Vor dem ersten Handgriff

Der Ofen muss vollständig kalt sein, und zwar nicht nur an der Scheibe. Im Brennertopf können nach einem Betrieb am Vorabend noch Glutnester liegen. Ziehen Sie den Netzstecker, bevor Sie irgendwo hineingreifen: Ein Pelletofen ist ein elektrisch gesteuertes Gerät, und die Förderschnecke darf nicht anlaufen, während Ihre Hand im Weg ist.

Legen Sie sich einen Aschesauger bereit, keinen normalen Staubsauger. Feinasche geht durch gewöhnliche Filter hindurch und ruiniert das Gerät, und Restglut kann einen Papierbeutel entzünden. Dazu gehören Handschuhe, ein Pinsel und ein Lappen für die Scheibe.

Ein Blick in die Bedienungsanleitung lohnt auch beim zehnten Mal: Die Anordnung der Reinigungsklappen und die Frage, ob der Wärmetauscher über einen Hebel oder von Hand gereinigt wird, unterscheiden sich zwischen den Modellen erheblich.

Die fünf Schritte von oben nach unten

Das Prinzip ist simpel: Alles, was Sie lösen, fällt nach unten. Also arbeiten Sie sich von oben vor und leeren den Aschekasten zuletzt.

  1. Pelletbehälter entleeren. Saugen Sie den Restbestand und vor allem den Feinanteil am Boden ab. Dieses Sägemehl aus dem Vorjahr ist die häufigste Ursache für Störungen der Förderschnecke und für unsauberen Abbrand.
  2. Wärmetauscher und Züge reinigen. Betätigen Sie den Reinigungshebel mehrfach, oder bürsten Sie die Züge nach Anleitung aus. Hier sitzt die Ablagerung, die den Wirkungsgrad kostet, und hier fällt am meisten herunter.
  3. Brennertopf ausräumen. Nehmen Sie die Brennschale heraus und befreien Sie alle Luftlöcher von Asche und verbackenen Rückständen. Ein einziges verstopftes Loch verändert das Flammenbild und führt zu Schlackebildung.
  4. Brennraum und Scheibe säubern. Erst jetzt den Brennraum aussaugen und die Scheibe reinigen. Für die Scheibe genügt meist ein feuchtes Tuch mit etwas Asche, aggressive Reiniger greifen die Dichtung an.
  5. Aschekasten leeren. Als letzter Schritt, weil hier alles ankommt, was Sie vorher gelöst haben. Füllen Sie die Asche in einen Metallbehälter mit Deckel und lassen Sie ihn mindestens 48 Stunden im Freien stehen.

Was vor dem ersten Feuer zu prüfen ist

Nach der Reinigung folgen drei Prüfungen, die zusammen keine zehn Minuten dauern. Kontrollieren Sie die Türdichtung, indem Sie ein Blatt Papier einklemmen und daran ziehen: Lässt es sich mühelos herausziehen, ist die Dichtung hart geworden und sollte ersetzt werden. Eine undichte Tür verändert die Luftführung und damit den Abbrand.

Prüfen Sie dann den Anschluss zum Schornstein auf festen Sitz und sichtbare Korrosion, und kontrollieren Sie, ob die Verbrennungsluftzuführung frei ist. Wenn Ihr Ofen raumluftunabhängig betrieben wird, gehört die Außenluftöffnung dazu, in der sich über den Sommer gern Laub oder ein Insektennest sammelt.

Der erste Heizvorgang riecht typischerweise nach verbranntem Staub. Lüften Sie dabei gut. Bleibt es bei Rauchgeruch im Raum, schalten Sie ab und suchen Sie die Ursache, statt weiterzuheizen. Häufig liegt sie nicht am Ofen selbst, sondern an einem Unterdruck im Haus.

Die jährliche Überprüfung durch den Schornsteinfeger ersetzt diese Reinigung nicht, und die Reinigung ersetzt nicht die Überprüfung. Beide haben unterschiedliche Zwecke, und der Termin des Bezirksschornsteinfegers ist verpflichtend.

Quellen und Stand

Pflichten zu Kehrung und Überprüfung regeln die Kehr- und Überprüfungsordnung sowie die Vorgaben der 1. BImSchV für Feuerungsanlagen. Herstellerangaben zur Reinigungsreihenfolge gehen diesen allgemeinen Hinweisen im Zweifel vor. Stand: September 2026.