Anbieter wechseln
Anbieter wechseln

ENERGIETIPPS ZU STROM & GAS

Sie haben eine Frage zu Strom oder Gas? Unsere Energieexperten helfen Ihnen gerne weiter - Montag bis Freitag von 8:00 bis 19:00 Uhr.

ENERGIETIPPS ZU STROM & GAS

Sie haben eine Frage zu Strom oder Gas? Unsere Energieexperten helfen Ihnen gerne weiter - Montag bis Freitag von 8:00 bis 19:00 Uhr.

Welche erneuerbare Energie gibt es? Alle Vor- und Nachteile

Erneuerbare Energien gewinnen aufgrund ihrer unendlichen Verfügbarkeit und klimafreundlichen Produktion immer mehr an Bedeutung und gelten als ideale Lösung zum Schutz der Umwelt. So hat der Anteil erneuerbarer Energien im Stromverbrauch in Deutschland 2019 bereits 42.1 Prozent ausgemacht. Was sind erneuerbare Energien und was sind ihre Vor- und Nachteile? Lesen Sie weiter, um einen Überblick zu erhalten oder suchen Sie unten nach weiteren Artikeln zum Thema Umwelt.


Ökostrom
Ökostrom

ÖKOSTROM ANMELDEN

Ökostrom: Einfach, natürlich, günstig. Mit Energiemarie den passenden Ökostromanbieter finden, Vertrag abschließen und zur Energiewende beitragen! Montag bis Freitag von 8:00 bis 19:00 Uhr.

ÖKOSTROM ANMELDEN

Einfach, natürlich und günstig. Mit Energiemarie den passenden Ökostromanbieter finden, Vertrag abschließen und zur Energiewende beitragen! Montag bis Freitag von 8:00 bis 19:00 Uhr.

Was ist erneuerbare Energie?

Erneuerbare Energien, oft auch regenerative Energien genannt, zeichnen sich in erster Linie darüber aus, dass sie sich laufend erneuern lassen und damit unendlich zur Verfügung stehen. Außerdem belasten erneuerbare Energien Klima und Umwelt nicht. Erneuerbare Energien können nicht nur zur Stromerzeugung sondern auch im Bereich der Wärmeerzeugung zum Einsatz kommen. Insgesamt werden bei den erneuerbaren Energien fünf Energieträger unterschieden:

  1. Wasserkraft 🌊
  2. Windkraft 🌀
  3. Sonnenkraft 🌞
  4. Erdwärme 🌍
  5. Biomasse 🌻

Abgrenzung zu fossilen Brennstoffen

Im Gegenteil zu erneuerbaren Energien stehen fossile Brennstoffe. Sie sind nur begrenzt verfügbar und werden in einigen Jahrzehnten aufgebraucht sein. Das ist auch der Grund für die steigenden Preise solcher fossilen Energien. Zudem produzieren sie bei der Umwandlung in Energie eine große Menge an schädlichen CO2-Emissionen. Was die Folgen davon sind erfahren Sie in unserem Artikel über die CO2-Emissionen Problematik. Zu fossilen Brennstoffen gehören zum Beispiel Erdöl, Kohle und Erdgas.

Staatliche Förderung für den Umstieg auf erneuerbare Energien

Erneuerbare Energien Deutschland - Wie viel Prozent?

Erneuerbare Energien in Deutschland

Ein Umstieg auf erneuerbare Energien ist in Betracht auf die negative Klimabilanz fossiler Brennstoffe nicht nur sinnvoll sondern auch notwendig. Der Umstieg auf eine nachhaltige Energieversorgung und eine effizientere Energienutzung wird unter dem Begriff Energiewende zusammengefasst.

Die Energiewende gibt Deutschland laut Umweltbundesamt nicht nur die Chance auf eine wirtschaftliche Modernisierung, sondern schafft auch neue Arbeitsplätze und soll dazu führen, dass Deutschland zur führenden Exportnation umweltschonender Technologien wird.

Seit der Einführung des Stromeinspesungsgesetzes 1990 und dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) 2000, welche beide Strom aus erneuerbaren Energien fördern, hat der prozentuale Anteil erneuerbarer Energien im Stromverbrauch kontinuierlich zugenommen und hat 2019 bereits 42,1 Prozent erreicht. Laut Umweltbundesamt wurden 2019 rund 244,3 TWh Strom aus erneuerbaren Energieträgern gewonnen.

Windkraft leistete mit 51.6 Prozent (on- und offshore) dazu den größten Beitrag. An zweiter Stelle folgte Biomasse mit rund 20.5 Prozent und an dritter Stelle Sonnenkraft mit 19.5 Prozent. An letzter Stelle lag Erdwärme mit nur 0.1 Prozent. Anbei erhalten Sie einen Überblick zu allen Anteilen erneuerbarer Energien in der Stromerzeugung.

Quelle: Erneuerbare Energien in Deutschland, Umweltbundesamt, 2020

Anteil erneuerbare Energien Deutschland bis 2030 / 2050

Im Rahmen der EU-Klimapolitik wurden seit der Verabschiedung des Kyoto-Protokolls im Jahre 2002 immer mehr Energieziele festhalten. Diese basieren auf verschiedenen Aktionsfeldern wie zum Beispiel dem eingeführten Emissionshandel oder den Maßnahmen im Klimaschutzpaket 2020 und beinhalten spezifische Verpflichtungen und Verpflichtungsperioden, die von den Mitgliedstaaten eingehalten werden müssen.

Längerfristige Ziele bis 2030 sehen vor, die Treibhausgas-Emissionen um mindestens 55 Prozent im Vergleich zu 1990 zu mindern und die Nutzung erneuerbarer Energien auf 65 Prozent des Deutschen Stromverbrauchs zu steigern. Bis 2050 soll der Stromverbrauch sogar ganz Klimaneutralität erreichen (Quelle: BMWi, EEG 2021).

Wasserkraft

Schon seit vielen Jahrtausenden wissen Menschen, das im Wasser viel Energie steckt, dazu braucht man nur die riesigen Wellen im Meer zu beobachten. Bereits die Ägypter vor 3.500 Jahren wussten diese Energie zu nutzen und bewässerten mit der Wasserkraft ihre Felder am Nil. Einen ganzen Schritt weiter, gingen Römer und Griechen die, die Wasserkraft als Antriebsmittel für Arbeitsmaschinen verwendeten. Heute wird Wasserkraft hauptsächlich zur Erzeugung von elektrischen Stroms angewendet. Wasserkraft wird in Wasserkraftwerken zu elektrischen Strom umgewandelt, wie genau diese funktionieren, können Sie im Abschnitt Wie funktioniert ein Wasserkraftwerk? Vor und Nachteile herausfinden.

Obwohl die Wasserkraft weltweit an zweiter Stelle zur Erzeugung erneuerbarer Energie verwendet wird, spielt sie in Deutschland eher eine untergeordnete Rolle. Im Jahr 1950 betrug der Anteil des Stroms aus Wasserkraft noch rund 20 %, wobei es 2019 nur noch 3 % waren. Der Grund für den Rückgang ist der stark gestiegene Stromverbrauch in deutschen Haushalten.

Wie sieht die Zukunft der Wasserkraft in Deutschland aus? Laut einer Studie, ist das nutzbare Potenzial der Wasserkraft in Deutschland bereits ausgeschöpft. Allein durch einer Modernisierung, den Ersatz, die Erweiterung und der Reaktivierung bereits existierenden Anlagen, könnte mehr Stromerzeugung durch Wasserkraft erzielt werden

(Quelle: Energie aus Wasserkraft, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, 2014).

Wie funktioniert ein Wasserkraftwerk? Vor und Nachteile

Um heutzutage aus Wasserkraft Strom zu erzeugen, wird Wasser in ein Wasserkraftwerk geleitet. Dort treibt es eine Turbine an, die wiederum an einen Generator angeschlossen ist, der aus der mechanischen Energie Strom erzeugt.

Bevor das Wasser jedoch in das Wasserkraftwerk geleitet wird, wird es angestaut, um einen Höhenunterschied zwischen dem Wasser vor und dem Wasser nach dem Kraftwerk zu erreichen. Der Höhenutnerschied erlaubt eine größere Menge an erzeugter Energie. Unterschieden wird zwischen drei verschiedenen Wasserkraftwerken:

  • Kleinkraftwerke nutzen kleinere Wassermengen und Fallhöhen und haben eine geringere Leistung.
  • Speicherkraftwerke nutzen das hohe Gefälle und die Speicherkapazität von Talsperren und Bergseen.
  • Laufwasserkraftwerke nutzen niedrigere Fallhöhen und die Strömung eines Flusses oder Kanals.

Wasserkraftwerk Vor- und Nachteile

Wasserkraftwerk Vorteile

  • Nutzung erneuerbarer Energiequelle
  • Schonung fossiler Energieträger tut Umwelt Gutes
  • Unabhängigkeit von Wetter und Zeit
  • Vielseitigkeit: Stromproduktion, Hochwasserschutz, Trinkwasserspeicherung
  • Strom aus Wasserpumpspeichern kann gespeichert werden
  • Ausgereifte, zuverlässige Technologie mit langer Nutzungsdauer

Wasserkraftwerk Nachteile

  • Negativer Einfluss auf das ökologische Gleichgewicht von Flüssen
  • Reduzierte Fließgeschwindigkeit vermindert Sauerstoffkonzentration
  • Großflächige Zerstörung bei Dammbrüchen möglich
  • Eingriff in Lebensräume von Fischen und Wasserpflanzen und Störung des Grundwasserhaushaltes
  • Flächenverbrauch und mögliche Umsiedlung von Bewohnern notwendig

Windkraft in Deutschland - Vor- und Nachteile

Bei den nahezu 30.000 installierten Onshore-Windkraftanlagen in Deutschland erstaunt es nicht, dass 2019 die Winkdraft die wichtigste Stromquelle der erneuerbaren Energien ausgemacht hat. Die Stromerzeugung durch Windkraft ist im Vergleich zu anderen erneuerbaren Energien eine der vielversprechendsten, da mit ihr bereits nach ungefähr sechs Monaten so viel Energie produziert werden kann, wie für die Herstellung, Betrieb und Entsorgung der Anlage aufgewendet werden muss.

Vor- und Nachteile Windkraft

Argumente für Windkraft

  • Windenergie schont die Umwelt
  • Windenergie ist theoretisch immer verfügbar
  • Schaffung neuer Arbeitsplätze
  • Viele potenzielle Flächen, vor allem Offshore
  • Schnelle Amortisierung der Investitionskosten
  • Eigene Stromproduktion verringert Importkosten

Argumente gegen Windkraft

  • Unzuverlässigkeit aufgrund Wetterabhängigkeit
  • Laute Geräusche der Windkraftwerke
  • Windenergie lässt sich nicht speichern

Wie funktioniert eine Windkraftanlage?

Windkraft

Für die Erzeugung von Windkraft werden Windkraftanlagen an Land (onshore) oder auf See (offshore) eingesetzt. Ähnlich wie bei der Wasserkraft, bei der eine Turbine durch Wasser angetrieben wird, wird bei der Erzeugung von Windkraft ein Rotor mit Wind angetrieben.

Diese mechanische Energie wird dann, genauso wie bei der Wasserkraft, mithilfe eines Generators in elektrische Energie umgewandelt. Je größer die Windkraftanlage, desto größer die Menge an Energie, die produziert werden kann. Mehrere Windkraftanlagen beieinander werden als Windparks bezeichnet.

Windkraft für Zuhause Dank Mikro- oder Mini-Windkraftanlagen, ist Windkraft für Zuhause ein möglicher Schritt in Richtung Unabhängigkeit von Energieanbietern. Aufgrund der Witterungsverhältnissen, kombinieren diese Windkraftanlagen für Zuhause bestens mit einer Photovoltaikanlage. Hierdurch können Sie sich vor Strompreiserhöhungen der Versorger schützen und tun obendrein etwas Gutes für die Umwelt.

Sonnenkraft

Sonnenkraft, auch als Sonnenenergie oder Solarenergie bekannt, bezieht seine Energie aus der Kraft der Sonne. Diese Kraft kann mithilfe von Solaranlagen gewonnen werden und entweder zur Stromerzeugung oder Wärmeerzeugung eingesetzt werden. Solaranlagen für die Stromerzeugung werden Photovolatik-Anlagen genannt, solche zur Wärmeerzeugung Solarthermie-Anlagen. Sie beide bestehen aus Solarplatten, welche wiederum aus Solarzellen bestehen. Obwohl sich beide Anlagen optisch ähneln, unterscheiden sie sich in ihren Funktionsweisen.

Sonnenkraft

Photovoltaik-Anlagen erzeugen durch die Sonnenbestrahlung Gleichstrom, welcher mithilfe eines Wechselrichters in Wechselstrom umgewandelt wird. Der erzeugte Strom kann direkt für den Eigenverbrauch im Haushalt verwendet im Gegenzug zu einer Einspeisvergütung ins öffentliche Netz eingespeist werden. Für mehr Details über die Umwandlung von Sonnenlicht in elektrische Energie lesen Sie am besten in unserem Artikel über Photovoltaik nach.

Photovoltaik FörderungDie Photovoltaik Förderung findet in Deutschland durch das EEG statt und bezieht sich auf Photovoltaik-Anlagen. Die Einspeisevergütung ist je nach Größe der Anlage unterschiedlich, gilt ab dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme und für eine Zeitspanne von 20 Jahren. Ebenfalls vergeben werden Photovoltaik Kredite, um die Anschaffungskosten zu verringern.

Sonnenkraft

Solarthermie-Anlagen besitzen Solarplatten mit einer Wärmeträgerflüssigkeit. Diese wird durch die Sonnenbestrahlung aufgewärmt und an einen Wärmeübertrager abgegeben, bevor sie in einem nächsten Schritt an einen Wärmespeicher weitergeleitet wird. Die erzeugte Wärme kann etweder für die Warmwasseraufbereitung oder zur kombinierten Heizungsunterstützung im Haushalt verwendet werden.

Schließlich gibt es auch Solarkraftwerke, welche aus einem Teil zur Wärmeerzeugung und einem anderen Teil zur Stromerzeugung bestehen. Geeignete Standorte für solche Kraftwerke sind sonnenintensive Zonen der Erde, da direkte Sonnenbestrahlung genutzt werden muss. Deutschland ist aufgrund des hohen diffusen Anteils der Sonnenbestrahlung und der generell niedrigeren Einstrahlung nicht gut für solche Kraftwerke geeignet.

Strom fürs Elektroauto? Unsere Energieexperten helfen Ihnen bei der Tarifauswahl und übernehmen für Sie die Anmeldung unter 089 380 388 88 . Der kostenlose Energiemarie by Selectra Service steht für Sie von Montag bis Freitag von 8:00 bis 19:00 Uhr zur Verfügung.

Erdwärme

Erdwärme wird auch Geothermie genannt. Die Erdwärme wird aus dem Erdinneren gewonnen, indem man unter die Erdoberfläche vordringt; je tiefer man gelangt, desto höher die Temperaturen und dementsprechend die Energiegewinnung. Verschiedene technische Verfahren werden dazu verwendet:

  1. Die oberflächennahe Geothermie bohrt bis 400 Meter in die Tiefe. Sie wird meistens mithilfe von Wärmepumpen genutzt und ist damit auch für Privatpersonen zugänglich, um mit Warmwasser, Heizwärme und Kälte versorgt zu werden.
  2. Bei geothermischen Systemen wird warmes Wasser bis 4.500 Meter aus der Tiefe genutzt.
  3. Tiefe oder petrothermale Geothermie nutzt Wärme aus tiefem Gestein 5.000 Meter im Erdinnern. Da das Temperaturniveau hoch genug ist, kann die Wärme zur Stromerzeugung genutzt werden. Solche Anlagen werden durch das EEG gefördert.

Der wohl größte Vorteil der Geothermie ist, dass sie nicht von Wettereinflüssen abhängig ist und deshalb über das ganze Jahr hinweg umweltfreundlichen Strom liefern kann. Unter anderem hat auch deshalb hat das Umweltbundesamt der Erdwärme als erneuerbare Energie ein beachtliches Potenzial zugeschrieben, das bis 2050 noch ausgeschöpft werden soll.

Erdwärme Vor- und Nachteile

Erdwärme Vorteile

  • Erdwärme kann rund um die Uhr genutzt werden
  • Erdwärme ist vom Wetter unabhängig
  • Erdwärme ist unabhängig bei Preisschwankungen von Erdöl
  • Bei der Nutzung der Erdwärme entsteht kein Abfall
  • Erdwärme ist auf der ganzen Welt vorhanden
  • Erdwärme verfügt über einen unerschöpflichen Vorrat

Erdwärme Nachteile

  • Hohe Erschließungskosten für Privathaushalte
  • Tiefe Erdbohrungen für Heizwerke können Erdrutsche verursachen
  • Der Bau von Heizwerken ist sehr teuer
  • Die Anschaffungskosten einer Erdwärmepumpe können bis zu 12.000 € betragen

Biomasse

Biomasse kann aus unterschiedlichen Rohstoffen in Energie umgewandelt werden. Im Bereich der Landwirtschaft zum Beispiel aus angebauten Pflanzen, in der Forstwirtschaft aus Reststoffen wie Gebrauchtholz oder generell aus biogenem Abfall aus der Land- und Forstwirtschaft, Haushalten und Industrie. Die Bioenergie stellt derzeit den mengenmäßig größten Anteil unter den erneuerbaren Energien in Deutschland zur Verfügung.

Vielfältige Biomasse Biomasse kann als Gas, Flüssigkeit oder in fester Form zur Verfügung gestellt werden. Je nachdem erfüllt es verschiedene Zwecke und kann in verschiedenen Sektoren eingesetzt werden: Im Verkehr als Treibstoff, in Haushalten als Heizwärme, in der Industrie als Prozesswärme und zur Stromerzeugung.

Vor- und Nachteile erneuerbarer Energien

Biomasse Vor- und Nachteile

Biomasse Vorteile

  • Stärkung der örtlichen Wirtschaft durch regionale Strom- und Wärmequelle.
  • Reduzierung der Abhängigkeit von Erdöl, Kohle, Uran oder Erdgas.
  • Keine Umweltrisiken durch Transport und Lagerung.
  • Die Verfügbarkeit der Rohstoffe ist dauerhaft.
  • Keine äußere Einflüsse auf Strom- oder Wärmeproduktion.

Biomasse Nachteile

  • In Deutschland steht eine begrenzte Ackerfläche zur Verfügung.
  • Ackerflächen konkurrieren mit denjenigen der Nahrungsmittelproduktion und mit dem Schutz von Ökosystemen.
  • Die CO2 Bilanz der Biomasse ist im Vergleich zu anderen regenerativen Energiequellen schlecht: Bei der Verbrennung von Biomasse entsteht deutlich mehr CO2 als bei Sonnen- oder Windenergie.

Biogas

So wie Biomasse, gehört Biogas zu den Bioenergien. Biogas ist ein brennbares und energiereiches Gasgemisch. Es entsteht durch die Vergärung von biologischen Materialien in Biogasanlagen und ist eine 100 % klimaneutrale Alternative zu konventionellen Erdgas.

Dank seiner Eigenschaften kann Biogas sowohl zur Strom-, als auch zur Wärmeerzeugung eingesetzt werden. Aber auch als klimaneutraler Kraftstoff in Fahrzeugen, kann Biogas eingesetzt werden.

Es gibt viele klimafreundliche Gasanbieter die bereits diese umweltweltfreundliche Alternative zu Erdgas anbieten. Meistens wird bei diesen Anbietern entweder eine Mischung aus Erd- und Biogas oder reines Erdgas angeboten. Handelt es sich um reines Erdgas, werden dessen CO2-Emissionen durch diverse Klimaschutzprojekte ausgeglichen.

Sie sind an Ökogas interessiert?Unsere Energieexperten helfen Ihnen bei der Tarifauswahl und übernehmen für Sie die Anmeldung unter 089 380 388 88 . Der kostenlose Energiemarie by Selectra Service steht für Sie von Montag bis Freitag von 8:00 bis 19:00 Uhr zur Verfügung.

Erneuerbare Energie Vor- und Nachteile

Wie alle Energieträger weisen auch erneuerbare Energien Vor- und Nachteile auf. Zu den gemeinsamen Vorteilen gehört sicherlich ihre Unerschöpflichkeit wie auch die CO2 freie Energieerzeugung. Doch was macht jede einzelne erneuerbare Energie aus? Lesen Sie weiter, um sich über die spezifischen Vor- und Nachteile von Wasserkraft, Windkraft, Sonnenkraft, Erdwärme und Biomasse zu informieren.

Erneuerbare Energie: Vor- und Nachteile
Erneuerbare Energie Vorteile Nachteile
Wasserkraft
  • Unabhängigkeit von Wetter und Zeit
  • Strom aus Wasserpumpspeichern kann gespeichert werden
  • Aufgestaute Flüsse sind besser schiffbar
  • Hoher Wirkungsgrad von ca. 85-90 %
  • In Deutschland kein großes Wachstumspotenzial
  • Eingriff in Lebensräume von Fischen und Wasserpflanzen und Störung des Grundwasserhaushaltes
  • Flächenverbrauch und mögliche Umsiedlung von Bewohnern notwendig
Windkraft
  • Tag und Nacht und über das ganze Jahr verfügbar
  • Eigene Stromproduktion verringert teure Importe
  • Schnelle Amortisierung der Investitionskosten
  • Gebrauchte Fläche zur Energiegewinnung ist minimal
  • Unzuverlässigkeit aufgrund Wetterbahängigkeit
  • Laute Geräusche der Windkraftwerke
  • Gefahr für Tierwelt, insbesondere Vogelschwärme
  • Windenergie lässt sich nicht speichern, sondern nur direkt in Strom umwandeln
Sonnenkraft
  • Unabhängigkeit von Energieanbietern
  • Kann nicht nur Strom, sondern auch Warmwasser und Heizwasser erzeugen
  • Sparen von Strom- und Heizkosten
  • Einspeisevergütung und staatliche Förderung sorgen für Abhilfe bei den Kosten
  • Für Solarkraftwerke: Geringe Installations- und Wartungskosten
  • Abhängigkeit von Lage, Wetter und Jahreszeit
  • Hohe Anschaffungskosten
  • Wirkungsgrad von Anschaffungskosten abhängig
  • Lange Amortisierungszeit und begrenzte Lebensdauer
Erdwärme
  • Unabhängigkeit von Rohstoffpreisen
  • Dauerhafte Verfügbarkeit der Energiewärme
  • Einsetzbar für Wärme, Warmwasser, Kälte und sogar Strom
  • Großer Flächenbedarf und hohe Investitionskosten für den Bau von Erdwärmekraftwerken
  • Bohrungen müssen genehmigt werden, da es zu örtlichen Erdbeben kommmen kann
  • Bei tieferen Lagen für die Energiegewinnung sinken Wirkungsgrade
Biomasse
  • Vielseitige Einsatzmöglichkeiten
  • Keine äußere Einflüsse auf Strom- oder Wärmeproduktion
  • Keine Umweltrisiken durch Transport und Lagerung
  • Riesige Ackerflächen für Energiepflanzen notwendig
  • Ackerflächen konkurrieren mit denjenigen der Nahrungsmittelproduktion und mit dem Schutz von Ökosystemen
  • Herstellung und Anbau mit schädlichen Emissionen verbundenn, teils auch höher als bei fossilen Brennstoffen

Artikel der Rubrik Umwelt