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Die Entwicklung des Strompreises in Deutschland

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Preisanstieg und -fall: Die Strompreisentwicklung in Deutschland

Der durchschnittliche Strompreis für Privathaushalte hat sich seit der Liberalisierung des Energiemarkts 1998 von ca. 14 Cent pro Kilowattstunde (kWh) auf mehr als 28 Cent/kWh mehr als verdoppelt. Steuern, Abgaben und Umlagen haben sich dabei fast verdreifacht. Damit ist Deutschland beim Energiepreis im absoluten europäischen Spitzenfeld und wird es 2017 auch bleiben. Im Folgenden erfahren Sie Genaueres über diese Kennzahlen, wie sie zusammenpassen und wie sich laut Prognose der Preis für Energie 2017 im Vergleich zu 2016 entwickeln wird.


Durchschnittlicher Strompreis in Deutschland seit 1998

Die Strompreise in Deutschland sind seit der Marktliberalisierung 1998 real und nominal stark gestiegen. Der nominale Anstieg des Preises für elektrische Energie beträgt 68%, der reale Anstieg 32%. Letzterer ist deflationiert und preisbereinigt in Preisen von 1998.

 

Quelle: statista

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Für eine durchschnittliche monatliche Stromrechnung für einen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 kWh verteuerten sich die Beschaffung, das Netzentgelt und der Vertrieb nominal aber nur um 2%. Real kosten diese Faktoren des Gesamtpreises sogar 20% weniger als 1998. Wesentlichen Anteil an der Erhöhung des Strompreises seit 1998 haben also Steuern, Abgaben und Umlagen. Diese stiegen nominal um sagenhafte 282%, real um 199%, starteten aber auf vergleichsweise niedrigem Niveau.

Entwicklung des Strompreises im Detail

Eine Detailansicht der Kosten ergibt ein interessantes Bild. Die Preise für Beschaffung und Vertrieb stiegen in den Anfangsjahren der Liberalisierung, haben seit 2009 aber wieder leicht abgenommen. Sie lagen 2016 bei 6,26 cent/kWh. Für den stärksten Anstieg und somit hauptverantwortlich für allgemein hohe Strompreise zeichnen Mehrwertsteuer (rosa Balken in Tabelle 3) und EEG-Umlage (hellgrüner Balken in Tabelle 3) mit der der Umstieg auf erneuerbare Energie im Rahmen der Energiewende finanziert wird. Sie machten 2016 4,6 Cent/kWh (Mehrwertsteuer) und 6,354 Cent/kWh (EEG-Umlage) aus. Unternehmen mit besonders hohem Stromverbrauch sind von dieser Steuer ausgenommen um deren Wettbewerbsfähigkeit zu garantieren.

 

Quelle: BDW, Übertragungsfehler vorbehalten

Den größten Anteil an der Teuerung des Strompreises hat die EEG-Umlage, die zur Finanzierung der Energiewende dient. Die EEG-Umlage finanziert den Ausbau erneuerbarer Energien und erfährt einen kontinuierlichen ähnlichen Anstieg von 0,08 Cent/kWh auf 6,354 Cent/kWh. Für einen deutschen Durchschnittshaushalt mit einem Verbrauch von 3500 kWh/Jahr bedeutet das eine Teuerung von ca. 20 Euro pro Jahr.

Die EEG-Umlage ist nicht der alleinige Kostenfaktor für höhere Stromrechnungen deutscher Durschnittshaushalte. Mit der Liberalisierung wurde auch eine Stromsteuer 1999 im Rahmen des "Gesetz zum Einstieg in die ökologische Steuerreform" eingeführt. Seit 2003 beträgt sie 2.05 Cent/kWh. Im Strompreis beinhaltet ist weiters eine Konzessionsabgabe (1,66 Cent/kWh) ein Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)- Aufschlag, eine Offshore-Haftungsumlage und die sog. §19 StromNEV-Umlage (jeweils weniger als 0,5 Cent/kWh).

Durchschnittlicher Strompreis pro kWh 2016

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Nachdem sie von 2014 auf 2015 leicht gefallen sind, steigen die Strompreise 2016 wieder marginal an - bei einem Durchschnittsverbrauch von 3.500 kWh pro Jahr von 28.70 auf 28.80 Euro (+0.3%). Die monatliche Stromrechnung für einen deutschen Haushalt mit 3500 kWh Jahresverbrauch lag im Jahr 2015 bei 83,70 Euro und 2016 bei 84,00 Euro. Verantwortlich für diesen Preisanstieg sind vor allem Netzentgelte (2016 um 0,27 ct/kWh (+4%) gestiegen), Steuern, Abgaben und Umlagen (+0,62 Cent/kWh entsprechen ebenso +4%).

Die Kosten für Beschaffung und Vertrieb sind im Jahr 2016 um 11% niedriger als noch 2015. Weil die Beschaffung und der Vertrieb aber nur ca. 25% der Stromrechnung ausmachen, schlägt sich dieser Rückgang um 0,79 ct/kWh auf der Stromrechnung nicht wirklich nieder. Der Rückgang der Preise von 2015 auf 2016 an der Strombörse EEX in Leipzig, von je nach Produkt im Schnitt -12 bis -16 %, blieb Endverbrauchern aufgrund höherer Netzentgelte, Steuern, Abgaben und Umlagen also gänzlich unbemerkt.

Der deutsche Strompreis im europäischen Vergleich

In den meisten großen EU-Staaten hat sich der Strompreis sein der Liberalisierung des Energiemarkts verteuert. Im Europäischen Vergleich zahlen die Deutschen aber einen vergleichsweise hohen Preis für Strom. Nur in Dänemark, wo es noch höhere staatliche Abgaben auf Strom gibt, muss man mit 30,68 Cent/kWh im ersten Halbjahr 2015 mehr für elektrische Energie bezahlen als in der Bundesrepublik. Die Deutschen zahlten somit um ca. 9 Cent/kWh mehr für Strom als die EU-28 im Schnitt. Vergleicht man die Preise exklusive Steuern, Abgaben und Umlagen, fällt Deutschland von der 2. auf die 7. Stelle zurück. Nähere infos zur Zusammensetzung des Strompreises erfahren Sie unter 089 12089219.

 

*Eurostat Band DC, Quelle: Eurostat, Stand: 1.Halbjahr 2015 (Durchschnitt), Strompreise Haushalt inklusive Steuern, Abgaben und Umlagen. Übertragungsfehler vorbehalten.

Strompreis 2017 in Deutschland: Eine Prognose

Sparschein Gluehbirne

Strompreis steigt 2017 weiter.

2017 wird eine weitere leichte Teuerung des Strompreises erwartet, da bei Steuern, Abgaben und Umlagen, die schon 2016 zulegen, ein Anstieg von 4% prognostiziert ist. Alle Steuern, Abgaben und Umlagen werden dann 16,2 Cent/kWh ausmachen: 2017 wird die EEG-Umlage von 6,354 auf 6,88 Cent/kWh und die Mehrwertsteuer von 4,6 Cent/kWh auf 4,8 Cent. Die Konzessionsabgabe bleibt weiterhin (seit 1998) gleich bei 1,66 Cent/kWh. Steuern, Abgaben und Umlagen werden 2017 zusammen 16,2 Cent/kWh ausmachen (Quelle: BDEW).

Während auch die bislang von den Netzbetreibern veröffentlichten vorläufigen Netzentgelte für 2017 im Durchschnitt einen weiteren Anstieg nahelegen, sind die Kosten für Beschaffung und Vertrieb noch nicht klar abzusehen. EInes ist sicher: Dutzende Grundversorger haben aufgrund höherer Umlagen und Netzentgelte für 2017 bereits Strompreiserhöhungen für mehrere Millionen Haushalte angekündigt. Auch Experten rechnen 2017 mit einer Erhöhung des Arbeitspreises von 28,8 Cent/kWh auf über 29 Cent/kWh. So teuer war Strom im Vergleich überhaupt nur in einem Jahr: 2014. 2017 könnte der Energiepreis also auf ein Allzeithoch klettern.

Sollte man 2017 den Stromanbieter wechseln?

Ja. Ein Wechsel trägt prinzipiell zu niedrigeren Preisen bei. Wie? Ganz einfach: Trotz der Preisentwicklung von Steuern und Abgaben muss die Stromrechnung nicht unbedingt teurer werden, da der Anteil, der für Beschaffung und Vertrieb anfällt, durch Wettbewerb niedrig gehalten werden kann. Und mit einem Wechsel wird der Wettbewerb unterstützt. Rufen Sie uns an unter 089 12089219 und wir vergleichen für Sie kostenlos die Angebote. Gerne übernehmen wir auch den Wechselprozess für Sie - unkompliziert und kostenlos in nur einem Anruf. Gerne rufen wir Sie auch kostenlos zurück.

Darüber hinaus kann bei einem Durchschnittsverbrauch von 3.500 kWh, einem Strompreis von knapp 29 Cent/kWh und einer entsprechenden Stromrechnung von ca. 1000 Euro pro Jahr ein Wechsel des Stromanbieters je nach Preisvergleich einige Hundert Euro bringen - je höher der Verbrauch, desto höher die Ersparnis. Bei den besten Angeboten lässt sich oft ein Drittel und mehr sparen.

Wie kann man günstige Stromanbieter und Strompreise finden?

Wichtig für den Kunden ist aber nicht nur der Preis. Laut pwc Umfrage (2015) ist das Gesamtpaket aus Preis und Serviceleitung für viele Verbraucher ausschlaggebend bei der Wahl des Stromanbieters.

Im Internet gibt es unzählige Vergleichsportale, die einem die Suche inklusive Anbieterwechsel erleichtern. Mit einem Strompreisvergleich über deren Tarifrechner erfährt man welcher Anbieter der günstigste und welches Angebot das interessanteste in der Region ist. In diesen Tarifkalkulatoren einfach die PLZ und den Verbrauch in kWh angeben und das ansprechendste Angebot auswählen. Alterantiv können Sie auch die Energie-ExpertInnen von Selectra telefonisch unter 089 12089219 (zum Ortstarif) kontaktieren. Sie erhalten einen kostenlosen Preisvergleich und werden kompetent und ausführlich beraten. Sollten Sie sich für ein Angebot entscheiden, übernehmen die MitarbeiterInnen von Selectra auch gerne die Strom- bzw. Gasanmeldung oder den Wechsel für Sie - unkompliziert und kostenlos in nur einem Anruf. Gerne rufen wir Sie auch kostenlos zurück.