Einen Heizölkessel kaufen - Kosten und Alternativen

Fast ein viertel aller Deutschen heizen mit Ölheizungen, diese sind jedoch umweltunfreundlich und sind technisch meistens überholt. Das Herz der Ölheizung ist der Ölheizkessel in welchem das Öl verbrannt wird um das Heizwasser zu erwärmen. Lesen Sie hier über das zukünftige Ölheizungs Verbot und welche umweltschonende Alternativen Sie haben um die Lebensspanne Ihres Ölheizkessels zu verlängern.


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Was ist ein Ölheizkessel?

Ölheizkessel

Der Ölheizkessel ist neben dem Öltank einer der wichtigsten Bestandteile einer Ölheizung. Wie der Name schon sagt, werden diese Arten von Heizkesseln mit Heizöl betrieben, welches aus einem Tank (entweder unterirdisch oder oberirdisch) auf Ihrem Grundstück kommt.

Dies ist eine berechtigte Option für viele ländliche Kunden, die weit von Gasnetzen entfernt sind, sich aber auf regelmäßige Heizöllieferungen verlassen können. Im Ölheizkessel wird das Heizöl verbrannt und somit wird Wärme und Warmwasser produziert.

Bei Ölkesseln ist besonders zu beachten, dass Ablagerungen, die während des Verbrennungsprozesses entstehen, verhärten und wichtige Komponenten des Kessels zerstören können - daher ist es besonders wichtig, Ihren Ölkessel einmal im Jahr warten zu lassen.

Dank der höheren Energiedichte von Öl (im Vergleich zu Erdgas) sind sie in der Lage, einen Wirkungsgrad von mindestens 95% zu erreichen, wenn es darum geht, Brennstoff in Wärme umzuwandeln.

Ölkessel-Varianten: Mit und ohne Hilfsenergie

Es gibt drei verschiedene Kessel Varianten die zur Raumheizung und Warmwasserbereitung eingesetzt werden können, Standard-, Niedertemperatur und Brennwertkessel. Laut Heizungsverordnung dürfen Standardkessel (oder auch Konstanttemperaturkessel genannt) nicht mehr neu eingebaut werden, es gibt diese nur noch im Bestand. Diese Art von Heizkessel sind technisch überholt und durch den hohen Wärmeverlust sehr ineffizient.

Ein Niedertemperaturkessel hingegen ist eine effizientere Alternative, dadurch dass das Heizwasser im Kreislauf auf viel niedrigeren Temperaturen erwärmt wird. Ölheizkessel mit Brennwerttechnik sind die modernste Lösung. Diese schöpfen Energie auch aus dem Wasserdampf was in den Abgasen beinhaltet ist und hat somit kaum einen Energieverlust.

Bei Heizöl extraleicht (EL) liegt der Flammpunkt bei 55°C, das bedeutet Öl muss erwärmt werden um zu brennen. Um das Öl im Heizkessel zu erwärmen kann man Ölbrenner mit und ohne Hilfsenergie benutzen. Bei Ölbrenner ohne Hilfsenergie wird in speziellen Ölöfen allein durch einer Zündflamme und einem speziellen Docht (oder einem Ölofenanzünder) das Öl auf die notwendige Temperatur gebracht.

Bei Ölbrenner mit Hilfsenergie wird das Öl meistens elektrisch vorgewärmt, die eigentliche Zündung erfolg mit einem Hochspannungsfunken. Ölbrenner mit elektrischer Hilfsenergie sind die meist benutzten und können mit erneuerbaren Energiequellen wie Photovoltaik kombiniert werden.

Wie funktioniert ein Ölheizkessel?

Eine Ölheizung besteht aus einem Tank, dem Ölkessel und der Heizungsregelung. Das Öl gelangt vom Tank in den Heizkessel, im Kessel wird das Öl mit dem Ölbrenner verbrannt und hierdurch entsteht Wärme.

Der Wärmetauscher (auch im Ölheizkessel vorhanden) überträgt diese Wärme auf das Heizwasser und über die Heizungsrohre gelangt das warme Heizwasser über das ganze Gebäude verteilt. Dank der höheren Energiedichte von Öl (im Vergleich zu Erdgas) ist dieser Brennstoff in der Lage, einen Wirkungsgrad von mindestens 95% zu erreichen. Der ölbefeuerte Kessel kann sehr schnell Wärme erzeugen, was ihn ideal für große Flächen macht. Er ist völlig autonom und hängt nicht von einem Verteilungsnetz ab.

Allerdings muss ein Ölheizkessel Brennstoff in einem Tank mit großem Fassungsvermögen bevorraten, entweder im Haus oder im Freien, und dieser Tank muss regelmäßig von einem Öltanker aufgefüllt werden. Es handelt sich außerdem um eine recht kostspielige Investition, die zudem die Umwelt belastet, da Öl eine nicht erneuerbare Energiequelle ist.

Welche Brennstoffe können in einem Ölheizkessel verbrannt werden?

Ölheizungen werden mit Heizöl betrieben, diese werden je nach Zusammensetzung und Qualität in zwei Varianten unterschieden:

  • Schwefelarmes Heizöl (EL)
  • Bio-Heizöl

Schwefelarmes Heizöl ist der meistgenutzte Brennstoff der in Ölheizungen verwendet wird, dieser wird aus Erdöl hergestellt. Diese Heizöl Variante verbrennt sauberer als herkömmliches Heizöl und mindert somit Wartungen der Heizung. Einige Gasanbieter bieten auch klimaneutrales Heizöl an, in diesen werden die CO2-Emissionen durch Klimaschutzprojekten ausgeglichen. Hierfür wird ein Preisaufschlag angefordert, da Heizöl jedoch niemals CO2-neutral verbrennt ist dieser Ausgleich lediglich virtuell vorhanden.

Die umweltfreundlichere Alternative ist das Bio-Heizöl, es handelt sich zwar weiterhin um schwefelarmes Heizöl diesem wird jedoch ein Anteil an erneuerbaren Rohstoffen beigemischt. Generell wird das Bio-Heizöl aus Raps-, Soja- oder Sonnenblumenöl und Methanol erzeugt. Bei älteren Ölheizungen können spezielle Maßnahmen erforderlich sein um diesen Bio-Öl einsetzten zu können.

Ölheizkessel kaufen - Welche Kosten fallen an?

Bei erneuerung oder neukauf eines Ölheizkessels kommen verschiedene Preisfaktoren auf Sie zu. Je nach Umfang und Umsetzung des Kessels kann dieser zwischen 3.000 bis 6.000 € kosten. Weitere Faktoren die den Preis bestimmen sind zum Beispiel wie viel Platz Sie im Keller haben, außerdem ist eine Schornsteinsanierung bei einer Brennwerttechnik nötig. Auch Installation und regelmäßige Wartung müssen hinzugerechnet werden. Da Öl ein fossiler Brennstoff ist, kann (und wird auf Grund der Knappheit) der Preis mit der Zeit steigen.

Durch die Erneuerung oder dem Wechsel zu einem Ölheizkessel mit Brennwerttechnik, können trotz Schornsteinsanierung Kosten durch eine höhere Energieeffizienz eingespart werden. Durch einen zusätzlichen Einbau einer Solarthermie zur Warmwasserbereitung oder Heizungsunterstützung machen Sie Ihr Zuhause zudem umweltfreundlicher. Unten haben wir für Sie einen Kostenplan für eine Ölheizung mit erstellt für ein Einfamilienhaus mit ca 120 m³.

Beispiel-Rechnung
Bauteil Kosten (ohne Installation)
Ölheizkessel mit Brennwerttechnik 5.000 - 6.000€
Schornsteinsanierung 800 - 1.000€
Warmwasserspeicher 1.000 - 1.500€
Photovoltaik ca 8.000€
Gesamtpreis 14.800 - 16.300€

Lohnt es sich einen gebrauchten Ölheizkessel zu kaufen?

Ölheizungskessel kaufen

Eine Heizungssanierung ist mit hohen Kosten verbunden, deshalb erwägen viele Hausbesitzer einen gebrauchten Ölheizkessel zu kaufen. Dies kann anfangs zwar Geld sparen wir auf der Länge jedoch teurer als ein Neukauf.

Auf Online-Seiten wie ebay de findet man bereits Angebote unter 500€ für einen gebrauchten Ölheizkessel. Wenn man Transport, Montage und Zubehör hinzu rechnet, zahlen Sie knapp über 1.000€, das ist sehr günstig im Vergleich zu einem neuen Kessel.

Leider kann man bei gebrauchten Ölheizkesseln den Zustand aber nur gering einschätzen und die Heizkosten sind weit über denen eines neuen Geräts. Durch der fehlenden Garantie können regelmäßige Schäden aufkommen in denen Ersatzteile nicht immer auffindbar sind und zudem meistens teuer ausfallen.

Hinzu kommen die Kosten eines Installateurs und die kürzere Lebensspanne im Vergleich zu einem modernen Heizkessel. Sollten Sie mit den Gedanken spielen einen gebrauchten Heizkessel zu kaufen, sollten Sie bedenken dass der Verkäufer diesen Ölheizkessel wahrscheinlich nicht Grundlos verkauft.

Unser Fazit ist - Es lohnt sich nicht einen gebrauchten Ölheizkessel zu kaufen. Obwohl die niedrigen Preise Sie reizen können, können sich diese oftmals als Falle erweisen und als viel teurer als eine neuer Ölheizkessel herausstellen.

Ölheizungs Verbot - Ölheizkessel Alternativen

Im Oktober 2019 hat die Bundesregierung das neue Klimapaket 2030 beschlossen. In diesen werden Energiesparmaßnahmen für die Reduzierung von CO2-Emissionen um 55 Prozent vorgesehen. Enthalten ist ein Ölheizung Verbot, das ab 2026 in Kraft treten soll und den Kauf von neuen Ölheizungen betrifft.

Heizen Sie aktuell mit einer Ölheizung können Sie dies trotz Verbot weiterhin tun. Allerdings besteht unter der Energieeinsparverordnung eine Austauschpflicht für Heizungen, die älter als 30 Jahre sind.

Ein Austausch des alten Ölkessels mit einem der moderne Brennwerttechnik nutzt, lohnt sich generell, denn so können Sie rund 30 Prozent Energie sparen. Ab 2026 dürfen jedoch nur noch Hybridsysteme installiert werden, die erneuerbare Energien wie zum Beispiel eine Wärmepumpe kombinieren. So bekommen Sie zehn Prozent extra vom BAFA, wenn Sie Ihren alten Ölheizkessel gegen einen neuen regenerativen Wärmeerzeuger oder gegen eine Hybrid Heizung tauschen.

Alternativen zum Ölheizkessel

Als Alternative für den alten Ölheizkessel bietet es sich an den Brennstoff auf Erdgas oder Flüssiggas umzustellen. Hier entstehen Kosten für die Demontage und Ausbau von Ölheizkessel und Öltank, diese können bis zu 1.500€ steigen. Auf einem längeren Zeitraum lohnt sich diese Investition auf jeden Fall da sowohl Flüssiggas als auch Erdgas kostengünstiger als Heizöl sind. Bei Flüssiggas haben Sie zudem die Option den Tank zu mieten und so hohen Kosten vermeiden zu können.

Eine weitere Option ist es dem Ölheizkessel einen Pelletbrenner hinzuzufügen. In diesem Fall sind keinen weiteren Maßnahmen notwendig, Sie brauchen keinen neuen Heizkessel denn der Pelletbrenner kann bereits in etwa 2 Stunden beginnen zu arbeiten. Zudem können Sie den Öltank für die Lagerung der Pellets nutzen. Der einzige Unterschied zum herkömmlichen Nutzen des Ölheizkessels ist, dass Sie ab sofort alle wenigen Wochen die Asche im Kessel entfernen müssen.

Dadurch das Sie aber zu einer Klimafreundlichen Option wechseln können Sie eine BAFA Förderung von bis zu 45% anfordern. Mehr information zu den verschiedenen Heizungen finden Sie in unserem Artikel über Heizungsvarianten.

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