Stromtarife: Unterschiede, Vorteile und Nachteile

Vertrag

Vor dem Unterschreiben: Tarife vergleichen.

Die Energiemarktliberalisierung bringt eine große Auswahl an Stromanbietern und Stromtarifen mit sich. Neben der Grundversorgung, die monatlich bezahlt wird und mit 14-tägiger Frist gekündigt werden kann, gibt es eine große Bandbreite neuer Angebote: Tarife mit Preisgarantie, Pakettarife, Ökostromtarife, Tarife mit Vorauskasse... Bewahren Sie die Übersicht und holen Sie sich hier Tipps.

  1. Was ist eine Preisgarantie bei Stromtarifen?
  2. Was sind Pakettarife?
  3. Stromtarife mit Vorauskasse
  4. Flexible Stromtarife: Zeiten, Kosten. Vorteile
    1. Wärmepumpentarife: Kosten & Preisvergleich
    2. Nachtstromtarife: Kosten & Vergleich von Strompreis
    3. Smart Meter: Wie verändern sie die Strompreise?
  5. Naturstrom: Ist grüner Strom teurer?
  6. Stromtarife vergleichen: Eine Anleitung

Was ist eine Preisgarantie bei Stromtarifen?

Vorsicht vor Mogelpackungen! Eine Preisgarantie sollte während der gesamten Mindestvertragslaufzeit gelten. Tipps und Wissenswertes zu Mindestvertragslaufzeit und Preisgarantien erfahren Sie unter
089 12089219.

Eine Preisgarantie, auch Preisfixierung genannt, schützt Sie vor Strompreiserhöhungen. Sie garantiert Ihnen, dass der Strompreis oder einzelne Preisbestandteile über einen bestimmten Zeitraum nicht steigen. Es gibt Preisfixierungen in drei verschiedenen Varianten: der Vollpreisgarantie, der eingeschränkten Preisgarantie und der abgeschwächtesten Form, nämlich der Energiepreisgarantie. Lesen Sie hier, was sich hinter diesen Begriffen verbirgt:

  • Vollpreisgarantie: Ein Stromtarif besteht aus verschiedenen Elementen - dem Verbrauchspreis, dem Grundpreis, Netzentgelten, Steuern und Abgaben. Eine Vollpreisgarantie umfasst alle diese Bestandteile. Das heißt: Der gesamte Stromtarif verändert sich über einen vereinbarten Zeitraum garantiert nicht. Selbst wenn Steuern erhöht werden, bemerken Sie das nicht auf Ihrer Stromrechnung, denn erhöhte Steuern werden nicht an Sie als Kunden weitergegeben. Ausgenommen ist allein die Mehrwertsteuer. Steuern und Abgaben haben sich in den letzten Jahren des Öfteren verändert - Daher bieten nur wenige Stromanbieter Tarife mit Vollpreisgarantien an. Wenn doch, ist der Gesamtpreis meistens höher als für weniger sichere Angebote.
  • Eingeschränkte Preisgarantie: Eingeschränkte Preisgarantien werden am häufigsten angeboten. Anbieter garantieren Ihnen bei Wahl eines solchen Tarifs, dass Verbrauchspreis, Grundpreis und Netzentgelte unverändert bleiben. Ausgenommen von dieser Art der Preisfixierung sind alle Preisbestandteile, die staatlich festgelegt werden - also Steuern, Abgaben und Mehrwertsteuer.
  • Energiepreisgarantie: Eine Energiepreisgarantie ist die abgeschwächteste Form der Preisgarantie. Sie bedeutet, dass nur der Energiepreis, also Grund- und Verbrauchspreis, garantiert unverändert bleiben.

Was sind Pakettarife?

Tipp: Einen Pakettarif sollten Sie nur wählen, wenn Sie Ihren Stromverbrauch sehr gut kennen. Eine umfangreiche Beratung dazu erhalten Sie unter 089 12089219.

Eines vorweg: Pakettarife sind selten zu empfehlen, nämlich nur dann, wenn Sie Ihren Verbrauch wirklich gut einschätzen können - Also wenn Sie in den vergangenen Jahren immer in etwa gleich viele kWh Strom benötigt haben und Sie auch nicht vorhaben, sich während der Vertragslaufzeit neue Elektrogeräte zuzulegen. Das hat folgenden Grund: Bei Pakettarifen geben Sie dem Stromlieferanten im Voraus bekannt, wie viele kWh Strom Sie benötigen werden. Für diese kWh-Zahl wird Ihnen dann ein - meist vergleichsweise günstiges - Angebot gemacht. Verbrauchen Sie mehr kWh Strom als ursprünglich angegeben, zahlen Sie hohe Aufschläge. Verbrauchen Sie weniger, bekommen Sie kein Geld zurück. Das ist kein Anreiz zum Energie-Sparen und damit auch nicht zu Umweltschutz. Überlegen Sie sich gut, ob sich ein Pakettarif für Sie auszahlt.

Stromtarife mit Vorauskasse

Tarife, bei denen Sie im Voraus bezahlen könnten, sind nur zu empfehlen, wenn Sie sicher sein können, dass der Stromlieferant, bei dem Sie Strom beziehen, nicht pleite geht. Wenn es sich also beispielsweise um einen großen Energieanbieter mit langer Geschichte handelt. Ansonsten laufen Sie Gefahr, im Voraus für Strom zu bezahlen, den Sie dann gar nicht bekommen. Stromtarife mit Vorauskasse eignen sich für Kunden mit einer negativen Schufa. Stromanbieter verzichten nämlich bei solchen Stromtarifen eher auf eine Schufa-Auskunft.

Vor- und Nachteile im Überblick
- Preisgarantie Pakettarife Tarife mit Vorauskasse
Vorteile weniger Risiko - eher geeignet für Kunden mit negativer Schufa
Nachteile kein Profitieren von sinkenden Strompreisen hohe Kosten bei Mehrverbrauch, kein Einsparungspotenzial bei weniger Verbrauch Risiko, für Strom zu bezahlen, den man bei Unternehmensbankrott nicht bekommt.

Beratung zu Stromtarifen und ihren Konditionen erhalten Sie unter 089 12089219.

Flexible Stromtarife

Wärmepumpentarife: Kosten & Preisvergleich

Eine Wärmepumpe holt sich - stark vereinfacht gesagt - die Wärme aus Wasser, Erde oder Luft in der Umgebung und wandelt sie in Heizwärme für Ihre Wohnräume um. Sie kann eine umwelfreundliche und sparsame Heizungsmethode sein. Für ihren Betrieb wird Strom benötigt. Als Besitzer einer Wärmepumpe können Sie einen herkömmlichen Stromtarif wählen, aber auch einen speziellen Stromtarif für Wärmepumpen. Wärmepumpenstrom ist oft günstiger als herkömmlicher Haushaltsstrom. Die Preise für Wärmepumpenstrom variieren aber stark von Stromanbieter zu Stromanbieter - Je nach Wohnort kann es sogar sein, dass ein herkömmlicher Stromtarif des einen Anbieters für Sie günstiger ist als der Wärmepumpentarif eines anderen.

Vergleich von Wärmepumpenstrom

Es kann außerdem sein, dass in Ihrem Wohngebiet gar kein Wärmepumpentarif angeboten wird. Bis 2007 waren örtliche Versorger (wie Stadtwerke) dazu verpflichtet, Strom für Wärmepumpen günstiger anzubieten. Diese Verpflichtung besteht nicht mehr, und einige Stromlieferanten haben die preiswerteren Wärmepumpentarife aus ihrem Angebot gestrichen. Viele Energieversorger bieten aber nach wie vor Wärmepumpenstrom an. Für einen Vergleich rufen Sie an: 089 12089219.

Nachtstromtarife: Kosten & Vergleich von Strompreis

Nachtstromtarife sind spezielle Tarife für den Stromverbrauch in der Nacht. Wenn Sie einen Nachtstromtarif beziehen möchten, benötigen Sie einen Zweitarifzähler, der in der Lage ist, zwischen dem Stromverbrauch am Tag und in der Nacht zu unterscheiden. Sie zahlen dann tagsüber einen höheren Preis pro kWh, den sogenannten Hochtarif, und nachts einen niedrigeren Preis, den sogenannten Niedertarif. Nachtstromtarife zahlen sich also vor allem dann aus, wenn Sie in der Nacht verhältnismäßig viel Strom verbrauchen. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn Sie eine Nachtspeicherheizung besitzen - Diese wird in der Nacht aufgeladen.

 

Vergleich von Nachtstromtarifen

Wie bei Wärmepumpenstrom gilt auch hier: Nachtstrompreise variieren stark von Anbieter zu Anbieter, manche Stromlieferanten bieten gar keine Nachtstromtarife an. Es kann auch genauso wie bei Wärmepumpenstrom der Fall sein, dass ein regulärer Stromtarif des einen Anbieters billiger ist als ein Nachtstromtarif des anderen Anbieters. Ob sich ein Nachtstromtarif auszahlt, hängt davon ab, wo Sie wohnen und wie viel Strom Sie nachts verbrauchen.

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Hoher Stromverbrauch in der Nacht? Tarifvergleich unter 089 12089219.

Zu welcher Zeit wird Nachtstrom geliefert?

In der Regel wird Nachtstrom in der Zeit von 22 bis 6 Uhr gemessen. Den Tagstromtarif bekommen Sie also von 6 bis 22 Uhr.

Smart Meter: Wie verändern sie die Strompreise?

Smart Meter sind intelligente Stromzähler. Sie messen Ihren Stromverbrauch in Echtzeit und übermitteln die Verbrauchsdaten dann in regelmäßigen, kurzen Abständen an Ihren Energieanbieter - in der Regel alle fünfzehn Minuten. Dagegen gibt es Datenschutzbedenken - Kritiker befürchten, dass Smart Meter gehackt werden könnten. So könnten unberechtigte Dritte über Ihren Smart Meter Einblick in Ihren Stromverbrauch bekommen, außerdem könnte die Stromversorgung gestört werden.

 

Vorteile der Smart Meter

Zu den Vorteilen von Smart Metern zählt die Transparenz: Sie können mithilfe der intelligenten Stromzähler jederzeit sehen, wie viel Strom Sie verbrauchen. Wenn Sie sich also beispielsweise ein neues Elektrogerät anschaffen und wissen möchten, wie viel mehr Sie deshalb monatlich verbrauchen beziehungsweise zahlen: Kein Problem, einfach nachsehen. Die neue Technologie hilft Ihnen damit, Kosten und Energie zu sparen - also auch die Umwelt zu schützen. Abgesehen davon fällt durch den Einsatz von Smart Metern ein jährlicher Fixtermin weg: das Melden des Zählerstandes. Er wird ohnehin automatisch an Ihren Stromversorger übermittelt.

 

Kosten für Smart Meter

Smart Meter sind relativ neu im Einsatz, werden aber in den folgenden Jahren in immer mehr Haushalten zum Einsatz kommen. Bis 2032 soll es keine herkömmlichen Stromzähler mehr in Deutschland geben. Ausgangspunkt für diese Entwicklung ist eine EU-Richtlinie, die zum Energiesparen anregen soll.
Viele Energieversorger bieten bereits eigene Tarife für Haushalte an, die mit Smart Metern ausgestattet sind beziehungsweise ausgestattet werden wollen. Meist bieten diese Tarife Anreize, dann mehr Strom zu verbrauchen, wenn die meisten Haushalte nur wenige Elektrogeräte nützen. So kann etwa der kWh-Preis nachts oder an Feiertagen günstiger sein. Wie Smart Meter Stromtarife insgesamt verändern, wird die Zeit zeigen. Die Entwicklung steht erst am Anfang. Klar ist, dass die Einrichtung smarter Netze Geld kostet - und es ist unwahrscheinlich, dass Verbraucher das nicht auf ihrer Rechnung bemerken werden.

Naturstrom: Ist grüner Strom teurer?

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Ökostrom kann günstiger sein als die Grundversorgung.

Ob grüner Strom teurer ist als herkömmliche Stromangebote, hängt davon ab, welchen Stromtarif Sie derzeit beziehen. Wenn Sie in der Grundversorgung sind, kann sich ein Wechsel zu einem Ökostromanbieter auszahlen. Die Grundversorgung ist nämlich dermaßen teuer, dass Naturstrom, solange Sie den richtigen Anbieter wählen, tatsächlich günstiger sein kann.

Ökostrom ist nicht gleich Ökostrom.

Sehen Sie sich Ökostromtarife am besten genau an. Einige konventionelle Stromlieferanten etikettieren Strom aus Kohle- oder Atomkraftwerken mit einem einfachen Trick zu grünem Strom um: Stromerzeuger, die Strom aus erneuerbaren Energien wie Wind oder Wasser herstellen, erhalten dafür (RECS beziehungsweise Renewable Energy Certificate System-) Zertifikate. Diese Bescheinigungen können sie an andere Stromerzeuger, wie eben Kohle- oder Atomstromerzeuger, verkaufen. Das ermöglicht deutschen Unternehmen, die Atom- oder Kohlestrom liefern, ihre konventionellen Angebote als grünen Strom zu vermarkten. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen möchten, wählen Sie einen reinen Ökostromanbieter.

Stromtarife vergleichen: Anleitung und Übersicht

Es gibt in Deutschland 1.300 Energielieferanten. Sie liefern teils bundesweit, teils nur in wenigen Netzen. So bewahren Sie den Überblick - egal ob Sie wegen eines Umzugs Strom anmelden oder an Ihrer jetzigen Adresse den Stromanbieter wechseln möchten:

  1. Suchen Sie Ihre aktuelle Jahresabrechnung für Strom.
  2. Sehen Sie nach, wie viel kWh Strom Sie jährlich verbrauchen.
  3. Suchen Sie am besten auch ältere Jahresabrechnungen.
  4. Ist Ihr Verbrauch über Jahre hinweg gleich geblieben?
  5. Notieren Sie sich Ihre Zählernummer und Ihren Zählerstand. Beides finden Sie auf Ihrem Stromzähler.
  6. Jetzt können Sie Strom anmelden beziehungsweise wechseln.
  7. Melden Sie sich unter 089 12089219 für die Stromanmeldung.
Anbieterwechsel

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