In Bergkamen kam es am 3. September 2026 ab 13:40 Uhr zu einem Stromausfall. Insgesamt gingen 12 Meldungen ein, vor allem aus Bergkamen-Weddinghofen und dem Umfeld rund um Zehntacker, Am Kiwitt und die Weddinghofer Straße. Die Störung ist inzwischen behoben.

Der aktuelle Stand zum Stromausfall in Bergkamen

Nach den vorliegenden Meldungen begann der Ausfall um 13:40 Uhr. Die letzten Rückmeldungen aus dem betroffenen Bereich lagen kurz vor 14:02 Uhr vor, die Entstörung ist laut den aggregierten Angaben um 14:05 Uhr abgeschlossen worden. Damit dauerte die Unterbrechung rund 25 Minuten. Betroffen war offenbar ein lokal begrenztes Gebiet in Bergkamen, mit Schwerpunkten im Stadtteil Weddinghofen und angrenzenden Straßen in einem Radius von etwa 1,5 km.

Für solche Vorfälle ist der zuständige Netzbetreiber zuständig, nicht der Stromanbieter, bei dem Sie Ihren Vertrag haben. Der Netzbetreiber betreibt das Verteilnetz, kennt den Status der Leitungen und schickt im Störungsfall Technikerinnen und Techniker, um die Ursache einzugrenzen und die Versorgung wiederherzustellen. Für Bergkamen ist hier die GSW Gemeinschaftsstadtwerke GmbH Kamen - Bönen - Bergkamen relevant, weil die Störung örtlich begrenzt war.

Aus den Meldungen lässt sich kein eindeutiger Auslöser ableiten. Weil mehrere Haushalte innerhalb kurzer Zeit betroffen waren, spricht vieles für eine Netzstörung im Verteilnetz oder einen technischen Defekt im betroffenen Abschnitt. Hinweise auf ein Unwetter oder Bauarbeiten liegen in den Meldungen nicht vor. Wenn Sie wissen möchten, was bei einem Stromausfall zu tun ist, hilft ein Blick auf die grundlegenden Schritte zur Einordnung und Absicherung.

Auch bei kurzen Ausfällen ist es sinnvoll, die eigene Situation kurz zu prüfen. Vor allem dann, wenn Sie Geräte betreiben, die empfindlich auf Spannungsschwankungen reagieren. Wer etwa einen dynamischen Stromtarif nutzt, sollte Lasten nach einem Ausfall erst wieder kontrolliert zuschalten. Und wer den Stromverbrauch im Haushalt im Blick hat, kann nach dem Ereignis besser einschätzen, ob einzelne Geräte ungewöhnlich reagiert haben.

Liegt es an Ihnen oder am Netz? Erste Prüfung

  1. Wenn Nachbarn, Straßenbeleuchtung und Geschäfte ebenfalls ohne Strom sind, liegt sehr wahrscheinlich eine großflächige Netzstörung vor. Dann betrifft das Problem nicht nur Ihre Wohnung oder Ihr Haus, sondern den öffentlichen Netzabschnitt.
  2. Wenn nur Sie betroffen sind, prüfen Sie zuerst den FI-Schutzschalter und die Sicherungen im Zählerschrank, bevor Sie wieder einschalten. So lässt sich ein lokaler Fehler oft schnell von einer Netzstörung trennen.
  3. Testen Sie anschließend ein einfaches Gerät an einer anderen Steckdose. Bleibt das Gerät dort aus, kann auch das Endgerät selbst die Ursache sein.

Betrifft die Störung das ganze Viertel, hilft das Schalten der eigenen Sicherung nicht. Dann ist der Netzbetreiber gefragt, nicht die Haustechnik.

Was tun während des Stromausfalls?

Kühl- und Gefrierschrank

Halten Sie die Türen von Kühl- und Gefrierschrank geschlossen. Das ist wichtig, weil ein Kühlschrank die Kälte rund 4 bis 6 Stunden hält, ein Gefrierschrank ungefähr 24 bis 48 Stunden, wenn er möglichst selten geöffnet wird. So bleiben Lebensmittel länger genießbar und Temperaturverluste fallen geringer aus.

Wenn Sie wissen, dass Sie nach einem Ausfall häufiger mit Unterbrechungen rechnen müssen, lohnt auch ein Blick auf den alltäglichen Bedarf und mögliche Lastspitzen. Der Überblick über den Stromverbrauch im Haushalt kann helfen, im Anschluss unnötige Zusatzlasten zu vermeiden, etwa durch gleichzeitig laufende Großgeräte.

Gefährliche Notlösungen vermeiden

Kerzen sollten nie unbeaufsichtigt brennen, weil Brandgefahr besteht. Nutzen Sie außerdem niemals Stromerzeuger oder Grills in Innenräumen. Dabei kann sich Kohlenmonoxid bilden, das lebensgefährlich ist. Auch bei schlecht belüfteten Heizgeräten ist Vorsicht geboten, denn die Kombination aus Wärmequelle und unzureichender Luftzufuhr erhöht das Risiko deutlich.

Gerade bei längeren Unterbrechungen ist es verlockend, improvisierte Wärme- oder Kochlösungen einzusetzen. Das ist aber riskant. Wenn Sie sich vorab über sinnvolle Maßnahmen informieren möchten, finden Sie im Ratgeber zum Stromausfall zusätzliche Hinweise für den sicheren Umgang mit solchen Situationen.

Empfindliche Elektronik schützen

Trennen Sie Fernseher, Computer und Router vom Netz, um Spannungsspitzen beim Wiedereinschalten zu vermeiden. Das schützt Netzteile und empfindliche Bauteile, wenn die Versorgung zurückkehrt. Besonders Router und Heimnetzgeräte reagieren mitunter empfindlich, wenn die Spannung nach einer Netzunterbrechung nicht stabil anliegt.

Wer ein Elektroauto lädt oder Ladezeiten flexibel plant, sollte nach einer Störung ebenfalls kurz warten, bevor wieder angeschlossen wird. Je nach Tarif und Ladesituation kann es sinnvoll sein, das Fahrzeug erst nach der Stabilisierung des Netzes wieder zu versorgen. Informationen zum E-Auto laden helfen bei der Einordnung des eigenen Verbrauchsverhaltens.

Bei längerem Ausfall: Ihre Rechte

In Deutschland gibt es keine automatische pauschale Entschädigung pro Ausfallstunde. Das ist wichtig, weil die Dauer einer Störung allein nicht automatisch zu einem festen Anspruch führt. Unter bestimmten Voraussetzungen kann aber ein Schadenersatzanspruch gegen den Netzbetreiber in Betracht kommen, etwa wenn eine längere Versorgungsunterbrechung schuldhaft verursacht wurde und konkrete Schäden entstanden sind, zum Beispiel verdorbene Lebensmittel.

Entscheidend ist in solchen Fällen, den Schaden gut zu dokumentieren. Dazu gehören Datum und Uhrzeit des Ausfalls, Fotos, gegebenenfalls Meldungen an den Netzbetreiber und Belege für beschädigte oder verdorbene Waren. So lassen sich spätere Rückfragen besser beantworten. Die Bundesnetzagentur überwacht die Versorgungssicherheit in Deutschland und wertet entsprechende Störungen aus, damit das Netz insgesamt stabil bleibt.

Eine rechtliche Bewertung hängt immer vom Einzelfall ab. Deshalb ist dies keine Rechtsberatung. Wer betroffen ist, sollte erst die Fakten sichern und dann prüfen, ob und an wen sich eine Forderung richten kann.

Den Netzbetreiber kontaktieren

Wenn bei Ihnen erneut der Strom ausfällt oder die Versorgung nicht stabil zurückkehrt, wenden Sie sich an den zuständigen Netzbetreiber. Das Tool ermittelt die passende Störungsnummer für Ihren Ort. Bei akuter Gefahr, etwa bei einer heruntergefallenen Leitung oder bei Brandgeruch, wählen Sie bitte immer den Notruf 112.

Helfen Sie, die Störung zu kartieren

Ihre Meldung hilft dabei, die Lage schneller einzuordnen. Wenn Sie einen weiteren Ausfall beobachten, können Sie Ort, Uhrzeit und eine kurze Beschreibung übermitteln. So wird sichtbar, ob es sich um einen einzelnen Punkt oder um eine größere Netzstörung handelt.