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Netzentgelte im deutschen Gasnetz

Gas- und Wasserhinweisschilder in Deutschland

Wie für Strom entrichten Sie auch für Ihre Erdgaslieferungen Netzgebühren, damit das Gas zu Ihnen sicher nach Hause geliefert werden kann. Sie bezahlen den Betrag an den Netzbetreiber, der häufig auch für Ihre Stomnetz zuständig ist. Sollte der Betreiber nicht gleichzeitig Ihr Erdgaslieferant sein, erhalten Sie zwei Rechnungen: eine Gasliefer- und eine Netzbetreiberrechnung.

Wieso muss ich Netznutzungsentgelte bezahlen?

Auch das Gasnetz, das in Ihrer Stadt oder Gemeinde verlegt ist, muss gewartet, erneuert und gegebenenfalls ausgebaut werden. Um diese Kosten möglichst zu decken, erhält der Netzbetreiber die Netzgebühren. Zudem bezahlen Sie ein Messentgelt für die Nutzung und die Wartung Ihres Gaszählers. Oft ist auch die Ablesung mit diesem Betrag abgegolten.

Legt der Netzbetreiber die Netzentgelte fest?

Nein, die Energieaufsichtsbehörde Bundesnetzagentur legt Höchstpreise für die Netz- und Messentgelte fest, damit dritte Energieanbieter das Netz möglichst kostengünstig nutzen können. Somit können Sie durch einen Anbieterwechsel auch leider nur den reinen Energiepreise, also nur einen Komponente Ihres Gaspreises, senken.

Denn der Netzbetreiber bleibt auch bei einem Anbieterwechsel letztendlich der gleiche. Er ist ein sogenannter natürlicher Monopolist, da es auch Kostengründe keinen Sinn machen würde, ein zweites Gasleitungsnetz in der Stadt zu verlegen. Damit diese somit Ihre Monopolstellung nicht ausnutzen, schützt Sie die Bundesnetzagentur durch die Preisregulierung.

Wie setzt sich das Netzentgelt in Deutschland zusammen?

Die Netzgebühren bestehen aus zwei Teilen: einem Leistungs- und einem Arbeitspreis. Was unterscheidet beide Preise? Während der Leistungspreis (LP) anhand der Energieleistung in Ihrem Eigenheim oder Ihrer Wohnung in Kilowatt (kW) bemessen wird, berechnet sich der Arbeitspreis (AP) auf Basis Ihres tatsächlichen Stromverbrauchs in Kilowattstunden (kWh). Beide Preise ergeben zusammen die Netznutzungsgebühren.

Neben dieser Netzgebühren zahlen Sie zudem das Messentgelt, das für die Wartung und den Betrieb Ihres Gaszählers bestimmt ist. Denn wie Ihr Strom- ist auch Ihr Gaszähler von Ihrem Netzbetreiber nur gemietet. Wer Ihr Netzbetreiber ist, können Sie auf der Plakette auf dem Gaszähler ablesen. Dieser Netzbetreiber ist somit - vereinfacht gesagt - der Vermieter Ihres Gaszählers.

Steht lediglich das Netzentgelt auf der Rechnung des Netzbetreibers?

Nein, Ihr Netzbetreiber berechnet ebenfalls die Steuern und die Konzession für die Gemeinde und Städte ab. Für was die öffentliche Hand die Einnahmen verwendet und welche einzelnen Posten Ihnen in Rechnung gestellt werden, finden Sie auf unserer Seite Steuern & Abgaben. Wenn Sie somit die Rechnung Ihres Gasnetzbetreibers und des Energielieferanten beieinander legen, können Sie Ihre Gasgesamtkosten für das abgelaufene Jahr berechnen.