ENERGIELEXIKON: Definitionen rund um das Thema Energie

Netzentgelte, kWh, Wärmepumpe, Arbeitspreis - zahlreiche Begriffe im Zusammenhang mit der Stromrechnung und dem Anbietervergleich sind nicht jedem Kunden sofort geläufig. Damit diese und andere Fachbegriffe für Sie einfach verständlich sind, haben wir die wichtigsten Definitionen mit kurzen und knappen Erläuterungen für Sie auf dieser Seite Energie Info zusammengestellt. Um detaillierte Informationen und Hintergrundberichte zu den einzelnen Fachwörtern zu erhalten, können Sie zudem auf die einzelne Begriffe klicken. Die Verlinkung wird Sie direkt weiterleiten.


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Arbeitspreis

Der Arbeitspreis ist der reine Strom- oder Gaspreis, der je verbrauchter Kilowattstunde zu entrichten ist. Die Angabe des Arbeitspreises erfolgt in Cent pro Kilowattstunde (Cent/kWh). Der Arbeitspreis wird auch als Verbrauchspreis bezeichnet, denn er ist der variable Teil auf einer Strom- oder Gasrechnung. Je nach Energieverbrauch kann der Arbeitspreis steigen oder fallen. Allgemein gilt: Je höher der Energieverbrauch, desto niedriger der Arbeitspreis.

Der Arbeitspreis bildet zusammen mit der Grundgebühr den Strompreis. Im Gegensatz zum Arbeitspreis ist die Grundgebühr ein konstanter Teil, der monatlich entrichtet wird. Die Zusammensetzung des Arbeitspreis ist komplex, sodass die Höhe und Schwankungen von unterschiedlichen Faktoren abhängen. Allgemein setzt sich der Arbeitspreis aus den steuerlichen Abgaben an den Staat, den Netzentgelten an den Netzbetreiber und den Kosten für Beschaffung und Vertrieb an den Energieanbieter zusammen.


CO2-Steuer

CO2 Steuer, auch Kohlenstoffsteuer, wird ab Januar 2021 vom Staat auf CO2-Emissionen erhoben. Ziel dieser Steuer ist es, Verbraucher auf die Nutzung umweltfreundlicher Energien zu bringen und dadurch globale Umweltauswirkungen, verursacht durch CO2-Emissionen, zu verringern.

Verbraucher müssen daher ab 2021 mit höheren Energiepreisen rechnen. Die Bundesregierung wird graduell die Preise pro Tonne CO2-Emissionen bis 2025 erhöhen. 2021 wird der Verbraucher 25 € pro Tonne CO2-Emissionen zahlen und 2025 bereits 55 € pro Tonne CO2-Emissionen.


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EEG-Umlage

Erneuerbare-Energie-Umlage, EEG-Umlage, finanziert den Ausbau der Erneuerbaren Energien. Die EEG-Umlage wird an den Staat abgeführt, der damit die Wende weg von fossilen hin zu erneuerbaren Energieträgern finanziert.

Die EEG-Umlage bildet einen Teil der Arbeitspreises. Denn der Arbeitspreis (Cent/kWh) besteht zu einem Teil aus den Kosten fĂĽr die Beschaffung und Vertrieb des Energieanbieters, der NetzgebĂĽhr und den Steuern, Abgaben und Umlagen (EEG-Umlage).


Ersatzversorgung

Bei der Ersatzversorgung handelt es sich um eine gesetzliche Anordnung, die die nahtlose Energieversorgung der Haushalte sichert. Die Ersatzversorgung kann eintreten, wenn ein Energieversorger das Recht auf Netznutzung verliert oder ein Anbieterwechsel mehr Zeit in Anspruch nimmt als gedacht.

Die Ersatzversorgung ist Teil der Grundversorgung, denn in den meisten Fällen ist der Grundversorger für die Ersatzstrom- oder Ersatzgaslieferung zuständig.


FlĂĽssiggas - LPG

Flüssiggas ist ein natürliches Nebenprodukt der Erdölraffinierie. Flüssiggas wird zur Wärmeerzeugung (Heizen, Kochen), als Kraftstoff (Autos) und als Kältemittel (Klimaanlage) verwendet. Flüssiggas heißt im Englischen LPG - Liquefied Petroleum Gas. LPG wird oftmals als Synonym in der Automobilbranche für Autogas verwendet.

Wenn Flüssiggas zum Heizen eingesetzt wird, so enthält es zum größten Teil Propan und Butan. Da Flüssiggas bereits unter sehr leichtem Druck flüssig wird, kann es besonders gut transportiert und gelagert werden. Beispiel: 1000 Liter Flüssiggas (gasförmig) werden zu 4 Liter Flüssiggas (flüssig). Flüssiggas wird entweder in Tanks oder Flaschen gekauft und gelagert.


Gewerbeschein

Alle Betriebe, die sich erfolgreich beim Gewerbeamt oder dem zuständigen Amt anmelden, erhalten einen Gewerbeschein. Bei dem Gewerbeschein handelt es sich um ein besiegeltes Dokument, welches zum Betreiben eines Gewerbes berechtigt. Bei der Anmeldung von Gewerbestrom oder Gewerbegas verlangen manche Energieanbieter das Vorlegen eines Gewerbescheins.


GrundgebĂĽhr

Die GrundgebĂĽhr und der Arbeitspreis bilden zusammen den Energiepreis - Strompreis oder Gaspreis. Die gesamte Energierechnung wird anhand des Energiepreises und des Energieverbrauchs ermittelt. Unter einer GrundgebĂĽhr versteht man den Preis des Energieanbieters fĂĽr die Lieferung der Energie, die Erstellung von Rechnungen und das Service-Angebot.

Die Grundgebühr, auch als Grundpreis bekannt, ist ein feste Gebühr, die je nach Energieanbieter und Energietarif anders ausfallen kann. Es handelt sich um eine monatliche Pauschale, die unabhängig vom Energieverbrauch ist.


Grundversorger

Der Grundversorger garantiert die Daseinsversorgung der Bevölkerung. Unter Daseinsversorgung versteht man die Versorgung der Menschen mit allen notwendigen Gütern. Grundversorger Strom oder Grundversorger Gas garantieren, dass Menschen mit Energie zu Allgemeinen Preisen und Allgemeinen Bedingungen beliefert werden.

Der Grundversorger springt dann ein, wenn ein privater Energieanbieter insolvent geht oder wenn Kunden sich nicht selbstständig um Strom- und Gasanmeldung kümmern. Pro Region gibt es immer nur einen Grundversorger und das ist derjenige Energielieferant, der die meisten Kunden in einem Netzgebiet mit Strom und Gas versorgt.


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Kilowattstunden - kWh

In Kilowattstunden wird unser Strom- oder Gasverbrauch angegeben. Die Kilowattstunde, abgekĂĽrzt als kWh, zeigt an wie viel Energiemenge bei einer Leistung von einem Kilowatt innerhalb von einer Stunde umgesetzt wird.

Die Berechnung der kWh kann anhand eines elektrischen Geräts verdeutlicht werden. Nehmen wir an Sie haben eine Lampe mit der Leistung von 1 Watt. Sie multiplizieren die Leistung 1 Watt mit der Zeit, welche die Lampe läuft. Sie erhalten Wh. Jetzt müssen Sie nur noch durch 1000 teilen und erhalten den Stromverbrauch in Kilowattstunden.


Kraft-Wärme-Kopplung

Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) ist ein Verfahren bei dem gleichzeitig mechanische Energie und nutzbare Wärme erzeugt wird. Bei der sogenannten Verkopplung wird in den meisten Fällen die mechanische Energie in elektrischen Strom und die Wärme in Heizwärme umgewandelt.

Anders als bei konventionellen Verbrennungsmotoren nutzt die KWK-Anlage die entstandene Abwärme und speist diese in ein angeschlossenes Heizsystem. Kraft-Wärme-Kopplungs Anlagen können einen Nutzungsgrad bis zu 90% erreichen, das zu weniger Kraftstoffverbrauch und zur Reduzierung von Kohlenstoff-Emissionen führt.


Messentgelte

Messentgelte werden vom Messstellenbetreiber erhoben. Der Messstellenbetreiber kümmert sich um den Einbau, Wartung und Ablesung von Messgeräten, also den Stromzählern und Gaszählern, im Haushalt und erhebt daher für seinen Service eine Gebühr. Diese Gebühr wird als Messentgelt bezeichnet.

Normalerweise werden die Messentgelte auf der Strom- oder Gasrechnung unter Messstellenbetrieb bzw. Messung/Betrieb vermerkt. In den meisten Fällen ist der Messstellenbetreiber auch gleichzeitig der Netzbetreiber in einer Region.


Messstellenbetreiber

Wer Strom oder Gas Zuhause bezieht, der hat zwangsläufig auch Geräte, die den Verbrauch messen. Den Einbau, die Wartung und die Ablesung dieser Messgeräte (Stromzähler, Gaszähler) übernimmt der Messstellenbetreiber. In den meisten Fällen ist der örtliche Netzbetreiber gleichzeitig der Messstellenbetreiber. Folglich ist vielen Energiekunden der Begriff “Messstellenbetreiber” nicht geläufig.


Netzentgelte

Netzentgelte sind GebĂĽhren, die vom Netzbetreiber erhoben werden. Auch als Netznutzungsentgelte bezeichnet, dienen diese Netzentgelte zur Erhaltung, dem Betrieb und Ausbau von Strom- und Gasnetzen. Auf der Stromrechnung sind die Netzentgelte unter NetzgebĂĽhren aufgelistet.

Privathaushalte zahlen die Netzentgelte indirekt über ihren Energieversorger, der die Netzentgelte an den zuständigen Netzbetreiber weiterleitet. Gewerbekunden, ab einem bestimmten Energieverbrauch, müssen die Netzentgelte direkt an den Netzbetreiber überweisen.


Netzbetreiber

Ein Netzbetreiber stellt die Strom- und Gasnetze zur Verfügung. Dadurch kann die Energie - Strom- oder Gas - vom Energieversorger an den Endkunden gelangen. Neben der Bereitstellung von Netzen, kümmert sich der Netzbetreiber um deren Instandhaltung und die Strom- und Gasanschlüsse an Häuser.

In den meisten Fällen gehören auch die Stromzähler und Gaszähler dem Netzbetreiber und er liest diese ebenfalls ab. Es wird übrigens zwischen einem Stromnetzbetreiber und einem Gasnetzbetreiber unterschieden. Wie Sie Ihren Netzbetreiber lokalisieren und kontaktieren, finden Sie im Artikel Netzbetreiber.


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Smart Meter (Stromzähler)

Smart Meter gehören zur Kategorie Stromzähler. Stromzähler werden wiederum in analoge Stromzähler und digitale Stromzähler eingeteilt. Smart Meter zählen zu den digitalen Stromzählern.

Digitale Stromzähler teilen sich wiederum in moderne und intelligente Stromzähler auf. Smart Meter gehört den intelligenten Stromzählern an, da diese mit einem Kommunikationsmodul ausgestattet werden.

Smart Meter bzw. intelligente Stromzähler messen nicht nur den Energieverbrauch, sondern können auch die erhobenen Daten an den Stromversorger und den Netzbetreiber versenden. Beim Einbau der Smart Meter entstehen höhere Kosten, jedoch kann der Endverbraucher nicht immer dem Einbau widersprechen.


Stromzähler

Jeder Haushalt verfügt über einen Stromzähler, der den gesamten jährlichen Stromverbrauch aller elektrischen Geräte misst. Die Eigentümer von Stromzählern sind in der Regel Messstellenbetreiber. In den meisten Fällen ist der Netzbetreiber, der für eine Region zuständig ist, auch der Messstellenbetreiber.

Der Messstellenbetreiber ist für den Aufbau, Betrieb und die Wartung der Stromzähler zuständig. Jedem ist es freigestellt, den Messstellenbetreiber frei zu wählen und zu wechseln. In der Fachsprache als Elektroenergiezähler bezeichnet, misst der Stromzähler den Stromverbrauch in kWh. Anhand des Energieverbrauchs wird anschließend die Stromrechnung erstellt.


Stromzählernummer

Jeder Stromzähler verfügt über eine Stromzählernummer. Mit der Zählernummer kann die Verbrauchsstelle exakt zugeordnet werden. Die Stromzählernummer befindet sich auf dem Stromzähler und ist oft in der Nähe eines Barcodes oder Strichcodes angebracht. Der gängige Fehler bei der Ablesung der Stromzählernummer liegt in der Verwechslung mit dem Zählerstand. Den Zählerstand erkennt man an der Angabe der kWh.


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Wärmepumpe

Wärmepumpe stellt die umweltfreundliche und kostengünstige Heizungsalternative zu konventionellen Holz-, Öl- und Gasheizungen. Eine Wärmepumpe zeichnet sich durch die Verwendung der Umweltenergie, die in Luft, Wasser und Erde gespeichert ist.

Die thermische Energie steht kostenlos zur Verfügung und wird mit Hilfe von Sole-Wasser-Wärmepumpe, Wasser-Wasser-Wärmepumpe und Luft-Wasser-Wärmepumpe gewonnen. Mit der Installierung einer Wärmepumpe kann ein Beitrag zum Klimawandel geleistet werden, aber auch zur Reduzierung der Stromkosten führen.


Zählerstand

Der Zählerstand befindet sich auf dem Strom- oder Gaszähler und gibt den Stromverbrauch eines Haushaltes in kWh an. Normalerweise wird der Zählerstand einmal im Jahr abgelesen. Anhand der Kilowattstunden berechnet der Energieanbieter die jährlichen Energiekosten.

Der Zählerstand wird entweder vom Kunden, dem Energieanbieter oder dem Netzbetreiber bzw. Messstellenbetreiber abgelesen. Wer für die Ablesung des Zählerstandes verantwortlich ist, kann über den Energieanbieter erfahren werden.

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