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ENERGIETIPPS ZU STROM & GAS

Sie haben eine Frage zu Strom oder Gas? Unsere Energieexperten helfen Ihnen gerne weiter - Montag bis Freitag von 8:00 bis 19:00 Uhr.

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Der Klimaschutz und seine Maßnahmen: Deutschland & weltweit

Frau mit grüner Weltkugel, die den Klimaschutz repräsentiert

Veränderungen im Klima machen sich mit extremen Wetterereignissen und mit der Erhöhung der globalen Durchschnittstemperatur bemerkbar. Der Klimaschutz hat das Ziel, den Klimawandel zu verlangsamen und zu verhindern, dass die Temperaturen über 2°C ansteigen. Doch wie soll das gehen? Hier erfahren Sie mehr über die internationalen Maßnahmen zum Klimaschutz und über den Klimaschutz in Deutschland. Sie möchten selber einen Beitrag leisten? Unser Tipp: Rufen Sie unsere Energieexperten an und melden Ökostrom und Ökogas an: 0893 80388 88.


Klimaschutz Definition & Notwendigkeit

Eins steht fest: Der Klimawandel und seine Folgen können nicht rückgängig gemacht werden. Die Erhöhung der globalen Durchschnittstemperatur hat bereits zu einem Rückgang von Gletschereis, der Ansteigung des globalen Meeresspiegels, der Übersäuerung der Meere und der Zunahme von extremen Wetterereignissen geführt, was wiederum Ökosysteme an Land und in den Ozeanen gefährdet und auch das Leben der Menschen immer mehr beeinträchtigt. Wie der Mensch mit seinen CO2-Emissionen zum Klimawandel dazu beiträgt? Mehr dazu in folgenden Artikeln:

  1. Was ist die Problematik der CO2-Emissionen?
  2. CO2 Ausstoß Deutschland, weltweit & pro Kopf

In Anbetracht dessen dient der Klimaschutz dazu, den Klimawandel zu verlangsamen. Dazu wurden internationale Maßnahmen ergriffen, es gibt aber auch Maßnahmen für den Klimaschutz in Deutschland, die dazu beitragen. Die Maßnahmen werden unter dem Begriff Klimapolitik zusammengetragen. Lesen Sie weiter, um mehr über die verschiedenen Klimaschutz Maßnahmen im internationalen, nationalen und kommunalen Rahmen zu erfahren.

Was ist der Klimaschutz Index?

Der Klimaschutz Index (KSI), auf englisch als Climate Change Performance Index (CCPI) ist ein Instrument zur Verfolgung und dem Vergleich von Klimaschutzleistungen in Indsutrieländern, Schwellenländern und der EU, um mehr Transparenz in der internationalen Klimaschutzpolitik zu gewährleisten. Somit können nämlich Vorreiter und Nachzügler im Klimaschutz festgestellt und Regierungen zur Verantwortung gezogen werden. Außerdem besteht so auch die Möglichkeit, einen internationalen Wettlauf zum Klimaschutz anzuregen.

Entwickelt wurde der Klimaschutz Index von Germanwatch, CAN International und dem NewClimate Institute. Erstmalig 2005 veröffentlicht, wird der Klimaschutz Index seither jährlich herausgegeben. Ausgewertet werden 57 Länder und die Europäische Union, welche zusammen 90 % der globalen CO2-Emissionen ausmachen. Mit standardisierten Kriterien wird der Index insgesamt in vier Kategorien aufgeteilt, die verschieden schwer gewichtet werden.

  • Menge an CO2-Emissionen (40 %)
  • Anteil erneuerbarer Energien (20 %)
  • Energieverbrauch (20 %)
  • Klimapolitik (20 %)

Um das Ranking der verschiedenen Länder und einen tieferen Einblick in die Gewinner und Verlierer gemäß Auswertungen 2021 zu erhalten, gehen Sie am besten auf die offizielle Website des Klimaschutz Indexes:

Klimaschutz Index

Internationale Klimaschutz Maßnahmen

Weltkugel orange

Die ersten internationalen Maßnahmen zum Klimaschutz wurden bereits in der ersten Weltklimakonferenz 1992 in Rio festgelegt, indem vereinbart wurde, die globalen CO2-Emissionen zu stabilisieren. Seither vereinen sich jährlich die Vertreter aller Mitgliedstaaten (alle Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen und die Europäische Union) und verhandeln Themen wie Reduktionspflichten, Klimafinanzierungen zur Reduzierung der Treibhausgase und weitere Maßnahmen.

Eine der bekanntesten Weltklimakonferenzen sind die COP3 in Kyoto und die COP 21 in Paris. Welche Klimaschutz Maßnahmen darin bestimmt wurden, erfahren Sie als Nächstes.

Das Kyoto Protokoll

Das völkerrechtliche Kyoto Protokoll, welches 1997 errichtet wurde, verpflichtete die beteiligten Industriestaaaten, in einem festgelegten Zeitraum ihre CO2-Emissionen zu reduzieren. So sollten im Zeitraum von 2008 - 2012 die CO2-Emissionen gegenüber 1990 um insgesamt 5 % gesenkt werden.

Zweiter Zeitraum In der Klimakonferenz in Doha 2012 wurde ein zweiter Zeitraum für die Reduzierung der CO2-Emissionen festgelegt. Zwischen 2013 - 2020 sollten die CO2-Emissionen gegenüber 1990 um insgesamt 18 Prozent reduziert werden. Die Europäische Union verpflichtete sich zu einer Verringerung ihrer Emissionen um 20 Prozent.

Das Pariser Abkommen

Papierhaufen mit Stift

Im Pariser Abkommen 2015 eigneten sich die Mitgliedstaaten dazu, notwendige Klimaschutz Maßnahmen zu ergreifen, um die Erderwärmung auf unter zwei Grad zu begrenzen. Darüber hinaus wurde vereinbart, Anstrengungen zu unternehmen, um den Temperaturanstieg sogar auf 1,5 Grad zu begrenzen.

Im Vergleich zum Kyoto-Protokoll, wo nur Industriestaaten zur Teilnahme verpflichtet wurden, wurden im Pariser Abkommen auch Schwellen- und Entwicklungsländer dazu verpflichtet, einen Beitrag zum internationalen Klimaschutz zu leisten.

Der Klimaschutz in Deutschland

Die Klimapolitik in Deutschland leistet einen wichtigen Beitrag, damit die internationalen Ziele zum Klimaschutz erreicht werden. Im Rahmen der vereinbarten Verpflichtungsperiode im Kyoto-Protokoll zwischen 2008 und 2012 hat sich Deutschland beispielsweise das Ziel gesetzt, die CO2-Emissionen um ganze 21 Prozent gegenüber 1990 zu senken. Dieses Ziel wurde mit einer Reduzierung von 23,6 % sogar deutlich erfüllt.

Auch als Mitgliedstaat der UN-Klimarahmenkonvention setzt sich Deutschland dafür ein, die Vereinbarungen des Pariser Abkommens umzusetzen. Dazu hat Deutschland 2016 mit dem Klimaschutzplan 2050 eine langfristige Strategie vorgelegt, die seit 2019 rechtlich im Klimaschutzgesetz bindend verankert wurden. Anbei die festgelegten Ziele im Überblick:

  • Klimaschutz in Deutschland
  • Bis 2030 die CO2-Emissionen um mindestens 55 % senken
  • Bis 2050 Klimaneutralität erreichen
  • Jährlich sinkende, zulässige Mengen an CO2-Emissionen (sektorübergreifend)
  • Einführung der CO2-Steuer (sektorübergreifend)
  • Ausbau erneuerbarer Energien
  • Ausstieg au der Kohleverstromung
  • Investitionen in den öffentlichen Nahverkehr
  • Förderung nachhaltiger Landwirtschaft und energieeffizienter Gebäude

Inwiefern der Klimaschutz in Deutschland erfolgreich war, erfahren Sie in unserem ausführlichen Artikel zur Entwicklung der CO2-Emissionen Deutschland seit 1990.

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Kommunaler Klimaschutz

blaue Gebäude, die eine Stadt formen

Alle Klimaschutz Maßnahmen, die auf nationaler Ebene getroffen werden, werden in einem nächsten Schritt auch als kommunaler Klimaschutz umgesetzt. Über ordnungsrechtliche Instrumente, finanzielle Anreize und Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit können dadurch auch für Betriebe, Vereine und Privathaushalte ideale Rahmenbedingungen geschaffen werden, um Klimaschutz Maßnahmen zu ergreifen.

Im Rahmen des kommunalen Klimaschutzes werden deshalb immer öfters Klimaschutzziele diskutiert, Selbstverpflichtungen zur Minderung der CO2-Emissionen festgelegt und Klimaschutzkonzepte erstellt.

Der Komunale Klimaschutz beziehungsweise die Möglichkeit, um Maßnahmen zum Klimaschutz umzusetzen, hängt mit vom Personal und den finanziellen Möglichkeiten jeder Kommune ab.

1997 entwickelte das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) einen ersten Praxisleitfaden, um den kommunalen Klimaschutz zu erleichtern. Dieser Leitfaden, der 2009 durch das Heidelberger Institut für Energie und Umweltforschung (ifeu) und dem Klima-Bündnis als weitere Einrichtungen des Difu überarbeitet und zuletzt 2018 aktualisiert wurde, beinhaltet:

  • Zusammenfassung von Grundlagenwissen
  • Verschiedene Herangehensweisen zur Integration von Klimaschutzaufgaben
  • Fördermöglichkeiten
  • Aufbau von Klimaschutzkonzepten
  • Maßnahmenvorschläge und Praxisbeispiele
  • Tipps und Tricks für interessierte Institutionen
  • Hintergrundinformationen
  • Checklisten

Seit den ersten Schritten in Richtung Energiewende hat der kommunale Klimaschutz weiter an Bedeutung gewonnen. Sie wollen mehr über den kommunalen Klimaschutz erfahren? Den Praxisleitfaden dazu können Sie sich hier als PDF herunterladen:

Kommunaler Klimaschutz - Praxisleitfaden

Wissenswerte Fakten: Der Klimaschutz in Zahlen

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) veröffentlicht jährlich eine Broschüre namens Klimaschutz in Zahlen. Die Broschüre liefert nicht nur interessante Fakten zum Klimaschutz, sondern dient vor allem als Grundlage der Klimapolitik, indem sie einen genauen Eindruck der vielfältigen deutschen Klimaschutzmaßnahmen vermittelt. Da Klimaschutz ein Anliegen der gesamten Gesellschaft ist, steht Klimaschutz in Zahlen allen transparent zur Verfügung. Anbei einige Fakten und Trends zur neuesten Ausgabe aus dem Jahr 2020:

  1. Seit Beginn der Industrialisierung im 19. Jahrhundert ist die globale Durchschnittstemperatur um 1,2°C angestiegen.
  2. Bereits heute sind die negativen Auswirkungen der Erderwärmung zu beobachen; bei einer Ansteigung um über 1,5 Grad werden sich die Klimafolgen deutlich verstärken.
  3. In Deutschland ist die Durchschnittstemperatur im Vergleich zum vorindustriellen Niveau bereits um 1,5°C angestiegen.
  4. Seit 1981 ist der Meeresspiegel der Nordsee um 8,9 Zentimeter gestiegen.
  5. Historisch betrachtet ist Deutschland für 4,6 Prozent der Treibhausgasemissionen verantwortlich.
  6. Mehr als 40 % der weltweiten öffentlichen Finanzierung des Klimaschutzes wird von der EU bereitgestellt.
  7. Mit Verbesserungen in der Energieeffizienz und erneuerbaren Energien soll der Primärenergieverbrauch bis 2050 um 50 % im Vergleich zu 1990 reduziert werden.
  8. 2019 machte die Energiewirtschaft mit 32 % von insgesamt 805 Millionen Tonnen Treibhausgase den größten Anteil an den deutschen Gesamtemissionen aus.
  9. Der Verkehrssektor war 2019 mit 163 Millionen Tonnen Treibhausgase nach der Energiewirtschaft und der Industrie der drittgrößte Verursacher von CO2-Emissionen in Deutschland.
  10. Insgesamt sind im Wald in Deutschland 1,23 Milliarden Tonnen Kohlenstoff gebunden. Das entspricht einer Absorption von 4,5 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente.

Quelle: Klimaschutz in Zahlen, BMU, 2020

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