilowattstunde am 10. Juli rund 0,3455 €/kWh (All-in) — weniger als ein halbes Prozent über dem Vortag (0,3461 €/kWh), also ein ruhiger Börsentag. Die Spannung steckt im Tagesverlauf: Zwischen günstigster und teuerster Stunde liegt der Endpreis um das 1,7-Fache auseinander.

Tagesdurchschnitt

0,3455 €/kWh

Mittel über 24 Stunden

Günstigster Zeitpunkt

13:00 - 14:00

0,2428 €/kWh

Teuerster Zeitpunkt

20:00 - 21:00

0,4204 €/kWh

EnergieMarie Strompreistracker: Strompreis pro Stunde heute (10.07.2026)

Der Ausschlag steckt im Börsenanteil: An der Börse fällt der reine Großhandelspreis mittags auf 3,7 ct/kWh und klettert abends auf 18,7 ct/kWh. Weil feste Netzentgelte, Steuern und Abgaben von rund 19,8 ct/kWh hinzukommen, fällt der Unterschied im Endpreis kleiner aus.

Zeitraum Preis (€/kWh)
0:00 - 1:00 0,3810
1:00 - 2:00 0,3690
2:00 - 3:00 0,3645
3:00 - 4:00 0,3624
4:00 - 5:00 0,3628
5:00 - 6:00 0,3678
6:00 - 7:00 0,3782
7:00 - 8:00 0,3741
8:00 - 9:00 0,3588
9:00 - 10:00 0,3435
10:00 - 11:00 0,3172
11:00 - 12:00 0,2915
12:00 - 13:00 0,2659
13:00 - 14:00 0,2428
14:00 - 15:00 0,2470
15:00 - 16:00 0,2722
16:00 - 17:00 0,3035
17:00 - 18:00 0,3337
18:00 - 19:00 0,3511
19:00 - 20:00 0,3947
20:00 - 21:00 0,4204
21:00 - 22:00 0,4088
22:00 - 23:00 0,3982
23:00 - 24:00 0,3821

All-in-Preise in €/kWh (Börsenpreis + Netzentgelte, Steuern und Abgaben). Quelle: EnergieMarie Strompreistracker (EPEX SPOT Day-Ahead).

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Hitzewelle am Wochenende: Was der Heat Dome für den Strompreis bedeutet

Ab dem Samstag legt sich eine Hitzewelle über Deutschland — Meteorologen sprechen von einem „Heat Dome“, der warme Luft aus Spanien und Frankreich staut. Erwartet werden verbreitet über 30 °C, im Südwesten bis 38 °C, einzelne Modelle sehen im Westen nahe 40 °C; der Norden bleibt mit Schauern kühler. Laut dem Wettermodell ECMWF hält die Hitze bis etwa zum 14. Juli an.

Für den Strompreis wirken zwei gegenläufige Kräfte: Klimageräte und Kühlung heben abends den Verbrauch — und damit die Abendspitze —, während die kräftige Sonne mittags viel Photovoltaik einspeist und das Mittagstief niedrig hält. Der Abstand zwischen günstiger Mittags- und teurer Abendstunde (heute das 1,7-Fache) dürfte sich also ausweiten. Für Haushalte mit dynamischem Tarif heißt das: Gerade am Wochenende lohnt es sich, flexible Verbraucher konsequent in die Mittagsstunden zu ziehen.

P

Petra, Hausbesitzerin aus Freiburg mit dynamischem Tarif und Heimspeicher, nutzt das Muster: Sie lädt die Batterie in der günstigen Mittagssonne und entlädt sie am heißen Abend, wenn die Klimaanlage läuft. Verschiebt sie so rund 5 kWh aus der Abend- in die Mittagszeit, spart sie 5 kWh × (0,4204 − 0,2428) €/kWh, also rund 0,89 € an einem einzigen Tag.

Temperaturangaben nach dem Deutschen Wetterdienst und gängigen Wettermodellen (u. a. ECMWF); es handelt sich um Prognosen, die sich kurzfristig ändern können.

Warum der Strom mittags am günstigsten ist

Das Mittagstief folgt der Merit-Order des Großhandelsmarkts: Je mehr günstige Solarenergie einspeist, desto seltener liefern teure Gas- und Kohlekraftwerke die letzte Kilowattstunde — und desto niedriger fällt der Day-Ahead-Preis am EPEX SPOT aus. Zur Mittagszeit erreicht die Photovoltaik ihr Tageshoch, und der Börsenanteil sinkt auf 3,7 ct/kWh.

Am Abend kehrt sich das Bild um: Die Solarleistung fällt weg, die Netzlast bleibt hoch, der Börsenpreis steigt auf 18,7 ct/kWh — im Endpreis die 0,4204 €/kWh der Abendspitze zwischen 20 und 21 Uhr. An den Hitzetagen des Wochenendes dürfte dieses Muster noch deutlicher werden.

Wie sich der Strompreis entwickelt

Die folgenden Grafiken ordnen den heutigen Tag in den jüngeren Trend ein — einmal über die letzten 30 Tage, einmal im Monatsmittel.

Mit 0,3455 €/kWh liegt der heutige Tagesschnitt gleichauf mit dem Vortag und im oberen Mittelfeld der vergangenen vier Wochen — unter den Spitzen um den 24. Juni, aber über dem günstigen Niveau der ersten Juli-Woche.

Durchschnittlicher täglicher dynamischer Strompreis in Deutschland (€/kWh).

Im Jahresverlauf bewegt sich der Monatsschnitt in einem schmalen Korridor zwischen rund 0,29 und 0,33 €/kWh. Der noch junge Juli 2026 startet mit rund 0,30 €/kWh etwas günstiger als der Juni.

Durchschnittlicher monatlicher dynamischer Strompreis in Deutschland (€/kWh).

So verschieben Sie Ihren Verbrauch in die günstigen Stunden

An einem solar geprägten Sommertag wie heute — und erst recht am angekündigten Hitze-Wochenende — liegt das Sparpotenzial klar in der Tagesmitte. Die Grundregel: schwere Verbraucher in die grün markierten Mittagsstunden legen, die rot markierten Abendstunden meiden.

  • Waschmaschine, Geschirrspüler und Trockner über die Zeitvorwahl auf das Fenster zwischen 13 und 16 Uhr programmieren;
  • das Elektroauto bevorzugt in der Mittagssonne laden, wenn der Börsenanteil auf wenige Cent fällt;
  • die Wohnung während der günstigen Mittagsstunden vorkühlen, statt am heißen Abend gegen die Hitze anzusteuern;
  • den eigenen Stromverbrauch kennen, um das Sparpotenzial der Lastverschiebung realistisch einzuschätzen.

Weil die Hitze am Wochenende vor allem die Abendstunden teuer machen dürfte, zahlt sich vorausschauendes Planen jetzt besonders aus.

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Was ist ein dynamischer Stromtarif?

Bei einem dynamischen Stromtarif zahlen Sie keinen festen Arbeitspreis, sondern den stündlich wechselnden Börsenpreis. Grundlage ist die Day-Ahead-Auktion am EPEX SPOT: Dort wird täglich gegen 14 Uhr für jede Stunde des Folgetages ein Preis ermittelt.

Dazu kommen feste Bestandteile — Netzentgelte, Stromsteuer, Abgaben und Mehrwertsteuer, zusammen rund 19,8 ct/kWh. Deshalb liegt der All-in-Preis heute trotz des Mittagstiefs von nur 3,7 ct/kWh nie unter 0,2428 €/kWh. Voraussetzung ist ein intelligentes Messsystem (Smart Meter), das den Verbrauch viertelstündlich erfasst; seit dem 1. Januar 2025 muss zudem jeder Stromlieferant einen dynamischen Tarif anbieten (§ 41a EnWG).

Häufige Fragen zum Strompreis heute

Der durchschnittliche dynamische Strompreis am 10. Juli 2026 liegt bei 0,3455 €/kWh (All-in) und damit praktisch auf dem Niveau des Vortags (0,3461 €/kWh). Am günstigsten ist Strom zwischen 13 und 14 Uhr mit 0,2428 €/kWh, am teuersten zwischen 20 und 21 Uhr mit 0,4204 €/kWh.

Eine Hitzewelle zieht zwei gegenläufige Effekte auf: Die kräftige Sonne liefert mittags viel Photovoltaik-Strom und hält das Mittagstief niedrig, während Klimageräte und Kühlung am Abend die Nachfrage — und damit die Abendspitze — anheben. Der Abstand zwischen günstiger Mittags- und teurer Abendstunde dürfte sich am Hitze-Wochenende also eher ausweiten. Wer flexible Geräte in die Mittagsstunden legt, profitiert dann besonders.

Nein. Die hier genannten Werte sind All-in-Preise für Privathaushalte: Sie enthalten neben dem Börsenpreis (Day-Ahead am EPEX SPOT) auch Netzentgelte, Stromsteuer, Abgaben und Mehrwertsteuer von zusammen rund 19,8 ct/kWh. Der reine Börsenpreis liegt deutlich niedriger — heute im Mittel bei etwa 12,4 ct/kWh.

Um die Mittagszeit erreicht die Photovoltaik-Einspeisung ihr Tageshoch. Dieses große Angebot günstiger Solarenergie verdrängt teure Kraftwerke aus der Merit-Order und drückt den Börsenpreis am EPEX SPOT auf nur 3,7 ct/kWh. Inklusive fester Netzentgelte, Steuern und Abgaben ergibt das den Tagestiefstpreis von 0,2428 €/kWh zwischen 13 und 14 Uhr.

Ein dynamischer Stromtarif koppelt Ihren Arbeitspreis stündlich an die Strombörse statt an einen festen Tarif. Über die Day-Ahead-Auktion am EPEX SPOT entsteht für jede Stunde ein eigener Börsenpreis, zu dem feste Netzentgelte, Steuern und Abgaben hinzukommen. Mit einem Smart Meter können Sie Ihren Verbrauch gezielt in die günstigen Stunden verlagern. Seit dem 1. Januar 2025 muss jeder Stromlieferant einen solchen Tarif anbieten (§ 41a EnWG).