Tagesdurchschnitt

0,3461 €/kWh

Mittel über 24 Stunden

Günstigster Zeitpunkt

14:00 - 15:00

0,2435 €/kWh

Teuerster Zeitpunkt

21:00 - 22:00

0,4521 €/kWh

Mittagstief und Abendspitze: der dynamische Strompreis Stunde für Stunde

Am Donnerstag, 9. Juli 2026 erreicht der dynamische Strompreis sein Tagestief zwischen 14 und 15 Uhr mit 0,2435 €/kWh (24,3 ct). Den Höchstwert markiert der Abend zwischen 21 und 22 Uhr mit 0,4521 €/kWh — der Endpreis liegt am Abend damit rund um das 1,9-Fache des Mittagswerts.

Der eigentliche Ausschlag steckt im Börsenanteil: An der Strombörse rutscht der reine Großhandelspreis mittags auf 3,8 ct/kWh, während er in der Abendstunde um 21 Uhr auf 21,3 ct/kWh klettert. Weil zum Börsenpreis feste Netzentgelte, Steuern und Abgaben von rund 19,8 ct/kWh hinzukommen, fällt der Unterschied im Endpreis prozentual kleiner aus als am Großhandelsmarkt. Wer einen dynamischen Stromtarif mit Smart Meter (§ 41 EnWG) nutzt, gibt genau diese Bewegung Stunde für Stunde an den eigenen Arbeitspreis weiter.

Markus, Familienvater aus Kassel, programmiert heute Geschirrspüler und Trockner auf die frühen Nachmittagsstunden: Er startet beide Geräte kurz nach 14 Uhr im grünen Fenster und meidet die Abendstunde um 21 Uhr — pro Kilowattstunde spart er so gut 20,9 ct.

EnergieMarie Strompreistracker: Strompreis pro Stunde heute (09.07.2026)

Zeitraum Preis (€/kWh)
0:00 - 1:00 0,3653
1:00 - 2:00 0,3568
2:00 - 3:00 0,3498
3:00 - 4:00 0,3469
4:00 - 5:00 0,3476
5:00 - 6:00 0,3577
6:00 - 7:00 0,3758
7:00 - 8:00 0,3740
8:00 - 9:00 0,3629
9:00 - 10:00 0,3388
10:00 - 11:00 0,3169
11:00 - 12:00 0,3016
12:00 - 13:00 0,2777
13:00 - 14:00 0,2502
14:00 - 15:00 0,2435
15:00 - 16:00 0,2590
16:00 - 17:00 0,2947
17:00 - 18:00 0,3273
18:00 - 19:00 0,3535
19:00 - 20:00 0,3964
20:00 - 21:00 0,4490
21:00 - 22:00 0,4521
22:00 - 23:00 0,4172
23:00 - 24:00 0,3920

All-in-Preise in €/kWh (Börsenpreis + Netzentgelte, Steuern und Abgaben). Quelle: EnergieMarie Strompreistracker (EPEX SPOT Day-Ahead).

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Warum der Strom mittags am günstigsten ist

Den Grund für das Mittagstief liefern die Erzeugungsdaten der Bundesnetzagentur (SMARD). Die folgende Grafik stellt Photovoltaik-Erzeugung und Stromverbrauch (Netzlast) am 8. Juli 2026 gegenüber — ein sonniger Sommertag, dessen Muster sich am 9. Juli nahezu unverändert wiederholt. Während die Netzlast über den Tag in einem schmalen Band zwischen rund 44 und 61 GW bleibt, schießt die Solarleistung ab dem Vormittag steil nach oben und erreicht um die Mittagszeit mit über 40 GW ihren Höchststand — genau dann, wenn der Börsenstrompreis auf sein Tagestief fällt.

Näherungswerte in GW, abgelesen aus der SMARD-Stundengrafik. Quelle: Bundesnetzagentur | SMARD.de, Stromerzeugung Photovoltaik und realisierte Netzlast, 8. Juli 2026.

Dahinter steckt die Merit-Order des Großhandelsmarkts: Je mehr günstige Solarenergie einspeist, desto seltener müssen teure Gas- oder Kohlekraftwerke die letzte benötigte Kilowattstunde liefern — und desto niedriger fällt der Day-Ahead-Preis am EPEX SPOT aus. Am Abend kehrt sich das Bild um: Die Photovoltaik fällt weg, die Netzlast bleibt hoch, und der Börsenpreis steigt wieder auf 21,3 ct/kWh — im Endpreis entspricht das den 0,4521 €/kWh der Abendspitze.

Die Strompreise morgen, Freitag 10. Juli 2026

Die Day-Ahead-Auktion am EPEX SPOT hat die Preise für morgen bereits festgelegt. Sie folgen demselben Muster wie heute: Das günstigste Fenster liegt erneut mittags zwischen 13 und 14 Uhr mit 0,2428 €/kWh, die teuerste Stunde etwas früher als heute zwischen 20 und 21 Uhr mit 0,4204 €/kWh. Die Abendspitze fällt damit einen Tick niedriger aus als am 9. Juli.

All-in-Strompreis pro Stunde, heute und morgen (€/kWh). Quelle: EnergieMarie Strompreistracker.

So verschieben Sie Ihren Verbrauch in die günstigen Stunden

An einem solar geprägten Sommertag wie heute liegt das Sparpotenzial klar in der Tagesmitte. Die Grundregel: schwere Verbraucher in die grün markierten Mittagsstunden legen, die rot markierten Abendstunden meiden.

  • Waschmaschine, Geschirrspüler und Trockner über die Zeitvorwahl auf das Fenster zwischen 13 und 16 Uhr programmieren;
  • das Elektroauto bevorzugt in der Mittagssonne laden, wenn der Börsenanteil auf wenige Cent fällt;
  • die teuerste Stunde zwischen 21 und 22 Uhr für planbare Großverbraucher konsequent aussparen;
  • den eigenen Stromverbrauch kennen, um das Sparpotenzial der Lastverschiebung realistisch einzuschätzen.

Weil morgen dasselbe Preisprofil ansteht, lassen sich flexible Aufgaben schon jetzt einplanen: Wer einen Großteil seines Verbrauchs vom Abend in die Mittagsstunden verlegt, zahlt für diese Kilowattstunden deutlich weniger als zur Abendspitze.

Wie sich der Strompreis entwickelt

Die folgenden Grafiken ordnen den heutigen Tag in den jüngeren Trend ein — einmal über die letzten 30 Tage, einmal im Monatsmittel.

Mit 0,3461 €/kWh liegt der heutige Tagesschnitt gut +10 % über dem gestrigen Wert und bewegt sich im oberen Mittelfeld der vergangenen vier Wochen — deutlich unter den Spitzen um den 30. Juni, aber über dem günstigen Niveau der ersten Juli-Woche.

Durchschnittlicher täglicher dynamischer Strompreis in Deutschland (€/kWh).

Im Jahresverlauf bewegt sich der Monatsschnitt in einem schmalen Korridor zwischen rund 0,29 und 0,33 €/kWh. Der noch junge Juli 2026 startet mit rund 0,30 €/kWh etwas günstiger als der Juni.

Durchschnittlicher monatlicher dynamischer Strompreis in Deutschland (€/kWh).

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Was ist ein dynamischer Stromtarif?

Bei einem dynamischen Stromtarif zahlen Sie keinen festen Arbeitspreis, sondern den jeweils gültigen Börsenpreis — und der ändert sich Stunde für Stunde. Grundlage ist die Day-Ahead-Auktion am EPEX SPOT: Dort wird jeden Tag gegen 14 Uhr für jede der 24 Stunden des Folgetages ein Preis ermittelt, der Angebot und Nachfrage am Großhandelsmarkt widerspiegelt.

Zu diesem variablen Börsenanteil kommen feste Bestandteile hinzu, die unabhängig von der Uhrzeit anfallen: Netzentgelte, Stromsteuer, Abgaben und die Mehrwertsteuer, zusammen rund 19,8 ct/kWh. Erst beides ergibt den Endpreis, den Sie als Privatkunde zahlen — deshalb liegt der All-in-Preis heute trotz des Mittagstiefs von nur 3,8 ct/kWh am Großhandelsmarkt nie unter 0,2435 €/kWh.

Voraussetzung für einen solchen Tarif ist ein intelligentes Messsystem (Smart Meter), das den Verbrauch in jeder Viertelstunde erfasst — der gesetzliche Rahmen dafür steht in § 41 EnWG. Wie ein dynamischer Tarif konkret funktioniert und für wen er sich lohnt, lesen Sie im Ratgeber zum dynamischen Stromtarif.

Häufige Fragen zum Strompreis heute

Der durchschnittliche dynamische Strompreis am 9. Juli 2026 liegt bei 0,3461 €/kWh (All-in). Am günstigsten ist Strom zwischen 14 und 15 Uhr mit 0,2435 €/kWh, am teuersten zwischen 21 und 22 Uhr mit 0,4521 €/kWh.

Um die Mittagszeit erreicht die Photovoltaik-Einspeisung ihr Tageshoch — laut SMARD über 40 GW. Dieses große Angebot günstiger Solarenergie verdrängt teure Kraftwerke aus der Merit-Order und drückt den Börsenpreis am EPEX SPOT auf nur 3,8 ct/kWh. Inklusive fester Netzentgelte, Steuern und Abgaben ergibt das den Tagestiefstpreis von 0,2435 €/kWh zwischen 14 und 15 Uhr.

Für den 10. Juli 2026 steht dasselbe Muster an: Das Tagestief liegt mittags zwischen 13 und 14 Uhr bei 0,2428 €/kWh, die Abendspitze zwischen 20 und 21 Uhr bei 0,4204 €/kWh — einen Tick niedriger als heute.

Ein dynamischer Stromtarif koppelt Ihren Arbeitspreis stündlich an die Strombörse statt an einen festen Tarif. Über die Day-Ahead-Auktion am EPEX SPOT entsteht für jede Stunde ein eigener Börsenpreis, zu dem feste Netzentgelte, Steuern und Abgaben hinzukommen. Mit einem Smart Meter (§ 41 EnWG) können Sie Ihren Verbrauch gezielt in die günstigen Stunden verlagern.